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February 04, 2019

Da wiehert er wieder: Der deutsche Amtsschimmel


Zur Erinnerung: Der kanadische Expat beantragt die Erneuerung des kanadischen Reisepasses online, druckt die Unterlagen aus, legt biometrische Passbilder und den alten Pass dazu und sendet das Ganze mit der Post zum zuständigen Konsulat. Nach (nicht einmal) drei Wochen kommt der neue Pass per Post ins Haus.

Zur Beantragung des deutschen Reisepasses begibt man sich zur Passbehörde des aktuellen Hauptwohnsitzes (in unserem Falle das örtliche Bürgerbüro). Dort wird der Antrag am PC ausgefüllt (hätten wir eigentlich auch selber machen können, s.o.). Dann werden (wieder mal?) biometrische Fingerabdrücke abgenommen (was ist aus den letzten geworden?). Danach wird festgestellt, dass der Antrag erst abgeschickt werden kann, wenn anhand der Beibehaltungsurkunde festgestellt wurde, dass man ein(e) legale(r) Doppel-Staatsbürger(in) ist. Häh? Diese Prüfung wurde doch bereits bei der Rückwanderung durchgeführt. Ja, aber: Nicht bei diesem Amt! Also gut, nochmal nach Hause und mit der Urkunde wieder zurück, damit eine Kopie (!?!) zu den Akten gelegt werden kann. Müsste der Doppelstaatsbürger-Status nicht bereits irgendwo in den Personaldaten vermerkt sein? Das muss man nicht verstehen. Die Lieferzeit soll etwa vier bis sechs Wochen betragen, und selbstverständlich muss der Ausweis dann persönlich (oder durch einen Bevollmächtigten) im Bürgerbüro abgeholt werden.

Und die Moral von der Geschicht': Niemals das Dokument zur Genehmigung der Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit wegwerfen. Der deutsche Amtsschimmel benötigt es noch.

September 18, 2017

Kanada ist überall


Neulich habe ich beim Wandern einen kanadischen Einwanderer entdeckt: Tsuga Canadensis, die kanadische Hemlocktanne. Etwa Mitte des 18. Jahrhunderts wurde dieser Baum in Europa eingeführt und scheint sich hier recht wohl zu fühlen. In Ruhe gelassen kann er bis 1.000 Jahre alt werden.

April 02, 2016

Warum auswandern? Hier ist es doch schön...

... fragt uns so manche(r) eingeborene SchwarzwälderIn immer wieder. Und richtig, diese Ecke Deutschlands ist wirklich wunderschön, für viele andere sogar ein Grund, hier Urlaub zu machen.


Als wir uns 2003 entschlossen hatten, nach Kanada umzuziehen, und dieses 2005 in die Tat umsetzten, verließen wir das Land ja nicht, weil in Deutschland alles so schrecklich war, sondern weil uns die Neugier und die Liebe zu unserem Urlaubsland Kanada magnetisch angezogen hat, so wie auch der Schwarzwald immer wieder Menschen aus anderen Teilen Deutschlands (und der Welt) anlockt.

Aus dieser Motivation heraus hatten wir - für den Deutschen an sich fast undenkbar - im Oktober 2004 unsere unbefristeten (!) Arbeitsverhältnisse aufgekündigt, Wohnung und Hausstand verkauft und waren auf zu neuen Ufern (bzw. Bergen) gezogen. 


Da wir das Land ein paar Mal bereits ein paar Mal besucht hatten, wussten wir ja größtenteils, auf was wir uns einließen. Auch sprachen wir ganz gut Englisch und fühlten uns dank Ausbildung und Berufserfahrung ausreichend für den kanadischen Arbeitsmarkt vorbereitet. 

Dabei half uns das Internet nicht nur bei der ganzen Recherche rund um die Immigration, sondern auch beim Aufbau eines neuen sozialen Umfeldes. Letztendlich hatten wir eine ganze Menge Glück: Der Arbeitsmarkt boomte gerade und wir fanden großartige Arbeitgeber. Und so wurde das Projekt Auswanderung für uns ein voller Erfolg und unser neues Lebensmotto: Life is good!

