Sonja bewirbt sich per Internet auf einen Einkäufer-Job (ihre 10. Bewerbung soweit). Bereits am selben Tag kommt schon ein Anruf mit einer Einladung zum Gespräch
We only get one run at life so might as well have fun on the way. (Geoff James)
July 06, 2005
July 02, 2005
Heute ist Canada Day!
Wie sonntags in Deutschland… endlich haben auch hier mal die Geschäfte geschlossen; nun ja die meisten, also wenigstens sind heute andere Öffnungszeiten, um ehrlich zu sein, wer heute unbedingt einkaufen will, findet offene Läden.
Natürlich wollten wir wissen, wie der Kanadier an sich seinen Nationalfeiertag begeht. Daher erwarten wir, den amerikanischen Unabhängigkeitstag vor unserem geistigen Auge, eine Riesenparade, rot-weiße Flaggen soweit das Auge reicht und politisch wirkungsvolle Auftritte. Weit gefehlt! Der Kanadier scheint im Gegensatz zum Amerikaner völlig ohne Stammtischparolen und nationalistisches Gedankengut auszukommen.
Im Shaw Millenium Park werden kostenlose Open Air Konzerte und First Nations Tanz geboten, dazu gibt's Bar-B-Q und Familienpicknick. Wir haben das multikulturelle Treiben bei einer Yodel-Sausage genossen und uns über die wunderbar friedliche Atmosphäre gefreut.
Regen-Abschlussbericht:
Juni 2005 war mit 237 mm der regenreichste Monat seit Anbeginn der Wettermessungen im 19. Jahrhundert. Der durchschnittliche Niederschlag liegt im Juni normalerweise bei 76 mm! Die Wassermassen haben alle flussnahen Parks verwüstet (darum fand das Fest zum Canada Day auch nicht wie üblich im Prince's Island Park statt), Campingplätze mussten massenweise geschlossen werden und vier Albertaner sind in den Fluten umgekommen.
Ausflug zum Takkakaw Fall und Wanderung am Moraine Lake:
Zum ersten Mal haben wir dieses Jahr unseren Fuß nach British Columbia gesetzt. Sonja, als großer Fan von Wasserfällen, wollte den über 250 m hohen Takkakaw Fall im Yoho NP endlich wieder sehen. Beim Übertritt der "Grenze" nach BC fühlt sich Roland einmal mehr "zuhause". Wir können es einfach nicht vermeiden, wieder einmal nach BC zu "schielen". Vancouver und der Pazifik rufen nach uns und wir wissen nicht, wie lange wir diesem Ruf widerstehen werden. Jedenfalls haben wir unsere Jobsuche vorsorglich mal auf die Westküste ausgeweitet.
Arbeitsmarkt:
Auch wenn hier gerade in der Ferienzeit die Jobs auf der Straße liegen, bzw. überall in den Schaufenstern die "Now hiring" "Help wanted" Schilder locken, ist die Suche nach einer qualifizierten Arbeitstelle nicht einfach. Oft genug scheitern wir bereits an den Eingangsbedingungen, bei denen kanadische Ausbildung und kanadische Berufserfahrung (am besten noch im Gas/Energie Sektor) verlangt werden. Bei den anonymisierten Bewerbungsmöglichkeiten im Internet gibt es selten Feedback, kontaktiert wird man nur, wenn man zum Kreis der Auserwählten gehört. Die Form der Absage gibt es nicht, das scheint gegen die Natur des freundlichen Kanadiers zu sein. Hier ist also viel mehr Eigenwerbung, Initiative und Blindbewerbung gefragt. Wir haben inzwischen also Visitenkarten und planen sogar, noch eine Bewerbungs-Website aufzubauen.
Natürlich wollten wir wissen, wie der Kanadier an sich seinen Nationalfeiertag begeht. Daher erwarten wir, den amerikanischen Unabhängigkeitstag vor unserem geistigen Auge, eine Riesenparade, rot-weiße Flaggen soweit das Auge reicht und politisch wirkungsvolle Auftritte. Weit gefehlt! Der Kanadier scheint im Gegensatz zum Amerikaner völlig ohne Stammtischparolen und nationalistisches Gedankengut auszukommen.
Im Shaw Millenium Park werden kostenlose Open Air Konzerte und First Nations Tanz geboten, dazu gibt's Bar-B-Q und Familienpicknick. Wir haben das multikulturelle Treiben bei einer Yodel-Sausage genossen und uns über die wunderbar friedliche Atmosphäre gefreut.
Regen-Abschlussbericht:
Juni 2005 war mit 237 mm der regenreichste Monat seit Anbeginn der Wettermessungen im 19. Jahrhundert. Der durchschnittliche Niederschlag liegt im Juni normalerweise bei 76 mm! Die Wassermassen haben alle flussnahen Parks verwüstet (darum fand das Fest zum Canada Day auch nicht wie üblich im Prince's Island Park statt), Campingplätze mussten massenweise geschlossen werden und vier Albertaner sind in den Fluten umgekommen.
