August 27, 2016

Go North, you must, young Padawan

The past two weeks have been too hot for my taste. I prefer temperatures in the 20°C range over this blistering heat. Outside activity of any kind becomes unbearable, and worse yet it makes people dress down inappropriately, subsequently exposing body parts that better stay hidden. So, after another hot short night I found myself researching for travel destinations with more moderate weather conditions.

And true to my new adopted motto of 'if life gives you lemons...' I am going to make lemonade in form of a road trip to Denmark. The idea is to rent a camper van in order to take it slow and easy, and also take the bicycle along for some intended two wheeling.

Die letzten zwei Wochen waren einfach zu heiß für meinen Geschmack. Bei Temperaturen um 20°C fühle ich mich wohler als in dieser Affenhitze. Sämtliche Aktivitäten werden zur Quälerei und veranlassen die Menschen, mehr Hüllen fallen zu lassen als sie es sollten, und damit Körperteile freizulegen, die lieber bedeckt bleiben sollten. Nach einer weiteren kurzen Nacht ertappte ich mich dabei, nach Reisezielen zu suchen, die angenehmere Temperaturen zu bieten haben.

Frei nach dem adaptierten Motto "Wenn das Leben Dir Limonen gibt..." werde ich also Limonade in Form einer Wohnmobil-Rundreise machen. Der Plan ist also, einen Camper zu mieten und langsam und gemütlich hinauf nach Dänemark zu fahren. Das Fahrrad soll mit, damit es ggfs. auch mal wieder etwas Zweirad-Inhalt zu bloggen gibt.


I have fond memories of Denmark, or Jutland to be more precise, where I spent most of my formative years on vacation. My siblings and I used to roam around freely from dawn till dusk, unsupervised. We would swim in the North Sea, go kayaking, jump from high dunes. We'd go beach combing, or explore WWII bunker ruins since beaten up by the forces of nature. We would broil hot dogs over camp fires, devour lots of pastry goodies, and eat salty liquorice until our tummies ached. And we read books, lots of books. Those were the days...

Ich habe schöne Erinnerungen an Dänemark bzw. Jütland, wo ich viele Ferien meiner Kindheit verbracht hatte. Meine Geschwister und ich konnten frei und unbeaufsichtigt von morgens bis abends herum streunen. Wir schwammen in der Nordsee, gingen paddeln, sprangen von hohen Dünen. Wir sammelten Strandgut oder erforschten die von den Naturgewalten zerfressenen Bunkerruinen des zweiten Weltkriegs. Wir grillten Würstchen über dem Lagerfeuer, verschlangen haufenweise dänische Backwaren und aßen Lakritze bis sie uns wieder aus den Ohren herauskam. Und wir lasen Bücher, massenweise. Das waren noch Zeiten...


And in order to rebut the famous Hamlet quote, it's actually everything but rotten in the state of Denmark, because once again the southern Scandinavian nation took the top spot on the UN World Happiness Report (Iceland made it third!), while Germany scored an unsatisfactory 16th, although our homeland offers its inhabitants everything that Scandinavia ranks high in, except we Germans obviously do lack the proper mindset, and must! not! ever! be just... content.

Und im Gegensatz zu dem berühmten Zitat von Hamlet, ist es wohl alles andere als faul im Staate Dänemark, denn wieder einmal hat es das südskandinavische Land geschafft, die Nummer Eins im UN World Happiness Report zu werden. Island wurde übrigens dritter, während Deutschland irgendwo auf dem unbefriedigenden 16. Platz herum eiert, obwohl unsere Nation doch alles zu bieten hat, was auch die skandinavischen Länder vorweisen können, außer vielleicht, dass uns Deutschen einfach die richtige Einstellung fehlt und wir nicht wirklich jemals zufrieden sein wollen, können und dürfen.


The Danes, despite paying more taxes than any other nationality, seem to have it all figured out. But how do they do it? Is it a properly functioning work-life balance (This word doesn't even exist in the German language.)? The cradle to grave social safety net? Easy access to all LEGO? The proximity to water? Their cuisine (e.g. Smørrebrød) and their delicious pastry? Their abundance of cycle routes? And what is the deeper meaning of the Law of Jante? Soon I will make it my mission to find an answer to the Danish secret to happiness.

