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August 10, 2007

Don't mess with Alberta!

Während der Osten Kanadas versucht, sich (endlich) mit Umweltschutz und Klimawandel auseinander zu setzen und der Reduzierung von Treibhausgasen Priorität einräumen will, bezeichnet unser aller neuer Provinz-King Ed (Stelmach) das Vorgehen als “übertrieben aggressiv” und weist darauf hin, doch erst einmal die wirtschaftlichen Auswirkungen zu überprüfen und nicht “über zu reagieren”. Albertas Widerstand scheint sich besonders an drei Dingen messen zu lassen:1.       Mit Umweltschutz lässt sich eben nicht so viel Geld machen wie mit fossilen Brennstoffen…  und das Ausmass einer aufgezwungenen Reduzierung von Emissionen würde eine “unfair grosse ökonomische Auswirkung” auf Alberta haben.
2.       Der Vorschlag kommt aus Ontario.
3.       Die Ossies haben sowieso nur den Emissionshandel im Sinn.
Neufundland und Saskatchewan, die sich dank entdeckter Ressourcen nun auch am Boom erfreuen dürfen, scheinen sich neuerdings auf die Seite Albertas zu schlagen, während Ontario, Quebec und Manitoba eindeutig den umweltfreundlicheren Weg einzuschlagen bereit sind. Natürlich alles der Umwelt zuliebe, und nicht, um Profit aus dem Emissionshandel zu schlagen und eben bei den wohlhabenden Öl- und Gasprovinzen, welche die vorgelegten Ziele nicht erreichen werden oder können, abzukassieren. Das ist ja so unfair, vor allem, da Alberta doch so viel für das Wachstum in den anderen Provinzen tut (z.B. Arbeitskräfte abwerben…?)
Für seine Einstellung ist Alberta inzwischen wohl die am meissten gehasste Provinz, nebenbei auch wegen der katastrophalen Auswirkungen der Ölsandförderung auf die Natur. Aber vielleicht ist sie auch nur am meisten beneidet, denn Alberta macht nun mal aussergewöhnich guten Gewinn. Money makes the world go round!
Wir glauben ja immer noch, dass auch Umwelttechnologien eine Chance in Alberta hätten, wo viel Wind und Sonne herrschen. Allerdings wäre das eher für den Eigenbedarf und nicht für den Export in das energiehungrige Nachbarland geeignet. Ade, Profit! Die Technologie und das Know How dafür gibt’s auch nur begrenzt, also müsste sie importiert werden. Armes reiches Alberta!
Quelle:
Calgary Herald

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