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June 25, 2011

Geschäftsreisen

Roland hat noch einiges an Geschäftsreisen nachzutragen, was hiermit nun endlich geschehen soll...

Zunächst ging es nach Houston, wo er bei einem Six Sigma Training aushalf. Dort traf er auch einen Ex-Kollegen aus uralten Air Liquide-Zeiten, Etienne, zu einem gemütlichen und erinnerungsreichen Abend beim Italiener:


Am zweiten Abend ergab Roland sich dem Gruppenzwang und schaute sich ein Baseballspiel der lokalen "Houston Astronauts" an. Das Team ist das schlechteste der Liga, aber das Stadion, erbaut an der Stätte eines ehemaligen Bahnhofs, ist wunderschön. Klar ist, dass Roland niemals ein Baseballfan werden wird...

Der kulinarische Höhepunkt des Trips war aber das brasilianische Restaurant, das die Gruppe am letzten Abend gemeinsam besuchte. Das war insofern passend, da Roland als Fast-Brasilianer im Training neben einer nach Texas ausgewanderten Brailianerin namens Lucienda sass. Das Essen im Fogo de Chao war schlichtweg fantastisch, lediglich die Fejoada ist bei Roland's Mama noch besser!

 
Letzte Woche stand dann eine Reise ins Schwesterwerk in Evansville, Indiana sowie nach Calvert City zu einem weiteren Training (diesmal SAP Business Warehouse) an. Das Essen ist in diesen Gegenden natürlich längst nicht so gut, aber die Landschaft hat einige positive Überraschungen zu bieten. 
Mit dem dortigen Kollegen John wurden deshalb auch ein paar der dortigen Sehenswürdigkeiten abgegrast, speziell "Land between the Lakes" und "Garden of the Gods". Bei letzteren war aufgrund eines gerade aufziehenden Gewitters eine fantastische Atmosphäre, die sich dann allerdings in biblischen Regengüssen entlud.
 
Klick auf die Bilder, um die Landschaft in voller Pracht zu geniessen.

May 16, 2010

Pleiten, Pech und Pannen, Teil 2

Und hier Teil zwei der Pannenwoche...

2. Der verfrühte R
ückflug
Roland's Training ging schneller als erwartet und war schon am Donnerstag beendet statt am Freitag. Roland hatte seine Reise über expedia gebucht, mit einem Rückflug via Denver für Samstag und einer Flughafenhotelübernachtung von Freitag auf Samstag in Dallas. Sollte ja möglich sein, das umzubuchen! Als Fluggesellschaft für den Rückflug war Air Canada angegeben, aber ein Anruf dort (mit 10 Minuten Wartezeit) ergab, dass American Airlines (mit denen Roland gekommen war) für alle Änderungen verantwortlich wäre, aber am besten würde er expedia anrufen. Gesagt, getan. Der Herr bei expedia benötigte gefühlte 30 Minuten an seinem Computersystem, um Roland dann mit zu teilen, dass er ihm wegen der unglücklichen Zusammensetzung der Flüge (neben Air Canada und American war auch noch United involviert) überhaupt nicht helfen könnte. Keine Änderung, keine Stornierung...

Roland rief also seinen Chef an und schilderte ihm die Situation. Chef zögerte keine Sekunde und wies Roland an, einen neuen Flug am Freitag zu buchen. Nach kurzer Recherche fand sich auch ein einigermassen bezahlbarer Flug von Dallas über Seattle nach Vancouver, Abflug 12.45, Ankunft 17.30.

Roland rief also beim Flughafenhotel an, um die Übernachtung vorzuziehen, bekam aber wieder einmal die mittlerweile schon bekannte Hilfsbereitschaft zu spüren: "Ich kann Ihnen nicht helfen, das müssen Sie mit expedia ausmachen". Toll, also auf der Reservierung nach der Reservierungsnummer geschaut, nur um folgende dick und fett gedruckte Zeilen zu sehen: "Diese Reservierung kann weder storniert noch geändert werden".

Roland entschloss sich also, im Trainingshotel zu bleiben und von dort aus am frühen Freitag Morgen zum Flughafen zu fahren (3 Stunden Strecke). Aus bislang unbekannten Gründen funktionierte die Fahrt reibungslos, sodass er um 9.30 am Flughafen und um 10.00 Uhr durch alle Sicherheitschecks durch war.

Boarding war um 12.15, da war also noch Zeit für ein Frühstück. Roland nahm sogar noch wahr, dass ein paar Regentropfen gegen die Scheiben rieselten, dachte sich aber nichts dabei. Er fand sich nach dem Frühstück also wieder am Gate ein, wo wir pünktlich um 12.15 Uhr erfuhren, dass unser Flug gecancelt wurde. Tatsächlich war der gesamte Flughafen für knapp eine Stunde von einem heftigen Gewitter komplett lahm gelegt. Dutzende hereinkommende und ausfliegende Flüge wurden gecancelt, tausende von Reisenden mussten sich neue Verbindungen suchen.

