Gestern, als wir von der Arbeit nach hause kamen, haben wir uns auf die Terasse gestellt und sind überwältigt worden von der Qualität der Luft. Es hatte in der Nacht auf Freitag kräftig geregnet und gestürmt und den ganzen Tag hatten wir eine steife Brise aus Nord, so dass wir gestern abend eine Luft hatten, die so sauber und klar und würzig war, wie wir das noch nie irgendwo erlebt hatten. Vergleichbar allenfalls mit einer Bergluft im Winter! Am liebsten würden wir es in Flaschen abfüllen.
Der Sommer scheint sich hier übrigens schon langsam dem Ende zuzuneigen, denn wir haben das erste gefallene Laub, und einige Bäume haben auch schon herbstliche Farben angenommen. Die Nächte sind schon wieder kälter, aber tagsüber erreichen die Temperaturen noch gute 20-25C. Alles in allem ein sehr angenehmes Klima momentan!
We only get one run at life so might as well have fun on the way. (Geoff James)
August 13, 2005
August 12, 2005
Was Kanadier über Deutschland wissen
Mit einer spontanen Umfrage wollten wir von unseren kanadischen Freunden, Bekannten und Kollegen wissen, was ihnen zu Deutschland einfällt. Das ist dabei herausgekommen (ist natürlich nicht repräsentativ):
Kulinarisches: Nichts Neues hier: Die Mehrheit nennt Oktoberfest, Bier, Bratwurst und Sauerkraut plus German Gemütlichkeit (Gie-mju-tli-kait); hat wohl wieder was mit Oktoberfest und Bier zu tun.
Technisches: Doug, Olivier, Steve, Jacques: zweifellos German Engineering, natürlich sind Autos gemeint! Und damit einhergehend die German Autobahn, auf der man über 200 km/h schnell fahren darf.
Menschliches: Jane, die während ihres Europa-Urlaubs auch Deutschland besucht hatte (Heidelberg, München und Schloss Schwanstein wegen der Kultur!), berichtet von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Eingeborenen und war erstaunt über deren englische Sprachkenntnisse. Deutsch-Kanadier in zweiter oder dritter Generation wie Susan (Buchhalterin) und Dean (heißt Schlachter, ist aber Dekorateur und Möbelverkäufer) sind stolz auf ihren beruflichen Erfolg, den sie ihren deutschen Wurzeln zuschreiben, ihre Ordentlichkeit, Gründlichkeit, ihre Vorliebe für guten Wein und gutes Essen und streuen gern mal ein deutsches Wort in den Dialog ein.
Geografisches: Der Schwarzwald liegt in Bayern. Überhaupt scheint Deutschland nur aus Bayern und Heidelberg zu bestehen.
Politisches: Well…Hmm… (fragende Blicke und Schulterzucken), Chancellor 'Görhard' Schröder ist nur wenigen ein Begriff.
Das nächste Mal interviewen wir mal unsere deutschen Landsleute und berichten, was sie über Kanada wissen… ;-) Überlegt schon mal und schickt uns eine Nachricht unter 'Kontakt'!
Kulinarisches: Nichts Neues hier: Die Mehrheit nennt Oktoberfest, Bier, Bratwurst und Sauerkraut plus German Gemütlichkeit (Gie-mju-tli-kait); hat wohl wieder was mit Oktoberfest und Bier zu tun.
Technisches: Doug, Olivier, Steve, Jacques: zweifellos German Engineering, natürlich sind Autos gemeint! Und damit einhergehend die German Autobahn, auf der man über 200 km/h schnell fahren darf.
Menschliches: Jane, die während ihres Europa-Urlaubs auch Deutschland besucht hatte (Heidelberg, München und Schloss Schwanstein wegen der Kultur!), berichtet von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Eingeborenen und war erstaunt über deren englische Sprachkenntnisse. Deutsch-Kanadier in zweiter oder dritter Generation wie Susan (Buchhalterin) und Dean (heißt Schlachter, ist aber Dekorateur und Möbelverkäufer) sind stolz auf ihren beruflichen Erfolg, den sie ihren deutschen Wurzeln zuschreiben, ihre Ordentlichkeit, Gründlichkeit, ihre Vorliebe für guten Wein und gutes Essen und streuen gern mal ein deutsches Wort in den Dialog ein.
