Mittwoch nachmittag nach der Arbeit ging es über die Grenze zu unserem ersten Tagesziel in Monroe, Washington. Donnerstag begann dann der Sightseeing-Teil der Reise. Über den Stevens Pass fuhren wir gen Südosten, und durch immer wechselnde Landschaften nach Pasco, wo uns ein Gewitter ereilte.
Auf dem Stevens Pass
Irgendwo in Flatistan
Pasco, Abendlicht nach dem Gewitter
Am Columbia River
Freitag morgen war klar und wolkenlos, und wir machten gute Strecke, bis uns die heftigen Seitenwinde zu einem Richtungswechsel zwangen. Es war für Roland fast unmöglich geworden, den Scooter noch sicher zu fahren. Also fuhren wir nicht am Columbia River entlang, sondern durch die Apfelgärten des Washingtoner Hinterlandes. Auch gut. Als wir uns Oregon näherten, wurden wir schon wieder von Gewitterstürmen gejagt und wir mussten Unterschlupf in Elgin suchen. Der Regen prasselte, die Blitzeinschläge waren nahe und der Donner liess den Boden vibrieren, da war es besser, nicht auf der Strasse zu sein.
Die Ruhe nach dem Sturm
Eine halbe Stunde später riss der Himmel auf, und tat als sei nichts gewesen. Wir setzten unsere Reise nach Süden fort und genossen die offene Wildwest-Landschaft, die sich vor uns auftat. Der Wilde Westen
Das Tagesziel war Baker City, wo wir uns mit Freunden trafen. Manche hatten eine lange Anreise auf ihren Motorrädern hinter sich. So war Richard aus Alaska angereist, Karen kam aus Ontario, Erik aus Wisconsin, Bob und wir aus BC, und nur Brandy und Brad waren lokal aus Oregon.Wir hatten eine tolle Zeit mit gemeinsamen Ausflügen und guten Gesprächen bei leckerem Essen. Am Samstag ging es in der Gruppe durch den Hell's Canyon, einer berühmt berüchtigten Motorradstrecke mit vielen Kurven. Es war das Zweirad-Paradies schlechthin, und Roland machte eine gute Figur als Anfänger zwischen all den Veteranen.
Es war heiss im Hell's Canyon.
Bei über 30 Grad im Schatten wünscht man sich nur noch, ins kühle Nass zu springen, am besten in voller Montur.
Danach ging es über einen Bergpass, und die Landschaft veränderte sich. Auch die Temperaturen wurden erträglicher.Richard aus Alaska, Brad aus Oregon, Erik aus Wisconsin, Brandy aus Oregon, Bob aus BC und Karen aus Ontario.
Für die Nacht kamen wir in Enterprise unter und mussten uns dort leider bereits von unserer 'Gang' verabschieden. Für jeden von uns begann die Heimreise, und wir hatten zwei Tage, um wieder unser 1,000 km entferntes Zuhause zu erreichen.Also ging es Sonntag morgen früh los, wir nahmen im Vorbeifahren aber noch den Rattlesnake Canyon mit, welcher kurvenreich durch Schluchten und über Höhen führte. Ein weiterer Zweirad-Genuss.
Nach Idaho zum Tanken, in der Ferne die Orte Lewiston und Clarkston.
Die Landschaft wechselte dann wieder von Farmland zu fast wüstenähnlicher Gegend. Manche Dörfer, durch die wir kamen, waren gottverlassen und herunter gekommen. Wir bekamen jedoch den Eindruck, dass dies schon lange vor der Rezession so gewesen sein muss. Badlands am Soap Lake
Dry Falls
Wieder zurück am Columbia River
Blick auf den Chief Joseph Staudamm
Ein wunderschönes Hotel am Lake Pateros wurde unser Domizil für die Nacht, und wir belohnten unsere fast 600km lange Tagesetappe mit einem fürstlichen Mahl bei einem (oder auch zwei) Schwarzbier.Montag morgen. Der Wecker rief zum Endspurt auf. Ein Murmeltier schaute uns beim Packen zu.
Durch die Cascade Mountain Range ging es nach Westen. Es wurde verdammt kalt auf dem Pass und wir zogen alles an, was wir dabei hatten.
Dann fing es an zu nieseln. Dennoch machten wir gute Strecke und waren am frühen Nachmittag 'über alle Berge'.
Mit der Aussicht wird's heute nichts.
Nach einer Mittagspause kurvten wir dann noch ein wenig an der Küste entlang, bevor wir uns auf nach Norden zur Grenze und somit nach Hause aufmachten.Wir hatten einen tollen Tripp, und Roland plant bereits die Aufrüstung seines Motorrades, sowie eine neue Tour. Das kleine Abenteuer muss ihm wohl einigermassen gefallen haben.
