We visited Bremerhaven, one of the major European seaports, and one of Germany's most important export harbours. The Havenwelten (harbour worlds) district on the waterfront has plenty to offer, alas we had only an afternoon to spend... The choice wasn't an easy one: We had to decide between the German maritime museum, the Climate science center, the Aqua zoo, a shopping center in mediterranean look, and the German Emigration Center.
Wir besuchten Bremerhaven, eine der größten Europäischen Seehäfen und einer der wichtigsten Exporthäfen Deutschlands. Der Distrikt Havenwelten im alten Hafen der Stadt hat so viel zu bieten, aber leider hatten wir nur einen Nachmittag Zeit. Die Wahl fiel uns nicht leicht, es gab das Schifffahrtsmuseum, das Klimamuseum, den Zoo, ein Einkaufszentrum im mediterranen Stil und das deutsche Auswanderermuseum.
First we strolled around, and enjoyed the dry spell for a change. We climbed aboard the Sweet Girl (Seute Deern), and admired the old lighthouse Löschenturm built in 1853. When we passed the memorial for emigrants we felt inspired, and went for the venue we could relate the most with: the German Emigration Center.
Erst einmal liefen wir ein wenig herum und freuten uns über das zur Abwechslung mal trockene Wetter. Wir gingen an Bord der Seute Deern und bewunderten dann den alten Leuchtturm Löschenturm von 1853. Als wir am Denkmal für Auswanderer vorbei kamen, war uns klar, dass wir uns für die Ausstellung der Emigranten entscheiden würden, da wir zu dem Thema nun mal einen besonderen Bezug haben.
The old lighthouse
The emigrants memorial
The museum is located on a historic site, the former departure point for 7.2 million emigrants who sailed from Bremerhaven into the New World. Interestingly many of its visitors were from overseas, and obviously on their personal mission of tracing back their family roots.
Nice touch: We were handed a boarding pass instead of a ticket. Each visitor will find a name on his/her ticket and can follow a real person's journey and fate throughout the museum. The first part of the exhibition is centered around emigration. We retraced two Germans, one handyman who escaped poverty and became a successful businessman, and a female Jewish doctor who fled from the Nazis, and later on became famous for her nationwide social engagement. Both emigrated to America.
The second part of the exhibition was about immigration to Germany. Here we followed two people, a man from Poland, who established himself and generations to come in the midwestern mining industry, and a French lady from Alsace who married a German, had two kids, and lost them all in WWII, a sad story. All in all it is a truly fascinating museum. Don't miss it!
Nice touch: We were handed a boarding pass instead of a ticket. Each visitor will find a name on his/her ticket and can follow a real person's journey and fate throughout the museum. The first part of the exhibition is centered around emigration. We retraced two Germans, one handyman who escaped poverty and became a successful businessman, and a female Jewish doctor who fled from the Nazis, and later on became famous for her nationwide social engagement. Both emigrated to America.
The second part of the exhibition was about immigration to Germany. Here we followed two people, a man from Poland, who established himself and generations to come in the midwestern mining industry, and a French lady from Alsace who married a German, had two kids, and lost them all in WWII, a sad story. All in all it is a truly fascinating museum. Don't miss it!
Das Museum ist im historischen Bezirk des Hafens untergebracht. Einst war dieser Ausgangspunkt für 7,2 Millionen Auswanderer, die von Bremerhaven aus in die neue Welt aufbrachen. Viele der Besucher schienen von Übersee zu kommen und waren offensichtlich daran interessiert, mehr über ihre Familiengeschichte zu erfahren.
Tolle Idee: Eine Bordkarte, statt der klassischen Eintrittskarte. Darauf sind Namen von Personen gedruckt, deren Geschichten man über die verschiedenen Stationen ihrer Reise und ihres Schicksals durch das Museum begleiten konnte. Der erste Teil der Ausstellung beschäftigte sich mit Auswanderung. Wir folgten den Spuren eines Handwerkers, der der Armut entkommen konnte und ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde und einer jüdischen Ärztin, die vor den Nazis geflohen war und später im besonderen für ihr soziales Engagement bekannt wurde. Beide emigrierten nach Amerika.
