Die Naturwunder rund um den Myvatn (Mückensee - ohne Mücken) kann man nur mit großer Ehrfurcht betrachten. Per Definition wird dieses Gefühl des respektvollen Erstaunens gepaart mit tiefer Bewunderung von etwas ausgelöst, das einfach nur großartig und gewaltig daher kommt. Wir sahen Wasserfälle (richtig große!) und Vulkanwüsten, Fumarolen und heiße Quellen. Das war zu viel für einen Tag, daher besuchten wir diese Region mehrfach.
Als erstes ging es zum Godafoss, dem Fall der Götter, welcher direkt an der Ringstraße liegt. Natürlich gab es hier besonders viele Touristen, aber der 12m hohe und 30m breite Wasserfall bot genügend Möglichkeiten, damit jeder seinen besten Ausblick bekam. Der Fluß wird vom Gletscher des Vatnajökull gespeist und heißt Skálfandafljót, leider habe ich nicht heraus gefunden, wie das ausgesprochen wird.
We continued our journey by driving the southern route around the Myvatn. Instead of stopping at the usual tourist view points we opted for a deserted trail head, and went hiking though this little oasis in the wasteland. The lake is shallow and provides for a large variety of waterfowl.
Es ging dann südlich um den Myvatn herum. Statt an den typischen Aussichtspunkten zu halten, entschieden wir uns an einem Wanderweg zu parken und einen kleinen Spaziergang durch diese Oase mitten in der vulkanischen Landschaft zu machen. Der See ist flach und bietet einer großen Anzahl von Wasservögeln einen reichhaltigen Lebensraum.
Just a few miles down the road we spotted signs of volcanic activity. We had reached Hverir, an area with geothermal activity close to the Krafla caldera. There were boiling mud pools, steaming fumaroles and hot springs, in the background the colourful mountain of Námafjall. Oh, and there was an offensive door of rotten egg in the air, caused by hydrogen sulphide gas.
Ein paar Kilometer weiter sahen wir vulkanische Aktivitäten. Wir waren in Hverir angekommen, einer Gegend mit geothermaler Aktivität in der Nähe der Krafla Caldera. Hier gab es kochende Schlammtöpfe, rauchende Fumarolen und heiße Quellen mit dem farbenfrohen Námafjall im Hintergrund. Überall roch es nach faulen Eiern, welcher typisch durch den austretenden Schwefelwasserstoff verursacht wird.
However, the most impressive sight was the field of the 100km wide Krafla caldera and the water filled Viti-crater, or so we thought. The volcanic activity at Krafla was fairly recent and lasted from the mid seventies to the mid eighties. There is still steam and heat emanating from the ground. It was kind of thrilling and fascinating to walk around on this burnt earth.
Die 100km breite Krafla Caldera und der mit Wasser gefüllte Viti Krater waren wohl die beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten unserer Runde... dachten wir. Die vulkanischen Aktivitäten der Krafla passierten vor gar nicht langer Zeit und dauerten von Mitte der Siebziger bis Mitte der achtziger Jahre. An manchen Stellen dampfte es immer noch und der Boden war warm. Jedenfalls war es faszinierend und spannend auf dieser verbrannten Erde herum zu laufen.
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| Viti Maar |
For miles we drove through dry and lifeless lava fields. We crossed a high plain desert through a sandstorm. There was nothing, and then there was: Dettifoss, the most powerful waterfall in Europe. Jökulsá á Fjöllum, another Vatnajökull glacier fed river. At the 100m wide and 45m deep gorge Jökulsárgljúfur the grey brown coloured water masses roar down with deafening sound and let the ground shake. There are not fences to hold one back, you can get dangerously close to the edge. The most impressive and most scary sight we have ever seen.
