September 30, 2012

Lust auf Laufen

Nun, da der Sommer sein Ende gefunden zu haben scheint, haben wir auch wieder Lust auf längere Wanderungen. Als Erstes haben wir uns wieder den Buntzen Lake 'vorgeknöpft', deren acht Kilometer wir, wie bereits beim letzten Mal, entgegen des Uhrzeigersinnes erlaufen.
Somit haben wir nach anderthalb Stunden den schwierigeren Teil der Strecke hinter uns. Obwohl wir im ganzen einen Höhenunterschied von nur etwa 110 Metern überwinden, bringen uns manche Anstiege doch immer wieder leicht ausser Atem.
Der Herbst macht sich überall bemerkbar, nicht nur bei den Temperaturen, auch die Mücken und Wespen haben bereits ihre Saison beendet.
Während uns auf dem ersten Teilabschnitt recht warm wird, ist der zweite Teil des Trails feuchter, schattiger und kühler.
Wir erreichen die Hängebrücke, endlich eine Rast, die wir nach strammen fünf Kilometern auch verdient haben.
Wasser schmeckt herrlich, wenn man Durst hat, und auch die mitgebrachten Müsliriegel und Äpfel werden zum Genuss.
Die restlichen drei Kilometer sind vergleichsweise einfach. Es gibt nur noch einen steilen Aufstieg zu bewältigen, danach geht es sanft auf und ab bis zu unserem Ausgangspunkt zurück.
Was für ein schöner Herbsttag!

September 25, 2012

Uncharted Territory, almost

Imagine seven weeks of paid(!) vacation.
Imagine an employer that actually lets you go and takes you back after.
Imagine an old but trusty thumper that has a reputation for endurance and longevity.
Imagine rocks, mud, river crossings, old railroad tracks and dirt trails, everything but pavement.
Imagine a 5,000 mile off road journey on the Trans-America-Trail.
Stephan, your not so average German with serious traveler blood in his veins and a knack for mechanics didn’t stop at imagining. He took his 1988 Yamaha XT500 and just did it.

Last Sunday I came across Stephan's adventure blog by accident. Out of curiosity I SPOTted his location. He had just crossed the Canadian border, so I sent him a virtual wave by email to wish him safe continued travels.

But as it turned out he was on the very last leg of his journey (for this year), and adding to randomness he planned to put his motorcycle in a storage facility not even a mile away from my house. What are the odds? It was inevitable. We had to meet!

Hence, we picked him up and went for Eastern Indian food. As it turned out Stephan is a connoisseur of the cuisine as well as of the country as he had traveled India many times.

It would take too long to repeat all his stories, so just go check out his other blogs.


We had a great time, and who knows, maybe I’ll met him again next year when he picks up the bike to continue his trip to wherever his dreams might take him. Alaska? New Zealand? Time will tell.
A rugged looking Stephan and Yours truly.

September 24, 2012

Der Herbst kommt auf leisen Sohlen

Zur Abwechslung sind wir mal wieder auf unseren rasenden Rollern unterwegs. Das Wetter, am Vormittag noch grau und trostlos, hat sich entschlossen, die Sonne noch einmal heraus zu holen.
In der Luft liegt aber bereits eine gewisse Kühle und ein unbestimmter Geruch nach gefallenem Laub, welche auf den Wechsel der Jahreszeiten einstimmen.
Der Herbst mit seinem Farbenspiel ist immer wieder eine bezaubernde Jahreszeit, umso besser, wenn wir diese dank milder Temperaturen immer noch auf zwei Rädern geniessen können.
In wenigen Wochen wird uns die regnerisch kühle und graue Jahreszeit wieder im Griff haben, Bis dahin machen wir das Beste daraus.

The Don't-Worry-Be-Happy Loop

We didn't think epic today, we just wanted to put in a little Vespa ride for a change. Bella, the spouse's lately somewhat neglected red scooter was excited to play outside.
So we chugged along to Buntzen Lake and Belcarra enjoying a mild gossamer afternoon.
Today's loop was just the right mix of small roads, abutter traffic only, combined with being close to nature (we spotted deer today) and water to turn any brooding mind into having happy thoughts.
There was an unsettling moment for both me and Paolo, when we purposefully abandoned the scooter in the parking lot. Roland wanted to gain some experience riding two up. One never knows when it might come in handy.
And he did a great job, and Bella didn't complain, but the scooter shocks were certainly put to their limit with this little experiment.
Autumn is becoming visible in the trees. I love this time of the year, when the leaves change their colours.
Although season ending is inevitably coming closer we might still get lucky to squeeze in a few quick rides on our 'Happy Loop' before putting the bikes into hibernation.

September 23, 2012

Mr. A-Z in BC

Jason Mraz hat mit seiner neunköpfigen Band in Vancouver Halt gemacht, und Roland war es gelungen, an Karten in der zweiten Reihe zu kommen.

Da wir höflicherweise pünktlich da waren, kamen wir zusätzlich noch in den Genuss, vorher Christina Perri's Auftritt sehen zu können (siehe oben am Klavier, daneben ihre Bassistin, von denen gibt es viel zu wenige!). Ihr Konzert war überraschend gut und kurzweilig, gute Stimme, und feine Band mit tollem Schlagzeuger!

