November 03, 2016

Where is home and how can I get there?

David's recent post 'A place to call...' on his blog Life on two wheels got me thinking about that place... called home. While others seem to have a clear understanding of what and where home is, for me this question is difficult to answer. I don't have a home in the specific sense that most others might associate it with it. My home is my current address, where my stuff is, where I go to after work, and where I eat and sleep. I did not develop any emotional attachment to this place, or any other place for that matter. Home in the abstract context of belonging somewhere, roots, a place to return to, means nothing to me. It doesn't exist.

Inspiriert durch David's Blog Eintrag über den Ort den wir Zuhause oder Heimat nennen, überlegte ich mir, was der Begriff Heimat für mich bedeutet. Während dies für die meisten völlig klar zu sein scheint, ist es für mich nur schwer zu beantworten. Ich habe keine Heimat. Mein Zuhause ist, wo ich wohne, mein Zeug aufbewahre, wo ich nach der Arbeit hingehe, wo ich esse und schlafe. Mehr nicht. Ich habe keine emotionale Beziehung zu diesem Ort, und auch zu keinem anderen. Heimat und die damit assoziierte Bedeutung von Zugehörigkeit, Wurzeln oder Rückzugsort bedeuten mir nichts. Für mich gibt es so etwas nicht.

The village

In the Black Forest village I live in today I find a lot of people who were born and raised here. Sometimes they go away for a short period of their lives but they always come back. They marry someone local, build a house, raise a family, and, this goes without saying, they still have the same old friends since kindergarten, and eventually they will be buried in their native soil. They know they belong. I don't get it, and I do not belong. Because if necessity, or job, or the plain desire to go somewhere else should demand breaking camp, I would gladly and without hesitation pack my bundle and leave, nothing is holding me back, and I wouldn't miss a thing. Once again I would be left with the question where this mysterious place called home might be, and why I can't seem to find a way to get there.

In dem Schwarzwalddorf, in dem ich derzeit lebe, gibt es erstaunlich viele Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind. Manchmal verlassen sie für eine kurze Zeit ihr Zuhause, aber sie kommen immer zurück, dann heiraten jemanden aus der Gegend, bauen ihr Haus, gründen eine Familie, haben selbstverständlich immer noch die gleichen Freunde wie im Kindergarten und werden schließlich auch hier begraben werden. Sie wissen, sie gehören hierhin. Ich verstehe nur, dass ich nicht hierhin gehöre. Denn sollte es die Notwendigkeit, die Arbeit oder einfach das Bedürfnis erfordern, hier die Zelte abzubrechen, würde ich freudig und ohne Zögern mein Bündel schnüren und weiter ziehen. Keine Wurzeln halten mich zurück, und ich werde von hier nichts vermissen. Am Ende bleibe ich dann wieder einmal mit der Frage zurück, wo denn für mich dieser geheimnisvolle Ort Heimat sein könnte, und warum ich nicht dorthin finden kann. 

Mushroom Parade in the Black Forest

Coming to think of it, it might be somehow related to my upbringing. My parents had moved around a while before they settled in what I would call a typical blue collar town. I was born in northern Germany close to the Danish border, and my siblings in other parts of the country. I grew up in said working class city, went to school there, made a handful of good friends. I guess I was happy, but I also remember having early thoughts about stretching boundaries, getting out of there, escaping.
And not to worry, I didn't go through any major traumatic experience related to any loss or uprooting. Our family had a strong bond, and still has, despite the distance. I was a fairly good study, had piano lessons, played football (soccer) and volleyball, and made it on the school's swim team and the choir. Some of my teachers saw people skills in me, and helped me how to help others. I became a tutor, a mentor, a class rep, and I easily got along with the popular and the shy ones, the nerds and the jocks. Everything in school life and adolescence was a piece of cake for me, but yet it didn't give me any sense of belonging, or filled me with the desire to get rooted.
Eventually school was over. Now career building and money making became my major focus. I opted for a profession that would enable me to travel a lot, and boy, did I get around. I left town to settle in a big city with an international airport, and my work allowed me to see many places outside Germany early on: Paris, London, Helsinki, Warsaw, Barcelona, Milan just to name a few. I made new friends, found the love of my life, and at some point in time growing a family was on the radar, alas, some plans didn't work out the way we wish it would. It's part of life, not all dreams and wishes come true.