Eine ganze Weile ging es nun durch trockene und lebensfeindliche Lavafelder. Wir durchquerten eine wüstenartige Hochebene und gerieten in einen Sandsturm. Erst war da gar nichts, dann war da: Der Dettifoss. Der gewaltigste Wasserfall Europas. Jökulsá á Fjöllum, ein weiterer Fluss aus dem Vatnajökull stürzt auf 100m Breite und 45m Tiefe in die Schlucht Jökulsárgljúfur. Die braungrauen Wassermassen rauschen direkt vor einem mit Ohren betäubendem Geräusch in die Tiefe und lassen den Boden erzittern. Kein Zaun hält einen zurück, man kommt gefährlich nahe an den Klippensturz heran. Es war beeindruckend und beängstigend schön.
| The upper fall: Selfoss |
| Invasive purple nootka, not native to Iceland |




Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, dass ich aufgrund meiner eigenen Aktivitäten so lange nicht bei Dir vorbei geschaut hatte. Dabei Schreiber Du aus Island, dem Land meiner Träume. Nun habe ich alles studiert und bin sogar froh, den ganzen Abend geballt gestöbert zu haben. Denn so konnte ich mich ungestört einfühlen, eindenken und mitreisen.
ReplyDeleteDeine Aufnahmen von der Natur sind wunderschön. Als Betrachter bin ich mittendrin. Und ich denke, dass Ihr noch viel mehr mitten drin ward, als ihr zur Hochzeit eingeladen wurdet. Nichts sagt mehr über ein Volk, als seine Rituale zur Hochzeit und zum Tod.
Für mich liegt Island in weiter Ferne. Aber hier bei Dir präzisiert sich der Wunsch, es irgendwann einmal anzugehen....
Ganz liebe Grüße an Euch zwei!!
Danke für Dein tolles Feedback, Polly. Ich habe gut 40 Jahre darauf hingeträumt. Nun hat sich dieser Kindheitstraum für mich erfüllt. Irgendwann kommt auch für Dich die perfekte Zeit. ;-)
DeleteWow, simply wow. I think I too am in awe, and that is just seeing the pictures.
ReplyDeleteYou two look like you had a fabulous time. And the pictures are so captivating. Thank you for sharing.
Thank you, Brandy. It was the best of times, and we lucked out with the weather, too.
DeleteNice photos as usual! Were you wearing the kerchief due to the gases?
ReplyDeleteThe smelly fumes were just too much for my olfactory senses, Dom.
DeleteWow! I really need to go to Iceland!
ReplyDeleteRichard, I can strongly recommend it.
DeleteSonja, you should be employed by the Icelandic tourist board! The photos are breathtaking and what a fantastic description of everything. You are very much tempting us to make another pilgrimage north of the Equator!
ReplyDeleteThanks so much for the insights
Well, thank you Geoff. Iceland certainly doesn't need my advertising. The scenery speaks for itself. It is certainly different from your neck of the woods ;-)
DeleteAs usual a stunning pictorial account of your adventure. I had to chuckle at the mask.
ReplyDeleteOh well, you know it was really smelly there.
DeleteWoooowww. Was für eine beeindruckende Natur. Ich will auch irgendwann mal nach Island. Vielleicht bleibt es ja doch kein Traum ;)
ReplyDeleteDas ist es wohl. Ich halte Dir die Daumen, dass dieser Traum in Erfüllung geht.
DeleteAgreed once more, fantastic photos you two and an amazing place. As an English only speaker, those Iceland place names had me checking more than once if I was in the English or German paragraph.
ReplyDeleteFlowers are pretty even if they don't belong there. The photograph was tricking my eyes; I really had to focus to not see it as double exposure.
the Icelandic language had us struggling as well, Doug. Thankfully most natives speak English, and some of them even German. So you'd get along just fine.
Deleteöhmmm, jaa. Baff trifft es glaub am besten. Sehr gelungene Aufnahmen. Dafür hast du noch immer meinen Respekt. Deine Aufnahmen sind immer bestens.
ReplyDeleteFür einen Tag, an dem es so viel zu sehen gab, seid ihr doch gut rum gekommen.
Danke Tom, es waren gar nicht so viele Kilometer, aber der Tag war so voll, dass wir noch eine zweite Tour gemacht haben.
DeleteI can't stop admiring your photos. Thanks to you we now have to add Island for sure on our long list of places we need to travel. The water colors are stunning. Thanks for showing!!!
ReplyDeleteYvonne, Iceland would be right up your alley for that I am sure. And your son would probably love it, too. So much to see and learn.
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