Obwohl die Dänen mehr Steuern zahlen als alle anderen, scheinen sie etwas richtig verstanden zu haben. Aber was machen sie anders? Ist es die funktionierende Work-Life Balance (Schließlich haben wir ja in der deutschen Sprache nicht mal ein Wort dafür.)? Das hohe soziale Sicherheitsnetzwerk? Das haben wir doch auch! Die Möglichkeit immer an LEGO zu kommen? Die Nähe zum Wasser? Kulinarisches wie Smörrebröd und die leckeren Kuchen und Teilchen? Die vielen Radwege? Und was ist die tiefere Bedeutung von Jantes Gesetz? Schon bald werde ich jedenfalls alles daran setzen, eine Antwort auf das dänische Geheimnis des Glücklichseins zu finden.

August 20, 2016

Lost in the woods and eaten alive


Recently I came across a story of a woman who got lost on the Appalachian Trail, and found dead after years missing. It is a vast wilderness and nature can be merciless, people can and will die in the woods in spite of preparation and today's technology at hand. This doesn't happen in Germany, well at least you'd think it wouldn't. However, it was all over the news in the past week when a body was found a mile away from our house, a man who had been missing for months. Since he was not a victim of a crime one can't help wondering how he got there, what had happened, and why he hadn't been found earlier. On yesterday's hike along one of the many Rhine wetland trails we got some idea, and a taste of the risks involved when venturing out into the wild, even with civilisation right around the corner.

Kürzlich habe ich Geschichte über eine Frau gelesen, die sich auf dem Appalachian Trail verlaufen hatte und, nachdem sie über Jahre vermisst gemeldet wurde, leider dann doch tot aufgefunden wurde. Die unendliche Wildnis dort und die Natur können erbarmungslos sein, und Menschen können und werden in diesen Wäldern sterben, auch wenn sie noch so gut vorbereitet sind oder aktuelle Technologie mitführen. So etwas passiert natürlich nicht in Deutschland, sollte man denken. Aber in dieser Woche wurde in den Medien berichtet, dass eine Leiche im Wald hinter unserem Haus gefunden wurde, ein Mann, der bereits seit Monaten vermisst wurde. Da er offensichtlich nicht Opfer eines Verbrechens war, fragt man sich schon, wie er dahin gekommen war, was passiert sein mochte und warum er jetzt erst gefunden wurde. Auf unserem gestrigen Spaziergang auf einem der vielen Rheinauen-Wanderwege bekamen wir einen kleinen Geschmack von den Risiken und Gefahren, die auf einen lauern, wenn man das Abenteuer in der Wildnis sucht, auch wenn die Zivilisation nur einen Steinwurf entfernt ist.


It was late in the day but it was supposed to be a "quick round" as we call our less then ten kilometre hikes, so time and daylight should suffice. The App Komoot on the iPhone served as guide. We followed a well groomed hiking trail along several ponds and small rivers.

Es war bereits recht spät, aber wir wollten ja auch nur eine "schnelle Runde" drehen, wie wir unsere weniger als zehn Kilometer Wanderungen nennen, also würden Lichtverhältnisse und Zeit mehr als ausreichen. Die App Komoot begleitete uns auf diesem Weg und sollte uns führen. Zunächst ging es auf einem gut angelegten Pfad an Tümpeln und Bächen entlang.

This is Germany!

We weren't planning on straying too far from the parking lot but detouring a noisy group of young people in celebration mood likely fuelled by booze led us off the beaten path, and finally along a gravel quarry. The trail became smaller but Komoot convinced us that we had a viable option at hand to fulfil the loop we had in mind. Meanwhile it was the local mosquitoes' dinnertime and they started feasting... on us. Why is it that I always have to get stung the most? My skin reacts and swells immediately, there is nothing I can do. Thank the PTB that I am not overly allergic, otherwise my better half would have had a hard time dragging me to safety.

