Am Freitag erhielten wir eine Email vom „Schwarzwälder Gerd“, der mit seiner Familie auf einer Farm mit Backstube, der Crusty Bread Farm in Olds, lebt und am Samstag auf einem Weihnachtsbasar in Calgary deutsches Brot und Käsekuchen verkaufen würde. Wir konnten der Gelegenheit natürlich nicht widerstehen und haben stapelweise Brote eingesammelt! Da Gerd beim Durchstöbern unserer Homepage offensichtlich über Sonjas Vorliebe für Käsekuchen gelesen hatte, hatte er uns sogar noch einen solchen zurückgehalten (der war nämlich ruckzuck ausverkauft gewesen). Oh, war der lecker!!! Bei dieser Gelegenheit haben wir einen wunderbaren Zeitgenossen kennengelernt, der offensichtlich ohne Schlaf und Urlaub auskommt, denn er ist Farmer, Bäcker und Schlosser in einer Person. Seine Geschichten haben uns daran erinnert, dass es nicht für alle Kanada-Immigranten so glatt läuft, wie wir es erlebt haben. Dennoch, er glaubt an seinen Traum von Kanada und will nie wieder weg! Das Rosinenbrot wurde direkt am Sonntagmorgen 'vernichtet', nur mit etwas gesalzener Butter genossen. Eine willkommene Abwechslung im Frühstücksspeiseplan.
Abends sind Cliff und Roland in den neuen Bond gegangen, und Roland war angenehm überrascht. Die Produzenten sind der Richtung von „Batman begins“ gefolgt und haben aus einer völlig überzeichneten Comic-Figur einen ernst zu nehmenden Charakter gemacht. Es ist Bond’s erster Einsatz, und dementsprechend macht er trotz/wegen seines Egos einige Fehler und Fehleinschätzungen. Seinen Vodka-Martini entwickelt er erst während des Films, und auf das berühmte „Mein Name ist Bond, James Bond“ muss man bis zum Filmende warten. Es gibt es keinen Q, keine Moneypenny, keine Superspielzeuge, keine größenwahnsinnige Superschurken, keine lakonischen Sprüche in Richtung frisch gekillter Bösewichte, allerdings auch keine wirklich nennenswerte Handlung... Trotzdem der beste Bond seit „Licence to Kill“!
We only get one run at life so might as well have fun on the way. (Geoff James)
November 20, 2006
November 13, 2006
Ein Suppenkoch in Alberta
Heute hatten wir lieben Besuch von einer Leverkusener Familie, die sich im Oktober mit Workpermit nach Edmonton aufgemacht hatte. Sie haben ihr Restaurant in Deutschland, in dem es leckere Eintöpfe gab (unsere Favoriten waren damals Möhrencreme- und Linsensuppe), aufgegeben, da ihm hier ein Job als Chefkoch angeboten wurde. Mal eben 300 km nach Süden, nur um uns zu treffen, und am gleichen Tag wieder zurück. Entfernungen spielen eben hier keine große Rolle mehr... Man hatte sich viel zu erzählen, die Zeit verging wie im Fluge und der Gegenbesuch ist auch schon geplant. Die Söhne beschäftigten sich unterdessen mit Roland's Flugsimulator und haben ihm anschließend auch noch beigebracht, wie dieser professionell zu bedienen ist.
Vielen Dank für die mitgebrachte Linsensuppe! Das morgige Abendessen ist somit gesichert!
Vielen Dank für die mitgebrachte Linsensuppe! Das morgige Abendessen ist somit gesichert!
November 12, 2006
Brazilfest
Auch das ist Kanada: wenn Deutsche in Calgary in der skandinavischen Begegnungshalle mit Brasilianern feiern. Den Tipp verdanken wir Catrin und Fernando, die kürzlich aus Brasilien eingewandert sind. Auf diese Weise sind wir dann auch endlich mal wieder in den Genuss einer Feijoada gekommen. Nebenbei lässt sich der Samba-Rhythmus auch viel besser ertragen, als die bayrische Umpahpah-Musik vom Oktoberfest. Besonders fasziniert war Roland von Japanerinnen, die portugisisch sprachen und sich perfekt zur Samba-Musik bewegten. Bei der Gelegenheit haben wir dann gelernt, dass es in Brasilien eine riesige japanische Gemeinde gibt, die dort wohl nach dem zweiten Weltkrieg gebildet und sich problemlos mit der brasilianischen Bevölkerung vermischt hat.
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