Was sich so angestaubt anhört, haben wir hier als moderne Dienstleistung neu entdeckt und benutzen sie mit großer Begeisterung. Seit kurzem sind wir Mitglied in der Calgary Public Library, welche über eine hervorragende Auswahl an CDs, Sprachkursen, DVDs, Videos und natürlich Büchern verfügt. Man bestellt die gewünschten Artikel online und wird per automatisierter Nachricht über das Mobiltelefon benachrichtigt, sobald diese in der nächstgelegenen Zweigstelle eintreffen. Hervorragend organisiert, schnell und preiswert! Auch die Verlängerung ist direkt über das Internet machbar. Das ganze kostet schlappe $12 im Jahr. Darüber hinaus erhält man eine kostenlose Zugriffsberechtigung zu Zeitungen der ganzen Welt. So kann Roland z.B. jederzeit die letzte Ausgabe des Kickers oder der Rheinischen Post online lesen.
Cliffhanger
Gestern wurde unser britischer Freund Cliff operiert. Nach sechs Wochen im Krankenhaus haben die Chirurgen das Urteil gesprochen: Leider haben es nicht alle Zehen(spitzen) geschafft, den “Gefrierbrand” zu überstehen. Natürlich ist er geschockt und frustiert, hatte er doch gehofft, dass er doch noch einmal ungeschoren davon kommt. Aber der kanadische Winter verzeiht keine Fehler. Armer Kerl! Allerdings soll er nun in etwa drei Wochen entlassen werden. Das ist für Cliff wenigstens ein kleiner Silberstreif am Horizont. Er sieht sich schon wieder wandern und radfahren, und die Ärzte meinen, auch Skifahren wäre kein Problem.
Weihnachtsumtausch der besonderen Art
Das unmittelbar nach Weihnachten in Nordamerika der große Geschenkeumtausch stattfindet, hat sich wahrscheinlich bis Europa bereits herumgesprochen. Normalerweise ist die Schlange in den Tagen danach an den Umtauschschaltern länger, als allen Kassen zusammen. Beim letzten Costco-Besuch (ist sowas wie METRO in DE) konnte Roland einen besonders pfiffigen Zeitgenossen beobachten, wie dieser seinen (gebrauchten) Kunststoffweihnachtsbaum zurück gab, wahrscheinlich mit der Begründung: hat nicht gefallen... Das Umtausch-Geschäft ist noch einmal ein Riesengeschäft für den Einzelhandel, daher gibt es die sog. BOXING-WEEKS, in denen auch mit besonders vielen Sonderangeboten gelockt wird. Wir vermuten, dass das Wort 'Boxing' vom Wiedereinpacken der Geschenke herrührt, auch wenn Wikipedia hier noch andere (traditionellere) Begründungen auf Lager hat.
We only get one run at life so might as well have fun on the way. (Geoff James)
January 11, 2007
January 02, 2007
Gute Vorsätze
Für dieses Jahr haben wir uns Folgendes vorgenommen:
• Die Klassiker: Abnehmen, (noch) gesünder ernähren, (mehr) Sport treiben
• (endlich mal wieder) Vancouver besuchen
• eine Flugstunde nehmen (wenn wir uns denn trauen)
• Unsere Französischkenntnisse auffrischen
• Portugiesisch lernen
Und diese Pläne werden wir auch weiterhin nicht ernsthaft in Betracht ziehen:
• ein Auswandererbuch schreiben
• ein Bed&Breakfast eröffnen
• eine Einwanderungsberatungsfirma gründen
• nach Patagonien weiterwandern ;-)
• Die Klassiker: Abnehmen, (noch) gesünder ernähren, (mehr) Sport treiben
• (endlich mal wieder) Vancouver besuchen
• eine Flugstunde nehmen (wenn wir uns denn trauen)
• Unsere Französischkenntnisse auffrischen
• Portugiesisch lernen
Und diese Pläne werden wir auch weiterhin nicht ernsthaft in Betracht ziehen:
• ein Auswandererbuch schreiben
• ein Bed&Breakfast eröffnen
• eine Einwanderungsberatungsfirma gründen
• nach Patagonien weiterwandern ;-)
January 01, 2007
Heimaturlaub oder... zu Gast bei Freunden und Familie
Die Weihnachtsfeiertage haben wir im Kreise der Familie verbracht. Bereits am Frankfurter Flughafen war klar… hier laufen die Uhren anders. Keiner hatte Zeit zu lächeln, es wurde gerempelt und gedrängelt, Deutschland, eh!?! Am Schalter von Budget wurden wir dann positiv überrascht. Trotz unserer vorhergehenden Reservierung gab man uns einen günstigeren Tarif. Servicewüste? Wohl doch nicht! Die deutschen Autobahnen haben wir nicht vermisst. Mit gemütlichen 120 km/h zockelten wir gen Heimat. Der kanadischen Verkehrserziehung sei Dank hatten wir ein entspanntes Fahrerlebnis in unserem brandneuen Opel Meriva (nie von gehört, aber ganz nett). Dann begann unser Event-Marathon:
• Begrüßungsrunde durch unser Heimatdorf
• Fußballspiel unter Freunden, bei dem Bert seine Sehnen opferte
• Feijoada à la Christa, eine exzellente Kürbissuppe (wir brauchen noch das Rezept) und jeden Morgen Croissants und frisch ausgepresster Orangensaft
• Enttäuschender Ausflug zum Saturn in Köln, dem ehemaligen Musik-Paradies
• James Bond auf Deutsch, für synchronisierte Filme sind wir wohl aber auf Lebenszeit verdorben
• Frauenshopping mit Mom
• Ein 'echter' Friseurtermin, Handwerk ist eben doch was wert!
