Eines der letzten grossen Geheimnisse des nordamerikanischen Kontinents, das sich dem Europäer wahrscheinlich niemals vollständig erschliessen wird, ist die Handhabung von Masseinheiten. Obwohl Kanada sich bereits seit Jahrzehnten offiziell dem metrischen System angeschlossen hat, denken die meisten, speziell die Älteren, weiterhin imperial.
Kaum jemand benutzt Meter und Centimeter, fast alles wird in Feet (0.305m) und Inches (2.54cm) gemessen. Das Kilogramm wird meist zum imperialen Pfund (0.454kg), das zur weiteren Verwirrung mit lbs abgekürzt wird, ohne das jemand wüsste, warum (altrömisch für libra = Waage mit inkorrektem Plural-"s"). Ganz schlimm wird es, wenn man den Autoverkäufer nach dem Verbrauch eines Autos fragt: Miles per Gallon steht dafür, wieviel Meilen man mit einer Gallone Benzin (3.78l, da es sich hier um die amerikanischen Gallone handelt, die imperiale hat 20% mehr), also 20mpg = 11.8l/100km. Ach, und die Unze gibt es als flüssige und als Mengeneinheit.
Das wirkt sich natürlich auch auf Packungseinheiten aus, denn obwohl die meisten Produkte metrisch ausgezeichnet sind, wurden viel doch in den USA produziert, und verständlicherweise werden für den kleinen kanadischen Markt keine speziellen Packungsgrössen produziert. Man kann so manche schöne Stunde damit verbringen, zu raten, wo jetzt diese seltsame Verpackungsmenge her kommt: z.B. entsprechen 2.84 l auf Orangensäften einer 3/4 Gallone und 0.35 l auf Coladosen sind 12 Unzen (1 Gallone = 128 Unzen).
Vergleichsweise einfach ist die Umrechnung der Grundfläche einer Wohnung: die 1,000 Square Feet übersetzen sich in 92 Quadratmeter, man ist also mit einem Faktor 1:10 recht nahe dran. Man bemerke, das das Komma in 1,000 dem Punkt in den europäischen 1.000 entspricht...
Trotzdem gewöhnt man sich dran. Nach "nur" 4 Jahren ist uns dieses ganze Durcheinander einigermassen in Fleisch und Blut übergegangen. Ab und zu wird man dann aber doch kalt erwischt, wenn z.B. an der Fleischtheke der Preis für's Steak gross mit 15 $ beworben wird, dies dann aber der Pfundpreis ist, während das abgewogene Stück dann mit dem kg-Preis beklebt wird. Plötzlich ist das Ding dann doppelt so teuer!

Kaum jemand benutzt Meter und Centimeter, fast alles wird in Feet (0.305m) und Inches (2.54cm) gemessen. Das Kilogramm wird meist zum imperialen Pfund (0.454kg), das zur weiteren Verwirrung mit lbs abgekürzt wird, ohne das jemand wüsste, warum (altrömisch für libra = Waage mit inkorrektem Plural-"s"). Ganz schlimm wird es, wenn man den Autoverkäufer nach dem Verbrauch eines Autos fragt: Miles per Gallon steht dafür, wieviel Meilen man mit einer Gallone Benzin (3.78l, da es sich hier um die amerikanischen Gallone handelt, die imperiale hat 20% mehr), also 20mpg = 11.8l/100km. Ach, und die Unze gibt es als flüssige und als Mengeneinheit.
Das wirkt sich natürlich auch auf Packungseinheiten aus, denn obwohl die meisten Produkte metrisch ausgezeichnet sind, wurden viel doch in den USA produziert, und verständlicherweise werden für den kleinen kanadischen Markt keine speziellen Packungsgrössen produziert. Man kann so manche schöne Stunde damit verbringen, zu raten, wo jetzt diese seltsame Verpackungsmenge her kommt: z.B. entsprechen 2.84 l auf Orangensäften einer 3/4 Gallone und 0.35 l auf Coladosen sind 12 Unzen (1 Gallone = 128 Unzen).
Vergleichsweise einfach ist die Umrechnung der Grundfläche einer Wohnung: die 1,000 Square Feet übersetzen sich in 92 Quadratmeter, man ist also mit einem Faktor 1:10 recht nahe dran. Man bemerke, das das Komma in 1,000 dem Punkt in den europäischen 1.000 entspricht...
Trotzdem gewöhnt man sich dran. Nach "nur" 4 Jahren ist uns dieses ganze Durcheinander einigermassen in Fleisch und Blut übergegangen. Ab und zu wird man dann aber doch kalt erwischt, wenn z.B. an der Fleischtheke der Preis für's Steak gross mit 15 $ beworben wird, dies dann aber der Pfundpreis ist, während das abgewogene Stück dann mit dem kg-Preis beklebt wird. Plötzlich ist das Ding dann doppelt so teuer!
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