Danach aber kam Jason Mraz auf die Bühne, und obwohl sein letztes Album allenfalls mittelmässig war, liess das Konzert keinerlei Wünsche offen. Der Sound war fantastisch, die Bläsersätze satt, und die Arrangements spürbar anders als die Albenversionen. Die Stimmung in der Halle war ohrenbetäubend, und zu unserer Überraschung waren wir längst nicht die ältesten Besucher. Tolles Konzert, jederzeit wieder!






September 22, 2012

Sex Sells!

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Wir lieben unseren Park!

Und was man lieb hat, das hegt und pflegt man auch besonders. Daher waren wir bei der jährlichen Reinigungsaktion dabei. Samstag morgen 9 Uhr trafen sich Freiwillige beim sogenannten Great Canadian Shoreline Cleanup, einer landesweiten Aktion zur Abfallbeseitigung an Kanada's Küsten.
Deutsch wie wir nun mal sind, hatten wir Handschuhe und Müllbeutel dabei, und nicht wenige beneideten uns um unsere Greifzangen. Natürlich bekamen wir erst einmal eine Sicherheitsbelehrung und mussten eine Strafverfolgungsverzichtserklärung (waiver) zeichnen, bevor uns ein Streckenabschnitt zugeteilt wurde. Manchmal sind die Nordamerikaner wirklich bekloppt, aber hier sind eben immer die anderen schuld, wenn etwas passiert.
Unsere Müllfunde waren recht unspektakulär, meistens handelte es sich um Taschentücher, Zigarettenkippen und Einwegverpackungen verschiedener Kaffeehäuser oder Fastfoodketten.
Wir fanden Bierdosen, und andere Pfandbehälter, Talkumpuder (?), ein T-Shirt und eine Socke, und Unmengen von Süssigkeitenverpackungen.
Manche gingen mit vollen Körpereinsatz 'ran. Wir waren froh, dass wir unsere wasserfesten Wanderschuhe an hatten.
Die ekligste Angelegenheit war das Aufsammeln von Hunde'nachlass'. Es gibt offensichtlich Leute, die zwar das Geschäft ihrer Vierbeiner mittels Plastiktüte einsammeln, diese dann aber einfach in den Wald werfen, statt in den nächsten Mülleimer.
Nach getaner Arbeit lieferten wir unseren Bericht und unsere gesammelten "Schätze" bei der Zentrale ab.
Und als Dankeschön gab es dann den in Nordamerika so üblichen "Good Job Award" in Form einer Urkunde.
Eigentlich unnötig, denn wir freuen uns, dass wir uns auf diese Art sinnvoll in der Community einbringen konnten, denn - wie gesagt - unseren Küstenpark haben wir echt lieb. Darauf eine Tasse Kräutertee!

September 17, 2012

Lachswanderung der Besonderen Art

Es ist Sonntag, der Wecker klingelt um Sieben. Wir machen uns auf zur Lachswanderung, dem Salmon Run, einer Motorrad-Rally im Zeichen der Völkerverständigung zwischen den First Nations und den Zugerereisten.
Roland's Roller kommt sich zwischen all den dicken Harleys etwas komisch vor, aber die Veranstaltung gilt auch der Verständigung zwischen den verschiedenen Motorradmarken.
Sonja, die in der lokalen Motorradszene recht aktiv ist, findet natürlich sofort Bekannte aus ihrem Klub.
Nach der offiziellen Eröffnung mit Tim Hortons Donuts, Bagels und Heissgetränken präsentiert eine First Nations Tanzgruppe einen Einblick in ihre spirituelle Welt.
Wenn der Rabe (oben) etwas stiehlt, ist das ein gutes Zeichen.
Künstler und Direktor Mike Dangeli präsentiert das neue Logo dieser Rally.
Anschliessend geht es unter Polizeischutz den Sea-to-Sky Highway entlang. Für dieses Ereignis wird sogar kurzfristig die Autobahn und die Zufahrten gesperrt.
Hunderte von Motorrädern donnern den Highway entlang und sammeln sich etwa 70km später vor dem Chances Casino in Squamish.
Hunderte von hungrigen Bäuchen wollen gefüllt werden. Unter den "Rockern" geht es sehr zivilisiert zu. Trotz der guten Bratengerüche gibt es kein Gedrängel. Das tolle Buffet bietet sogar vegetarische Alternativen, für die Sonja sehr dankbar ist.
Mahlzeit!
 Die Tischmusik liefert die Gruppe The Overcomers.
Da uns der Gruppenausritt auf der Hinfahrt doch ein wenig gestresst, und wenig Möglichkeit für Sightseeing gelassen hatte (man hatte genug damit zu tun, auf seine Vorder- und Hinterleute acht zu geben), entschliessen wir uns, vorzeitig allein zu zweit wieder nach Hause zu fahren, und können so noch einmal in aller Ruhe die prachtvolle Landschaft geniessen.