Roland gehörte nach ausgiebigem Schlangestehen zu den Glücklichen, die einen Direktflug nach Vancouver ergattern konnten (der eigentlich das doppelte von Rolands ursprünglichen Flug gekostet haette). Abflug 17.00 Uhr. Es galt also, fast 5 Stunden totzuschlagen, was vorzugsweise mit Hilfe von Rolands ipod geschah. Roland hatte seine Bordkarte schon und war darüber sehr glücklich, denn in den nächsten Stunden wuchs die Warteliste für den Flug auf 37 Passagiere an! Natürlich hatte der neue Flug ebenfalls Verspätung, und zwischendurch wurde unser Gate von D18 auf D28 geändert (Völkerwanderung), um 10 Minuten später wieder auf D20 geändert zu werden (Völkerwanderung zurück, zum Gate gleich neben D18).

Roland lernte ein freundliches älteres Ehepaar aus Whiterock kennen, das in der Warteliste irgendwo auf paarundzwanzig rangierte. Da er ja immer noch ein Hotelzimmer hatte, hat er dem Paar seine Informationen gegeben, damit sie statt seiner das Zimmer nutzen könnten. Ob das tatsächlich geklappt hat, steht allerdings in den Sternen...

Um 19.45 Uhr ging es dann endlich ans Boarding, um 20.15 Uhr war der Flieger auf der Rollbahn und um 22.00 Uhr Pacific Time landete er in Vancouver. Müssig zu sagen, dass Rolands Tasche
nicht an Bord war. Diese Schicksal teilte er mit einigen anderen Passagieren, also stand noch einmal Schlangestehen an, um die nötigen Informationen abzugeben. Dann endlich raus (23.00 Uhr) und mit Sonja nach hause (24.00 Uhr).

Die gesamte Reise hat also von der Abfahrt vom Hotel bis Ankunft zuhause 20 Stunden gedauert. So macht Reisen Spass! Immerhin kam die Tasche heute mittag an, und ausserdem erwiesen sich die Mitarbeiter von American Airlines als ausserordentlich freundlich und hilfsbereit. Trotzdem ist Roland froh, auf absehbare Zeit nicht mehr in die USA fliegen zu müssen...

May 15, 2010

Pleiten, Pech und Pannen, Teil 1

Hinter uns liegt eine Woche, in der so gut wir gar nichts funktionierte... Hier eine Zusammenfassung der ersten von zwei der Pannenserien während Rolands Reise zu seinem vierten Six Sigma Training in Longview, TX:

1. Die vergessenen Medikamente
Vor lauter Aufregung hatte Roland beim Einpacken seine letztendlich lebenswichtigen Medikamente vergessen. Ihm fiel beim Landeanflug auf Dallas ein, dass die Sachen noch auf dem Waschtisch im Badezimmer lagen. Also flugs Sonja angerufen, damit sie die Pillen "overnight" nach Longview, Texas schickt.

Am nächsten Morgen ging Sonja also zu ups, um dort zu erfahren, dass Medikamente nur dann in die USA geschickt werden können, wenn eine Kopie des Reisepasses und eine Kopie des Rezeptes beigelegt sind. Glücklicherweise hatten wir tatsächlich eine Kopie des Reisepasses zuhause, und für das Rezept hat sie unsere Apotheke in Calgary um eine Faxkopie gebeten. Das Paket mit 10(!) Tabletten ging also für einen Preis von 70 Dollar auf den Weg, aber ups konnte nicht garantieren, dass der US-Zoll die Sendung auch passieren lassen wuerde.

Mit dem ausgezeichneten ups-Trackingsystem konnten wir jederzeit verfolgen, wo das Päckchen war, und um 2 Uhr am nächsten Morgen befand es sich bereits in Louisville, Kentucky. Nun kam jedoch der Zoll ins Spiel, und damit war jedes Tempo raus. Nun hiess es nur noch warten auf dies, warten auf das, warten auf... whatever!

Roland wurde nun langsam ziemlich nervös und entschied sich, zu Plan B zu greifen, nämlich ebenfalls mit einer Faxkopie des Rezeptes bewaffnet einen Arzt zu finden, der ihm ein amerikanisches Rezept für ein paar Pillen ausschreibt. Beispiel einer Unterhaltung mit der Sprechstunde: "Bin aus Kanada, nur hier für eine Woche, Medikamente vergessen, dringend, habe kanadische Rezeptkopie, können Sie helfen?" - "Sind Sie denn Patient bei uns?" - "Nein, Kanada, eine Woche hier, wie soll ich da Patient sein?" - "Da können wir nicht helfen, wenn Sie kein Patient sind." - "Also, Sie würden mich eher sterben lassen, als mir zu helfen?" - "Tut mir leid!"
Nach ungefähr sechs vergleichbaren Gesprächen (allerdings meist mit hilfsbereiteren Sprechstunden) gab Roland auf und entschloss sich zum Rückflug, falls das Paket bis zum nächsten Tag nicht da wäre.

