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August 31, 2015

Time flies by, when you're having fun!

Our chauffeur to the Masse residence

Aug 27: Arrived at Montreal airport, and got picked up by David, a former scooter commuter, moto-blogger and co-owner of a certain Honda cruiser.

Yours truly meets Black Betty

For the next two days we occupied the Masses' space, made them prepare dinner, ate their food, and emptied their bottles. We didn't jump in their pool though, although we feel that we should have... Well, at the end we took their car.

Vegan and gluten free cuisine à la yours truly
Well done, David!

Aug 28: Got the all-you-can-see-in-one-day tour. Susan and David showed us all the sights that we needed to see, and given the professional approach we are convinced that they must have done this before.

The hosts and their spoiled guests
Montreal
Susan and yours truly doing a tourist thing.
St. Louis Square
Place Jacques Cartier 
 
Formula 1 track - Speed limit 30 km/h?
Roland & David



Habitat 67

On top we had hand rolled signature bagels at St Viateur and fabulous coffee at the Myriad cafe, plus dinner at a bring-your-own-wine gastro pub (Wellington). 

Bring your own wine!

Aug 29: Next morning we left, but not without being treated to another great breakfast made by David. Thanks so much David & Susan for squeezing us into your tight schedule, and spending your time with us. You'll for sure get a premium rating on the moto-blogger trip advisor.

We came for wifi, and left with an empty wallet
At the Iroquois Locks

We had scheduled a meet up along the way in Morrisburg with Karen, another moto-blogger. We followed her along the shoreline of the St. Lawrence river in the area of the The Thousand Islands Archipelago, nestled between the Canadian and US border. What a beautiful and tranquil area. 


Then she lead us to her home, where we dropped our (David's) car, and after Karen showed us the sights of downtown Kingston.

Kingston fortification against the US
View on Kingston from Fort Henry
Kingston Mills Lock of the Rideau Canal

At dawn we returned to her home, where we once again raided our host's fridge, and consumed her wine. A routine that we are meanwhile quite accustomed to. She made us sleep in a tent for this...

Dinner's ready!
Glamping!

Camping as a matter of fact was a wonderful experience after 28 years of the non-camping kind. Haven't slept that well in ages.

Aug 30: We had a healthy breakfast, and chatted until noon before moving on to Algonquin Provincial Park. Meanwhile feeling like locusts, since we had deprived Karen of most of her gluten free and vegan provisions. Karen, thanks again for everything, and especially for all the goodies for the road. They came to good use later in our little cabin in the woods. And there will be another excellent rating for the moto blogger trip advisor.


Three hours later we had arrived at Dreamcatcher Motel, and moved into our home for the next two days. The cabin was equipped with fridge, coffee maker and micro wave in order for us to (somewhat) prepare our own breakfast and dinner.

We picked up a day pass at the visitor center and chose two afternoon hikes in order to stretch our legs: The (rather challenging) Lookout trail of 2km provided the park's signature view overlooking an ocean of forest:


while the Spruce bog trail was an easy hike of 1.5km through a bog.


Spent the evening in front of a camp fire. Life is good!

Got fire, baby!
Vegan&gluten free cheese&cracker















***
Mehr auf Deutsch gibt es dazu hier:

La Belle Cité Montreal

28.8. Nach einem typischen kanadischen Frühstück für die Männer (Rührei, Speck, French Toast pumpt das Cholesterin so richtig schön hoch...) und einem Gluten und Laktose freien Mahl für die Damen machten wir uns "stadtfein" (nicht wirklich, da wir ja nur Jeans und T-Shirts gepackt hatten) und fuhren in die schöne Stadt Montreal.


Gegründet in 1642 wuchs es in den letzten Jahrhunderten zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum Ost-Kanadas heran. 1967 gab es hier die Expo. 1976 fanden hier die Olympischen Sommerspiele statt (Überbleibsel ist ein ausgesprochen hässliches Stadion). Die Formel 1 dreht hier ihre Runden. Und es gibt hier das wohl der Welt beste Jazz-Festival.

im Hintergrund: das Olympiastadion

In Montreal leben 1.9 Mio. Einwohner, die Metropole insgesamt 3.8 Mio. Trotzdem wirkt die Stadt nicht überfüllt, laut oder gestresst. Man könnte fast sagen, es herrscht eine wunderbar mediterrane Stimmung von Gelassenheit und savoir vivre. Vieles findet im Sommer vor der Tür, auf Dachterrassen und Patios statt.


