Nordwestlich von Alberta, nicht weit weg von Calgary, gab es am 2. Juni 2017 einen Tornado.
Passiert ist dankenswerterweise nicht viel, und wie seinerzeit beim Erdbeben vor Vancouver, wurde in den sozialen und ausländischen Medien schon darüber berichtet, lange bevor die kanadischen Behörden und Nachrichtensender "wach" wurden.
We only get one run at life so might as well have fun on the way. (Geoff James)
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June 05, 2017
March 27, 2016
Wo wir einst zu Hause waren
Beim Surfen im Internet entdeckt: ein Drohnen-Video von Paul Bennett über Port Moody.
In dem Gebäude bei 4:01 hatten wir im 9. Stock unsere Wohnung. Der Stadtteil, in dem wir von 2010 bis 2013 gelebt hatten, heißt Suter Brook. Hier ein Google Streetview Ausschnitt:
Und noch eins: Im Wedgewoods Komplex in Südwest Calgary wohnten wir von 2006 bis 2010, gefilmt wurde das Video von Robert Hamilton.
Unser Apartment lag mittig in dem Hufeisen-förmigen Gebäude rechts bei 0:13. Streetview zeigt hier die Einfahrt zu den Wohnhäusern:
Kurz nach unserer Immigration lebten wir von 2005 bis 2006 im Norden Calgary's im Stadtteil Hidden Valley. Hier ein Streetview Schnappschuss von unserem ersten Domizil.
In dem Gebäude bei 4:01 hatten wir im 9. Stock unsere Wohnung. Der Stadtteil, in dem wir von 2010 bis 2013 gelebt hatten, heißt Suter Brook. Hier ein Google Streetview Ausschnitt:
Und noch eins: Im Wedgewoods Komplex in Südwest Calgary wohnten wir von 2006 bis 2010, gefilmt wurde das Video von Robert Hamilton.
Unser Apartment lag mittig in dem Hufeisen-förmigen Gebäude rechts bei 0:13. Streetview zeigt hier die Einfahrt zu den Wohnhäusern:
Kurz nach unserer Immigration lebten wir von 2005 bis 2006 im Norden Calgary's im Stadtteil Hidden Valley. Hier ein Streetview Schnappschuss von unserem ersten Domizil.
August 09, 2015
Die Westküste ruft!
“Nichts ist so beständig wie der Wandel”
Heraklit von Ephesus (etwa 540 - 480 v. Chr.)
Nach fünf Jahren in Alberta zogen wir im Frühjahr 2010 offiziell nach Britisch Kolumbien um, nach Port Moody, um genau zu sein, einem Vorort von Vancouver. Die Gründe waren vielfältig.
| 2010 Pitt Meadows |
In 2005 Alberta bot die besseren Einstiegs- und Verdienstchancen, und so wurde Calgary unsere erste Adresse in Kanada. Und Alberta war gut zu uns. Krankenversicherung vom ersten Tag an (nicht erst nach drei Monaten Wartezeit, wie in anderen Provinzen üblich), lukrative Arbeitsangebote und niedrige Steuern. Auch landschaftlich war Alberta ein Glücksgriff. Wir hatten die Rocky Mountains vor der Tür, die Prärie und die Badlands.
Warum sind wir also weiter gezogen?
Seit der Rezession in 2009 hatte sich viel verändert in der wohlhabenden Provinz. Die Arbeitssituation war unsicher geworden, Freunde waren weggezogen, der Arbeit hinterher, und unser soziales Netz bekam Löcher. Man konnte auch sagen, es war kälter geworden, und damit meinten wir nicht das Wetter. Auf der anderen Seite war BC immer unser großer Traum gewesen. Als dann auch noch für Sonja ein Jobangebot von der Westküste ins Haus flatterte, war es klar, dass wir den Sprung wagen wollten.
Die nächsten drei Jahre an der Westküste wurden traumhaft. Die Berge und der Ozean, der Regenwald, das Marschland, die Weingüter. Moderate Temperaturen mit vier echten Jahreszeiten. Motorradfahren, Kayak fahren, Wanderungen und überall Wasser: Seen, Flüsse, das Meer. Einmal angekommen, möchte man hier nicht mehr weg, denkt man.
Aber so einfach es für Sonja war, beruflich in BC Fuß zu fassen, so schwierig blieb es für Roland. Nur gut, dass er einen kulanten Arbeitgeber in Calgary hatte, der mit Homeoffice kein Problem hatte und ihn einfliegen ließ, wenn er vor Ort gebraucht wurde. Doch irgendwann wurde für ihn die Pendelei nervig und die lokale Arbeitssuche frustrierend. Das Homeoffice wurde zur sozialen Sackgasse, und schließlich brachten einsetzendes Heimweh und Sorge um den Gesundheitszustand der Mutter in 2013 den Stein zur Rückkehr nach Deutschland ins Rollen.
| 2012 Port Moody |
Wir haben uns nach kurzer Zeit der Eingewöhnung (nun, Sonja brauchte etwas länger...) beruflich und privat wieder etabliert, alte Kontakte wiederbelebt und neue geknüpft und genießen den Schwarzwald und die Nähe zur Familie. Motorradfahren macht auch hier viel Spaß und wir verbringen viel Zeit mit Laufen, Wandern und Fahrradfahren. Dennoch, selbst nach mehr als zwei Jahren zurück in Deutschland, vermissen wir manchmal Kanadas Weite und die Natur und das doch wesentlich entspanntere Arbeitsleben. Die Sehnsucht bleibt.
August 07, 2015
Augustschnee
Während wir im Schwarzwald bei fast 40°C (gefühlten 50°C) schwitzen, sieht es in unserer ehemaligen Heimat Alberta so aus:
Mit freundlicher Genehmigung von einem Schwarzwälder in Alberta
