Der Winter hat Kanada fest im Griff, und nebenbei hat Air Canada mal wieder Personalprobleme (Die Feiertage kommen halt immer so plötzlich.). Daher wurden sowohl am 24. als auch am 25. Dezember etliche Flüge nach Vancouver storniert. Zum Glück für uns hatten wir den richtigen Abflugzeitpunkt gebucht und trafen fahrplanmässig mit lediglich einer halben Stunde Verspätung am Flughafen Vancouver ein. Obwohl am Gepäckband bereits ein grosses Durcheinander mit irregeleiteten Gepäckstücken bestand, wurden unsere Taschen aus Calgary ohne Verzug ausgeladen, und wir stolperten direkt in den Airporter Bus, der uns zum Pan Pacific Hotel brachte. Hier der Blick aus dem 19. Stock:
Statt des erwarteten Regens gab es auch in Vancouver Unmengen von Schnee, der den Verkehr downtown fast zum Erliegen brachte, so war es wunderbar weihnachtlich still im Stadtkern.
Das Abendessen haben wir uns dann nach einem kleinen Spaziergang in Gastown bei Cocktails und Sushi in der Cascade Lounge im Hotel gegönnt, u.a. da am Weihnachtstag ausser ein paar Fastfood Buden nicht viel anderes geöffnet hatte.
Am Boxing Day stellten sich hartgesottene Schnäppchenjäger stundenlang im Schneetreiben vor Markenläden an, während wir das Ganze von unserem warmen Plätzchen im Cafe Crepe auf der Robson Street beobachteten. Nach Shopping war uns in dem Gedränge nicht, und so sind wir später fast allein im Stanley Park herumgestapft und haben u.a. einen Koyoten bei der Entenjagd beobachtet.
Am nächsten Tag haben wir uns mit dem Skytrain nach Metrotown aufgemacht und uns auf der Suche nach Schuhen für Roland die Füsse platt gelaufen. Ohne Erfolg, man lebt hier wohl nicht auf so grossem Selbigen... Den Abend haben wir dann rustikal im Steamworks verbracht.
Bei unseren diversen Spaziergängen hat es uns am False Creek wieder besonders gefallen. Wir sind ja doch im Herzen echte City Slickers. Vom Science Center aus ging es, unterbrochen von "ist das schön" Seufzern und einer stärkenden Mahlzeit im Bojangles on the Waterfront immer an der Sealwall entlang bis zur Burrard Street, die uns dann nach erfolgreicher "Plünderung" des HMV (zum Zwecke des der Erweiterung unseres TV Horizontes) wieder gen Hotel führte. Für unsere kulinarischen Bedürfnisse wurde am Abend dann bestens in Zefferelli's Spaghetti Joint gesorgt.
Direkt morgens um 9 Uhr begaben wir uns heute zur Deutschen Botschaft (gleich neben dem Hotel), um dem Hauptgrund unserer Reise Rechnung zu tragen: Sonja's Reisepass. Es herrschte kaum Kundenverkehr, so war die Wartezeit nicht der Rede wert. Neben dem derzeitigen Reisepass, der PR Card, einem aktuellen (biometrischen) Foto, der Abmeldebestätigung in Deutschland legt man noch 123.00$ auf den Tisch und gibt seine Fingerabdrücke ab (der Hauptgrund, warum man persönlich erscheinen muss!). Das war's, der Reisepass wird dann bei Ankunft per Einschreiben an die Heimatadresse zugeschickt.
Auf der Robson Street entdeckten wir ein indisches Restaurant, das Taste of India, welches dann für den Gaumengenuss des heutigen Abends sorgte. Diese Auswahl an guten (und trotzdem preiswerten) Restaurants ist einfach herrlich.
Derzeit herrscht typisches Pacific Coast Winterwetter: Es regnet und stürmt und ist mit einstelligen Plusgraden viel zu warm für uns...





