January 22, 2016

Die besten Länder der Welt!


Eine neue Studie stellt fest (Quelle: Washington Post), dass Deutschland das beste Land der Welt ist, und sich Kanada ganz knapp dahinter auf dem zweiten Platz befindet. Unserer Meinung nach müsste es ganz klar andersrum sein, dennoch... in den beiden besten Ländern der Welt zu Hause zu sein, hat was.

Was könnten Deutschland und Kanada denn noch so verbessern? Für Deutschland steht da natürlich momentan die riesige Aufgabe der Flüchtlingskrise an: wo Kanada sich "die Rosinen herauspickt", hat Deutschland mit einer breiten Masse von Flüchtlingen umzugehen. Dabei ist es beindruckend, wie ein Großteil der deutschen Bevölkerung hilft und unterstützt, allerdings ist gleichzeitig eine Radikalisierung der "besorgten Bürger" nicht zu unterschätzen. 

Kanada auf der anderen Seite muss sich dringend von der extremen Abhängigkeit von seinen Bodenschätzen verabschieden und einen Weg zu einer besser ausgebildeten Bevölkerung und einem stärkeren industriellen Sektor finden. Große Aufgaben!


September 30, 2015

Wieder zu Hause...

Die Motorradreise ist vorbei und ich bin inzwischen wieder zurück in Deutschland. Mal sehen, wohin es mich beim nächsten Mal "verschlägt". Das Motorrad wird jedenfalls bis dahin nach Toronto umgezogen sein. Von da aus ließe sich zum Beispiel prima eine Tour um die Great Lakes machen...


August 28, 2015

Kanada, wir kommen!

26.8. Mittwoch Abend ging es mit dem Zug nach Frankfurt, wo wir im Flughafen-Hotel eine Übernachtung gebucht hatten, um unseren Urlaub ganz entspannt beginnen zu können. Da Rolands Lieblings-Kollegin als "Taxifahrerin" diesmal nicht zur Verfügung stand, weil sie auf Hochzeitsreise war, bot sich ihre Schwester als Chauffeuse an und brachte uns zum Bahnhof Offenburg. Die Leute auf dem Dorf sind wirklich hilfsbereit!


Sonja mag ja Zugfahren nicht wirklich (das letzte Mal lag daher auch gute 12 Jahre zurück), aber die Pünktlichkeit (nur 5min zu spät), Sauberkeit und ruhige Fahrt im ICE Richtung Frankfurt hat sie doch (fast) bekehrt.

Whoosh!

Das Hilton Hotel liegt im Squaire, einem mehrfach ausgezeichneten Gebäudekomplex mit Geschäftsräumen, Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants, direkt neben der Autobahn, über dem Bahnhof und mit direktem Zugang zum Flughafen. Hier hat man Architektur und Logistik perfekt vereint. Das Zimmer war sehr gediegen, jedoch kostete alles von WLAN bis Frühstück extra, so dass wir uns hier für andere Alternativen entschieden hatten.


Wir gingen noch ein wenig im Squaire spazieren, bewunderten die Konstruktion und verbrachten dann bei Cocktail, Bier und Thai Food den Abend im Alex. Anschließend besorgten wir noch glutenfreie Snacks im Rewe Markt (6 bis 24 Uhr geöffnet), damit Sonja auf dem Flug etwas Verträgliches zu essen bekam.


Trotz der "günstigen Verkehrslage" war es im Hotelzimmer totenstill und wir hatten eine geruhsame Nacht, die um 6 Uhr am kommenden Morgen ihr (un-)natürliches Ende fand.

Beim Einchecken am Kanada-Schalter bekamen wir ob des Riesenaufgebots an jungen Leuten einen Schreck, das konnte ja ewig dauern. Aber die Meute, es handelte sich hier um den Jugendchor Bad Hersfeld, bekam einen eigenen Schalter, so dass die anderen Fluggäste zügig abgefertigt werden konnten. Nun waren wir also das Gepäck schon einmal los und steuerten den nächsten Starbucks an, um uns erst einmal mit einer Dosis Koffein zu versorgen. Hier war auch der Soja-Latte kein Problem.