Gerd Zumkeller von der Crusty Bread Farm, Olds
April 01, 2015
Alljährliche Entwässerung des Lake Louise
![]() |
| 1. April 2015 |
Jedes Jahr um die selbe Zeit wird das Wasser im Lake Louise abgelassen, damit der Seeboden wieder neu angestrichen werden kann. Zu Beginn der Touristensaison erstrahlt der berühmte See dann wieder in seinem unverwechselbaren Türkis blau.
Quelle: klick hier
December 25, 2014
Alberta Postcards
| Kananaskis Country |
For most Europeans their western Canadian vacation trips essentially start out from Calgary, before heading west into the Rocky Mountains, visit Banff, then drive up Icefield Parkway, take a gander at Lake Louise, stop in Jasper, and then go west towards Vancouver. We have done it, too, and fell in love with the country.
Tourists will leave Alberta with most memorable impressions of high mountain roads, snow covered peaks, nature, and wildlife encounters if lucky. The travel books weren't exaggerating, it is all beautiful and true.
Above Banff, Peyto Lake and Alberta wildlife
![]() |
| Dogsledding in Kananaskis Country |
But Alberta has so much more to offer.
I fondly remember the prairie and the badlands, the endless roads, the fertile grounds and the huge farms, and oh, the clear blue skies. And although we lived right on the outskirts of Calgary, the air always tasted and smelled clean.
I certainly don't miss the cold Alberta winters, however, I sometimes find myself missing two-wheeling these empty roads, taking in the fresh air and admiring the wide open skies.
| Silver-Winging somewhere near Olds, AB |
| Out and about on my Ladyhawk |
| Dinosaur Provincial Park |
| Cypress Hills Provincial Park |
| Road to anywhere. |
| Rolling Hills |
![]() |
| Upcoming Storm |
***
Postkarten aus Alberta
Doch wenn ich an die Provinz denke, in der ich fünf Jahre gelebt habe, denke ich eher an die Prärie, die Badlands und den ach so blauen Himmel. Und, obwohl wir direkt am Stadtrand von Calgary gelebt haben, schmeckte und roch die Luft immer klar und frisch.
Ich vermisse die kalten Alberta Winter ganz und gar nicht, aber ich ertappe mich dabei, dass ich das Motorradfahren auf den leeren, schier endlos erscheinenden Straßen, diese knackig frische Luft und den weiten Horizont vermisse.
April 10, 2013
Calgary erfindet sich mal wieder neu!
Sei ein Teil der Energie! ist der neue Slogan mit dem Calgary auch weiterhin (junge, gut ausgebildete) Leute aus aller Welt anziehen will.
Dazu gibt es auch dieses durchaus gelungene Video.
Augenzwinkernd werden zum Dreh hier ein paar fun facts veröffentlicht. Toll, dass sich die Verantwortlichen auch selbst auf die Schippe nehmen können.
Und hier gibt es alles über den Song: Link
Die Sängerinnen: Jocelyn Alice and Lisa Jacobs.
Dazu gibt es auch dieses durchaus gelungene Video.
Augenzwinkernd werden zum Dreh hier ein paar fun facts veröffentlicht. Toll, dass sich die Verantwortlichen auch selbst auf die Schippe nehmen können.
Und hier gibt es alles über den Song: Link
Die Sängerinnen: Jocelyn Alice and Lisa Jacobs.
October 05, 2012
Alberta sitzt wieder fest im Sattel
Yeehaw! Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell sich Alberta wieder von der Rezession erholt hat. In 2009, als auch Sonja (zum ersten Mal in ihrem Arbeitsleben) ihren Job verloren hatte, stiegen die Arbeitslosenzahlen extrem schnell, und viele verliessen die Provinz oder mussten sie verlassen, da sie nur mit einem Workpermit im Land waren.
Nur drei Jahr später heisst fast schon wieder: Arbeitskräftemangel in Alberta. Während die landesweite Arbeitslosenquote noch bei 7.4% liegt, zählt man beim 'Klassenbesten' in Alberta nur 4.4%. Ein echtes Stehaufmännchen.
Quelle: hier
Vielleicht sollten die Verantwortlichen wieder den Slogan der Alberta Advantage heraus kramen, den man in 2009 (verschämt) mit einem geistfreien neuen Spruch ersetzt hatte.
Der Grund für die schnelle Erholung liegt (leider) fast ausschliesslich in dem Industriezweig, der sich mit der Förderung und Verarbeitung fossiler Brennstoffe befasst. Gut für den Arbeitnehmer, nicht so toll für die Umwelt...
Nur drei Jahr später heisst fast schon wieder: Arbeitskräftemangel in Alberta. Während die landesweite Arbeitslosenquote noch bei 7.4% liegt, zählt man beim 'Klassenbesten' in Alberta nur 4.4%. Ein echtes Stehaufmännchen.
Quelle: hier
Vielleicht sollten die Verantwortlichen wieder den Slogan der Alberta Advantage heraus kramen, den man in 2009 (verschämt) mit einem geistfreien neuen Spruch ersetzt hatte.
Der Grund für die schnelle Erholung liegt (leider) fast ausschliesslich in dem Industriezweig, der sich mit der Förderung und Verarbeitung fossiler Brennstoffe befasst. Gut für den Arbeitnehmer, nicht so toll für die Umwelt...
April 24, 2012
Das albertanische Wahlwunder