Wir wollten ja auch nicht in der Gegend großartig herum streunen, aber eine Gruppe lärmender Jugendlicher in Bier- und Feierlaune, brachte uns dazu, einen Umweg vorbei an einem Kieswerk einzulegen. Der Weg wurde schmaler aber Komoot überzeugte uns, dass wir trotzdem wieder auf den gewünschten Rundweg einschlagen konnten. Inzwischen war Abendbrotzeit bei den Mücken und sie fanden ganz toll, dass wir sie quasi bedienten. Warum bin ich eigentlich diejenige, die immer die meisten Stiche abbekommt? Ich bekomme sofort Ausschlag und die Haut schwillt an, da kann ich gar nichts machen. Gut, dass ich nicht völlig allergisch gegen Insektenstiche bin, sonst hätte Roland es schwer gehabt, mich von hier aus schnell in sichere Hände zu bringen.


And the trail got narrower, the greenery thicker, and every mosquito in the vicinity seemed to know that a rich buffet in form of hikers had arrived. Still optimistic (Komoot said so), we made our way through the overgrown path wishing for a machete (and mosquito repellent) until... dead end. Unimpressed by reality Komoot suggested we should continue through the green vortex, in order to meet with another trail but we found no way through. Our trust in technology lead us into trying, but after having been entangled by roots, struggling over deadwood into mud (it was indeed dead wood, right?), stumbling into rabbit holes, pricked by thorns and scratched by branches we gave up. If anything had happened to us here, we would have had a "good chance" making it on the missing person list, and not being found in days, weeks or months even. Although despite the odds... we still would have had cell phone reception (phew!).

Der Pfad wurde noch enger, das Grünzeug dichter und inzwischen hatte es sich in der Mückennachbarschaft herum gesprochen, dass das Büffet in Form von zwei Wanderern eröffnet war. Da Komoot es ja aufzeigte, waren wir immer noch davon überzeugt, dass es weiter ging, und so schlugen wir uns durch das Unterholz bis... nichts mehr ging. Sackgasse! Komoot wollte da durch, also vertrauten wir der Technologie, die uns sagte, dass wir auf der anderen Seite des grünen Strudels auf einen Weg treffen würde, der uns in Richtung Auto zurück führen würde. Pustekuchen! Wir stolperten über Wurzeln, verrottete Baumstämme (das war doch wirklich Holz, oder?), latschten durch den Schlamm und wurden von einem Kaninchenloch fast zu Fall gebracht. Von Dornen zerstochen und Ästen zerkratzt gaben wir dann schließlich auf. Wenn uns hier etwas passiert wäre, hätten wir bestimmt "gute Chancen" gehabt, auch auf der Vermisstenliste zu landen. Niemand hätte gewusst, wo wir waren und es hätten Tage, Wochen oder sogar Monate vergehen können, bevor wir gefunden würden. Aber aller Wahrscheinlichkeit wäre alles halb so schlimm geworden, denn wir hätten ja immer noch Mobilfunk-Empfang gehabt.


Anyway, shortly after dawn we arrived hungry and thirsty but otherwise unharmed except a few scratches and itchy skin, back at our car, cursing Komoot, and our own stupidity. Next time we will definitely bring along all necessities for survival in the German wilderness: water, snacks, insect repellent, maybe a machete even. What else? Any suggestions?

So kamen wir dann auch hungrig, durstig, aber ansonsten unverletzt - außer ein paar Kratzern und dem Juckreiz von den verdammten Mückenstichen - kurz vor dem Dunkelwerden wieder beim Auto an. Fluchend über die Unzulänglichkeit von Komoot und unserer eigenen schworen wir uns, dass wir beim nächsten Ausflug in die deutsche Wildnis auf jeden Fall immer die überlebenswichtigsten Dinge dabei haben wollten: Wasser, Energieriegel, Insektenschutz und vielleicht auch eine Machete. Was fehlt? Habt Ihr weitere Vorschläge?

August 14, 2016

Temporarily back on two wheels


The regular follower of my ramblings might have noticed the lack of content in the two-wheeled department in the past two months or so. And yes, I haven't been out much on my 2008 Sportster 883 or my Vespa GTS 300 Supersport lately. I was also forced to neglect my Townie beach cruiser and my mountain bike.