Und tatsächlich, am nächsten Morgen zeigte der ups-Tracker Bewegung an! Das Paket war mittlerweile im 100 km entfernten Shreveport gelandet. Kurze Zeit später war es schon in Longview und auf dem Auslieferfahrzeug. Die Rezeption war informiert, Roland sofort aus seinem Training zu holen, da konnte ja nichts mehr schief gehen. Roland checkte regelmässig den Tracking-Status auf seinem Laptop und... plötzlich erschien die Meldung "Anlieferung versucht; konnte die Bezahlung nicht eintreiben, wird es später noch mal versuchen"...

Roland sofort zur Rezeption, was das nun wieder soll, um dort eine andere Empfangsdame als zuvor zu finden, die natürlich nichts davon wusste, dass er alarmiert werden sollte. Aber der Bote hatte gesagt, dass er noch weitere Pakete für das Hotel in seinem Wagen hätte, an die er im Moment schlecht heran kommen würde, er wäre bald also wieder da und würde dann das Geld eintreiben. Roland hinterliess also weitere 21.25 USD als Bezahlung und bat erneut um Info, wenn das Paket ankommt.

Und diesmal klappte es! Eine halbe Stunde später klopfte es im Trainingsraum, und Roland konnte seine Medikamente entgegen nehmen. Aber: der ups-Mann nahm weder Bargeld noch Kreditkarte an, ein Scheck müsste es schon sein!!!!! Den schleppt anscheinend jeder Amerikaner mit sich herum, aber Roland natürlich nicht. Glücklicherweise fand sich ein Hotelmitarbeiter, der einen Scheck ausstellte und im Gegenzug Rolands Bargeld an sich nahm.

In Summe hat uns Rolands Vergesslichkeit fast 100 Dollar für 10 Pillen mit einem Wert von 25 cts gekostet. Aber aus Schaden wird man ja bekanntlich klug, und wir haben gelernt, dass der hypokratische Eid in den USA durch den hypokritischen (heuchlerischen) Eid ersetzt wurde. Das wird noch ein paar Jahrzehnte dauern bis zu einem funktionierenden sozialen Gesundheitssystem.

April 18, 2010

Der langweiligste Flughafen der Welt

Roland war wieder einmal in Houston, Texas, um an der dritten von vier Six Sigma-Trainingseinheiten teil zu nehmen. Das Training war wieder sehr gut, diesmal haben wir mit Holzkatapulten Golfbälle aus drei Metern Entfernung in eine grosse Kaffeetasse geschossen. Der Sinn der Übung lag darin, mit geschicktem Sammeln von Daten (Auswerten von hunderten von Schüssen mit verschiedenen Einstellungen des Katapults) und Minimierung möglicher Varianzen (ungewolltes Spiel im Katapult und im Gummizug) die optimale Einstellung zu finden, um den Ball möglichst genau auf Zielweite zu schiessen. Eines unserer Teams (natürlich nicht Rolands) stellte dabei einen neuen Allzeitrekord auf mit fünf Volltreffern bei fünf Schüssen.

Allerdings war das gesamte Trainingsmodul diesmal etwas kurz geraten, so dass wir am Freitag anstatt um 15.00 Uhr schon um 10.00 morgens durch waren. Roland hatte seinen Flug für 18.15 gebucht, und damit 8 Stunden Leerzeit. Glücklicherweise konnte er seinen Flug auf 15.00 Uhr umbuchen, aber das war immer noch eine Menge Zeit... Also entschloss er sich, am George Bush Airport eine kleine Shoppingtour zu unternehmen. Allerdings stellte sich heraus, dass keines der fünf Terminals auch nur einen einzigen Laden zu bieten hatte. Ein Zeitschriftenstand und ein Starbuck's, das war's! Auch ansonsten hat George Bush (der Flughafen) absolut überhaupt nichts zu bieten. Völlig überaltet, und das Layout ist so schlecht, das man beim Taxiing zur Rollbahn glaubt, man würde zum Zielort fahren. Auf Rolands Frage, warum man denn einen solchen Flughafen nach einem Präsidenten benennen würde, antwortete Rolands Kollege Mark: "sie hatten halt keinen besseren...". Bleibt die Frage, was sie denn dann wohl irgendwann einmal nach dem Sohnemann benennen werden, einen Busbahnhof?!

August 08, 2008

Stürmische Zeiten in Houston

Photo: Wikipedia
Roland war auf Dienstreise in Houston, Texas, wo sich das Hauptquartier seines Arbeitgebers befindet. Grossartiges Timing, denn kaum war er am Sonntag in Houston gelandet, wurde er mit der Nachricht konfrontiert, dass am Dienstag der erste Hurricane der Sturmsaison aufziehen würde. Glücklicherweise stellte sich Edouard als längst nicht so dramatisch heraus wie befürchtet, das war eher ein windiger, kräftiger Sommerregen... Anstatt den ganzen Tag tatenlos im Hotelzimmer zu verbringen, konnte Roland dann doch noch in das weitgehend evakuierte Hauptgebäude fahren und seinen Termin abhalten.

Trotzdem waren Temperatur und Luftfeuchtigkeit mörderisch, wie in einer Dampfsauna. Im Hotel waren die Fensterscheiben von aussen beschlagen! Da gefällt uns das trockene Klima Calgarys doch weitaus besser!