Die Albertaner haben bei der gestrigen Provinzwahl mal wieder alle überrascht und die seit 41 Jahren in der Regierung stehenden Progressive Konservatives (PC) für weitere vier Jahre im Amt bestätigt.
Dann kam der Knall: 61 von 87 Sitzen gingen an die alteingesessenen Konservativen, 'nur' 17 an die Wild Rose Party, und den Rest teilten Liberale und Neue Demokraten unter sich auf. Roland hat noch nie so viele leichenblasse Wahlforscher auf einen Haufen gesehen. Der immer und immer wiederkehrende Tenor: "wir haben ALLE daneben gelegen!"
Roland glaubt an vier Gründe für diese Überraschung:
1. Obwohl die Albertaner den Konservativen eins auswischen wollten, haben sie sich über die Wahlvorhersagen dann doch sehr erschreckt. So sind viele potentielle Wild Rose-Wähler am Ende doch wieder bei den PC geblieben.
2. In der letzten Woche vor der Wahl - den sicheren Sieg vor Augen - haben einige der Wild Rose-Kandidaten ein paar unvorsichtige Äusserungen von sich gegeben, die den Wählern bereits eine gute Idee der tatsächlichen Gesinnung dieser Leute gab.
3. Die Links- und Mittewähler in der Provinz scheinen taktisch gewählt zu haben und gaben ihre Stimme - entgegen ihrer Überzeugung - den Konservativen.
4. Am Ende wollen Albertaner per Definition dann doch keine Veränderungen.
Roland hatte im Büro vielfach vor der Wild Rose Party gewarnt (schliesslich haben wir Deutsche ja doch etwas aus der Geschichte gelernt) und ist jetzt wirklich erleichtert, dass Alberta noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Wir hoffen jetzt, dass die Wildrosen in den nächsten vier Jahren in der Opposition ihr wahres Gesicht zeigen und sich damit für die Zukunft unwählbar machen.
October 27, 2011
February 04, 2011
Wir sind Kanadier!
Vor fast sechs Jahren sind wir als Permanent Residents und German Expats nach Kanada eingewandert. Und seit heute dürfen wir uns kanadische Staatsbürger nennen.