An der Passkontrolle und im Sicherheitscheck war so gut wie nichts los und schwups! waren wir schon durch. Wir kauften sodann noch einige Mitbringsel für unsere Gastgeber im Duty-Free Shop ein und dann begann auch schon das Boarding. Das Flugzeug war randvoll. Das konnte ja heiter werden, vor allem da viele Kleinkinder dabei waren, die ja bei Start und Landung manchmal unsäglich unter dem Druckausgleich leiden können. Aber alles wurde halb so schlimm. Der Flug war erfreulich ereignislos und so kamen wir dann Donnerstag mittag Ortszeit mit 20 min Verspätung in Montreal an.

Willkommen in Kanada!

Wir zückten unsere kanadischen Pässe, gingen zur automatischen Passkontrolle und waren innerhalb kürzester Zeit durch die Kontrollen. Jetzt hieß es nur noch Geduld bewahren, bis das Gepäck eintreffen würde. Das hat dann auch noch mal 20 min gedauert. Unterdessen hatte sich Sonja in den Hotspot des Flughafens eingeklinkt und mit unserem Gastgeber für die nächsten Tage, David, Kontakt aufgenommen.

Ankunft in Montreal

Dieser kam dann auch prompt aus seiner Wartezone für Abholer und schon saßen wir in seinem schwarzen Honda Civic, welcher uns in der kommenden Woche als fahrbarer Untersatz kostenlos zur Verfügung stehen wird. DANKE, David.

July 09, 2015

Nationalstolz

"Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Arthur Schopenhauer

Was Herr Schopenhauer da so wortreich erklärt, meint, dass ein einfältiger Mensch aus Mangel an eigenen Qualitäten auf Nationalstolz zurück greift, weil er sonst nichts hat.


Die meisten Deutschen werden bei diesem Wort (immer noch) zusammen zucken. Wir sind da keine Ausnahme. Wie soll man auch auf etwas stolz sein, auf das man so keinen Einfluss hatte: die Geburt.

Wir sind uns der schrecklichen Taten unserer Groß- und Urgroßeltern bewusst und übernehmen die Verantwortung dafür, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Und gerade deswegen gehen wir mit dem vom Nazi-Regime instrumentalisierten Wort Nationalstolz sehr vorsichtig um.

Doch es gibt Dinge in Deutschland, auf die wir stolz, oder besser: über die wir glücklich sein können: Wir sind in einem wohlhabenden Land aufgewachsen und haben eine hervorragende Schul- und Ausbildung genossen, die uns keine - damals noch - D-Mark gekostet hat. Wir wurden weltoffen, tolerant und demokratisch erzogen und haben Krieg, Terrorismus und Extremismus nie kennen gelernt. Wir haben die Wiedervereinigung miterlebt, den Euro willkommen geheißen und bei den Fußballweltmeisterschaften der deutschen Mannschaft zugejubelt.

Unser Erscheinungsbild im Ausland hat seit langem nur noch verschwindend wenig mit dem 2. Weltkrieg zu tun. Deutschland spielt eine wichtige Rolle in dieser Welt, sei es politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich, sportlich oder kulturell. So überrascht es auch nicht wirklich, dass Deutschland in einer BBC-Studie zum angesehensten Land der Welt gewählt wurde. Darauf können wir alle in der Tat stolz sein, denn wir alle haben - jeder zu einem kleinen Teil - dazu beigetragen.

Und wie sehen uns die Kanadier? Ein Hoch auf die Klischees! Neben der Tatsache, dass wir alle humorlose, biertrinkende, Bratwurst essende Vereinsmeier sind, die mit 300km/h über die Autobahn fegen, haftet uns gleichermaßen das Klischee des zuverlässigen, pünktlichen, ordnungsliebenden, pflichtbewussten Arbeitstieres an. Mit anderen Worten: Du bist Deutsche(r)? Dann hast Du den Job! Und tatsächlich war es so bei uns. (Sonja hat diese Erfahrung sogar gleich dreimal gemacht.) Ja, so einfach kann der Bewerbungsprozess sein.