Geografisches: Der Schwarzwald liegt in Bayern. Überhaupt scheint Deutschland nur aus Bayern und Heidelberg zu bestehen.
Politisches: Well…Hmm… (fragende Blicke und Schulterzucken), Chancellor 'Görhard' Schröder ist nur wenigen ein Begriff.
Das nächste Mal interviewen wir mal unsere deutschen Landsleute und berichten, was sie über Kanada wissen… ;-) Überlegt schon mal und schickt uns eine Nachricht unter 'Kontakt'!
August 08, 2005
Arbeiten und Wochenende
Roland hat jetzt auch angefangen zu arbeiten, und zwar bei einem Hersteller von Profilen für Fensterrahmen und Gartenzäune. Das Unternehmen hat den Hauptsitz in Calgary und weitere Produktionsstätten in Indiana und dem Staat New York. Außerdem gehört es zu einer Firmengruppe mit Sitz in Houston, Texas. Es werden wohl von Zeit zu Zeit Reisen in die USA anstehen, das meiste wird jedoch über Telefonkonferenzen geklärt werden.
Die Firma suchte einen Material- und Produktionsplaner mit SAP-Kenntnissen, da eine umfassende SAP-Einführung ansteht, die Job-Bezeichnung ist 'Operations Analyst'. Roland konnte bei dem Potential einfach nicht widerstehen und musste deshalb Shell leider eine Absage erteilen, von denen auch ein Angebot vorlag. Zudem liegen unsere Arbeitsplätze etwa zehn Minuten voneinander entfernt. Wir können also sogar gemeinsam zur Arbeit fahren! Mal wieder ein logistisches Meisterstück!
Wenn man arbeitet, macht das Wochenende erst richtig Spaß.
Samstag sind wir daher mal wieder in unsere lokale Lieblingsgegend gefahren, das Kananaskis Country. Hier bei handelt es sich um die Foothills der Rockies, mit wunderschönen Tälern und sehr wenig Tourismus. Denn es ist Hochsaison, und überall sieht man Leih-Wohnmobile. Aber dort, wo es uns hinzieht, treffen wir nur auf einige Kanadier. Wir haben dort einen traumhaften Platz am Elbow River gefunden, mitten im Grünen, am Fluss, mit Picknickbänken, Feuerplätzen und Toiletten. Die Kanadier haben das einfach drauf.
Anschließend sind wir dann eine Strecke durch die Berge gefahren, die nur für ein paar Wochen im Jahr geöffnet ist (eine alte Baumfällerstraße). Die Gegend ist so wunderschön, daß die Worte fehlen, sie zu beschreiben! Unser Toyota ist bisher absolut schotterstraßenfest, und Roland hat viel Spaß beim Schlittern. Wir ernten allerdings regelmäßig erstaunte Blicke von den Fahrern der uns entgegen kommenden 4 Wheel Drives und SUV's, die anscheinend gar nicht glauben können, daß man KEIN Off Road Fahrzeug braucht, um solche Strecken zu fahren (Stephan in Schweden würde nur müde lächeln...) Bilder hier!
Abends hat Roland dann noch die Sportschau geguckt (dem Internet und shift.tv sei Dank!). Glückwünsche nach Köln zum ersten Saisonsieg! Mit Football und Baseball konnten wir uns noch nicht anfreunden, und Hockey startet ja erst in ein paar Wochen. Da haben wir uns schon sehr auf den Bundesligastart gefreut. Hier werden ab und zu Bundesligaspiele in voller Länge übertragen, allerdings zeitversetzt. Aber immerhin!