Das mag daran liegen, wie ich aufgewachsen bin. Meine Eltern waren einige Male umgezogen bis sie sich schließlich in einer typischen Arbeiterstadt in NRW nieder ließen. Während ich in Norddeutschland, nicht allzu weit weg von der dänischen Grenze geboren wurde, kamen meine Geschwister im Rheinland zur Welt. Ich wuchs in besagter Arbeiterstadt auf, ging dort zur Schule und hatte einige gute Freunde. Ich denke, ich war glücklich, aber erinnere mich auch, dass ich bereits früh Fluchtgedanken hegte, ich wollte da 'raus, entkommen, Grenzen austesten.
Keine Sorge, es lag nicht an irgend einem traumatischen Kindheitserlebnis. Unsere Familie war und ist immer noch eng miteinander verbunden, obwohl uns die Entfernung trennt. Ich war eine recht gute Schülerin, lernte Klavierspielen, spielte Fußball und Volleyball, war in der Schwimmmannschaft und im Schulchor. Manche Lehrer merkten, dass ich eine "soziale Ader" hatte und halfen mir, zu helfen, wo ich konnte. So gab ich Nachhilfe, betreute benachteiligte MitschülerInnen, war mal Klassensprecherin und kam mit allen gut zurecht, den Populären und den Schüchternen, den Sonderlingen und den Sportskanonen. Kindheit, Schule und Heranwachsen war einfach für mich, alles passte, aber ich fühlte mich trotzdem nicht dazugehörig und schlug keine Wurzeln.
Dann war die Schulzeit vorbei und Karriere und Geldverdienen standen im Vordergrund. Ich hatte mir einen Beruf ausgesucht, der mir das Reisen ermöglichen würde, und das tat ich auch, oft und mit Vergnügen. Ich zog in eine Großstadt mit einem internationalen Flughafen und meine Arbeit brachte mich schnell an ferne Orte außerhalb Deutschlands wie Paris, London, Helsinki, Warschau, Barcelona, Mailand, nur um mal ein paar zu nennen. Ich lernte neue Leute kennen, fand schließlich die Liebe meines Lebens und irgendwann stand auch die Familienplanung auf dem Programm, welche aber dann nicht so verlief, wie wir es uns gewünscht hatten. So spielt das Leben, nicht alle Wünsche und Träume werden wahr.


As it does, life went on. Eventually the repeat business trips all over Europe started to wear me out, once a pleasure it now became a chore, I felt like in a straightjacket. Then, on my first visit to Canada back in 1998 something happened to me, I found greener pasture, and many new places to visit on the other side of the ocean. So we moved overseas, and the rest is history. Life in Canada was different in a good way, but yet another place that didn't become homey. We moved four times within eight years, twice in Alberta, and twice in BC, and the place I loved the most was living close to the Burrard Inlet, in an apartment with water views and mountain views. Believe me, I had a hard time leaving, and when we did, I felt like swallowed by a big black hole. Up to now I am still drawn to that place... could it be? Did I find home and let it slip away? Or is this sense of loss simply associated with missing the proximity and access to an ocean? As a Northerner I have saltwater in my veins, you know... Ever since, I have thought about returning to Canada's west coast many times. But in the meantime this place has changed significantly. The flat is sold, the economy not too well, friends have moved on, and it just wouldn't be the same, or would it?

