March 27, 2020

Mr Blue Sky - Strahlend blauer Himmel

Patio view - Ausblick vom Balkon

I am sitting on the patio, it is sunny but a bit nippy with a strong easterly wind blowing, hence no more than 10°C (50F). I am cuddled in a blanket, actually in a sleeping quilt, the one I had wanted to bring along on the Caminho Portugues, and for now I put it to good use at home.

The sky is incredibly blue. Did you notice that heaven is void of air traffic and condensation trails (a.k.a. "chemtrails" in certain conspirancy circles)? No traffic noise echoing through the streets. No sounds from kids playing on the playground. The world is on mute. With every breeze rustling in the trees you can hear the Earth taking a deep breath.

Ich sitze auf dem Balkon, die Sonne scheint, aber es ist durch den Ostwind mit 10°C doch recht kühl. Ich bin in eine Decke gekuschelt, eigentlich handelt es sich um den Schlafsack, den ich mit auf den Caminho Portugues nehmen wollte. Nun benutze ich ihn eben erst einmal hier.

Der Himmel ist von tiefem Blau. Ist Euch auch aufgefallen, dass keine Kondenzstreifen zu sehen sind (in Verschwörerkreisen auch als "Chemtrails" bekannt). Auch auf den Straßen bleibt es ruhig, kein Kindergeschrei tönt vom Spielplatz herüber. Die Welt hält den Atem an. Mit jeder Brise, die in den Bäumen rauscht, kann man die Erde tief durchatmen hören.

Corona status report - week two:

Health:
We have been notified that friends of ours we met two weeks ago were together with Corona infected folks. We may be part of the chain now, and are waiting for symptoms to show up any day.
Mood: Frustrated (as in cursing my useless profession, instead of home office I'd rather do something more productive)
Physical Fitness: Some walks around the block and to the grocery store
Mental Fitness: Reading an English mystery novel
Toilet Paper index: 38 rolls - yay!

Corona Status Bericht - Woche zwei:

Gesundheit: Freunde berichteten, dass sie vor letzten Treffen mit uns Kontakt mit Corona-Positiven hatten. Wir sind jetzt wahrscheinlich ein Teil der Infektionskette, warten wir mal ab, ob und wann sich bei uns die ersten Symptome zeigen werden.
Stimmung: Frustriert (insofern ich mir wünschte, ich hätte etwas gelernt, dass sich in solchen Zeiten als nützlich erweisen würde, statt die Zeit im Home Office abzusitzen)
Körperliche Fitness: Kurze Spaziergänge, meist zum Supermarkt
Mentale Fitness: Ein englischsprachiges Buch lesen
Toilettenpapier Index: 38 Rollen - juhuuh!


TP is back in stock - Das DM Lager ist aufgefüllt

March 21, 2020

Homeoffice

So far it had been a voluntary lock-down as companies began to split up staff asking them to work from home in order to reduce infection risk and keep the organisation running. It has been a bit of a dull first week in an improvised home office set-up on the dinner table.

Bisher handelte es sich ja nur eine freiwillige Quarantäne. Es fing damit an, dass die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter aufforderten, wenn möglich, von zuhause zu arbeiten, um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren und die Organisation aufrecht zu erhalten. Soweit war es eine etwas langweilige erste Woche im improvisierten Home Office am Esstisch.


Corona status report - week one:

Health: Feeling well, no virus present (as far as we know)
Mood: Apart from mild boredom due to missing verbal exchange with colleagues fairly content with the situation
Physical Fitness: 30 minutes daily changing Tabata HIIT exercises
Mental Fitness: Learning Spanish with Pablo
Toilet Paper index: 18 rolls counted, no restocking possible due to shortage

Corona Status Bericht - Woche Eins:

Gesundheit: Gut, keine Ansteckung (soweit wir wissen)
Stimmung: Abgesehen von leichter Langeweile bedingt durch den fehlenden verbalen Austausch mit den Kollegen, mit der Situation zufrieden 
Körperliche Fitness: täglich 30 Minuten mit wechselnden Tabata HIIT Übungen
Mentale Fitness: Spanisch lernen mit Pablo 
Toilettenpapier Index: 18 Rollen Bestand, Nachkauf nicht möglich, die Regale sind leer.


As per today our country (Baden Württemberg) has announced full lock-down in order to control and minimize the virus spread.

Ab heute gelten verschärfte Regelungen in unserem Bundesland Baden-Württemberg, um die weitere Verbreitung des Virus zu reduzieren und unter Kontrolle zu bringen.

March 16, 2020

Germany: Closed until further notice. Deutschland: Bis auf weiteres geschlossen.

