Im Hinblick auf steigende Arbeitslosenquoten verbreitete sich einst in bestimmten Bevölkerungsgruppen in Deutschland ganz schnell die Parole "Ausländer 'raus!". Denn die, nach deren Arbeitskraft man einst rief und die man einlud, sich in Deuschland niederzulassen, nahmen nun dem Deutschen plötzlich den Arbeitsplatz weg.
Diese Parole - an sich schon lächerlich - würde in Kanada ad absurdum geführt, denn dann müsste das Land bis auf die First Nations geräumt werden! Schliesslich ist hier so ziemlich jeder in erster, zweiter oder dritter Generation immer noch ein Einwanderer.
Dennoch entdeckt man in den Medien erste Anzeichen eines (beunruhigenden) Umdenkens - oder sind es nur Anzeichen von erstaunlich schlechtem Journalismus?
EDMONTON SUN:
Foreign workers taking Canadians' jobs?
Are foreign workers being allowed to illegally steal jobs from Canadian citizens in Alberta?
RED DEER ADVOCATE:
Alberta labour union checking complaints foreign workers stealing jobs.
THE PROVINCE:
Foreign staff layoffs spike
They want to be seen taking care of Canadians first
Nehmen Fremdarbeiter Kanadiern den Job weg? So die provozierende Schlagzeile der einschlägigen Presse.
Der Artikel selbst befasst sich mit einer Handvoll Fällen, in denen (nicht genannte) Arbeitgeber es vorgezogen haben sollen, ihre Gastarbeiter zu behalten, während die (nicht genannten) kanadischen Kollegen die Kündigung erhalten haben sollen.
Mit "Wegnehmen des Arbeitsplatzes" hatte das ganze letztendlich nichts zu tun, sondern mit einem nicht (arbeits-)gesetzmässigen Vorgehen seitens des Arbeitgebers, der aus unbekannten Motiven (naheliegend: Ausbeutung des oft geringer bezahlten, aber hoch qualifizierten ausländischen Angestellten) den Fremdarbeiter dem kanadischen Mitarbeiter vorgezogen hat.
Im Falle einer Entlassungswelle ist es gemäss Bundesgesetzgebung Pflicht des Unternehmens, unabhängig von Leistung, Qualifikation und Wirtschaftlichkeit eines Mitarbeiters zuerst die Fremdarbeiter freizusetzen. Bei Niedriglöhnern hat der Arbeitgeber sogar die Verpflichtung die Rückreise in die Heimat zu bezahlen. Weitere Info hier: Ratgeber für Temporary Foreign Workers - sogar in Deutsch. Der Inhaber des Work Permits hat also das Nachsehen...
Die Politiker sind sich bewusst (geworden), dass diese derzeitige Regelung für die vielen Gastarbeiter (allein in Alberta sind es knapp 38,000) problematisch ist und arbeitet wohl dieser Tage an einer sozialverträglicheren Lösung... Man hat nämlich inzwischen erkannt, dass das kanadische Immigrationsgesetz dringend der Nachbesserung bedarf. Denn die derzeitige Regelung hat zu einer Zweiklassengesellschaft unter den Arbeitnehmern geführt und lässt immer wieder Möglichkeiten der Ausbeutung von Migranten zu. Es ist ok, dass Grundlagen existieren, die es erlauben, Arbeitnehmer bedarfsgerecht ins Land zu bringen. Nicht in Ordnung ist der damit einhergehende Einwanderungsstatus. Jeder, der aufgrund seiner Arbeitskraft ins Land geholt wird, seinen Beitrag zur Gesellschaft leistet und Steuern zahlt, mit dem Ziel, sich langfristig in Kanada niederzulassen, sollte spätestens nach einem Jahr automatisch seinen Permanent Residence Status erhalten. Just our two cents.
Diese Parole - an sich schon lächerlich - würde in Kanada ad absurdum geführt, denn dann müsste das Land bis auf die First Nations geräumt werden! Schliesslich ist hier so ziemlich jeder in erster, zweiter oder dritter Generation immer noch ein Einwanderer.
Dennoch entdeckt man in den Medien erste Anzeichen eines (beunruhigenden) Umdenkens - oder sind es nur Anzeichen von erstaunlich schlechtem Journalismus?
EDMONTON SUN:
Foreign workers taking Canadians' jobs?
Are foreign workers being allowed to illegally steal jobs from Canadian citizens in Alberta?
RED DEER ADVOCATE:
Alberta labour union checking complaints foreign workers stealing jobs.
THE PROVINCE:
Foreign staff layoffs spike
They want to be seen taking care of Canadians first
Nehmen Fremdarbeiter Kanadiern den Job weg? So die provozierende Schlagzeile der einschlägigen Presse.
Der Artikel selbst befasst sich mit einer Handvoll Fällen, in denen (nicht genannte) Arbeitgeber es vorgezogen haben sollen, ihre Gastarbeiter zu behalten, während die (nicht genannten) kanadischen Kollegen die Kündigung erhalten haben sollen.
Mit "Wegnehmen des Arbeitsplatzes" hatte das ganze letztendlich nichts zu tun, sondern mit einem nicht (arbeits-)gesetzmässigen Vorgehen seitens des Arbeitgebers, der aus unbekannten Motiven (naheliegend: Ausbeutung des oft geringer bezahlten, aber hoch qualifizierten ausländischen Angestellten) den Fremdarbeiter dem kanadischen Mitarbeiter vorgezogen hat.
Im Falle einer Entlassungswelle ist es gemäss Bundesgesetzgebung Pflicht des Unternehmens, unabhängig von Leistung, Qualifikation und Wirtschaftlichkeit eines Mitarbeiters zuerst die Fremdarbeiter freizusetzen. Bei Niedriglöhnern hat der Arbeitgeber sogar die Verpflichtung die Rückreise in die Heimat zu bezahlen. Weitere Info hier: Ratgeber für Temporary Foreign Workers - sogar in Deutsch. Der Inhaber des Work Permits hat also das Nachsehen...
Die Politiker sind sich bewusst (geworden), dass diese derzeitige Regelung für die vielen Gastarbeiter (allein in Alberta sind es knapp 38,000) problematisch ist und arbeitet wohl dieser Tage an einer sozialverträglicheren Lösung... Man hat nämlich inzwischen erkannt, dass das kanadische Immigrationsgesetz dringend der Nachbesserung bedarf. Denn die derzeitige Regelung hat zu einer Zweiklassengesellschaft unter den Arbeitnehmern geführt und lässt immer wieder Möglichkeiten der Ausbeutung von Migranten zu. Es ist ok, dass Grundlagen existieren, die es erlauben, Arbeitnehmer bedarfsgerecht ins Land zu bringen. Nicht in Ordnung ist der damit einhergehende Einwanderungsstatus. Jeder, der aufgrund seiner Arbeitskraft ins Land geholt wird, seinen Beitrag zur Gesellschaft leistet und Steuern zahlt, mit dem Ziel, sich langfristig in Kanada niederzulassen, sollte spätestens nach einem Jahr automatisch seinen Permanent Residence Status erhalten. Just our two cents.