2006 - Alberta Prairies

July 05, 2015

Amateur-Vagabunden sind wir

Der Deutsche an sich scheint ja recht Heimat verbunden zu sein. Die meisten Umzüge finden innerhalb des eigenen Ortes statt, nur jeder zehnte verlässt seine Region, und nur vier Prozent sind schon mal ins Ausland gezogen, so jedenfalls sagt es eine FORSA Studie von 2011 (Quelle: Stern).

Durchschnittlich ziehen Wessies öfter um als Ossies, Norddeutsche (wie Sonja) öfter als der Rest der Bevölkerung. Die Damen ziehen eher der Liebe wegen um, die Herren wegen der Arbeit. Junge Leute ziehen von zuhause aus und danach in eine größere Wohnung oder in ein Haus, oft wegen zu erwartendem Nachwuchs. Doch im Durchschnitt zieht der Deutsche gerade viermal in seinem ganzen Leben um.

Wir entsprechen mit (bisher!) elf Umzügen so gar nicht dem Durchschnitt. Allein in der Region waren es locker fünf Mal, dazu vier Umzüge in Kanada und zwei weitere mit der Rückkehr nach DE. Die Motive waren dabei: Umzüge wegen Job und/oder Studium, oder immer wieder von einer Miet- in eine Eigentumswohnung.

Der Umzug nach Kanada fand völlig außer der Reihe statt. Da wartete kein neuer Job und keine neue Wohnung auf uns. Wir hatten unser Eigentum aufgegeben, alles verkauft, was nicht niet- und nagelfest war und unsere (unbefristeten!) Arbeitsverträge gekündigt. Auch für uns Amateur-Vagabunden ein großer Schritt, der mit viel Herzklopfen und noch mehr Fragezeichen verbunden war.

Wir fingen tatsächlich noch einmal ganz von vorne an. Und warum?

in unser'n Herzen brennt eine Sehnsucht,
die läßt uns nimmermehr in Ruh´.
(aus dem Lied: Bergvagabunden sind wir)

2005 Alberta Prairies & Rocky Mountains

January 02, 2013

Nass, nasser... Deutschland

Da wir ja so viel Stress (und viel zu viel Urlaub) hatten, sind wir zur Erholung mal wieder in die alte Heimat gefahren, auch, um Weihnachten mit der Familie zu feiern. Wir machten eine Punktlandung und trafen rechtzeitig bei den Müttern zu Heilig Abend ein.
Die nachfolgenden Treffen mit Freunden und Familie in den nächsten Tagen arteten naturgemäß zu wahren Fressorgien aus. Daher hatten wir auch unser Laufpensum entsprechend erhöht. Und weil wir ein wenig Sehnsucht nach Wasser hatten, musste der Rhein als Ersatz für unser Inlet herhalten. Hauptsache, Wasser!
Der stetige Regen hat Flüsse und Bäche über die Ufer treten lassen. Wie hier in Monheim am Rhein, waren viele Wege und Felder überschwemmt und unbegehbar. 
Ausnahmsweise hatten wir hier mal trockenes Wetter, allerdings hat uns hier der starke böige Wind fast vom Deich gefegt.
Nach jedem Spaziergang fielen wir jedes Mal in einen koma-ähnlichen Schlaf. Der Jetlag hatte uns diesmal wirklich fest im Griff, und auch nach einer Woche waren wir immer noch nicht in der Euro-Zeit angekommen.
Nach langem Konsumverzicht mangels (für uns) attraktiven Warenangebotes (in Kanada) war für uns diesmal eine Einkaufsorgie in Düsseldorf ein besonderes Highlight. Endlich konnten wir uns einmal mit Qualitätsprodukten eindecken, die zur Abwechslung mal designed & made in Europe waren. Das hat Spaß gemacht.
Sylvester fing es pünktlich zum Jahreswechsel bei zweistelligen Plusgraden an zu regnen, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch, denn wir hatten einen gemütlichen, tollen und leckeren Jahreswechsel mit lieben Menschen.

 Ein frohes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2013!