Hier nahm alles seinen Anfang: Vor dem Service Canada Gebäude in Calgary.
Vor einer Woche (Roland weilte gerade mal wieder in Vancouver) bekamen wir Post vom Government, mit der Einladung, uns in Calgary zum Einbürgerungstest einzufinden.

Wir stimmen uns auf die Hymne ein.
Nur eine Woche Vorbereitung auf hunderte von möglichen Testfragen, und das inmitten einer stressigen Arbeitswoche! Also wurde tagsüber gearbeitet, und nachts gepaukt. Wir fühlten uns in unser Studentenleben zurück versetzt und haben mehrfach das Gefühl gehabt: wir werden einfach zu alt für diesen Mist...
Für Roland ging es Montag morgen bereits nach Calgary zurück, während Sonja einen 500$ Flug für Mittwoch buchen musste (ARGH!).
Ja, wir geben zu, wir waren ein wenig aufgeregt. Vor der Zulassung zur Prüfung wurden noch einmal sämtliche Papiere (von Immigrationsdokumenten bis zu abgelaufenen Reisepässen!) und die Identität überprüft.
Danach erhielten wir einen Zettel, auf dem später die Antworten auf 20 Multiple Choice Fragen zur kanadischen Politik, dem Wahlsystem, dem Rechtssystem, der Geschichte und der Kultur markiert werden mussten. Eine halbe Stunde hatten wir Zeit, nach zehn Minuten und doppelter Kontrolle der Antworten, wir konnten es selbst kaum glauben, waren wir fertig.

Alle warten auf den wichtigsten Moment des Tages.
Die erfolgreichen Kandidaten des heutigen Tages wurden bereits für den gleichen Nachmittag zur Einbürgerungszeremonie eingeladen, und dazu gehörten eben auch wir.
Nach der Mittagspause fanden wir uns also im Zeremoniensaal des Harry Hays Gebäudes ein. Neben den neuen Kanadiern waren auch etliche Familienmitglieder und Freunde eingeladen, diesem Ritual beizuwohnen.

Die Richterin, ihr Beisitz und die Mountie nehmen ihre Positionen ein.

Es geht los!
Insgesamt wurden 106 Personen aus 45 Ländern eingebürgert. Das ist Kanada!
Der Richter war eine asiatische Dame, der Beisitz eine Frau aus dem Nahen Osten, und der Mountie eine blonde Amazone. Auch das ist Kanada!
Die Rede der Richterin war ergreifend, besonders da sie heute selbst ein Familienmitglied vereidigen konnte. Es war sehr feierlich, viele Leute hatten sogar Tränen in den Augen.

Oh Canada!
Wir haben Königin Elisabeth II unsere Treue in französischer und englischer Sprache geschworen (das ist nun mal Teil dieser Angelegenheit), und dann wurden uns feierlich die Einbürgerungszertifikate überreicht. Am Schluss wurde dann die kanadische Nationalhymne eingespielt, bei der wir (sichtlich stolz auf unsere neue Staatsbürgerschaft) tatsächlich mit gesungen haben.