Shortly before leaving for Iceland I had to to take care of sudden health issues, and got have surgery, and at that point I wasn't even cleared for the flight. However, I got the green light for traveling a day before departure on the promise to take it easy. A rule which I followed most of the time, except that, in order to regain some fitness, our Icelandic journey involved daily walking, and a bit of light hiking, too.

I am almost as good as new today, alas, for the rest of the year longer motorcycle trips will definitely be out of the question. Last Sunday's scooter outing proved, that there's still some healing to do. So, our next adventure is likely going to be rather on four, and not on two wheels. But like the old adage says: If life gives you lemons... bite into them and suck 'em all out (or something along those lines).

Die regelmäßigen Leser meines Geschreibsels werden inzwischen sicher bemerkt haben, dass es in den letzten zwei Monaten recht wenig Zweirad-Inhalt gegeben hat. In der Tat bin ich nicht viel auf meiner 2008 Sportster 883 oder meiner Vespa GTS 300 Supersport unterwegs gewesen. Auch das Fahrradfahren auf meinem Townie Beachcruiser und dem Mountainbike fielen flach.

Grund dafür war gesundheitliche Gründe und eine ungeplante OP kurz vor unserer Abreise nach Island. Zu dem Zeitpunkt war nicht mal klar, ob ich überhaupt fliegen durfte. Tatsächlich bekam ich erst einen Tag vor Abreise doch noch grünes Licht, vorausgesetzt, dass ich es langsam angehen lassen würde, was ich auf unserer Island-Reise dann auch einigermaßen tat, abgesehen mal von kleineren Spaziergängen und Wanderungen, um wenigstens wieder ein bisschen Kondition aufzubauen.

Ich bin zwar inzwischen soweit genesen, aber größere Motorradtouren werden wohl leider in diesem Jahr nicht mehr drin sein. Der letzte Roller-Ausflug hat mir noch einmal aufgezeigt, dass der Heilungsprozess noch nicht ganz abgeschlossen ist. Also werden wir unser nächstes Abenteuer wohl eher auf vier statt zwei Rädern verbringen. Aber wie das Sprichwort sagt: Wenn Dir das Leben Limonen gibt... beiß' 'rein und sauge sie bis zum letzten aus! Oder so ähnlich.

August 11, 2016

Iceland - the Outtakes

Some are fun, some weird, some happened unintended.
Manche sind witzig, andere seltsam, und auch meist unbeabsichtigt.


Watch out for wildlife on the road! Aufpassen, wilde Tiere auf der Straße!


Do not disturb! Bitte nicht stören!


 Taken the red eye flight? Den Nachtflug genommen?


Getting attacked by a wild thing. Von einem wilden Tier angegriffen.


Road signs - Hinweisschilder


Sushi in Iceland - not necessarily a contradiction
Sushi in Island - nicht unbedingt ein Widerspruch


What the ad says! Was die Werbung verspricht!


Grocery shopping at the pink piglet. Einkauf beim rosa Schweinchen.


Icelanders love reading: a building in bookshelf design.
Isländer lesen gern, hier ein Gebäude im Bücherregal-Look.


An Icelander's take on using a boat no longer good for fishing.
Die isländische Art mit einem Boot umzugehen, dass nicht mehr zum Fischen taugt.


It took the crew of five almost half an hour to unload all the little white packages. Not sure what the content was... dried fish?
Es hat die fünfköpfige Mannschaft fast eine halbe Stunde gekostet, all die vielen kleinen Pakete auszuladen. Keine Ahnung was darin war... vielleicht Stockfisch?


When looking for a cafe expect to be seated in a farmer's kitchen.
Wenn man nach einem Cafe sucht, landet man in der Küche eines Landwirtes.


An elusive species but motorcycles really exist on Iceland!
Eine seltene Species aber es gibt sie: Motorräder in Island!


Crash landed Bird of Prey, but no Klingon in sight!
Abgestürzter Bird of Prey, aber kein Klingone in Sicht!


At Dettifoss... hopefully not in suicidal mood. (In fact she seemed to be taking part in an art project.)
Am Dettifoss... hoffentlich nicht selbstmordgefährdet. (Tatsächlich schien sie Teil eines Kunstprojektes zu sein.)


Roland watching Sonja watching birds. Roland beobachtet Sonja, die Vögel beobachtet.