Das Leben ging weiter. Die wiederholten Geschäftsreisen durch Europa fingen an, mich anzustrengen, was einst ein Vergnügen war, wurde nun zur Last. Ich fühlte mich wie in einer Zwangsjacke. Da war es nur natürlich, dass beim ersten Besuch in Kanada 1998 etwas mit mir passierte. Das Gras war grüner auf der anderen Seite, und es gab dort so viele neue Orte zu besichtigen. Also zogen wir nach Übersee, und der Rest ist Geschichte. Doch eine Heimat hatte ich auch dort immer noch nicht gefunden.
Innerhalb von acht Jahren zogen wir viermal um, zweimal in Alberta und zweimal in BC, und das erste vage Gefühl von Heimat vermeinte ich zu verspüren, als wir in unserer Wohnung am Burrard Inlet lebten, mit Blick auf das Wasser und die Berge. Glaubt mir, noch nie ist es mir so schwer gefallen, von einem Ort wegzuziehen. Und als wir es taten, fiel ich erst einmal in ein Loch. Seither fühle ich mich immer noch dorthin zurück gezogen. Konnte es sein... hatte ich vielleicht doch ein Zuhause gefunden und es wieder verloren? Oder ist es einfach nur die Nähe zum Meer, die ich vermisse? Schließlich habe ich ja als Fischkopp Salzwasser in den Adern. Jedenfalls musste ich seitdem oft an eine Rückkehr an Kanadas Westküste denken, doch zwischenzeitlich hat sich dort auch vieles verändert. Das Apartment ist verkauft, die Arbeitsaussichten schlechter, Freunde sind weiter gezogen, also würde es wohl nicht mehr dasselbe sein, oder?


Well, in the meantime, while continuing to work on understanding the concept of home, and how to find it, maybe something like this could pass as the time until I get there  ;-)

Doch solange ich mit der Suche nach dem Konzept Heimat und dem Weg dahin beschäftigt bin, hätte ich nichts dagegen, mit etwas dieser Art meine Zeit zu vertreiben, bis ich dort angekommen bin  ;-)

as seen on the trade fair: one can dream...

And I would be curious to learn what the meaning of home is for you...
Und natürlich würde ich zu gern wissen, was Heimat für Euch bedeutet...

39 comments:

  1. Sonja - Good post. I understand the concept of home as practised by people who are born, grow up, marry, die, and are buried within 10 km of their parents' house. Personally I think that would be stultifying but it's the way of many people - especially rural folks. But I think for many of us discovering home is what happens when we get lazy. We get a job somewhere and just slowly, over time, get comfortable where we are. Some travel may happen first (There are many places in this world that I would like to live.) but eventually connections are made which tie us down with hundreds of threads, much like Gulliver, and it just gets easier to stay put until some external event disrupts us enough to cause a move to a new location.

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    1. David, thanks for your kind words. I believe that my better half is secretly hoping for the moment that I get lazy and declare this place a home, but it won't be happening here and now.

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  2. Hi Sonja,
    You've made an extremely thoughtful post. I don't think there's anything wrong, or indeed unusual with how you've described your feelings. Many people have always had wanderlust and the convenience of modern travel makes it easier. In some ways, I was similar when younger.

    I was born and educated in the UK and didn't move to NZ until I was 28. Looking back now, I became less comfortable with the changing values of the UK and felt that to some extent I didn't belong there. Moving to NZ was quite a gamble but almost straight away, it felt "right". Friendly people with a "can do" attitude, benign climate which allowed me to pursue my interests and opened doors to new ones. Forty one years later, it still feels "right". Perhaps I was just plain lucky. Jennie and I still love travelling to see other places and cultures though.

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    1. Hello Geoff, glad you liked my ramblings. I guess you found in NZ what I had discovered in Canada, friendly people with can do attitude, less complaining, tons of opportunities, and not to forget the scenery. And if it weren't for certain family reasons I bet that Canada would have had so much more in store for us. Maybe there will be a way back some day...