• Besuch im 'Flipper-Museum' der Kanada-Fans, Familie E. aus N. bei M.
• Frauenabend mit bester Freundin in Wuppertal
• Weihnachtsmarkt bei Glühwein und Currywurst (das tat gut!) in Wuppertal
• Umzug nach Essen (Danke, Bruda!), wo es den besten Milchkaffee gibt
• Ex-Kollegen-Besuch in Ratingen
• Frauenbrunch in Wuppertal
• Heiligabend: klassisch mit Fondue und selbstgemachten Saucen in Essen
• 1. Feiertag: Feier im Kreise von Rolands Familie in Leichlingen
• 2. Feiertag: Mutters berüchtigtes Sieben-Gänge-Menü in Wuppertal will bewältigt werden
• 3. Feiertag: Nie wieder essen! Notartermin, Einkäufe und Abschiedsbesuche bei Freunden in Leverkusen.
Nach 13 Tagen und 1.550 km durch das Rhein-/Ruhrgebiet sind wir zurück in Frankfurt und auf dem Weg nach Toronto.
MITBRINGSEL
Neben all den kulinarischen Genüssen, die wir vor Ort erleben durften, hat man uns natürlich wieder mit den üblichen Leckereien versorgt: Lakritze, Miracoli, Schokolade, Marzipan, Joghurtgums, Kluntje, Tee, Wein, Nutella usw. Unsere Koffer platzten aus allen Nähten und das Übergewicht sollte uns noch in Schwierigkeiten bringen. Denn damit hört es nicht auf… Für Sandra in Toronto gab es Schwarzweißfilme, für Suppenkochs Kinder holten wir Strumpfhosen aus Leverkusen, Christiane bekommt ihre homöopathische Medizin, Simone gelüstet es nach Puddingpulver und einer Brand Eins Zeitschrift, für Norberts Elsässer Edelbrand und deutschen Wein für die kanadischen Freunde hat der Platz dann leider nicht mehr gereicht.
TORONTO
Wenn wir schon über Tronna (= Toronto für Nicht-Kanadier) fliegen müssen, können wir ebenso gut einen Zwischenstopp einlegen. Gesagt, getan! In zwei Tagen wurde noch einmal geshoppt (hey, schließlich ist Boxing Week und überall locken Rabatte und machen Marken wie Roots, Timberland, Levis erschwinglich), Downtown zu Fuß erkundet (Muskelkater und Blasen an den Füßen), die sympathische Einwandererfamilie Kluge getroffen (nochmals vielen Dank und viel Spaß beim Fotografieren), und die Niagara Fälle und das pittoreske Niagara-on-the-Lake besucht.
Leider glich das Wetter eher dem, was wir aus Deutschland gewohnt waren. Statt Schnee gab es nebliges Grau, Schneegriesel und schlappe minus 1°C. Daher haben wir den Aufenthalt im Westin Harbour Castle inklusive des hervorragenden Frühstücks-Buffets besonders genossen. Nur einmal in dieser wunderbaren Zeit gab es Stress: nämlich beim Einchecken nach Calgary. Unsere Koffer hatten ca. 15kg Übergewicht, und durften so nicht mit, Vorschrift ist Vorschrift! Packmaterial wurde uns freundlicherweise gestellt und so packten wir mit hochroten Köpfen am Schalter unsere Klamotten um.
Eaton Center
Ein Mann für alle (Niagara)Fälle
Eistropfen
Vielen Dank an die ganze Familie und unsere Freunde, die uns bewirtet und verwöhnt haben und unseren Aufenthalt in der Heimat zu einem genussreichen und stressfreien Erlebnis werden ließen. Wir kommen wieder, das habt Ihr nun davon!
Ein Frohes Neues Jahr, Ihr Lieben!
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