Too close - zu nah dran


Always in the mood for a picnic - Immer in Picknick-Laune


That's it! Das war's!
Thank you all for reading and commenting! Danke für's Mitlesen und kommentieren!

August 08, 2016

The Golden Circle Route - extended: Iceland in a Nutshell


The Golden Circle is for the so inclined curious traveller, what an all-you-can-eat buffet is for the glutton. Some of the most spectacular sights all in one place: waterfalls and geysers, history and archeology, spas and beaches, nature and high tech. The easy access and proximity to the city and the airport makes this area a popular destination for layover tourists on their way to Europe or to the Americas. Hence, expect it to be crowded, because these folks foray the area by the busloads.

Der Goldene Zirkel ist für den Island-Reisenden, was ein Buffet für den Vielfraß sein muss: Die besten Sehenswürdigkeiten nahe beieinander: Wasserfälle und Geysire, Geschichte und Archäologie, Thermalbäder und Strände, Natur und Technologie. Die Nähe zur Stadt und zum Flughafen führen natürlich dazu, dass diese Touristenattraktionen im Besonderen von Leuten besucht werden, die in Island einen Zwischenstopp auf ihrer Reise nach Europa oder Amerika einlegen. Also ist mit einem entsprechenden Menschenauflauf zu rechnen, da diese Touristen in Busladungen einfallen.


The national park of Thingvellir, a UNESCO world heritage, represents the area where early democratic gatherings of Icelandic settlers took place (which can be backdated to the year 930). Issues were discussed, disputes were settled, and laws were passed on these historic grounds, and the basaltic wall formation served as a natural loudspeaker. Most people just walk along the wall but we strongly recommend taking a hike through the valley to catch some solitude and fully enjoy the whole scenery.

Der Nationalpark Thingvellir, ein UNESCO Kulturerbe, repräsentiert den Ort, an dem die frühen isländischen Siedler ihre Treffen bereits seit dem Jahr 930 abgehalten haben. An diesem historischen Platz wurden Probleme diskutiert, Konflikte gelöst und Gesetze verabschiedet. Die Balsaltwand diente dabei als natürlicher Lautsprecher. Die meisten laufen bloß ein Stück an dieser Wand entlang, aber wir können auch die Wanderung durch die Ebene empfehlen, um die dortige Ruhe mit allen Sinnen zu genießen.


The next spectacular (a word inevitably getting overused in Iceland) sight is the area of Geysir, or more accurate the active geyser Strokkur, meaning churn, which erupts quite frequently every six to ten minutes and blowing steam and hot water into the air up to forty meters high.

Die nächste spektakuläre (ein Wort, dass in Island zwangsläufig über Gebrauch strapaziert wird) Sehenswürdigkeit ist die Gegend um Geysir, oder besser: der noch aktive Geysir Strokkur (heißt: Butterfass), welcher regelmäßig alle sechs bis zehn Minuten ausbricht. Wasser und Dampf werden hierbei bis zu vierzig Meter hoch geschleudert.


And if that wasn't enough, a few miles up the road you would find Gullfoss, the golden waterfall, named after rainbows often seen above the fall given the sun shines. The sky was overcast when we arrived but the fall didn't fail to impress anyway. Hard to imagine that foreign investors wanted to abuse this natural phenomenon to generate electricity. Thankfully there was a lot of resistance from the locals. That's why we were able to enjoy this miracle of nature unspoiled to this day.

Als wenn das noch nicht genug gewesen wäre, findet man ein paar Kilometer weiter Gullfoss, den goldenen Wasserfall, benannt nach den Regenbogen über dem Fall, die erscheinen, wenn die Sonne scheint. Wir hatten zwar bedecktes Wetter, aber das tat dem Erlebnis keinen Abbruch. Kaum vorstellbar, dass ausländische Investoren dieses großartige Stück Natur dazu missbrauchen wollten, Energie herzustellen. Gut, dass es hierzu eine Menge Gegenwind von den Einheimischen gab, und wir daher dieses Naturwunder immer noch unverbaut erleben durften.


