Nachdem wir uns bei einem Spaziergang am Wasser kräftig haben durchpusten lassen, besuchen wir also die Gulf of Georgia Cannery.
Statt Eintrittskarte erhält man eine Stempelkarte, und so muss man für den Besuch der Anlage einstempeln, wie die Arbeiter damals.
Im Gebäude ist es kalt, wir finden es sogar kälter als draußen and der frischen Luft, und es riecht irgendwie... nach altem nassen Holz.
Die als "Monster"-Cannery bezeichnete Fabrik war mal die größte in British Columbia und hat zu ihrer besten Zeit über 2,5 Millionen Lachs-Konserven im Jahr abgepackt.
Die Produktionsstraße war fast schon voll automatisiert, jedoch wurde der Fisch von Hand ausgenommen und vorfiletiert, und auch das Abpacken der Konserven in Kartons wurde von Packern erledigt. Es war eine harte, schlecht bezahlte Arbeit, und wer machte die? Billige Immigranten oder Frauen natürlich.
In den Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Fabrik geschlossen, jedoch für den zweiten Weltkrieg wieder geöffnet, um Soldaten mit proteinreichen Fischkonserven zu versorgen.
Die Cannery produzierte dann bis in die Siebziger Jahre weiter, wurde dann aber wegen veralteter Technologie und Unrentabilität still gelegt. Parks Canada kaufte dann Grundstück und Anlage und baute die Fabrik zu einem Museum um.
Es ist immer wieder interessant, einen Blick hinter die Kulissen verschiedener Industriezweige zu werfen und etwas über deren Auf- und Abstieg zu lernen. Wenn man an die früheren, oft rassistischen und diskriminierenden Arbeitsbedingungen denkt, müssen wir heute verdammt dankbar für unsere Schreibtischtäterjobs sein...
Käpt'n Mager bei der "Arbeit".