In times of the Corona virus public life in Germany has been suspended until further notice in order to keep cases manageable for our health care system.  LINK 

In Zeiten des Corona Virus wurde nun das ganze öffentliche Leben in Deutschland bis auf Weiteres auf Sparflamme gesetzt, damit die steigenden Fallzahlen für unser Gesundheitssystem zu managen bleiben.  LINK

But no worries: convenience goods are constantly being restocked:

Aber keine Sorge: Es gibt derzeit wirklich keine Lebensmittelengpässe:


Meanwhile different countries have taken a different approach to panic-buying:
Italians have stocked up on espresso and grappa, the French on cheese and wine, the Dutch on weed and smokes, the Brits on mint sauce and tea. The Russians got their Vodka, the Scots their whiskey and the Americans hauled in ammunition. And what did we Germans roll in? Flour and toilet paper. So embarrassing.

Zwischenzeitlich haben verschiedene Länder verschiedene Hamsterkäufe getätigt: Die Italiener haben Espresso und Grappa eingekauft, die Franzosen Käse und Wein, die Niederländer Gras und was sich sonst so rauchen lässt und die Briten Minzsoße und Tee. Die Russen bunkern Wodka, die Schotten Whiskey und die Amerikaner Munition. Und was haben wir gehamstert? Mehl und Toilettenpaier. Irgendwie peinlich.



On a positive note: Spring has sprung. Though cafes remain fairly empty inside, people enjoy the outdoors as long as the venue doesn't get shut down as well.

Aber es gibt auch etwas Schönes zu berichten: Der Frühling naht. Auch wenn die Cafés drinnen leer bleiben, freuen sich die Leute, draußen in der Sonne zu sitzen, wenigstens solange das Lokal noch geöffnet ist.

March 14, 2020

Keep calm and wash your hands - Ruhigbleiben und Händewaschen

*** Update ***

A bit over a month to go until I leave for Porto in Portugal, the starting point I have chosen for my pilgrimage on the Caminho Portuguese.

Meanwhile the virus panic (not the virus itself) has arrived also in our little village in the Black Forest. Events are being postponed or cancelled, employees returning from Northern Italy are being grounded, and worried citizens begin panic buying, leaving supermarket shelves empty in order to stock up on certain bread-and-butter supplies.


Sorry, sold out. - Ausverkauft.

With case numbers in Germany on the rise a certain concern might be in order. I certainly won't travel if I got the virus, so I won't be actively participating in spreading it further. But how big a risk is catching the virus? I honestly don't know. We avoid big crowds by nature, but others don't. We can opt for home-office, when sick, others can't or won't. We weren't even close to any of the viral hot spots, but colleagues, neighbours or friends might have been, or maybe the supermarket cashier. Ryanair might cancel the flight due to lack of passengers. And the Portuguese border officials might refuse letting me enter the country. 

OK, taking a step back and a deep breath here. Did I ever not ride / drive to work because of the risks of a looming traffic accident? So let's not panic. By the way the plane could crash, or I could have a car accident on my way to the airport. Or the sky will fall...

However, we will not start squirreling aside pasta, toilet paper or canned food, and I prefer to look forward to my pilgrimage. Que será, será. 

Actually, there are so many bad things happening on this planet right now: wars, world hunger, climate change, the right wing movement and now a pandemic. And I worry if my vacations trip will pan out as planned? Shame on me.


Es ist noch etwa einen Monat hin bis zu meiner Abreise nach Porto in Portugal, meinem gewählten Startpunkt für den Caminho Portugues. Inzwischen hat die Panik vor dem Virus (nicht das Virus selbst) auch unser kleines Schwarzwald-Dorf erreicht. Veranstaltungen werden verschoben oder abgesagt, Arbeitgeber erteilen Hausarrest für Italien-Urlauber und überbesorgte Bürger hinterlassen leere Regale bestimmter Verbrauchsgüter des täglichen Lebensbedarfs in den Supermärkten.

Angesichts der steigenden Zahlen der Corona-Infektionen in Deutschland mache ich mir inzwischen aber schon ein paar Gedanken: Jedenfalls werde ich bestimmt nicht reisen, wenn mich der Virus erst einmal erwischt hat, damit ich es wenigstens nicht weiter verbreiten kann. Aber wie groß ist das Ansteckungsrisiko? Ich weiß es wirklich nicht. Wir haben schon immer Massenansammlungen vermieden, andere tun das nicht. Wir können von zuhause arbeiten, andere können oder wollen das nicht. Auch waren wir nicht einmal in der Nähe der Risikogebiete, aber Kollegen, Nachbarn oder Freunde könnten dort gewesen sein, oder auch die Kassiererin an der Supermarktkasse. Vielleicht annuliert Ryanair den Flug, weil die Passagiere fehlen oder die portugiesischen Grenzbeamten verweigern mir die Einreise ins Land. 