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  3. A Sprinter Van a pension check and my wife and my dog would be home ad rent places along the way as the mood takes us. I tried sailing but fundamentally I don't like being stuck on the water away from all the interesting stuff on land. An English author wrote "The past is another country, they do things differently there" so if you choose to go back to Canada it will be different even though it may be the same place. I like going back to Europe but I can't imagine living there anymore. I like the possibilities of the new world and I find European expectations too confining.

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    1. Michael, confining is a good word to describe everything in Europe, and most certainly in Germany, the Netherlands and Denmark seem to be on the lighter side of things though.

      Like you I am drawn to the idea of traveling in a camper van but as you mentioned, one needs to add the spouse and a source of income into the equation.

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  4. Spannend.
    Im Schwarzwald spürt man den Unterschied sicher deutlicher als anderswo. Hier im Odenwald ist es ähnlich. Da sind viele so sehr verwurzelt, dass ein Weggehen weh tut. Die Talseiten begrenzen das Leben, das Elternhaus wird geerbt.

    Der Tausch der kanadischen Weite in die schwarzwälder Täler ist schon hart.

    Mit 16 zog ich vom Dorf (nicht im Odenwald) in die große Stadt, mit 19 aus einem politischen System in ein anderes.
    Dann begannen die Reisen auf 2 Rädern. Heimat war dort, wo das Zelt stand und der kleine Kocher fauchte.

    Inzwischen, nach insgesamt 20 verschiedenen Wohnorten, ist meine Heimat dort, wo der Schatz ist. Das letzte Jahr machte mir das unmissverständlich klar. So gebunden habe ich mich noch nie gefühlt und ich wundere mich auch ein bisschen über mich.
    Nach 6 Jahren im aktuellen Ort ruft nun die nächste Veränderung.

    So ein Bussi kann auch zur Heimat werden. Es kann aber nur überbrücken, glaub ich. Die nächste Phase kommt bestimmt.

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    1. Hallo Biki, ich denke, wir sind uns da in weiten Teilen recht ähnlich. Auch ich bin etliche Male umgezogen und könnte schon wieder... nur so...

      Grundsätzlich ist mein Zuhause am ehesten dort, wo mein Gatte ist.

      Bin mal gespannt, wo es Dich hin verschlagen wird...

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  5. Du bist für mich Cosmopolit, der sich dort niederlassen möchte, wo er sich am wohlsten fühlt. Aber dennoch zieht es Dich hinaus, um Orte zu sehen und Leute zu treffen, die Dein Leben bereichern. Ich bin auch im Rheinland geboren, aber im Schwaben aufgewachsen. Trotzdem kribbelt es etwas, wenn ich Richtung alter "Heimat" fahre, oder irgendwas über die Stadt in den Medien läuft. Aber Heimat ist für mich, wo ich grade lebe, mit wem ich grade lebe. Das hat auch schon immer gepasst. Selbst nach der Scheidung hab ich keine Heimatlichen Gefühle an meine alte Adresse. Hab sie teilweise sogar wieder vergessen. Meine Kinder sind wichtig, aber eben nicht alles. Ich bin kein Familienmensch. Wusste ich aber schon.
    Deine Vorliebe für 2 Räder und Womo´s lässt eben auf Freiheitsliebe schließen. Und das ist schon in Ordnung.

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    1. Kosmopolit? So lasse ich mich gerne nennen. Vielen Dank für das Kompliment, Marcus. Die einen nennen den Wunsch, mal wo anders zu leben, oder auf 2 Rädern oder im WoMo unterwegs zu sein Freiheit, andere raten mir, doch endlich mal einen Therapeuten aufzusuchen... Du sagst "Ich bin kein Familienmensch." Ich sage "Ich bin kein Heimatmensch." Und alles macht Sinn für uns.

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  6. Well Sonja, your overall blog title says it all!

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    1. Nick, short and sweet and to the point, as always. Thanks!

