January 21, 2017

Egon was here!


'Egon' was a low pressure system recently visiting the Black Forest, and leaving tons of snow in its wake. The blizzard had wreaked quite some havoc in the area. Black ice and damaged forests... not something you'd see very often in our neck of the woods. But coming to think of it, this winter storm was moderate compared to the weather we had experienced in Calgary or Winnipeg.

'Egon' war hier! Egon war ein Tiefdruckgebiet, welches kürzlich den Schwarzwald heimgesucht hatte und dabei heftige Schneemassen hinterlassen hat. Der Schneesturm hat mit Blitzeis und Schneebruch für einige Schäden in der Gegend gesorgt. So etwas gibt es hier nur alle paar Jahre mal. Dennoch, im Vergleich zu den Wintern in Calgary oder Winnipeg war das hier eher harmlos.

Gesperrt! - Closed!

During a calm phase we went for a drive to Triberg with hiking up the Triberg waterfalls in mind. Usually very touristy and visited by approximately half a million tourists per year, it was void of people that day, partly due to the weather, and partly due to the fact that most of the trails were officially closed to the public. It didn't hinder us though, we simply decided to take risk and responsibility in our own hands, climbed through the fence, and were rewarded with a spectacular scenery. We were all by ourselves, left fresh marks in the powdery snow and enjoyed the calm winter wonderland.

Als sich das Wettergeschehen etwas beruhigt hatte, machten wir uns auf nach Triberg, um dort mal wieder die gleichnamigen Wasserfälle zu besuchen. Normalerweise geht es hier zu wie auf dem Jahrmarkt. Etwa eine halbe Million Touristen besuchen die Fälle im Jahr, aber es war diesmal absolut ruhig, teilweise natürlich wegen des Wetters, aber auch der Tatsache geschuldet, dass nur der Weg zur unteren Fallstufe frei zugänglich war. Der Rest des Aufstiegs war für das Publikum gesperrt, was uns nicht davon abgehalten hat, uns am Zaun vorbei zu zwängen. So konnten wir frische Spuren im Pulverschnee hinterlassen und diese stille Winterwelt ganz für uns allein mit allen Sinnen genießen.

Have a seat. Not!
Triberg
Coffee break

Afterwards my fitness app reported 28 floors and 6 km walking in the snow. We found this reason and motivation enough to stop for a coffee and cake (Roland had the Black Forest cake, and there was a mug of mulled wine with my name on it).

Nachdem wir wieder am Ausgangspunkt angekommen waren, berichtete meine Fitness App, dass wir 28 Stockwerke hoch und 6 km weit durch den Schnee gestapft waren. Das war Grund und Ansporn genug, um einzukehren und uns bei Kaffee und Schwarzwälder Kirsch (in meinem Fall gab's Glühwein) wieder aufzuwärmen.


Almost home!

January 14, 2017

Changing the point of view


This time we conquered another hill (Hangererstein), in order to get a different perspective on our little village. Legend has it that many centuries ago a woman was banned to live under this very rock as punishment, because she didn't want to have children, and had subsequently killed off all her offspring. Also, if you get lost in these woods, it is not due to your bad sense of orientation, no! It will have likely been her cursed soul leading you into the wrong direction. Of course we never lost our way... we merely decided to take a detour home. Fairy tales. Bah! Humbug!

Diesmal bestiegen wir einen anderen Hügel (Hangererstein), um unser Städle mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Es geht die Sage um, dass hier vor einigen Jahrhunderten eine Frau unter den Fels verbannt wurde, weil sie keine Kinder wollte und diese nach und nach umgebracht haben soll. Auch wird gesagt, dass, wenn man in diesen Wäldern verloren geht, nicht etwa der eigene Orientierungssinn Schuld ist, nein, es ist wahrscheinlich eben diese Frau, die einen in die falsche Richtung führt. Wir haben uns übrigens nicht verlaufen, sondern nur einen kleinen Umweg nach Hause genommen. Ammenmärchen! So ein Humbug!

January 07, 2017

White Forest


The Black Forest has turned white in the past couple of days. Southern Germany has been struck by a cold spell quite unusual for this area. It almost felt like Alberta winter. The hill was still cast in shadows when I started my ascent in the early morning. It had just "warmed up" to -13°C (8.6°F), and the trail was covered with a thick layer of powdery snow. I treaded carefully with regards to the frozen ground, hence the climb took longer than usual, but dressed in three layers I felt well protected against the cold, and finished my usual 10k (6 mi) loop. I could have walked a longer distance, but I didn't pack snacks or a warm beverage, which I might do next time just in case...

