Die (angeblich tatsächlich existierende) Verkehrsplanungsabteilung Calgarys ist mal wieder auf eine geniale Idee gekommen, wie man möglichst viel Geld für völlig untaugliche Lösungen zum besseren Verkehrsfluss in der Stadt ausgeben kann (die letzte grossartige Aktion war, neben eine nicht ausgelastete Brücke des Glenmore Trails über den Bow River eine ZWEITE Brücke zu bauen, um die Auslastung weiter zu reduzieren, während zwei Kilometer weiter östlich der Verkehr an einem Bahnübergang völlig zum Erliegen kommt).Jeden Nachmittag auf dem Weg nach hause steht Roland in einem 10-15 minütigen Stau auf dem Glenmore Trail, weil es an der 37. Strasse immer noch eine Ampelkreuzung gibt, obwohl der Verkehr eine Autobahnabfahrt erfordert. Roland war immer der Meinung, man müsste a) eine solche Abfahrt bauen (teuer) oder b) die Ampel durch einen Kreisverkehr ersetzen (schwierig, da Calgarianer im Anblick eines Kreisverkehrs in Schockstarre fallen) oder c) ganz einfach zur Rush Hour die Ampel abstellen und gar keinen Querverkehr zulassen (zu pragmatisch). Als wir nun hörten, dass es zur Verbesserung des Verkehrsflusses nun tatsächlich einen Kreisverkehr geben soll, trauten wir unsere Ohren nicht! Leider zu Recht, wie sich herausstellte, denn die Ampel wird mitnichten ersetzt, sondern der Kreisverkehr wird wenige hundert Meter SÜDLICH der Kreuzung gebaut, mit der Absicht, dass Linksabbieger vom Westen nun rechts abbiegen, im Kreisverkehr eine 180 Grad-Wendung machen und dann geradeaus über die Kreuzung Richtung Norden fahren sollen (siehe Grafik oben).
Das Problem ist nur, dass dies keineswegs die Ampelphasen verändern wird, denn die von Osten kommenden Autos, die nach Süden wollen, müssen immer noch links abbiegen, und das sind viel mehr, da sich im Süden ein gut besuchtes Casino befindet! Ein Schildbürgerstreich oberster Güte, und die Volksseele in Calgary kocht in Anbetracht solcher unglaublicher planerischer Unfähigkeit. Ach, übrigens kostet dieser Geniestreich den Steuerzahler 250,000 Dollar...
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