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  7. Oh, ich habe gerade vorhin in einem Roman gelesen, dass Heimat da ist, wo man geliebt wird.

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    1. Hmmm, dann ist es wohl dort, wo mein Gatte ist. Passt!

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  8. ich bin in Berlin aufgewachsen und hab mir lange nicht vorstellen koennen, woanders zu wohnen. tja, und dann hat die Selbstaendigkeit genervt, immer auf Abruf, selten Freizeit, keine Zeit fuers Kind usw. So fiel der Entschluss umzuziehen, da in Berlin damals der Arbeitsmarkt schlecht war (Geldmaessig, Jobs gabs genug). Und dann kam die Idee mit Kanada, die wir dann auch umsetzten.

    Aber mir gehts wie Dir, ich fuehle mich nicht irgendwo verwurzelt und wir wissen, dass auch unser jetziger Wohnort in den USA nicht der letzte sein wird. Zu Hause ist da, wo mein Mann (und noch Kind) ist, alles andere ist zweitrangig. Wir wollen noch viel sehen und erleben.

    Kontakt zu Familie & Freunden in Deutschland ist immer noch da und wir freuen uns auf die Urlaube, ansonsten geniessen wir unsere Ruhe abseits von allem *lach*.

    Liebe Gruesse!

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    1. Hallo Yvonne, ich denke, Du kannst das besonders gut verstehen. Immerhin habt Ihr auch schon ein paar mal Ort und sogar Land gewechselt. Jedenfalls würde es mich nicht wundern, wenn Ihr irgendwann doch wieder in Kanada landen werdet. Vielleicht sieht man sich dann sogar ;-) Bis dahin werde ich Euch mit großem Vergnügen virtuell weiter begleiten.

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  9. Sonja, when you find the answer, please let me know! I'm 67 and homeless again (by choice) right now Im bouncing around southern Spain but have nowhere permanent to live, nor do I have any idea where I'll be next month or next year. It is fun in someways, but can also get depressing. Hope you find yours!!!

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    1. My, Jon. So good to hear from you, glad you are ok. It rather sounds like you are houseless, not homeless, eh? For some reason I am envious. Spain must be nice this time of the year. I hope we will get to hear some about your recent adventures.

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  10. Sonja, home is relative, and it's largely a question of perspective.

    Michael is right, the past is another country. The further back in time you go, the more daunting distances were. Today, Montreal, Toronto, Milan, London, New York and Los Angeles are mere hours distant.

    David is right. Most people that I knew who have passed on, were born, lived and are buried within a 50km radius.

    I have read that seeing our planet from space transforms your perspective. This was best expressed by Carl Sagan.

    Earth is our home. Put into proper perspective, there is precious little difference between a 50km radius, and the circumference of the planet.

    You are blessed for having seen more of our home than most. Please carry on, and continue taking us with you.

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    1. David, first of all thank you for your blog post and insight. It led me to the conclusion that home must be where, yes, the heart is.

      Yet again, you are challenging everything I learned, expanding my views by simply declaring the whole planet 'home'. So, now that we have cleared that up I can proudly say I have a home and it's called Earth ;-)

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  11. You and I think a lot alike sometimes. I have no great love for where I grew up in BC. Keremeos was a village of about 1500 people. Some folks still I've there but I do not keep in contact with anyone I grew up with.

    Corvallis seem more like home that any other place I've ever lived, but I won't lie, Brad and I talk all the time about selling everything and heading out for parts unknown. Maybe we'll retire early to south america to live out our days.

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    1. Brandy, Corvallis certainly is a great place to hang out, and has the right size, great roads and is not too far from the ocean. But I get the desire to see some place different. South America, eh? I wonder where you would be headed? Roland's parents used to live in Brazil in the 60's, and I'd certainly like to visit Brazil and Argentina. Not sure if I would want to move there, though, since I don't speak the languages too well.