Our next stop was Stöng in the Icelandic highlands, an archeological excavation site of an early settlement once buried by ash of an early Hekla eruption in the 12th century. Not far away we found Gjain, a tiny rift valley with lush greenery and yet another waterfall. An ideal spot for a little picnic.

Unser nächster Haltepunkt war die archäologische Ausgrabungsstätte Stöng im isländischen Hochland, eine alte Ortschaft, die irgendwann im 12. Jahrhundert beim Ausbruch der Hekla von Asche begraben wurde. Nicht weit davon entfernt entdeckten wir Gjain, einen Grabenbruch, bedeckt von sattem Grün. Natürlich gab es noch einen weiteren Wasserfall. Ein wunderbarer Ort für ein kleines Picknick.


On our way again we came across a weathered sign in direction of Hjalparfoss (foss = fall). Although we thought we were "fossed out" we gave it a shot, followed the gravel road through the lava fields and weren't disappointed. The so called helping falls were named after early settlers found water here for the first time since crossing the lava desert. No tourists to be seen, except for ourselves.

Auf dem Rückweg entdeckten wir ein verwittertes Hinweisschild Richtung Hjalparfoss (foss = Wasserfall). Obwohl wir meinten, dass wir eigentlich "ausgefosst" waren, folgten wir der Schotterstraße durch die Lavafelder, und wir wurden nicht enttäuscht. Die sogenannten Helferfälle wurden von den frühen Siedlern so getauft, nachdem sie hier zum ersten Mal seit Überquerung der Lavawüste Wasser vorfanden. Keine Touristen weit und breit, von uns einmal abgesehen.


This is just to prove that there were in fact trees in Iceland, and way more than it might come across just judging by our pictures  ;-)

Das Bild soll noch einmal beweisen, dass es doch Bäume in Island gibt, und viel mehr, als das auf unseren Bildern vielleicht herüber kommen mag ;-)


And here we were at the next drive-by attraction on the Golden Circle road, the Kerid crater, a caldera filled by rain and fed by the water table. It's on private land, and the owners charge a fee, but the red rock formation and the view is really worth it.

Danach fuhren wir auf der "Straße des Goldenen Zirkels" weiter und kamen an dieser nahegelegenen Attraktion vorbei. Der Kerid Krater ist eine Kaldera, die von Regenwasser und dem Grundwasserspiegel aufgefüllt wurde. Da er auf privatem Grund liegt, kostet es Eintritt, aber die roten Gesteinsformationen und der Ausblick lohnen sich wirklich.


Of course at one point we were very interested about how the Icelandic power generation works, why the heating systems are so efficient, and why main roads are clear of ice in winter (as a matter of fact there is a floor heating system in place below the streets of Reykjavik). Most of the regional energy is created by exploiting geothermal sources. The Hengill volcano in the southwest obviously was easy accessible. One of the ON power plants - Hellisheidi - one of the world's largest geothermal power stations - offer educational tours on the topic of sustainable energy.

Natürlich waren wir auch sehr daran interessiert, etwas über die isländische Energieversorgung heraus zu finden, warum die Heizsysteme so gut funktionierten und die Hauptstraßen Reykjaviks immer eisfrei sind (in der Tat gibt es so etwas wie eine Fußbodenheizung unter dem Verkehrsnetz der Stadt). Die meiste Energie wird durch Ausnutzung geothermaler Quellen gewonnen. Hier im Südwesten wurde der Hengill Vulkan angezapft. Eine der ON Kraftwerke  - Hellisheidi - bietet hierzu Führungen zum Thema nachhaltige Energieversorgung an.


Shortly before the exit to the plant we discovered an odd area indicating the activity of fumaroles and mud pools, and there was what seemed to be an abandoned hotel close by. Not sure if and why it was given up. Was it due to the proximity to the power station, the uncontrolled outbursts of hot steam and boiling water or the foul odour of hydrogen Sulfide in the air? All in all it felt like an eerie place to be.

Doch kurz vor der Abfahrt zum Kraftwerk entdeckten wir wieder etwas Sonderbares.  Es gab einige frei zugängliche Fumarolen und Schlammlöcher und nahebei ein verlassen ausschauendes Hotel. Wir konnten leider nicht herausfinden ob und warum es aufgegeben wurde. Lag es an der Nähe zum Kraftwerk, and den unkontrollierten Stößen von heißem Qualm und kochendem Wasser oder am faulen Geruch von Schwefelwasserstoff? Uns kam es ein wenig unheimlich vor.