Ausflug zum Takkakaw Fall und Wanderung am Moraine Lake:
Zum ersten Mal haben wir dieses Jahr unseren Fuß nach British Columbia gesetzt. Sonja, als großer Fan von Wasserfällen, wollte den über 250 m hohen Takkakaw Fall im Yoho NP endlich wieder sehen. Beim Übertritt der "Grenze" nach BC fühlt sich Roland einmal mehr "zuhause". Wir können es einfach nicht vermeiden, wieder einmal nach BC zu "schielen". Vancouver und der Pazifik rufen nach uns und wir wissen nicht, wie lange wir diesem Ruf widerstehen werden. Jedenfalls haben wir unsere Jobsuche vorsorglich mal auf die Westküste ausgeweitet.
Arbeitsmarkt:
Auch wenn hier gerade in der Ferienzeit die Jobs auf der Straße liegen, bzw. überall in den Schaufenstern die "Now hiring" "Help wanted" Schilder locken, ist die Suche nach einer qualifizierten Arbeitstelle nicht einfach. Oft genug scheitern wir bereits an den Eingangsbedingungen, bei denen kanadische Ausbildung und kanadische Berufserfahrung (am besten noch im Gas/Energie Sektor) verlangt werden. Bei den anonymisierten Bewerbungsmöglichkeiten im Internet gibt es selten Feedback, kontaktiert wird man nur, wenn man zum Kreis der Auserwählten gehört. Die Form der Absage gibt es nicht, das scheint gegen die Natur des freundlichen Kanadiers zu sein. Hier ist also viel mehr Eigenwerbung, Initiative und Blindbewerbung gefragt. Wir haben inzwischen also Visitenkarten und planen sogar, noch eine Bewerbungs-Website aufzubauen.
June 24, 2005
Edmonton, wolkenlos, 31°C, windig…
Und die Frisur… ist natürlich zum Teufel. Mit der Aussicht auf einige interessante Jobs haben wir uns kurzerhand entschlossen, einmal die Provinzhauptstadt zu besuchen, es sind ja nur 270 km bis dahin. Geschwindigkeit auf 110 km/h gestellt, Lenkrad geradeaus, und los geht's! In Edmonton gehen die Uhren noch langsamer, Calgary macht dagegen fast schon den Eindruck hektischer Betriebsamkeit. Bei dem herrlichen Wetter zieht es die Eingeborenen schon frühzeitig in die zahllosen Parks. (Feierabend scheint hier ab zwei loszugehen, oder was?) Es ist wunderschön grün hier, kaum zu glauben, dass dies in ein paar Monaten wieder unter einer Schneedecke verschwinden soll und zweistellige Minusgrade herrschen werden. Ein kurzer Rundgang durch Downtown, Hochhäuser halt, am Canada Place und Shaw Convention Center vorbei, den Blick über das Flusstal (North Saskatchewan River) genießen, dann erobern auch wir einen der zahlreichen Parks, die - wie so oft - mit entsprechenden Picknickplätzen aufwarten. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Parlamentsgebäude und das Muttart Conservatory (Botanischer Garten) und Fort Edmonton. Bilder hier
West Edmonton Mall, das Mekka Nordamerikas, nimmt für sich in Anspruch, die größte Einkaufsmeile der Welt zu sein. Wer's braucht, kann hier gleich ein Hotel buchen, das Wellenbad mit Wasserrutschen besuchen oder Eislaufen. Hier geht's fast zu wie im Vergnügungspark. Aber wer shoppen will, kann das genauso gut in einem der gewöhnlichen Malls tun. Das Angebot bleibt sich gleich. Empfehlenswert ist auf jeden Fall Fort Edmonton, in dem das Leben im 'Wilden Westen' vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert aus- und dargestellt wird.
Insgesamt gesehen ist Edmonton deutlich grüner als Calgary, und die Stadtplanung ist auch gelungener. Aber dafür gibt es halt keine Rocky Mountains in Blickweite...
Vielen Dank an Günther für die nützlichen Tipps!!
West Edmonton Mall, das Mekka Nordamerikas, nimmt für sich in Anspruch, die größte Einkaufsmeile der Welt zu sein. Wer's braucht, kann hier gleich ein Hotel buchen, das Wellenbad mit Wasserrutschen besuchen oder Eislaufen. Hier geht's fast zu wie im Vergnügungspark. Aber wer shoppen will, kann das genauso gut in einem der gewöhnlichen Malls tun. Das Angebot bleibt sich gleich. Empfehlenswert ist auf jeden Fall Fort Edmonton, in dem das Leben im 'Wilden Westen' vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert aus- und dargestellt wird.
Insgesamt gesehen ist Edmonton deutlich grüner als Calgary, und die Stadtplanung ist auch gelungener. Aber dafür gibt es halt keine Rocky Mountains in Blickweite...
Vielen Dank an Günther für die nützlichen Tipps!!
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