Da nach wochenlangem Sonnenschein für die nächsten Tage mal wieder ein paar Regenfälle angekündigt sind, muss Roland heute noch ein bißchen den Rasen düngen. Trotz regelmäßiger Bewässerungen sieht er doch ein etwas mitgenommen aus. Außerdem probieren wir gerade Rezepte von chefkoch.de zum Brötchen backen aus. Yummy!
Diese Woche haben wir uns (von Sonjas erstem Gehalt) ein Sofa bestellt. Bis es geliefert wird, sollen allerdings noch 12-14 Wochen vergehen. Wenn wir Glück haben, sitzen wir zu Thanksgiving (schon wieder ein Feiertag!) auf dem neuen Stück!
Die Firma suchte einen Material- und Produktionsplaner mit SAP-Kenntnissen, da eine umfassende SAP-Einführung ansteht, die Job-Bezeichnung ist 'Operations Analyst'. Roland konnte bei dem Potential einfach nicht widerstehen und musste deshalb Shell leider eine Absage erteilen, von denen auch ein Angebot vorlag. Zudem liegen unsere Arbeitsplätze etwa zehn Minuten voneinander entfernt. Wir können also sogar gemeinsam zur Arbeit fahren! Mal wieder ein logistisches Meisterstück!
Wenn man arbeitet, macht das Wochenende erst richtig Spaß.
Samstag sind wir daher mal wieder in unsere lokale Lieblingsgegend gefahren, das Kananaskis Country. Hier bei handelt es sich um die Foothills der Rockies, mit wunderschönen Tälern und sehr wenig Tourismus. Denn es ist Hochsaison, und überall sieht man Leih-Wohnmobile. Aber dort, wo es uns hinzieht, treffen wir nur auf einige Kanadier. Wir haben dort einen traumhaften Platz am Elbow River gefunden, mitten im Grünen, am Fluss, mit Picknickbänken, Feuerplätzen und Toiletten. Die Kanadier haben das einfach drauf.
Anschließend sind wir dann eine Strecke durch die Berge gefahren, die nur für ein paar Wochen im Jahr geöffnet ist (eine alte Baumfällerstraße). Die Gegend ist so wunderschön, daß die Worte fehlen, sie zu beschreiben! Unser Toyota ist bisher absolut schotterstraßenfest, und Roland hat viel Spaß beim Schlittern. Wir ernten allerdings regelmäßig erstaunte Blicke von den Fahrern der uns entgegen kommenden 4 Wheel Drives und SUV's, die anscheinend gar nicht glauben können, daß man KEIN Off Road Fahrzeug braucht, um solche Strecken zu fahren (Stephan in Schweden würde nur müde lächeln...) Bilder hier!
Abends hat Roland dann noch die Sportschau geguckt (dem Internet und shift.tv sei Dank!). Glückwünsche nach Köln zum ersten Saisonsieg! Mit Football und Baseball konnten wir uns noch nicht anfreunden, und Hockey startet ja erst in ein paar Wochen. Da haben wir uns schon sehr auf den Bundesligastart gefreut. Hier werden ab und zu Bundesligaspiele in voller Länge übertragen, allerdings zeitversetzt. Aber immerhin!
Da nach wochenlangem Sonnenschein für die nächsten Tage mal wieder ein paar Regenfälle angekündigt sind, muss Roland heute noch ein bißchen den Rasen düngen. Trotz regelmäßiger Bewässerungen sieht er doch ein etwas mitgenommen aus. Außerdem probieren wir gerade Rezepte von chefkoch.de zum Brötchen backen aus. Yummy!
Diese Woche haben wir uns (von Sonjas erstem Gehalt) ein Sofa bestellt. Bis es geliefert wird, sollen allerdings noch 12-14 Wochen vergehen. Wenn wir Glück haben, sitzen wir zu Thanksgiving (schon wieder ein Feiertag!) auf dem neuen Stück!
Subscribe to:
Posts (Atom)