Reykjanesskagi, a peninsula in the southwest has among other an Icelandic take on spas to boot: the Blue Lagoon, the most visited tourist attraction in Iceland, and hence, requiring ticket reservations. We didn't go in and merely took a quick gander at the pools. We found it unbearably crowded, and with a power plant as backdrop it somehow seemed to lack natural charm. Not our cup of tea, well, maybe another time, because we had some more hiking to do.

Reykjanesskagi, die südwestlich gelegene Halbinsel, hat eine typisch isländische Antwort auf Heilbäder zu bieten: Die Blaue Lagune, ein Thermalfreibad. Leider handelt es sich auch um die meist besuchte Touristenattraktion Islands, was entsprechende Reservierung der Eintrittskarten erforderlich macht. Wir haben uns deshalb den Besuch erspart und dem ganzen nur einen kurzen Blick gewürdigt. Das Kraftwerk im Hintergrund trug auch nicht gerade zur Erhaltung des natürlichen Charmes bei. Das war nicht unser Ding, naja vielleicht ein anderes Mal, denn nebenbei hatten wir uns noch ein paar kleinere Wanderungen vorgenommen.


The word Reyk, steam in Icelandic, indicates that there is a lot more volcanic activities than some hot springs. Here where the Mid-Atlantic Ridge rises above sea level, the area consists of a vast arrangement of lava fields, craters, volcanoes and thermal activity which lead us to Krisuvik in the Seltun thermal field. Once again, no other tourist activities although it was a mere half hour drive away from Reykjavik. 

Das Wort Reyk, Rauch auf Isländisch, lässt darauf schließen, dass hier noch andere vulkanische Aktivitäten außer heißen Quellen auf uns warten würden. Der mittelatlantische Rücken tritt hier zutage, davon zeugen die weiten Lavafelder, Krater, Vulkane und die geothermalen Aktivitäten, was uns schließlich nach Krisuvik im Seltun Thermalfeld führte. Und wieder einmal keine Touristen weit und breit, obwohl dieser Ort nur eine knappe halbe Stunde von Reykjavik entfernt liegt.

The emerald lake - Der Smaragdsee: Graenavatn
Watch your step!

At Kleifarvatn: Since the big earthquake in 2000 this lake has lost 20% of its water which likely vanished through the cracks in the fissure. It has filled up a bit since.

Am Kleifarvatn: Seit dem großen Erdbeben in 2000 hat der See etwa 20% seines Volumens verloren, wahrscheinlich war das Wasser seinerzeit in den Aufbrüchen versickert. Seitdem füllt er sich langsam wieder auf.


Towards the end of the day we got a special reward: after overcast skies throughout the day finally the sun broke through and painted the otherworldly scenery in spectacular colours.

Am Ende des Tages wurden wir noch einmal belohnt: Nachdem es die letzten Tage Wolken verhangen blieb, brach hier nun endlich die Sonne durch und tauchte diese so fremdartige Landschaft in ein spektakuläres  überirdisches Licht.


Our journey, which more or less began by entering a cave at Snaeffelsjökull in order to find the way to the center of the Earth, had come to its end. After two weeks surrounded by scenery from outer space, we had to return home, and leave this magical place that is Iceland behind. At the Akranes cave, a lava tube, we symbolically climbed up into the real world. Good bye, Iceland. We will be back!

Unsere Reise, die mehr oder weniger mit dem Einstieg am Snaeffelsjökull begonnen hatte, um den Weg zum Mittelpunkt der Erde zu finden, war nun zu Ende. Nach zwei Wochen in einer Landschaft, die von einem anderen Planeten zu sein schien, war es an der Zeit, nach Hause zurück zu kehren und diesen magischen Ort, der sich Island nennt, zu verlassen. In Akranes, einer Lavahöhle, kletterten wir also symbolisch zurück in die richtige Welt. Auf Wiedersehen, Island. Wir kommen wieder!


Golden Circle Route:


The beach at / Am Strand von Eyrarbakki