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January 09, 2009

Humbug!

Wieder einmal hat Sonja Diagnose und Therapie in die eigene Hand genommen. Nachdem die typischen postoperativen Beschwerden der OP im März 2008 abgeklungen waren, litt sie immer noch unter wiederkehrenden starken Schmerzattacken. Der Arzt, der die OP durchgeführt hatte, sagte, es könne bei dem Eingriff schon mal vorkommen, dass dabei Nerven verletzt werden.
In mehrfachen Sitzungen hat Sonja also Betäubungsspritzen in die betroffene Region bekommen, die für kurzfristige Erleichterung, nicht aber für eine Heilung sorgten. Danach wurde sie zum Allgemeinmediziner zwecks weiterer Behandlung verwiesen.
Arzt A ignorierte die Nervensache dann sofort und tippte auf Infektion. Er verschrieb Antibiotika und starke Schmerzmittel. Die Schmerzen blieben, dafür kamen dann Magenschmerzen dazu. Das führte unweigerlich zum Wechsel nach Ärztin B. Diese vermutete einen entzündeten Ischiasnerv, bot ein anderes Schmerzmittel und weitere Antibiotika an. Die Rückenschmerzen wurden daraufhin tatsächlich besser und die Präparate wurden gut vertragen, die Schmerzen in der Seite und im Bein blieben jedoch leider unverändert. Nebenbei wurde frau noch zum Chiropraktiker und zur Massage geschickt, da die Symptome auch von Muskelkrämpfen herrühren könnten (zahlt gottseidank die Krankenzusatzversicherung des derzeitigen Arbeitgebers), aber auch das versprach nur begrenzte Besserung.
Da Sonja nun nicht den Rest ihres Daseins mit der Einnahme von starken Schmerzmitteln verbringen wollte, wurde nun das allwissende Orakel Google zurate gezogen und heraus gefunden, dass Akupunktur sowohl bei postoperativen, als auch bei Ischiasbeschwerden fuer Heilung oder wenigestens Erleichterung sorgen kann. Also, chinesische Doktor-Frau aufgesucht! Sofort nach der ersten Sitzung waren keine Medikamente mehr noetig!

Diese Erfahrung ist sicher nicht typisch kanadisch. Wir haben solche Stories (Man erinnere sich an Roland’s postoperative Stimmbandlähmung, O-Ton des deutschen HNO Arztes: Sprachtherapie ist Humbug!) auch in Deutschland erlebt. Trotzdem wäre es doch manchmal hilfreich für den leidenden Patienten, wenn sich mehr Schulmediziner solchen Alternativen offener gegenüber zeigen wuerden, und nicht bei allgemeiner Ratlosigkeit immer sofort zu Breitbandantibiotika und Schmerzmittel greifen würden.

Der einzige Nachteil:

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