July 31, 2016

The Eastern Fjords

Next stop: Eskifjördur
Hot tub time!

By now most tourists would turn around after visiting Dettifoss in order to explore "the usual suspects" of sightseeing in the south west. However, we drove further East into the rather unknown (and often under appreciated) region of Iceland. Because of lack of people despite high season we guessed that there wasn't much spectacular sights to see, and planned on spending the time to relax and digest the things we had seen so far. But we were in for some surprises.

Am Dettifoss drehen die meisten Touristen um und fahren in den Südwesten, um dort "die üblichen Verdächtigen" an Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Unsere Tour führte uns aber weiter in den unbekannteren und oft unterschätzten Osten Islands. Da wir - trotz Hochsaison - kaum Reisende zu Gesicht bekamen, dachten wir zunächst, dass es hier wahrscheinlich nicht so viel zu sehen geben gäbe und stellten uns darauf ein, die Tage dort mit Entspannen und dem Verdauen des bereits Gesehenen zu verbringen. Dann kam es doch anders, als gedacht.

We have: A forest.

Iceland's eastern coastal region is surprisingly fertile, and yes, here is where the trees live. In the early days Iceland was green, and many old field names suggest that there were forests present. Today only 2% of the land is covered by trees. What had happened? During the past centuries of settlement trees were used as raw material for building houses and ships, and for heating, which obviously wasn't done with sustainability in mind. The land was used as pasture, and grazing sheep often destroyed roots and soil and prevented regrowth. About hundred years ago afforestation began in earnest, and presently about 80.000 trees are being planted every year.

Die Ostregion Islands ist überraschenderweise fruchtbar. Hier leben also die Bäume heute! Früher war Island voller Gehölz, und alte Flurnamen lassen darauf schließen, dass es viele Wälder gegeben haben muss. Heute sind nur noch 2% der Landfläche von Bäumen bedeckt. Was war passiert? In den vergangenen Jahrhunderten wurde Holz als Rohstoff für den Haus- und Schiffbau sowie als Heizmaterial verwendet, und Nachhaltigkeit war damals kein Thema. Darüber hinaus wurde das Land als Weideland gebraucht, und die Schafe zerstörten Wurzeln und Erde. So wurde ein Nachwachsen unmöglich. Erst vor einhundert Jahren fing man mit der Wiederaufforstung an und heute werden etwa 80.000 Bäume im Jahr neu gepflanzt.

2 a.m.
It's never getting really dark.

We went on a lovely hike along the fjord and enjoyed the mild climate here, we read and relaxed, and we made friends with the locals in form of a dog an it's adopted arctic fox son.

Wir wanderten den Fjord entlang, genossen die überaus milden Temperaturen, wir steckten unsere Nasen in Bücher und entspannten. Ach ja, und wir machten Bekanntschaft mit den Einheimischen, in Form eines Hundes und seines Adoptiv-Polarfuchs-Sohnes.

Stella and Foxy



July 27, 2016

Awestruck

The natural wonders of the Myvatn (Mosquito Lake, sans the mosquitos) Circle Route are the definition of awe, which as per dictionary is defined by emotions of reverence, admiration, fear and respect for something which is purely grand and extremely powerful. We got waterfalls (as in huuuge!), and volcanic wastelands, fumaroles and hot springs. Almost too much to digest in one session. That's we visited several times.

Die Naturwunder rund um den Myvatn (Mückensee - ohne Mücken) kann man nur mit großer Ehrfurcht betrachten. Per Definition wird dieses Gefühl des respektvollen Erstaunens gepaart mit tiefer Bewunderung von etwas ausgelöst, das einfach nur großartig und gewaltig daher kommt. Wir sahen Wasserfälle (richtig große!) und Vulkanwüsten, Fumarolen und heiße Quellen. Das war zu viel für einen Tag, daher besuchten wir diese Region mehrfach.


First we got to see Godafoss, the Fall of the gods, located right off the ring road. Of course there were quite a few tourists around but still this 12m high and 30m wide main fall left enough room for everybody to get their best vantage point. The river is fed by the glacier of Vatnajökull, and goes by the name of Skjálfandafljót, however this might be pronounced.

