Pages

September 02, 2015

Wandertag


31.8. Montag stand ganz unter dem Zeichen von körperlicher Ertüchtigung. Nach einem eher einfachen Frühstück (Corn Flakes, Obst, Joghurt, Kaffee) machten wir uns nach dem Kauf einer weiteren Tageskarte auf den Weg durch den Park-Korridor Richtung West-Ausgang.


Dort nahmen wir als erstes den Whiskey Rapids Trail (2km) und die Füße, welcher seinen Namen der Whiskey Schmugglerei verdankt.


Anschließend ging es auf den Hardwood Lookout trail (1km), um einen fantastischen Ausblick auf den Smoke Lake zu genießen.


Danach machten wir noch den Peck Lake Trail (2km) unsicher, der um den besagten Peck See führte. Die Wege waren zwar kurz, aber manche Steigungen hatten es in sich. Außerdem hatten wir mit Hitze, Mücken und hoher Luftfeuchtigkeit zu tun, also grenzte es doch irgendwie fast an Sport.


Am Nachmittag fuhren wir nach Whitney, um uns einen späten Lunch zu gönnen und wurden im Mad Musher fündig. Nicht nur, dass diese bessere Kneipe mehrere vegane und vegetarische Gerichte zu bieten hatte, Roland hatte Chili, für Sonja gab es neben dem vegetarischen Eintopf sogar Gluten freie Brötchen dazu... Wer hätte das gedacht!


Danach ging es für ein kleines Päuschen zur Cabin (wo Roland in einen Koma-ähnlichen Schlaf fiel).

Am Abend machten wir uns noch einmal auf zum Spruce Bog Trail in der Hoffnung heute vielleicht ein paar wilde Tiere vor die Kamera zu bekommen, aber die hatten wohl schon Feierabend. Jedenfalls haben wir außer Kleintieren und Vögeln nichts entdecken können.


Den Rest des milden Abends genossen wir noch ein weiteres Mal beim Knistern des Lagerfeuers. Was gibt es Schöneres, als einen Tag auf diese Weise ausklingen zu lassen.

September 01, 2015

Algonquin Provincial Park



30.8. Der nächste Abschnitt unserer Reise führte uns zum Algonquin Provincial Park. Hier war Sonja schon einmal, damals 1998 mit ihrer Freundin Birgitt. Wir hatten uns für zwei Tage eine Hütte gemietet, welche über Kühlschrank, Kaffeemaschine, Feuerstelle und Mikrowelle verfügte, so dass wir prima Frühstück und Abendessen improvisieren konnten.


Nach drei Stunden Fahrt wollten wir endlich mal unsere Beine strecken, also erstanden wir eine Tageskarte am Osteingang und wanderten den Lookout Trail entlang, welcher zwar mit 2km eher kurz aber ziemlich steil war. Hier stand Sonja doch schon einmal. Der Aufstieg hat sich gelohnt, denn der Ausblick war wieder umwerfend.


Zur Erholung ging es dann noch auf den Spruce Bog Trail, ein anderer kurzer Wanderweg ohne Steigungen durch eine Moorlandschaft. Wir hatten gehofft, dort auf Elche zu treffen, leider hatten wir aber kein Jagdglück. Dennoch war es ein schöner Anblick.


Den Abend verbrachten wir mit Snacks (wie immer die vegane und Gluten freie Variante für Sonja) und Orangensaft am selbst gezündelten Feuerchen. Jetzt fehlte uns nur noch eine Klampfe für die perfekte Lagerfeuerromantik.


Das Leben ist mal wieder verdammt gut zu uns!

Thousand Islands und Kingston


29.8. Nach einem weiteren hervorragenden Frühstück (diesmal machte David Egg Benedict für Roland), machten wir uns auf, unsere nächste Gastgeberin der Moto-Bloggosphere zu treffen. Karen wartete auf uns in einem Tim Horton's (wo auch sonst?) in Morrisburg und führte uns auf Nebenstraßen am St. Lorenz Strom Richtung Kingston. Diese Gegend wird wegen der vielen Inseln im Fluss zwischen Kanada und den USA Thousand Islands genannt. Am besten kann man diese verstreuten, oft bewohnten (1864) Inselchen vom 50 Jahre alten Aussichtsturm sehen, welcher seit kurzem deutsche Eigentümer hat. Die knapp 10$ lohnen sich auf jeden Fall!!!

Sonja&Karen



An der Iroqois Schleuse beobachteten wir, wie sich ein Ozeandampfer durch den Engpass schlängelte. Eine spannende Angelegenheit!


Nachdem wir bei Karen ein Auto abgestellt hatten, fuhren wir in die Innenstadt von Kingston, einer ehemaligen Militärstadt, auf halber Strecke zwischen Toronto und Montreal am Abfluss des Ontariosees gelegen, die früher einmal darauf gehofft hatte, die Hauptstadt von Kanada zu werden.

Ehemalige Befestigungsanlage gegen die USA
Blick von Fort Henry auf Kingston
Es dämmerte bereits, doch wir entschieden uns noch spontan, einen Abstecher zur Kingston Mills Schleuse, einer von 47 Schleusen des Rideau Kanals, zu machen, der von Kingston nach Ottawa führt.


Gegen 21 Uhr waren wir dann "zu Hause" angekommen und Karen warf den Grill an um für Sonja vegane und Roland und sich selbst echte Burger zu grillen. Dazu gab es Gurken, gemixten und Kartoffelsalat. Was für eine Schlemmerei!

Im Anschluss legten wir uns dann zufrieden und satt in Karens Falthotel. Und unter fast freiem Himmel schliefen wir den besten Schlaf unseres bisherigen Aufenthaltes.

Pssst!