Der Schwarzwald hat sich in den letzten Tagen in einen weißen Wald verwandelt. Süddeutschland wurde von einem für diese Gegend eher ungewöhnlichen Kälteeinbruch erfasst. Es fühlte sich fast sogar wie ein albertanischer Winter an. Mein Hausberg lag noch im Schatten, als ich mit meiner Wanderung begann. Die Temperaturen hatten gerade mal auf -13°C "aufgewärmt", und der Weg war von einer dicken Schicht Pulverschnee bedeckt. Da ich wegen des frostigen Untergrundes vorsichtig auftrat, dauerte mein Aufstieg diesmal länger als sonst, aber mit drei Schichten Funktionskleidung war ich gegen die eisige Kälte gut geschützt und konnte daher die übliche Runde von etwa zehn Kilometern laufen. Ich hätte auch noch länger unterwegs sein können, aber leider hatte ich keine Verpflegung und kein Heißgetränk dabei. Das nächste Mal nehme ich mir mal etwas mit, nur für den Fall, dass...

It got quite cold indeed.
White forest
Rising sun
Do not step on ice!
More snow in the making
A million dollar view

January 02, 2017

Watch out for Ice on Trail!

New Year's Day welcomed us with another crisp and clear day. After spending a lazy busy morning with calls and emails to family and friends for New Year greetings, we drove to the nearby ski area, which didn't appear too exciting due to lack of real snow. There were quite a few visitors anyway, local city dwellers as well as French folks from the nearby Alsace region.

Das neue Jahr hieß uns mit einem weiteren kalten, klaren Tag willkommen. Nachdem wir einen faulen fleißigen Morgen mit Neujahrsgrüßen in Form von Anrufen und Emails an Familie und Freunde verbracht hatten, fuhren wir zu unserem nahe gelegenen Ski-Hausberg, welcher wegen fehlenden (richtigen) Schnees nicht gerade aufregend aussah. Trotzdem waren einige Besucher hier, meist Städter aus der Gegend, aber auch viele Franzosen von drüben aus dem Elsass.

Ski Hill Seibelseckle

Skiing down this meagre hill was of little interest for us. We chose to hike the short but steep trail up to Hornisgrinde, peaking at 1,163m the highest mountain in the Northern Black Forest area. The ascent however, became more challenging than expected. We found large parts of the track to be frozen and covered with big chunks of ice due to the many little creeks crossing and meandering downhill.

Unser Interesse galt aber auch weniger dem Skifahren auf diesem eher unspannenden Hügel, sondern dem Aufstieg auf die Bergspitze des Hornisgrinde, der mit 1.163m der höchste Berg im Nordschwarzwald ist. Die Kletterei gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht, denn große Teile des Weges waren dick mit Eis bedeckt. Schuld daran sind die vielen kleinen Bäche, die den Trail kreuzen und herunter fließen.


Ski hill from distance

The area has one of the highest amounts of precipitation in Germany (almost 2,000mm - compared to Vancouver, BC 1,200mm, and they call that city rainy!), hence the mountain top is saturated with water. We were glad for the support of the walking sticks but next time we'll also bring along spikes for our boots.

Diese Gegend verzeichnet wohl den höchsten Niederschlag Deutschlands (fast 2.000mm, im Vergleich dazu hat Vancouver, BC - mit die Regen reichste Stadt Kanadas nur 1.200mm), daher ist der Berg mit Wasser durchtränkt. Wir waren froh, dass wir die Gehstöcke zur Hilfe beim Aufstieg dabei hatten, aber beim nächsten Mal bringen wir noch Spikes für die Stiefel mit.


Nevertheless we made it up to the top unscathed. Of course we also mounted the over one century old watch tower overlooking the highland bogs (also due to the high precipitation). The views were awesome. We could see all the way to the Vosges on the other side of the Rhine valley which was completely covered in thick fog.

Trotzdem gelangten wir schließlich ohne Blessuren auf die Spitze. Natürlich mussten wir dann auch noch auf den über ein Jahrhundert alten Aussichtsturm hinauf. Die Aussicht war großartig. Wir ließen unsere Blicke zunächst über das Hochmoor schweifen, welches wegen der Niederschläge ebenda ist. Auch hatten wir einen Weitblick bis zu den Vogesen auf der anderen Seite des Rheintales, welches komplett im dichten Nebel versunken war.

Watch tower Hornisgrinde
Highland bogs
Black Forest to the south
Vosges to the west

For the descent we chose a different route which was thankfully almost free of ice but likewise steep. Following down the pattern of rocks and roots which seemed arranged like a staircase we arrived at our starting point in no time (1.5h - 6.1km - 48 floors).

Für den Abstieg wählten wir dann eine andere steile, aber dankenswerterweise fast eisfreie Route. Wir folgten dabei einem Muster aus Felsen und Wurzeln, welche wie eine Treppe arrangiert schienen und gelangten so in kurzer Zeit wieder an unseren Ausgangspunkt (1,5 Std. - 6,1 km - 48 Stockwerke).


Now it's back to work, which I find oddly appealing, because it shall mean that the doctors declared me healed (high time for my body to recognise this fact already!).

Nun heißt es erstmal wieder an die Arbeit, was mir zunächst mal, so seltsam das erscheinen mag, ganz gut gefällt, denn es soll heißen, dass die Ärzte mir grünes Licht gegeben haben (Nun wird es nur noch Zeit, dass mein Körper auch kapiert, dass ich wieder ok bin).