Wir waren eingeladen auf einem Empfang anlässlich der Hochzeit von Rolands Mitarbeiter Mohammed und seiner Frau Afifah! Beide stammen aus Bangladesch (halb so gross wie Deutschland, aber doppelt so viele Einwohner!), einem grösstenteils muslimischen Land, und so waren wir ein bisschen nervös, ob wir denn der entsprechenden Etikette genügen würden...
Den ersten Fehler machten wir bereits, in dem wir pünktlich um 12 Uhr im Restaurant ankamen. Ausser Rolands Kollegen David und seiner Frau, neben uns die einzigen Weissen, war niemand da! Erst etwa 40 Minuten später trudelten die ersten Gäste ein. Mohammeds Schwiegervater war unter diesen, und freundlicherweise erklärte er uns gleich, dass es Sitte wäre, dass die Männer die Männer begrüssen und die Frauen die Frauen, und dass wir uns deshalb bitte nicht beleidigt fühlen sollten!
Mit etwa einer Stunde Verspätung trafen dann auch Mohammed und seine Frau ein, er im Anzug, sie in einem wunderschönen farbenfrohen Kleid und ungewöhnlichem Gesichtsschmuck. Mittlerweile waren auch die meisten der Gäste (aller Damen in bunten, feierlichen Gewändern) da und die Feier konnte starten. Das Buffet wurde eröffnet, und es wurde viel Wert darauf gelegt, uns die Ehre zu erweisen, die ersten am Buffet zu sein. Wir sind indisches Essen ja gewohnt, aber dieses war wirklich ganz ausgezeichnet. Mohammeds Mutter hatte ein indisches Rinderragout beigesteuert, absolut perfekt gewürzt!
Alles in allem war das eine faszinierende Erfahrung, diese komplett andere Kultur, diese Mixtur aus indisch und muslimisch, mit zu erleben. Wir waren auch beeindruckt, wie freundlich wir empfangen und behandelt wurden, und wie viel Mühe man sich gab, damit wir uns nicht wie Aussenseiter vor kamen. Ein wirklich schöner Nachmittag!
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