Pages

January 15, 2006

Arbeit und (National-)Sport

Während in Deutschland die Kids Fußball spielen, ist hier jeden Tag Hockey angesagt. Wir haben ja eine Eislaufbahn direkt vor dem Haus und können täglich die Kinder beobachten, wie sie in unterschiedlicher Perfektion und Geschwindigkeit über das Eis schlittern. Morgens bis abends wird hier der Puck geschlagen, die Gemeinde-Hockeyanlage verfügt sogar über Flutlicht und einen kleinen Zamboni, das ist ein Ice Resurfacer. Gibt es da eigentlich ein deutsches Wort für? Dieses Gerät glättet jedenfalls das Eis wieder.
Die Arbeit wird immer mehr, von der 40-Stunden-Woche haben wir uns erst mal verabschiedet, mehr als 50 werden es nicht. Allerdings musste Roland nach der SAP-Implementierung auch schon zwei mal am Wochenende 'ran. Aber das ist ja nichts Neues bei einer Software-Umstellung. Sonja arbeitet jetzt schon ein halbes Jahr und wartet immer noch auf ein Bewertungsgespräch, welches eigentlich bereits nach drei Monaten stattfinden sollte. Wir vermuten, ihr Chef hat Angst, dass sie nach einer Gehaltserhöhung fragen könnte. Dabei ist das Quatsch, das einzige was sie fordern würde, wäre mehr Urlaub! Der Umzug ihrer Firma ist inzwischen auf Mitte Februar verschoben worden, die Büromöbel sind bestellt, und Sonja konnte sich ihre Büroeinrichtung selbst aussuchen...  Möglicherweise ein Zeichen, dass man sie noch eine Weile behalten will? Man wird sehen.
Nach der Truthahnmästung bei unseren kanadischen Freunden haben wir uns wieder mal mit guter deutscher Hausmannskost revanchiert: es gab Rotkohl und Bratwurst. Die Fan-Gemeinde für Sonjas regelmäßige Kochsessions wird langsam größer, mittlerweile sind die Kinder unserer Freunde auch regelmäßig mit dabei.
Zu unserer Überraschung wird es dieses Jahr einfach nicht kalt im Januar. Nachts geht es bis auf minus 5 Grad 'runter, tagsüber erreichen die Temperaturen des öfteren 10 Grad plus, wie üblich bei strahlendem Sonnenschein. Für die nächsten Tage ist wieder recht warmes Wetter angesagt. Aber der große Temperatursturz soll noch kommen! Übrigens haben sich unsere Körper mittlerweile so an das Klima hier gewöhnt, daß wir Null Grad tatsächlich als "warm" empfinden und in offenen Jacken herum laufen!
Wir haben inzwischen eine Nachricht von unserem britischen "Adoptivsohn" Cliff erhalten, dass die kanadische Botschaft in London ihm bis Ende März mitteilen wird, ob er nach Kanada immigrieren darf oder nicht. Er würde dann wohl Anfang Juli, rechtzeitig zur Stampede, in Calgary eintreffen. Wir bereiten uns schon einmal darauf vor und halten für ein paar Wochen ein Zimmer für ihn frei.

No comments:

Post a Comment