Nochmal einen Schritt zurück und tief durchatmen. Auch bei der täglichen Fahrt im Auto setze ich mich täglich einem erhöhten Risiko aus, aber bleibe ich deswegen zuhause? Also nicht gleich in Panik geraten! Überdies könnte ja auch das Flugzeug abstürzen oder man bereits auf dem Weg zum Flughafen in einen Verkehrsunfall verwickelt werden. Oder der Himmel fällt einem auf den Kopf… 

Jedenfalls fangen wir nicht damit an, Nudeln, Klopapier oder Doseneintopf zu hamstern, und ich ziehe es weiterhin vor, mich auf meinen bevorstehenden Pilgerweg zu freuen. Que será, será. 

Gerade jetzt passieren auf dieser Welt wieder sehr viel schlimmere Dinge. Kriege, Hunger, der Klimawandel, der Rechtsextremismus und nun die Pandemie. Und ich frage mich, ob meine Urlaubsreise wie geplant stattfinden kann. Dafür schäme ich mich gerade zutiefst.



Update: Pertinent sources and social media report shutdown and closure of hostels and hotels, pilgrim's offices and restaurants. Even the cathedral in Santiago de Compostela has been closed to the public. Pilgrims are currently returning in flocks to their home countries. The Camino doesn't go away, I am going to wait this out and cancel my bookings. In times like these one has to act responsible for themselves and others. Keep well, my friends.

Aktualisierung: Einschlägige Quellen und auf den Kanälen der sozialen Medien wird von Hotel- und Herbergsschließungen berichtet. Die Pilgerbüros und Restaurants sind oder werden ebenfalls geschlossen. Sogar die Kathedrale in Santiago de Compostela ist inzwischen für die Öffentlichkeit gesperrt, und Pilger machen sich in Scharen auf die Heimreise. Der Camino läuft ja nicht weg. Ich sitze das aus und storniere meine Buchungen. In solchen Zeiten muss man für sich und andere verantwortlich handeln. Bleibt gesund, Ihr Lieben.

March 01, 2020

Schrovetide fugitives - Karnevalsflüchtlinge - 4


This is the last installment of our carnival escape. Monday we got a mixed bag of weather with limited views, and had to rely on hearsay that the region and the surrounding mountains are truly spectacular. However, rain or not, when I spotted the wild river Saalach from the road, I had to go for a walk. It was drizzling, parts of the trail had been washed away or blocked off by fallen trees, but we had enough options to muddle through.

Nun der letzte Eintrag zu unserer Karnevalsflucht: Am Montag hatten wir sehr wechselhaftes Wetter, und die Aussichten waren recht beschränkt. Wir mussten uns also rein auf die Aussagen der Eingeborenen verlassen, dass die Gegend und die umgebenden Berge traumhaft sein sollen. Als ich von der Straße die wilde Saalach entdeckte, war kein Halten mehr, ich musste 'raus. Es nieselte, Teile des Pfads waren ausgewaschen oder durch umgestürzte Bäume versperrt, aber wir fanden einen Weg, um drum herum und durch zukommen.


Later, back in Bavaria we drove around Lake Chiemsee. Rough and windy condition awaited but the birds had fun while we had a coffee break in our van. Despite completely surrounding the lake always on the lookout for an open campground, we had no such luck finding one, though our camping-app begged to differ. However, the weather meanwhile improved significantly and the clouds gave way to marvelous views.

Zurück in Bayern am Chiemsee wurden wir zunächst mit rauhen und windigen Wetterbedingungen begrüsst. Wenigstens hatten die Vögel ihren Spaß, während wir eine kleine Kaffeepause machten. Danach umrundeten wir den See auf der Suche nach einem offenen Campingplatz, leider vergeblich, obwohl unsere Camping-App das Gegenteil behauptete. Wenigstens wurde das Wetter immer besser, so dass wir schließlich einen wunderbaren Blick über das Wasser hatten.

A hint of a rainbow - ein Hauch von Regenbogen

We continued our quest for a campground towards lake Tegernsee but to no avail. After a short lakeshore walk which helped us stretching our legs after a long day in the van, we switched to plan B: traditional accommodation.

Wir fuhren schließlich weiter bis zum Tegernsee, aber auch dort wurden wir nicht fündig. Nach einem kurzen Spaziergang am See, bei dem wir nach dem langen Fahrtag mal unsere Beine strecken konnten, wechselten wir zu Plan B, einer traditionellen Unterkunft.


We opted for a small lakeside hotel in the village of Bad Wiessee, and bonus: It was buffet night! Life can be so good! We had a feast with a glass of wine (or two), could sleep in, got an excellent breakfast, and later in the morning had a relaxed and unhurried drive home.

Schließlich buchten wir uns schließlich ein Zimmer in einem kleinen See-Hotel in Bad Wiessee und hatten dabei noch besonderes Glück: Es war Buffet-Nacht. Das Leben kann so schön sein. Wir schmausten bei (ein paar) Glas Wein, hatten eine geruhsame Nacht, bekamen ein tolles Frühstück und traten dann am späten Morgen eine entspannte Rückfahrt nach Hause an.

1,000 km road trip