Im zweiten Teil des Museums ging es um Einwanderer nach Deutschland. Hier erfuhren wir von der Geschichte eines polnischen Saisonarbeiters, der als Bergarbeiter ins Ruhrgebiet kam und dem die nachfolgenden Generationen gleichermaßen folgten. Auch traurige Schicksale gab es, wie die, der Französin aus dem Elsass, die einen Deutschen heiratete, mit ihm zwei Kinder hatte und dann ihre ganze Familie im zweiten Weltkrieg verloren hatte. Insgesamt ist das eine wirklich faszinierende Ausstellung. Wenn Ihr schon einmal in der Nähe seid, schaut dort unbedingt vorbei.
Tolle Idee: Eine Bordkarte, statt der klassischen Eintrittskarte. Darauf sind Namen von Personen gedruckt, deren Geschichten man über die verschiedenen Stationen ihrer Reise und ihres Schicksals durch das Museum begleiten konnte. Der erste Teil der Ausstellung beschäftigte sich mit Auswanderung. Wir folgten den Spuren eines Handwerkers, der der Armut entkommen konnte und ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde und einer jüdischen Ärztin, die vor den Nazis geflohen war und später im besonderen für ihr soziales Engagement bekannt wurde. Beide emigrierten nach Amerika.
Im zweiten Teil des Museums ging es um Einwanderer nach Deutschland. Hier erfuhren wir von der Geschichte eines polnischen Saisonarbeiters, der als Bergarbeiter ins Ruhrgebiet kam und dem die nachfolgenden Generationen gleichermaßen folgten. Auch traurige Schicksale gab es, wie die, der Französin aus dem Elsass, die einen Deutschen heiratete, mit ihm zwei Kinder hatte und dann ihre ganze Familie im zweiten Weltkrieg verloren hatte. Insgesamt ist das eine wirklich faszinierende Ausstellung. Wenn Ihr schon einmal in der Nähe seid, schaut dort unbedingt vorbei.
| The Emigration museum |
| Goodbye Germany: The Departure |
| The passage |
| The landing: Ellis Island, New York |

Nice touch, the way the museum personalized your touring of its offerings....the Sweet Girl looks like a very cool ship....that glimpse of a submarine looked interesting.
ReplyDeleteI couldn't get a satisfactory shot of the submarine, and to be honest, Dom, I liked the sailing ship much better ;-)
DeleteThe boarding pass is a nice way or having visitors experience the museum. Especially with the name and background provided. Really cool looking place but it looks really cold...
ReplyDeleteRichard, I had been quite nippy, but for you it would have been Alaskan spring temperature ;-)
Deletewell, makes me miss Germany's coast. sounds like a great experience with the Emigration Museum. Have to keep that in mind when we might be able to stay for a longer time in Germany.
ReplyDeleteYvonne, the whole Bremerhaven harbour site is worth a visit, I wish we had had time for the climate museum. Maybe next time...
DeleteDuring my father's stint in US Military Intelligence during the Vietnam War, my parents spent a good chunk of their time in Bremerhaven. They have mighty fond memories of the place (though I'm sure it has changed quite a bit over the last 47-ish years).
ReplyDeleteSmall world, Ry. Many things have of course changed but I am sure they would be able to discover things that lasted. We Germans are pretty good at preserving our "old stuff".
DeleteMein Verhältnis zu Museen ist ja etwas angespannt, mein Vater hat mich als (äußerst lebhaftes) Kind zu Bildungszwecken in jedes noch so kleine Museum geschleift, aber das Auswanderer-Museum würde ich tatsächlich freiwillig besuchen ... Guter Bericht :-)
ReplyDeleteIrina, da teilst Du das gleiche Schicksal wie mein Gatte, der von seinem bildungsbesessenen Vater auch in jede Kirche, Museum und sonstige (für Kinder völlig uninteressante) Sehenswürdigkeiten geschleift wurde. Ich konnte ihn z.Bsp. bis heute nicht überzeugen, die Uffizien in Florenz noch einmal zu betreten. Aber das Auswanderermuseum hat ihm ausgesprochen gut gefallen.
DeleteLooks like a good day out, love those old sailing ships
ReplyDeleteEvery day out is a good day, especially when in, on or by the water, right?
Delete:) Genau da sind wir im Sommer auch gewesen. Das letzte Mal war ich dort vor rund dreißig Jahren...
ReplyDeleteDas Auswanderermuseum steht auch auf unserer Favoritenliste ganz oben. Besonders hatte es uns der Teil mit der Einwanderung nach Deutschland angetan. Dieser Sprung zurück in die siebziger war sehr gelungen.
Ja genau, die Reise in die 70er war schon ziemlich krass und lebensecht, wusste nicht ob ich Lachen oder in Entsetzensschreie ausbrechen sollte ;-)
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