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    2. From what I see of your elections I would book tickets now if I was you..

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    3. This country can be a mad house. We'll see what happens on Tuesday (election Day). There is a reason that Brad has kept his Canadian citizenship.

      We have given some serious thought to retiring early and heading south but not without a lot of research. I think life would be simpler and it would be nice to ride all year round. Brazil would be cool. It is one of the countries listed as a reasonably priced place to retire. There are articles that keep popping up listing what countries your retirement dollars would go the furthest. I think I need to learn more spanish. We also have riding friends who have just bought a house in Costa Rica, thinking ahead to their retirement.

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    4. Costa Rica? Hmmm. I guess if it were for where our retirement savings would go the furthest, and we'd stay in Europe somewhere warm, Greece or Croatia come to mind. Alas, I don't speak one bit of the languages.

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  12. Hm. Heimat. Der Ort, an dem ich lebe, ich tue das nun schon einige Jahre, ist mir genau so fremd geblieben, wie die nächste größere Stadt hier, die Gegend, die Landschaft, die Menschen und ihre Gebräuche. Ich wohne hier, das ist alles. Emotionen für diesen Ort verspüre ich keine. Meine Wohnung mag ich, auch das Haus, in dem sie sich befindet, den Garten dazu, auch wenn ich manchmal fluche, aber meine Heimat ist es nicht. Meine Heimat liegt woanders. Ja, ich habe eine Heimat, das merke ich immer wieder, wenn ich nach Norddeutschland fahre. Zurückkomme. Nach Hause fahre. Auch wenn dort niemand mehr auf mich wartet. Ich meine Familie nur noch auf verschiedenen Friedhöfen der Region besuchen kann. Es passiert etwas in mir, wenn das Land flacher wird, wenn die Häuser sich mehr nach dem Erdboden hin ducken und das Licht diesen anderen Schimmer bekommt. Heimat ist bei mir nicht mehr ein bestimmter Ort, es ist eine ganze Region geworden. Mit ihr bin ich verbunden, aus ihr komme ich. Dort gehöre ich auch eigentlich irgendwie hin. Nur findet mein Leben nicht in ihr statt. Es ist eine Fernbeziehung geworden. Eine, bei der ich manchmal nicht recht weiß, was ich eingentlich dort noch zu suchen habe. Es ist schwierig.

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    1. Mit Deinem Gefühl für den Norden bringst Du es auf den Punkt, Minya. So fühle ich mich auch, wenn ich dort oben bin. Heimisch aber nicht zuhause, vertraut aber fremd, verbunden aber getrennt. Der Salzgeruch in der Nase bringt mich 'runter, entspannt mich. Und beim Anblick des Wassers bin ich im Zen. Danke für Deine tollen Worte. Es bleibt schwierig.

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  13. I bet you were born under a "wandering start" SonjaM.....and with itchy feet.

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    1. heels are made for rollin'
      Mules are made to pack
      I've never seen a sight
      That didn't look better looking back

      You are spot on, Dom.

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  14. What a lovely, heartbreaking blog post, Sonja. Yet I suspect that most people—for one reason or another—can relate. I think it’s part of the human condition to—at times—not feel at home… Anywhere.

    I now live on the property I grew up on (property that first belonged to one of my great grandfathers), in the house that belonged to my paternal grandparents, right next door to my parents and their house, the house I grew up in. It is a spot with history in my family, but I feel most at home in the deserts of the American West, places I’ve loved since before I can recall.

    I guess you could say that I feel most at home in places that my ancestors took (however indirectly) from the natives, or from others who had arrived before. I am a result of westward expansion, a result of ancestors of mine who sought religious freedom from their own countrymen, a religion that never took with me and that I push farther and farther away every day.

    Do I have a home? Do I deserve a home? Others claimed this place long before my people did, and I have rejected the very reason for which my people came here… Belonging and home are such complicated experiences, and rare, I think. I wonder how many folks really do feel that they belong—are at home—where they’ve ended up.