Bei milden Temperaturen um 18°C (gefühlte 22°C) fuhren wir dann gemeinsam gegen 10 Uhr auf Stadtrundfahrt. Zunächst ging es zu den drei besten Aussichtspunkten auf dem Mont Royal, wo wir einen großartigen Blick über die Stadt und den Sankt Lorenz Strom hatten.


Neben der "üblichen Verdächtigen" an Touristenattraktion muss man in Montreal unbedingt zwei weitere Dinge tun:


1. Montreal ist Bagel-Hauptstadt. Es gibt etliche Artisan-Bäckereien in Downtown. Eine der traditionsreichsten ist seit 1957 das St. Viateur im ehemaligen Arbeiterviertel und heutzutage aufgewerteten und hippen Stadtteil Plateau. Hier werden die Bagels komplett vor den Augen der Kundschaft hergestellt. Die Leute kommen von weit her und stehen Schlange, um diese eigenartigen Brötchen mit dem Loch in der Mitte hier zu kaufen. Wir kauften ein Dutzend - noch Ofen warme - Exemplare und verschlangen sie auf der Stelle (Es gab auch eine Gluten arme Variante aus Vollkornmehl, die Sonja probieren konnte.). Eindeutig Spitzenklasse!


2. Der Besuch eines Cafes, und damit meinen wir nicht Starbucks oder Second Cup oder wie sie sonst noch heißen, sondern einen der zahllosen Mini-Kaffee-Röstereien. Im Myriad Cafe tankten wir auf und genossen den Rest der Bagels bei Latte und Cappuccino.


Danach wollten wir noch zum St. Louis Square, welcher sich durch bunte viktorianische Häuser auszeichnet. Dieses ehemalige irische Arbeiterviertel hat sich inzwischen ebenfalls zu einem der Hipster Stadtteile entwickelt. David und Susan konnten irgendwie gar nicht glauben, dass dieser Ort in jedem deutschen Reiseführer zu finden ist.

Place Jacques Cartier

Wir suchten uns anschließend einen Parkplatz am alten Hafen, der inzwischen zu einem Vergnügungsviertel mit Zip-Line, Imax Kino und Tretboten umgewandelt wurde (was uns doch eher weniger interessierte) und machten einen Spaziergang durch die berühmte Altstadt Montreals.

Kuppel des Bonsecour Marktes

Zunächst schlenderten wir durch den Marché Bonsecour, einer ehemalige Markthalle, die heute unter Denkmalschutz steht und sich leider heute eher durch Touristennepp auszeichnet.


Weiter ging es durch die engen Kopfstein gepflasterten Gassen. Die Architektur der Stadt erinnert stark an die Bretagne, die Sprache um uns herum ist Französisch. Sind wir wirklich noch in Kanada?
In einer Nebenstraße werden Filmaufnahmen gemacht, eine Straße weiter findet ein Interview statt. Das geht hier ja fast zu wie in Vancouver. Und tatsächlich, Montreal ist auch eine Metropole der Filmindustrie.


Wir bummelten durch Boutiquen und an Kunsthandwerkern vorbei am Place Jaques Cartier mit seiner Nelson-Statue. Die Menschen genießen das gute Wetter auf den Restaurant-Terrassen und lassen es sich gut gehen. Das ist ja wie Urlaub hier!

Biosphere

Inzwischen wurde es später Nachmittag und wir hatten so langsam richtigen Hunger. Wir spazierten am Wasser zurück zum Wagen. David hatte inzwischen eine Reservierung für 18 Uhr im Wellington vorgenommen, also hatten wir noch ein bisschen Zeit und fuhren auf die Ile Sainte-Hélène, auf der noch die Überbleibsel der Weltausstellung von 1967 stehen: Der Wohnkomplex Habitat67 mit seiner damals revolutionären Architektur aus 354 stufenförmig aufgestellten Quadern.


Vorbei an der Biosphere (s.o.). Die geodätische Kuppel beherbergt heute ein Wasser- und Umweltmuseum, damals war es der Pavillon der USA. Dann ging es im Schleichtempo um den Ring für die Formel 1 Weltmeisterschaften. Und wir fragten uns, wie hier Rennen stattfinden können, bei all den Fahrradfahrern und den Tempo 30 Schildern   ;-)


Unseren Abend verbrachten wir in einem Restaurant, in welchem man seinen Alkohol selbst mitbringt, dem Wellington, bei einem exzellenten Fünf-Gänge-Menü. Auf diese Weise hatten wir endlich die Gelegenheit, uns bei unseren wunderbaren Gastgebern zu bedanken.


Was für ein Tag. Zwölf Stunden unterwegs und voller Eindrücke machten wir dann um 23 Uhr Ortszeit das Licht aus...