April 11, 2015

Out of Order


Some of you might remember my accident in 2010, when a plywood board flew from a truck into my bike and almost threw me off when it got in full contact with my leg. Time had come to get some of the aftermath fixed. I am currently recovering from surgery and won't be doing any two-wheeled stuff in the next couple of weeks or so as per doctor's orders, however they promised that I will be back on the road in no time. I am told to walk a lot, I take that as a good sign for a speedy recovery...

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Außer Funktion
Es war im September 2010, als mich ein fliegendes Objekt beinahe vom Motorrad gehauen hätte. Nichts ahnend war ich auf dem Highway 1 (nahe Vancouver) stadtauswärts mit etwa 100 km/h unterwegs, als ein Holzbrett von einem vorausfahrenden Fahrzeug in meine Richtung geschleudert wurde. Ich sah das trudelnde Etwas genau auf mich zukommen. Ein Ausweichen war nicht möglich, da durch Verkehr und Leitplanke verhindert, doch ich konnte noch auf 60 km/h herunterbremsen. Das Teil flog erst auf die Front des Motorrades, haute dabei Schutzblech, Scheibe, rechten Blinker und die rechte Tankverkleidung weg und schlug dann auf mein rechtes Bein auf. Der Aufschlag und die einsetzenden Schmerzen waren unerträglich, aber mein einziger Gedanke galt in der Situation, mein Motorrad irgendwie aufrecht zu halten. Adrenalin und Instinkt halfen mir letztendlich, die BMW sicher auf dem Seitenstreifen abzustellen. Zunächst sah ich mir natürlich den Schaden am Mopped an und bemerkte dann erst mein pulsierendes Bein. Bewegen konnte ich es noch und es gab auch nicht nach, als ich es voll belastete. Ich machte also einen festen Verband aus Panzerband um mein Knie und fuhr ins nächste Krankenhaus. Dank Lederhose und Knieprotektor war nichts gebrochen. Das Bein war "nur" arg zerbeult und strahlte für eine Weile in allen Regenbogenfarben multipler Blutergüsse. Nach ein paar Wochen waren Motorrad und Frau wieder heil und gemeinsam auf der Straße.
Allerdings musste ich jetzt doch noch etwas fixen lassen, welches mich seitdem immer mal wieder gequält hatte. Diese Woche kam ich unter's Messer und werde daher für die nächsten Wochen erst einmal Zweirad-technisch außer Gefecht gesetzt sein. Die Ärztin wies mich jedoch an, viel spazieren zu gehen. Ich gehe also mal davon aus, dass eine schnellen Heilung nichts im Wege stehen wird...

April 05, 2015

They DO exist!


German moto bloggers are an elusive species. Even though they blog in public to share their hobby and passion with the world wide web they usually try to stay as anonymous as possible. (Ok, I am different that way, but that's basically all Bobskoot's doing...)

So, when visiting my family for the Easter weekend I could convince Funny Fundura to meet rather spontaneously for a coffee (actually tea...). Funny is of course not her real name, but it is all too suitable! She is quick witted and has a great sense of humour. We clicked right away, and had a wonderful time chatting along.

Her family owns a stable full of bikes, among these a Honda NC700S, a Kawi KLX125, a Suzuki Marauder, a Honda XL500, and a yellow BMW F650GS (like my Nella), and all family members ride. A family who plays together stays together, is what they say.

It was a great pleasure meeting her and I sure hope that it won't be our last time.

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Es gibt sie wirklich!
Der deutschte Moto-Blogger an sich ist ja eher scheu und bleibt, trotz der ganzen öffentlichen Bloggerei über unser gemeinsames Lieblingsthema, doch gern selbst im Hintergrund und anonym (ok, ich bin eher nicht so, aber daran ist der gute alte Bob mit Schuld).

Wir sind zum Osterfest bei meiner Familie im Rheinland und da dachte ich mir einfach, ich funke mal Funny Fundura an, die ganz in der Nähe lebt, ob sie nicht vielleicht Lust hat, sich ganz unverfänglich mit mir zu treffen. 

