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March 13, 2007

Medizinische Versorgung

Nicht erst seit gestern ist das Thema medizinische Versorgung in Calgary ein heisses Eisen und beunruhigt im besonderen uns deutsche Einwanderer, die wir eine gute und flächendeckende Versorgung von Deutschland gewöhnt waren: die Palette reicht von fehlenden (kompetenten!) Hausärzten bis hin zu fehlenden Krankenbetten und (jahre)langen OP-Wartezeiten.

Während Ex-Premier Klein das Problem erfolgreich ignoriert hatte (frei nach Ullalala Schmidt: “Bleiben Sie gesund! Anders wär nämlich schlecht...”), hat Alberta's neuer Premier Stelmach die Finanzierung eines neuen Krankenhauses durch Provinz-Mittel genehmigt. Endlich hat man das Gefühl, dass mal etwas Sinnvolles mit den Steuergeldern getan wird. Geplante Eröffnung soll bereits 2010 sein. Hoffentlich werden gleichermassen Anstrengungen unternommen, für medizinisches und Pflegepersonal zu sorgen... Man könnte beispielsweise die Zulassungen emigrierter Ärzte vereinfachen?!
Quelle:
http://www.canada.com/calgaryherald/story.html?id=b3fd75ad-19bb-402a-bd3e-aaeff00cdda3&k=0

March 12, 2007

Newsflash!

Oh Wunder, das Blatt unserer täglichen Belustigung hat - zum Thema hohe Benzinpreise - das Spritsparen entdeckt und bahnbrechende Feststellungen veröffentlicht.
Hier wird erklärt, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Benzinverbrauch und Fahrverhalten besteht... ach was? So beeindrucken Expertentipps mit Ideen wie vorausschauender, ausgeglichener Fahrweise oder sogar Routenplanung - um Umwege oder Staus zu vermeiden. Wer kanadisches Fahrverhalten im täglichen Strassenverkehr beobachtet, weiss, dass dieses eine Fiktion bleiben wird.


Und alles, was das Leben des Kanadiers an sich erst lebenswert macht, soll vermieden werden: die geliebte Standheizung, damit das Auto schön warm ist, wenn man eine halbe Stunde später losfahren will; Breitreifen oder hochgebockte Trucks/SUVs - weg damit; Für Truckfahrer wird sogar eine Abdeckhaube empfohlen, um die Aerodynamik zu erhöhen. Nun, der Kenner weiss, ein Truck und Aerodynamik an sich schliessen sich gegenseitig aus. Und dann geht es an das Herzstück: Kein unnötiges Equipment mitschleppen, wie z.B. das Skidoo, Quad oder Dirt-Bikes, welche so unerlässlich für das Outdoorleben des Kanadiers sind. Denn diese benötigt man doch für ein paar Stunden am Wochenende, um sich mit seinen Buddies auf ein paar Six-Packs in der Natur zu treffen. Wäre dann auch lästig, diese unter der Woche wieder in der Garage zu verstauen, zumal dann ja keiner sehen würde, dass man über diese coolen Fortbewegungsmittel verfügt (nicht dass diese kein Benzin verbrauchen würden...).

Zuguterletzt, wahrscheinlich um die empörten Truck-Fahrer wieder zu besänftigen, gibt es dann noch ein paar moderate Ideen wie: Reifendruck regelmässig prüfen, Fenster beim Fahren geschlossen halten, oder Beleuchtung und Scheibenheizung ausmachen, wenn man sie nicht braucht.
Ergänzend zu einer regelmässigen Fahrzeugwartung fällt uns dazu nur noch ein:  ein Königreich für TÜV und ASU!

March 05, 2007

Tulpen, Borkenkäfer und Winter in Kanada

Wir haben uns über die ernst gemeinten Vorschläge zu unserem letzten Posting sehr gefreut. Ja, in der Tat ging es uns sofort besser, als wir den alten Schlager "Winter in Kanada..." von Elisa Gabbai in unserer Mailbox fanden...

Hoffnung auf einen baldigen Frühling bescherten uns nicht nur die milden T-Shirt Temperaturen von 7 Grad Plus und Sonnenschein, sondern auch die Tatsache, dass es eine
Calgary-Tulpe gibt, die wohl hart genug ist, um auch bei widrigen Wetterbedingungen "auszuschlagen". Wir werden mal ausprobieren, ob unser Balkon der geeignete Ort für diese zähe Pflanze sein kann... Es soll sich hier um eine kleinwüchsige, weiße Tulpe mit gelber Mitte handeln.

Nochmals herzlichen Dank für die vielen lieben Mails!

Nicht so widerstandsfähig scheinen Albertas Wälder zu sein. Im Calgary Herald wurde über die
dramatische Ausbreitung des Pine Beetles berichtet, der inzwischen von der Nachbarprovinz BC ins nördliche Alberta eingefallen ist. Zählte man im Jahr 2005 noch 19,000 befallene Bäume, so waren es im Herbst 2006 schon 800,000, und jetzt glaubt man, dass die Zahl bereits auf 1,5 Millionen gestiegen ist! Mit grossem Aufwand versucht man der Ausbreitung Herr zu werden und schlägt kilometerlange Schneisen durch die Wälder, um ein Überspringen auf gesunde Wälder zu verhindern, wie uns ein Augenzeugenbericht bestätigt hat. Allerdings ruft es bei uns etwas Unverständnis hervor, dass Alberta nun auf 100 Millionen Dollar Hilfe aus Ottawa wartet, nachdem noch letzte Woche ein Haushaltsüberschuss 2006 von 7 Milliarden Dollar verkündet worden war.