Da glaubt man nun, dass man für einen soliden Arbeitgeber mit Langzeitprojekten arbeitet, und stoppt der Kunde sein Milliardenprojekt und so eine Entscheidung kostet mal eben einige tausend Arbeitnehmer den Job.
Die erste Kündigungswelle rollt bereits im Dezember letzten Jahres an, eine zweite schwemmt im Januar diesen Jahres die nächsten Kandidaten auf die Strasse, gefolgt von einer (wie man sagte 'letzten') Entlassungswelle im Februar. Falsch gedacht, im März geht es weiter und diesmal ist Sonja auch mittendrin, statt nur dabei.
Man erhält eine Email, sich um eine bestimmte Zeit im Besprechungszimmer einzufinden, um das entsprechende Schreiben entgegenzunehmen und den Erhalt abzuzeichnen. Die Überschrift der Nachricht lautet übrigens: Wg. Weiterbeschäftigung. Da hat wohl jemand Sinn für Ironie.
Eins muss man der Firma lassen, die Kündigungsfrist beträgt vier Wochen, im Vergleich mit anderen Unternehmen recht kulant, denn oft passiert es, dass die Kandidaten bei Entlassung direkt einpacken mussten und ohne die Möglichkeit, sich verabschieden zu können, vom Firmengelände geführt wurden. Wenn Sonja zu dem Zeitpunkt gewusst hätte, wie qualvoll langsam (mangels Arbeit) diese Zeit vorbei gehen würde, hätte sie wahrscheinlich auch um eine schnellere 'Exekution' gebeten.
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