Als neutraler Boden bot sich der nahe gelegene POLO Mega-Shop in Jüchen an, bzw. das Bistro RedHot nebenan. Für meinen Gatten gab es dann bei der Gelegenheit (und als Belohnung für seine Geduld an diesem Nachmittag) eine neue Motorradjacke und einen Helm. 

Wie es so bei uns Deutschen ist, waren beide Seiten überpünktlich und ein wenig nervös. Schließlich kannten wir ja doch nur die Blog-Persönlichkeiten. Würden wir uns überhaupt erkennen? Worüber sollten wir uns unterhalten? Wird es langweilig? Oder peinlich? Oder...? Tausend Gedanken gehen einem vor einem solchen Blind Date durch den Kopf. Doch kaum, dass wir uns sahen, waren die Bedenken passé, und es war so, als wenn wir uns schon seit Jahren kennen würden.

Den armen mitgebrachten Gatten war es zwischendurch bestimmt langweilig, aber sie versorgten uns lieb mit Getränken und ließen die Damen ansonsten über Motorräder, Kanada, Leute, Familie, Bloggen und vieles mehr schwatzen. 

Stunden später... Wenn wir nicht noch weitere Verpflichtungen an diesem Ostersamstag gehabt hätten, wäre wahrscheinlich der ganze Abend in unserem Gesprächswasserfall "ertrunken". Es ist schon klasse, wie es bei solchen Begegnungen manchmal klicken kann. Ein Blick, ein Wort (ok, in unserem Falle: viele Worte) und man versteht sich sofort. 

Liebe Funny, mir hat es riesig Spaß gemacht. Vielen Dank auch an Deinen geduldigen Gatten. Ich hoffe, wir haben mal die Gelegenheit, uns wieder zu treffen, dann vielleicht sogar auf den Moppeds.

March 29, 2015

Shaking off the Cobwebs

Most people, most Germans anyway, are accustomed to getting their grocery shopping done on Saturday mornings, to be home by lunch hour. And like with football games of major interest the scenic roads will be clear of traffic. A good time to be out riding.


The valley is all green now, and with temperatures in the low teens I decided to leave my heated vest at home. Maybe that decision was a little hasty. The first hill top at 700m was free of snow alright, but it got a little nippy. Down in the Rench valley the sun rays warmed me up again. 


Then up the difficult Oppenauer Steige (Oppenau Climb) towards Zuflucht (a place called refuge). The road is extremely twisty, and with an incline up to 18%, it's one of the steepest climbs in the Black Forest. A good stretch of road to re-sharpen my carving skills. The position of the forward controls gives me a better lean angle, at least it feels that way.


We are now on top of the mountain pass shortly under 1,000m, and not far away from the Schwarzwald-Hochstraße (Black Forest panoramic Road). There are still some leftovers from this year's winter that sun and rain hadn't destroyed just yet.


I reached the highest point of my journey, from now on it was all downhill, back into the realm of warmth. Clouds were building up, and the light was fading, thunderstorms were predicted for the afternoon, it was time to get home. I made it before the first drops hit the ground.

90km equals 2 hours of twisties

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Wie man Spinnweben los wird

Die meisten Leute, Deutsche sowieso, haben das zwanghafte Bedürfnis, Samstag morgens einkaufen gehen zu müssen, damit sie pünktlich zu Mittag wieder zuhause sind. Und wie zu wichtigen Fußballspielen, sind die Panoramastraßen wunderbar leer. Eine gute Zeit, Mopped zu fahren.

Im Tal wird es so langsam grün, und bei Temperaturen über 10°C ließ ich die Heizweste mal zu Hause. Vielleicht war das eine etwas voreilige Entscheidung. Erst ging es über den Löcherberg, der auf 700m schneefrei war, allerdings wurde es kühler. Dann fuhr ich hinunter ins Renchtal, wo mich die Sonne wieder aufwärmte. 

Danach kam die schwierige Auffahrt der Oppenauer Steige in Richtung Zuflucht, mit einer Steigung von bis zu 18% eine der steilsten im Schwarzwald. Eine großartige Strecke, um meine Kurven-Fähigkeiten zu trainieren. Die neue Position der vorverlegten Fußrasten scheint mir mehr Bodenfreiheit zu geben. Es fühlt sich gut an. 

