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February 27, 2007

Kreiszeichen am Lake Minnewanka

Unser Ziehsohn Cliff, der vor einigen Wochen das Krankenhaus verlassen hat (allerdings ohne einige seiner Zehen), hat sich entschieden, zunächst einmal Kanada den Rücken zu kehren. Er ist gerade auf dem Flug nach England, wo er sich die nächsten Wochen von seinen Eltern verwöhnen lassen wird. Anschliessend will er einige Wochen in Malaysia verbringen und von dort aus eine Tour durch Asien unternehmen. Im Juni kommt er mitsamt seinen Eltern zurück nach Calgary zur Stampede. Danach will er mit ihnen eine vierwöchige Rundtour durch BC unternehmen, um danach - da war doch noch etwas? - ach ja, mal wieder arbeiten zu gehen, vorzugsweise in Vancouver. Wir wünschen alles Gute und sind gespannt auf weitere Abenteuer!

Zum Abschied hat er uns auf jeden Fall noch einmal ins Banff Springs Hotel zum Brunch eingeladen, als Ausgleich dafür, dass er uns damals im November das Brunch vermasselt hatte. Es war wieder ausgezeichnet, und diesmal hat sich auch niemand verletzt!
Wir haben dann noch mit ihm einen Kurztrip durch die Rockies gemacht, wo wir am Lake Winnewanka auf diese seltsame Szenerie stiessen: Zelte auf dem zugefrorenen See, und drumherum ein Kreis im Eis. Unsere Vermutung ist, dass es sich hier um Eistaucher handelte, und der Kreis dient als Markierung unter Wasser, wo die Basisstation zu finden ist. Cliff war auch gleich begeistert von der Idee, das einmal auszuprobieren. Sure, go ahead!

February 20, 2007

Carnaval in Calgary

Calgary ist ganz sicher nicht Rio, aber das hindert die hier lebenden Brasilianer nicht daran, trotzdem ordentlich Karneval zu feiern. Das wollten wir natürlich nicht verpassen und haben uns deshalb mit einigen Expats im Red & White Club am Football-Stadion der Calgary Stampedes eingefunden. Auf Leinwänden und Grossbildschirmen wurden beindruckende Bilder des Karnevals in Rio gezeigt, während auf der Tanzfläche - zu Musik einer brasilianischen Band aus Vancouver - die Post abging. 


Zwischendurch gab es eine Capoeira-Vorführung sowie die Präsentation wunderschöner brasilianischer Karnevalskostüme. Das einzige, was uns nicht so gut gefiel, war die lange Schlange am Caipirinha-Stand, aber der wurde nun mal handgemacht und das dauert einfach ein bisschen.
Unser Wunsch, einmal den echten Karneval in Brasilien zu erleben, wurde auf jeden Fall wieder einmal bekräftigt!

February 15, 2007

Stauwarnung

Der Winter hat uns weiterhin voll im Griff, und das macht sich mittlerweile auch im täglichen Strassenverkehr bemerkbar. Obwohl die Räumdienste angeblich 24 Stunden täglich die Strassen frei machen, finden wir bei der täglichen Fahrt zur und von der Arbeit ein einziges Chaos vor. Besonders die Wege, die stark von LKW’s frequentiert werden (also quasi alle), haben sich wegen des regelmässigen Anschmelzens durch Fahrzeug- und Abgaswärme und des direkten Wiederanfrierens in eine einzige Eisbahn verwandelt. Da können offensichtlich auch die Räumfahrzeuge nicht mehr gegen an kommen.
Gestern morgen hat unser Schutzengel mal wieder besonders auf uns aufgepasst, denn nur etwa zehn Meter vor uns konnte der Fahrer eines Pickup-Trucks (was sonst?) sein Fahrzeug nicht mehr kontrollieren und schleuderte von der linken Fahrspur über die mittlere auf die rechte und den ganzen Weg wieder zurück, um dann frontal gegen die Leitplanke zu knallen. Da hätten wir keine Chance gehabt, wenn wir nur ein bisschen weiter gewesen wären. Passiert ist ausser Blechschaden am Truck glücklicherweise nichts.
Und gestern abend haben wir fuer die 25 km vom Büro nach Hause 2 ¼ Stunden gebraucht. Alleine für die 7 km zu Sonjas Büro hat Roland schon 1 ¼ Stunden benötigt, danach ging es etwas besser  
Der Verkehrsfunk für Süd-Calgary brachte es zwischenzeitlich auf 15 Unfallmeldungen. Wir haben die Theorie, dass die Calgarianer einfach zu viel bremsen. Das tun sie ja schon bei normalen Strassenverhältnissen (“Oh eine grüne Ampel?” BREMMMMS), aber auf diesen glatten Strassen kann jedes Bremsmanöver unkontrollierbar werden. Wir versuchen, so viel wie möglich mit Motor zu bremsen, das erhöht die Kontrollierbarkeit doch erheblich.
Unser Toyota Matrix fährt derweil tapfer durch das ganze Chaos und hat uns bislang wirklich nicht im Stich gelassen. Trotzdem würde es sich besser anfühlen, bei diesen Verkehrsverhältnissen mit Vierradantrieb, Traktionskontrolle und ABS ausgerüstet zu sein. Wahrscheinlich müssen wir uns doch mal im Sommer nach einem gebrauchten Volvo- oder Audi umschauen.