January 19, 2020

Have you seen my mind, it's always wandering about - Mein Verstand ist schon mal voraus gegangen, habt Ihr ihn vielleicht gesehen?


The next section of the regional Way of St. James (known as Kinzigtäler Jakobusweg) became a trial run for the Portuguese Way: mostly flat terrain through rural and suburb areas with a lot of road walking on gravel and tarmac. On top came foul weather, and muddy puddles. Sounds boring enough, eh? 

Die nächste Etappe des Kinzigtäler Jakobusweges wurde gleich ein Testlauf für den Caminho Portugues: Eine fast ebene, zumeist auf Asphalt und Schotterwegen verlaufende Strecke durch ländliche Gegenden und Vorstadtgebiete, und als Zugabe bescheidenes Wetter und viel Matsch. Hört sich doch schön langweilig an, oder? 


I am a pilgrim-in-training and thus still working out my gear, my physical abilities and my mental state of mind. A pilgrimage is different from a hike. Scenery is optional. I needed to know whether I can walk long stretches without visual or physically challenging diversions. 

Als Pilger-Anfängerin bin ich immer noch dabei, meine Ausrüstung zu optimieren, sowie die physischen und mentalen Grenzen dieses Unterfangens auszutesten. Ein Pilgerweg ist eben kein Wanderweg. Nicht immer gibt es schöne Aussichten. Aber ich muss schließlich wissen, ob ich gegebenenfalls eine lange Strecke ohne visuelle oder sonstige Reize aushalten kann. 



The short answer is: Yes, I can. How? By the mantra: Embrace the suck! 
Die kurze Antwort ist: Ja, kann ich. Nach dem Motto: Da muss man eben durch!


For miles on end I followed the fairly straight Kinzig river dyke while zigzagging the puddles left by recent rainfall. It still drizzled. A strong tailwind pushed me forward, and a huge dark thundercloud kept chasing me. 

Kilometerweit ging es über den Kinzig Damm, dabei immer im Zickzack den Pfützen ausweichend, die der letzte Regen reichlich hinterlassen hatte. Es nieselte und ein starker Rückenwind schubste mich vorwärts, während eine dunkle Gewitterwand hinter mir her jagte.


The constant noise of the nearby federal road drowned any ripple noise from the river. Thankfully my better half had created a playlist which would last for hours, so I kept marching on listening to the rhythm of the upbeat songs. Time went by... no change of scenery, nothing but the dyke until the horizon. Then my trek led me through the suburbs of Offenburg. Trail-marking was excellent by the way. The path went by a quarry pond and finally into the municipal forest. 

Der Verkehrslärm der nahegelegenen Bundesstraße übertönte das Wasserrauschen des Flusses. Dank meiner besseren Hälfte verfügte ich über eine schöne Playlist, die mich über die nächsten Stunden beschallen würde. Und so marschierte ich lustig zum Rhythmus flotter Popsongs immer geradeaus. So verging die Zeit, die Gegend blieb hingegen die gleiche, der Damm ging bis zum Horizont. Endlich war ich am Stadtrand von Offenburg angekommen, die Wegmarkierungen waren übrigens bisher einwandfrei. Dann verlief der der Weg durch ein Wohngebiet, ein Neubaugebiet, führte an einem Baggersee vorbei und in den Stadtwald. 






On it went through ankle deep mud on trunk roads through the forest. Past freeway A5 the woods opened up and gave way to resting farmland, occasionally interrupted by villages too small to remember. 

Ich stapfte durch den knöcheltiefen Schlamm entlang völlig aufgeweichter Forstwege, unterquerte schließlich die Autobahn A5, bis schließlich der Wald in brach liegendes Farmland überging. Landwirtschaftlich genutzte Flächen und Ansiedelungen reihten sich namenlos aneinander.
 
St. Jakobus



 
In the village of Schutterwald I left the trail Kinzigtäler Jakobusweg and continued my trek southbound on the Baden trail (Badischer Jakobusweg). From there it was mostly uneventful walking on even farm roads until I got to Hohberg-Niederschopfheim (Mighty long name for a hicktown). 

In Schutterwald verließ ich dann den Kinzigtäler Jakobusweg und folgte von da an dem Badischen Jakobusweg Richtung Süden. Von dort verlief der Weg unspektakular zumeist auf Feldwegen und Nebenstraßen weiter, bis ich schließlich in Hohberg-Niederschopfheim (ein langer Name für so ein Kaff) ankam.

St. Birgitta
Hohberg-Niederschopfheim
 

I managed to hike this stretch of 24 km (15 mls) in less than four and a half hours only briefly interrupted by a ten minute snack break. Not too bad for a rookie pilgrim. 

Für die Strecke von 24 km brauchte ich weniger als viereinhalb Stunden, die lediglich von einer kleinen Verschnaufpause von vielleicht zehn Minuten unterbrochen wurden. Gar nicht so übel für den (Pilger-)Anfang.


Southbound on the Baden Pilgrim Trail 
Südwärts auf dem Badischen Jakobusweg