October 16, 2012

Deutschland Nachlese

Drei Tage, in denen neben dem Familienbesuch wieder unglaublich viel passiert ist...
Wie z.B. der Besuch der INTERMOT in Köln.
Roland auf einem Elektro-Roller von BMW, 
und Sonja auf einer Moto Guzzi mit konventionellem Antrieb.
Wir fanden Asyl bei den Hösel-Schnöseln (O-Ton Frank),
wo Sonja mit einer grossen Auswahl veganer Produkte beglückt wurde.
(Danke, Eva!).
Wir schlenderten durch die Innenstadt von Ratingen.
Wir fuhren ein schnuckeliges Auto. (Danke, Christa!)
Und wir genossen die (ähm) lokale Küche...  
(Danke and die Familie für den tollen Abend)
Und irgendwie schaffte es Sonja sogar noch, bei Birgitt und Ulli vorbei zu springen (Danke an Ulli für's Kochen!), bevor es dann weiter nach Skandinavien gehen sollte. UFF!

March 04, 2012

Impressionen aus unserer anderen Heimat

Deutschland 2012. Mit Blick ins Portemonnaie hatten wir uns für die Route Vancouver - Seattle - Amsterdam - Köln entschieden, die uns pro Nase 'nur' rund 800$ kosten, allerdings auch 22 Stunden dauern sollte. Entsprechend gerädert kamen wir auch in der kalten (!) Heimat an, aber wenigstens lag dort kein Schnee mehr.
Unsere Chauffeuse gabelte uns vom Flughafen auf und brachte uns ins 'Haus Ulli', unserem Domizil für die Zeit unseres Heimaturlaubs. Einen ganz besonderen Dank an dieser Stelle noch mal an B&U für ein weiches Bett, ein Mobiltelefon, einen vollen Kühlschrank und viele tolle Gespräche, und an die Besitzerin des Lexus für die Überlassung ihres Vehikels für 800km auf immer vollen und hektischen deutschen Strassen. Mann, haben es die Leute alle eilig hier!
 Müngstener Brücke
 Schloss Burg
 Burg
 Am Wipperkotten
Altenberger Dom

Die Tage vergingen wie im Fluge, und ein Termin jagte den nächsten. Brunch hier (Danke, Dani!), Kaffee und Kuchen dort und Abendessen wieder woanders. Ein Treffen mit der ganzen Familie, ein geselliger Abend mit alten Freunden, und lange Gespräche mit dem Ex-Boss. Wanderungen im Bergischen, ein Panne, ein Geburtstag, Grünkohl (Danke, Mom!) und Indisch-Italienische Fusion
Über Langeweile konnten wir uns nicht beklagen. Bei unserer Reiseplanung hatten wir leider den Karneval total verdrängt vergessen... welcher uns dann so manches Mal in die Quere kam: Umwege, geschlossene Geschäfte, jecke Leut in komischen Kostümen. Das haben wir nicht wirklich vermisst.
Begeistert haben wir die schier unendliche Auswahl an Käse und Backwaren genossen. Wir hatten fast vergessen verdrängt, wie günstig dort Lebensmittel sind. Ein ALDI Prospekt brachte uns glatt ins Schwärmen. Nicht vermisst haben wir die Benzinpreise, besonders als wir den Lexus für 100 EUR aufgetankt hatten.
 Fast 100EUR
Autsch!

Gewundert haben wir uns darüber, wie schmutzig alles war, Müll auf den Strassen und 'Tretminen' auf den Gehwegen. Erschreckt haben uns die Muffelgesichter auf unseren Spaziergängen. Obwohl das Wetter trocken und die Gegend nett war, wurde kaum gegrüsst oder sich wenigstens mal lächelnd in die Augen gesehen. Gefreut haben wir uns über die spontane Hilfe bei einem Ford Händler (Theis in Linnich), als sich bei unserem 'Leihwagen' eine Bodenabdeckplatte löste. Deutschland ist wohl doch nicht so eine Servicewüste.

Viel zu schnell war der 'Einsatz an der Heimatfront' auch wieder vorbei... Nach durchgemachter Nacht und 20 Stunden Rückflug kamen wir dann bei einem sonderbaren Mix aus strahlendem Sonnenschein und sehr lokalem Schneefall wieder in Vancouver an. Ade, Deutschland. Bis zum nächsten Mal.