Ein langes Wochenende zu Hause zu verbringen, ist bekannterweise ja nichts für uns. So haben wir uns diesmal, entgegen aller Warnungen (flach, langweilig, da gibt's doch nichts) für einen Roundtrip durch Süd-Saskatchewan entschieden.
Unseren ersten Picknick Stop machen wir noch in Medicine Hat, 'the Gas City' of Alberta, eine proppere Stadt von ca. 60,000 Einwohnern, deren Wahrzeichen ein überdimensionales Teepee ist.
Entgegen populärer Annahmen: Dieses ist nicht der offizielle Eingang in die Nachbarprovinz. Wir haben uns für den Hintereingang durch den Provincial Park entschlossen.
Nicht umsonst ist Saskatchewan's Motto: Land of Living Skies. Die Provinz ist etwa doppelt so gross wie Deutschland und hat gerade mal eine Million Einwohner. Böse Zungen behaupten, der Himmel ist bevölkerter, als das Land. Wir finden es angenehm leer hier!
Die Prärie ist nichts für den verwöhnten Gaumen. Nach einer grauenvollen Pizza im Akropol (sogar Boston Pizza würde dagegen gut abschneiden...) übernachten wir in Swift Current in einem äusserst gepflegten Best Western Hotel. Am Morgen werden wir doch noch freudig überrascht: Das Frühstück ist im Preis inbegriffen und erstaunlich abwechslungsreich und gut.
Wir sind zwar noch nicht da, aber wir können ihn schon erahnen: den A. der Welt. Moose Jaw's Wahrzeichen ist Mac, der Elch, und viel mehr gibt es hier auch nicht zu sehen.
Eingeweihten wird Rouleau a.k.a. Dog River etwas sagen.
Hier wurde Corner Gas gedreht, eine urkanadische Sitcom, über das Leben, Lieben und Leiden an besagtem A. der Welt. Die Serie hat es auf stolze sechs Staffeln gebracht und das Bild von Saskatchewan in der kanadischen Öffentlichkeit deutlich verbessert.
An dieser Kreuzung erreichen wir - mitten im Nichts - das östliche Ende unserer Reise, dahinter ist nur noch unendliche Weite. Wir drehen ab in den Süden durch die Big Muddy Badlands, und steuern dann knapp vor der US-Grenze wieder nach Westen. Weiter geht es durch den Grassland Nationalpark und den Wood Mountain Regional Park.
Wir konnten wieder eine Vielzahl an Wildlife beobachten, darunter Rehe, Wapiti, Büffel, streunende Kojoten, Füchse auf der Pirsch, Waschbären, liebestolle Erdhörnchen, einen suizidgefähreten Fasan, einen verrückten Bordercollie (der im Wettrennen mit unserem Audi auf 55 km/h kam!) und leider als Roadkill einen Skunk und ein Stachelschwein. Aber besonders beindruckt hat uns dieses Tier: Es ist nicht Reh, nicht Steinbock, sondern eine Art Antilope. Das Pronghorn ist das zweitschnellste Landtier der Welt und kommt nur bestimmten Landstrichen Nordamerikas vor.
Unser treuer Audi gönnt sich nun nach knapp 2,000km eine Ruhepause in der Garage, und Roland wird nicht müde zu erwähnen, dass er ja nun alle Provinzen Kanadas besucht hat. Ja, alle zehn (plus ein Territorium - Yukon), auch wenn die Dienstreise nach Winnipeg in Manitoba seinerzeit nur ein Tagestrip war.
Fazit: Wer den Highway No. 1 verlässt, wird angenehm überrascht. Wer die Einsamkeit schätzt, Tiere beobachten will oder für den das Motto gilt: 'Der Weg ist das Ziel', der wird auch in Saskatchewan auf seine Kosten kommen. Uns hat es jedenfalls gefallen.

Unseren ersten Picknick Stop machen wir noch in Medicine Hat, 'the Gas City' of Alberta, eine proppere Stadt von ca. 60,000 Einwohnern, deren Wahrzeichen ein überdimensionales Teepee ist.
Dann geht es südwärts in den InterProvincial Park Cypress Hills, eine Höhenkette, an der die Eiszeit vorbei'gerutscht' ist, und die daher mit 1,466m über dem Meeresspiegel auf den nächsten 5,000km gen Osten der höchste Punkt zwischen den Rocky Mountains und Labrador ist.
Entgegen populärer Annahmen: Dieses ist nicht der offizielle Eingang in die Nachbarprovinz. Wir haben uns für den Hintereingang durch den Provincial Park entschlossen.
Nicht umsonst ist Saskatchewan's Motto: Land of Living Skies. Die Provinz ist etwa doppelt so gross wie Deutschland und hat gerade mal eine Million Einwohner. Böse Zungen behaupten, der Himmel ist bevölkerter, als das Land. Wir finden es angenehm leer hier!
Die Prärie ist nichts für den verwöhnten Gaumen. Nach einer grauenvollen Pizza im Akropol (sogar Boston Pizza würde dagegen gut abschneiden...) übernachten wir in Swift Current in einem äusserst gepflegten Best Western Hotel. Am Morgen werden wir doch noch freudig überrascht: Das Frühstück ist im Preis inbegriffen und erstaunlich abwechslungsreich und gut.
Wir sind zwar noch nicht da, aber wir können ihn schon erahnen: den A. der Welt. Moose Jaw's Wahrzeichen ist Mac, der Elch, und viel mehr gibt es hier auch nicht zu sehen.
Eingeweihten wird Rouleau a.k.a. Dog River etwas sagen.
An dieser Kreuzung erreichen wir - mitten im Nichts - das östliche Ende unserer Reise, dahinter ist nur noch unendliche Weite. Wir drehen ab in den Süden durch die Big Muddy Badlands, und steuern dann knapp vor der US-Grenze wieder nach Westen. Weiter geht es durch den Grassland Nationalpark und den Wood Mountain Regional Park.
Wir konnten wieder eine Vielzahl an Wildlife beobachten, darunter Rehe, Wapiti, Büffel, streunende Kojoten, Füchse auf der Pirsch, Waschbären, liebestolle Erdhörnchen, einen suizidgefähreten Fasan, einen verrückten Bordercollie (der im Wettrennen mit unserem Audi auf 55 km/h kam!) und leider als Roadkill einen Skunk und ein Stachelschwein. Aber besonders beindruckt hat uns dieses Tier: Es ist nicht Reh, nicht Steinbock, sondern eine Art Antilope. Das Pronghorn ist das zweitschnellste Landtier der Welt und kommt nur bestimmten Landstrichen Nordamerikas vor.
Unser treuer Audi gönnt sich nun nach knapp 2,000km eine Ruhepause in der Garage, und Roland wird nicht müde zu erwähnen, dass er ja nun alle Provinzen Kanadas besucht hat. Ja, alle zehn (plus ein Territorium - Yukon), auch wenn die Dienstreise nach Winnipeg in Manitoba seinerzeit nur ein Tagestrip war.
Fazit: Wer den Highway No. 1 verlässt, wird angenehm überrascht. Wer die Einsamkeit schätzt, Tiere beobachten will oder für den das Motto gilt: 'Der Weg ist das Ziel', der wird auch in Saskatchewan auf seine Kosten kommen. Uns hat es jedenfalls gefallen.