Hier posieren wir mit Richterin Joan May Way.
Sichtlich erschöpft und überwältigt von den Ereignissen der letzten Tage haben wir mit Thomas und Jane zu Hause erst einmal eine Flasche Schampus geköpft, und sind dann anschliessend noch ins Moxie's, um dort (ganz kanadisch) Meatballs und Spareribs zu vernichten.
Wir sind ein bisschen stolz auf uns, dass wir es bis hierhin geschafft haben. Danke, Kanada! Und ein besonderes Danke gilt auch unserem Heimatland, welches uns (wie dem Papst) das Privileg der doppelten Staatsbürgerschaft gewährt hat.
WE. ARE. CANADIAN! Life is good!
Für alle, die dieses noch vor sich haben: die Webseiten, die uns bei der Prüfungsvorbereitung geholfen haben:
http://www.v-soul.com/
und
http://www.apnatoronto.com/canadian-citizenship-quiz.html
Hier nahm alles seinen Anfang: Vor dem Service Canada Gebäude in Calgary.
Vor einer Woche (Roland weilte gerade mal wieder in Vancouver) bekamen wir Post vom Government, mit der Einladung, uns in Calgary zum Einbürgerungstest einzufinden.
Wir stimmen uns auf die Hymne ein.
Nur eine Woche Vorbereitung auf hunderte von möglichen Testfragen, und das inmitten einer stressigen Arbeitswoche! Also wurde tagsüber gearbeitet, und nachts gepaukt. Wir fühlten uns in unser Studentenleben zurück versetzt und haben mehrfach das Gefühl gehabt: wir werden einfach zu alt für diesen Mist...
Für Roland ging es Montag morgen bereits nach Calgary zurück, während Sonja einen 500$ Flug für Mittwoch buchen musste (ARGH!).
Ja, wir geben zu, wir waren ein wenig aufgeregt. Vor der Zulassung zur Prüfung wurden noch einmal sämtliche Papiere (von Immigrationsdokumenten bis zu abgelaufenen Reisepässen!) und die Identität überprüft.
Danach erhielten wir einen Zettel, auf dem später die Antworten auf 20 Multiple Choice Fragen zur kanadischen Politik, dem Wahlsystem, dem Rechtssystem, der Geschichte und der Kultur markiert werden mussten. Eine halbe Stunde hatten wir Zeit, nach zehn Minuten und doppelter Kontrolle der Antworten, wir konnten es selbst kaum glauben, waren wir fertig.
Alle warten auf den wichtigsten Moment des Tages.
Die erfolgreichen Kandidaten des heutigen Tages wurden bereits für den gleichen Nachmittag zur Einbürgerungszeremonie eingeladen, und dazu gehörten eben auch wir.
Nach der Mittagspause fanden wir uns also im Zeremoniensaal des Harry Hays Gebäudes ein. Neben den neuen Kanadiern waren auch etliche Familienmitglieder und Freunde eingeladen, diesem Ritual beizuwohnen.
Die Richterin, ihr Beisitz und die Mountie nehmen ihre Positionen ein.
Es geht los!
Insgesamt wurden 106 Personen aus 45 Ländern eingebürgert. Das ist Kanada!
Der Richter war eine asiatische Dame, der Beisitz eine Frau aus dem Nahen Osten, und der Mountie eine blonde Amazone. Auch das ist Kanada!
Die Rede der Richterin war ergreifend, besonders da sie heute selbst ein Familienmitglied vereidigen konnte. Es war sehr feierlich, viele Leute hatten sogar Tränen in den Augen.
Oh Canada!
Wir haben Königin Elisabeth II unsere Treue in französischer und englischer Sprache geschworen (das ist nun mal Teil dieser Angelegenheit), und dann wurden uns feierlich die Einbürgerungszertifikate überreicht. Am Schluss wurde dann die kanadische Nationalhymne eingespielt, bei der wir (sichtlich stolz auf unsere neue Staatsbürgerschaft) tatsächlich mit gesungen haben.
Hier posieren wir mit Richterin Joan May Way.
Sichtlich erschöpft und überwältigt von den Ereignissen der letzten Tage haben wir mit Thomas und Jane zu Hause erst einmal eine Flasche Schampus geköpft, und sind dann anschliessend noch ins Moxie's, um dort (ganz kanadisch) Meatballs und Spareribs zu vernichten.
Wir sind ein bisschen stolz auf uns, dass wir es bis hierhin geschafft haben. Danke, Kanada! Und ein besonderes Danke gilt auch unserem Heimatland, welches uns (wie dem Papst) das Privileg der doppelten Staatsbürgerschaft gewährt hat.
WE. ARE. CANADIAN! Life is good!
Für alle, die dieses noch vor sich haben: die Webseiten, die uns bei der Prüfungsvorbereitung geholfen haben:
http://www.v-soul.com/
und
http://www.apnatoronto.com/canadian-citizenship-quiz.html
January 09, 2011
Never looking back
September 20, 2010
Das Ganze nochmal
Roland's 'Urlaub' an der Westküste ist vorbei, und so machen wir uns diesmal in umgekehrter Richtung nach Calgary auf. Das Wetter ist bescheiden, wir fahren früh morgens bei heftigem Dauerregen los.