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    1. Ry, thanks for this. It's interesting that most people with migration history seem to struggle to define home or end up asking themselves if they belong. Like you said, it's complicated. And while you seem to be most at home in the desert, my closest feeling to belonging is where an ocean is near.

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  15. JONATHAN HOUGHTON

    There is the caw of a crow,
    And the hesitant song of a thrush.
    There is the tinkle of a cowbell far away,
    And the voice of a plowman on Shipley’s hill.
    The forest beyond the orchard is still
    With midsummer stillness;
    And along the road a wagon chuckles,
    Loaded with corn, going to Atterbury.
    And an old man sits under a tree asleep,
    And an old woman crosses the road,
    Coming from the orchard with a bucket of blackberries.
    And a boy lies in the grass
    Near the feet of the old man,
    And looks up at the sailing clouds,
    And long, and longs, and longs
    For what, he knows not:
    For manhood, for life, for the unknown world!
    Then thirty years passed,
    And the boy returned worn out by life
    And found the orchard vanished,
    And the forest gone,
    And the house made over,
    And the roadway filled with dust from automobiles—
    And himself desiring The Hill!

    ~from Spoon River Anthology by Edgar Lee Masters

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  16. well, sonja, interesting that you should write this just at the time where i returned to germany, very reluctantly this time. i am thinking about those questions often, too, and when i returned to canada after my 18 month absence, i had a feeling of coming home like i never had before. there certainly CAN be feelings of belonging and being in the right place - i get them. and for me it is a very real connection to the land, as in soil and trees and wildlife. but it's different for everybody, and it's all good! still jetlagged and not sorted out as of today, i certainly do not feel at home in my "home town", and it will take me a while to get used to it again.

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    1. Liebe Petra, when I went on my motorcycle trip through the maritimes last year I had an instant feeling of being in the right place, although it was neither Alberta or BC, but well, there was always water nearby... So maybe "home" can indeed be much larger than a house, family and friends. I'd really like to know more about your thoughts on this. Hope to meet you again sometime soon.

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  17. Ein wirklich interessantes Thema Sonja – was ist Heimat für den Einzelnen. Außer auf Reisen habe ich nie weiter als 30 Kilometer von meinem Geburtsort entfernt gelebt. Irgendwie hat halt immer alles gepasst – die Familie, die Liebe, die Kinder, die Enkelkinder, der Job und unser Zuhause. Eigentlich habe ich hier nie etwas vermisst und komme immer wieder gerne von einer Reise oder von einer Tour zurück nach Hause – in meine persönliche Heimat.
    LG von HerBert

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    1. Hallo HerBert, vielleicht hängt Heimat doch irgendwie mit dem Geburtsort zusammen... ?Meine Geschwister sind auch sehr ortsgebunden geblieben, während es mich schon immer (zurück?) in den Norden gezogen hat. Es gibt kein richtig und falsch in diesen Lebenskonzepten... Hauptsache man ist zufrieden und glücklich.

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  18. I can really relate to you exploring 'what is home' I totally understand you when you say that "home is where your stuff is". Over the years I have moved a lot myself, although I have stayed within the same province, more like change towns. But none the less I think I am just a wanderer at heart. Since I have been going to Florida every winter I think I found that I have a connection to that place, but if I really thought about it, I would have to say my connection is more about the warmer climate. Although I admit, Florida feels 'like home' but then again I have some of 'my stuff' there too. Sometimes I think I may never stop looking for 'home' and I don't really think that is a bad thing.

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    1. Hello F.C. I guess I could become somehow content with traveling between two distinct places I'd call 'home', while being on the lookout. Like you said, never stop looking isn't a bad thing,eh?

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  19. I find I feel relaxed whenever in my home state, I can do things easy and am at ease. However I also soon feel bored and want the excitement of new experiences. So despite the challenges I am soon off again.

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