Auf knapp 1.000m, ganz in der Nähe der Schwarzwald-Hochstraße lag doch tatsächlich immer noch Schnee, der noch nicht von Sonne und Regen der letzten Wochen verjagt war. Ich hatte nun den höchsten Punkt meines Ausflugs erreicht. Von nun an ging es bergab in wärmere Gefilde und durch das Kinzigtal zurück nach Hause. Inzwischen hatte sich der Himmel bezogen. Für den Nachmittag war Regen angesagt. Ich stellte die Sporty genau in dem Moment ab, als die ersten Tropfen herunter gingen.

March 27, 2015

Last Weekend: Potential for Record breaking Cold in Eastern Canada

Montreal Wetter

Wow! This was last Sunday's weather forecast for Montreal. Another weekend went by, that David wouldn't be able to pick up Black Betty, our new-to-us Honda Shadow. But waiting time wasn't a wasted, because David had already started a shopping frenzy. There will be
  • power plugs for electronic gadgets and heated gear
  • RAM mounts for said gadgets
  • Stebel air horn at 139dB for the hearing impaired cagers
Other stuff will be acquired as we are moving into the season:
  • Quick release windshield
  • Heated grips
  • Engine guards
  • Saddle bags
  • AdMore Lighting
  • Service and maintenance plus tire change
Did I forget anything? 

And as of tomorrow the bike will be insured at a special senior discount. Thanks, David for being just in the right age bracket  ;-)

Source: Montreal Webcam
Source: Quebec City Webcam

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Rekord verdächtige Kältewelle in Ost-Kanada?
Wie bitte? Na super! Eigentlich hätte mein Kumpel David das Motorrad letztes Wochenende abholen wollen... Das war wohl nix! Wir haben uns dann statt dessen schon einmal die Zeit mit einer Shopping-Orgie für das Bike vertrieben. David hat bereits ein paar "Kleinigkeiten" besorgt:
  • Stromanschluss-Buchsen zum Aufladen der Elektronik
  • RAM Halterungen zur Befestigung der Elektronik am Lenker
  • Stebel Zweiton-Hupe (für die tauben Dosen-Fahrer) mit 139dB
Weiterhin haben wir auf unserer Einkaufsliste:
  • Windschutzscheibe
  • Heizgriffe
  • Motorschutzbügel
  • Zusätzliche Beleuchtung
  • Satteltaschen
  • und eine große Inspektion mit Reifenwechsel
Und morgen wird nun das Mopped schon mal zum "Rentner-Tarif" versichert, wie David es nennt.

March 22, 2015

The (unsuccessful) Quest for Spring


After a lazy morning on the sofa we ventured out for a quick round trip through our valley. Our mission: Finding signs of spring. Even at noon we only had single digit temperatures, and a cold breeze almost managed to push us back into our warm and cosy home. But we stood stalwart, and braved the weather. Spring however was nowhere to be seen.


We encountered a squad of biological lawnmowers, but they didn't know anything with regards to the whereabouts of spring.


They turned their backs on us and preferred to ignore us while we were trying to get through.


Also the trees didn't have the right answer for us, however they seemed as eager as ourselves to actually meet spring again.


Finally we got word from the daffodils that spring is supposed to be just around the corner. It's expected to arrive sometime next week. Well, let's hope they are right.



Der Frühling lässt noch auf sich warten
Bei einstelligen Temperaturen um die Mittagszeit - es wurde einfach nicht wärmer hier - schnappten wir uns nach einem faulen Morgen die Räder und machten uns auf die Suche... nach dem Frühling. Schon vor der Haustür fegte uns ein eisiger Wind um die Nase, der uns beinahe zum Umkehren in die warme Wohnung überreden konnte. Doch wir waren standhaft und fuhren, anfangs noch mit Rückenwind, durch das Tal. Doch nirgendwo war er zu sehen, dieser Frühling. Wir befragten einen Trupp biologischer Rasenmäher, doch die wussten auch keine Antwort und drehten uns (oder dem Wind?) demonstrativ den Rücken zu. Auch die Bäume wussten keinen guten Rat, wo man den Frühling finden konnte. Schließlich fanden wir ein paar Osterglocken und die versprachen uns, er käme nächste Woche mal vorbei...