Gen Osten klart es nach halber Strecke etwas auf, aber dafür werden die Temperaturen immer kälter.

Die Berge haben bereits ihre Schneemützen aufgesetzt und die Bäume sehen bereits sehr herbstlich aus.



Nach elf Stunden Fahrt hat uns die Prärie wieder,

und wir machen es uns noch bei einer guten Flasche Wein mit 'Den üblichen Verdächtigen' gemütlich.
Heute macht sich Sonja per Flieger wieder nach Vancouver auf. Das Wetter ist immer noch bescheiden. Allerdings ist es an der Westküste locker 15 Grad wärmer, als in Calgary.
Gen Osten klart es nach halber Strecke etwas auf, aber dafür werden die Temperaturen immer kälter.
Die Berge haben bereits ihre Schneemützen aufgesetzt und die Bäume sehen bereits sehr herbstlich aus.
Nach elf Stunden Fahrt hat uns die Prärie wieder,
und wir machen es uns noch bei einer guten Flasche Wein mit 'Den üblichen Verdächtigen' gemütlich.
Heute macht sich Sonja per Flieger wieder nach Vancouver auf. Das Wetter ist immer noch bescheiden. Allerdings ist es an der Westküste locker 15 Grad wärmer, als in Calgary.
September 06, 2010
... und zurück
Heute morgen um halb sieben machten wir uns bei 2 Grad Celsius und Schneeregen auf den Weg nach Port Moody.

Gut, dass wir nicht auf Urlaubsreise sind. Wir würden uns wahrscheinlich über das Wetter schwarz ärgern. Am Kicking Horse Pass schneit es, aber bleibt gottseidank nicht liegen.

Erst ein paar hundert Kilometer westlich klart es allmählich auf.
Aber die Wolken bleiben uns noch für eine Weile treu.

Es geht bergab. Wir stossen durch die Wolkendecke. Im Hintergrund glitzert der Kicking Horse River.

Am Shushwap Lake haben wir dann Sonnenschein und angenehme 15 Grad.

Halbzeit und die richtigen Temperaturen für eine deftige Brotzeit.

Bei Kamloops verändert sich die Landschaft zunehmend.

Und wir treffen unsere 'alten Bekannten', Familie Wolke und ihre zahlreiche Verwandtschaft wieder.

Aber es bleibt wenigstens trocken.

Als wir weiter gen Westen fahren, wird die Landschaft wieder 'kanadischer'. So mögen wir BC.

Zieleinfahrt: Golden Ears Bridge. Nach zehneinhalb Stunden und 960km sind wir am Ziel und werfen als erstes unsere Saeco Kaffeemaschine für einen wohlverdienten Espresso an, und uns anschliessend für ein verspätetes Mittagspäuschen ins Bett. Zur Belohnung gibt es für uns heute abend bereits vorgekochte Spaghetti Bolognese.
Gut, dass wir nicht auf Urlaubsreise sind. Wir würden uns wahrscheinlich über das Wetter schwarz ärgern. Am Kicking Horse Pass schneit es, aber bleibt gottseidank nicht liegen.
Erst ein paar hundert Kilometer westlich klart es allmählich auf.
Aber die Wolken bleiben uns noch für eine Weile treu.
Es geht bergab. Wir stossen durch die Wolkendecke. Im Hintergrund glitzert der Kicking Horse River.
Am Shushwap Lake haben wir dann Sonnenschein und angenehme 15 Grad.
Halbzeit und die richtigen Temperaturen für eine deftige Brotzeit.
Bei Kamloops verändert sich die Landschaft zunehmend.
Und wir treffen unsere 'alten Bekannten', Familie Wolke und ihre zahlreiche Verwandtschaft wieder.
Aber es bleibt wenigstens trocken.
Als wir weiter gen Westen fahren, wird die Landschaft wieder 'kanadischer'. So mögen wir BC.
Zieleinfahrt: Golden Ears Bridge. Nach zehneinhalb Stunden und 960km sind wir am Ziel und werfen als erstes unsere Saeco Kaffeemaschine für einen wohlverdienten Espresso an, und uns anschliessend für ein verspätetes Mittagspäuschen ins Bett. Zur Belohnung gibt es für uns heute abend bereits vorgekochte Spaghetti Bolognese.
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