Als erstes ging es zum Godafoss, dem Fall der Götter, welcher direkt an der Ringstraße liegt. Natürlich gab es hier besonders viele Touristen, aber der 12m hohe und 30m breite Wasserfall bot genügend Möglichkeiten, damit jeder seinen besten Ausblick bekam. Der Fluß wird vom Gletscher des Vatnajökull gespeist und heißt Skálfandafljót, leider habe ich nicht heraus gefunden, wie das ausgesprochen wird.


We continued our journey by driving the southern route around the Myvatn. Instead of stopping at the usual tourist view points we opted for a deserted trail head, and went hiking though this little oasis in the wasteland. The lake is shallow and provides for a large variety of waterfowl.

Es ging dann südlich um den Myvatn herum. Statt an den typischen Aussichtspunkten zu halten, entschieden wir uns an einem Wanderweg zu parken und einen kleinen Spaziergang durch diese Oase mitten in der vulkanischen Landschaft zu machen. Der See ist flach und bietet einer großen Anzahl von Wasservögeln einen reichhaltigen Lebensraum.


Just a few miles down the road we spotted signs of volcanic activity. We had reached Hverir, an area with geothermal activity close to the Krafla caldera. There were boiling mud pools, steaming fumaroles and hot springs, in the background the colourful mountain of Námafjall. Oh, and there was an offensive door of rotten egg in the air, caused by hydrogen sulphide gas.

Ein paar Kilometer weiter sahen wir vulkanische Aktivitäten. Wir waren in Hverir angekommen, einer Gegend mit geothermaler Aktivität in der Nähe der Krafla Caldera. Hier gab es kochende Schlammtöpfe, rauchende Fumarolen und heiße Quellen mit dem farbenfrohen Námafjall im Hintergrund. Überall roch es nach faulen Eiern, welcher typisch durch den austretenden Schwefelwasserstoff verursacht wird.


However, the most impressive sight was the field of the 100km wide Krafla caldera and the water filled Viti-crater, or so we thought. The volcanic activity at Krafla was fairly recent and lasted from the mid seventies to the mid eighties. There is still steam and heat emanating from the ground. It was kind of thrilling and fascinating to walk around on this burnt earth.

Die 100km breite Krafla Caldera und der mit Wasser gefüllte Viti Krater waren wohl die beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten unserer Runde... dachten wir. Die vulkanischen Aktivitäten der Krafla passierten vor gar nicht langer Zeit und dauerten von Mitte der Siebziger bis Mitte der achtziger Jahre. An manchen Stellen dampfte es immer noch und der Boden war warm. Jedenfalls war es faszinierend und spannend auf dieser verbrannten Erde herum zu laufen.


Viti Maar

For miles we drove through dry and lifeless lava fields. We crossed a high plain desert through a sandstorm. There was nothing, and then there was: Dettifoss, the most powerful waterfall in Europe. Jökulsá á Fjöllum, another Vatnajökull glacier fed river. At the 100m wide and 45m deep gorge Jökulsárgljúfur the grey brown coloured water masses roar down with deafening sound and let the ground shake. There are not fences to hold one back, you can get dangerously close to the edge. The most impressive and most scary sight we have ever seen.

Eine ganze Weile ging es nun durch trockene und lebensfeindliche Lavafelder. Wir durchquerten eine wüstenartige Hochebene und gerieten in einen Sandsturm. Erst war da gar nichts, dann war da: Der Dettifoss. Der gewaltigste Wasserfall Europas. Jökulsá á Fjöllum, ein weiterer Fluss aus dem Vatnajökull stürzt auf 100m Breite und 45m Tiefe in die Schlucht Jökulsárgljúfur. Die braungrauen Wassermassen rauschen direkt vor einem mit Ohren betäubendem Geräusch in die Tiefe und lassen den Boden erzittern. Kein Zaun hält einen zurück, man kommt gefährlich nahe an den Klippensturz heran. Es war beeindruckend und beängstigend schön.

The upper fall: Selfoss
Invasive purple nootka, not native to Iceland