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August 25, 2007

Geld allein macht nicht glücklich

Das Einkommen allein macht eine Stadt noch lange nicht lebenswert, weiss diese Studie eines kanadischen Wirtschaftsmagazins. So befinden sich auf den ersten Plätzen der Liste doch tatsächlich ausnahmslos Städte aus dem Osten. Erst auf Platz 9 taucht Victoria (unser derzeitiger geheimer Favorit) auf, Vancouver liegt auf Platz 15 und Calgary befindet sich abgeschlagen auf Rang 28. Letzteres ist kein Wunder, denn Calgary's Image hat in den letzten zwei Jahren arg unter dem Wirtschaftsboom gelitten. Wir berichteten ja schon über Wohnungsnot, schlechte Infrastruktur, steigende Kriminalitätsraten, inflationäre Preisentwicklung... Obwohl die Durchschnittsgehälter in Calgary doch recht hoch sind und die Steuern geringer als in anderen Provinzen, reicht dies eben nicht aus, die geheime Hauptstadt Albertas in die vorderen Ränge zu katapultieren.

August 11, 2007

Männer im Wandel der Zeit

Früher sind Männer gemeinsam jagen gegangen, oder wenigstens auf ein Bier in die Kneipe, heute sitzen sie mit ihren Computern nebeneinander auf dem Sofa und skypen sich gegenseitig an...
Cliff ist wieder im Lande! Er will sich einen Monat Zeit geben, um einen Job zu finden; wenn das nicht klappt, will er wohl wieder nach England zurück gehen. Wir werden berichten!

August 10, 2007

Don't mess with Alberta!

Während der Osten Kanadas versucht, sich (endlich) mit Umweltschutz und Klimawandel auseinander zu setzen und der Reduzierung von Treibhausgasen Priorität einräumen will, bezeichnet unser aller neuer Provinz-King Ed (Stelmach) das Vorgehen als “übertrieben aggressiv” und weist darauf hin, doch erst einmal die wirtschaftlichen Auswirkungen zu überprüfen und nicht “über zu reagieren”. Albertas Widerstand scheint sich besonders an drei Dingen messen zu lassen:1.       Mit Umweltschutz lässt sich eben nicht so viel Geld machen wie mit fossilen Brennstoffen…  und das Ausmass einer aufgezwungenen Reduzierung von Emissionen würde eine “unfair grosse ökonomische Auswirkung” auf Alberta haben.
2.       Der Vorschlag kommt aus Ontario.
3.       Die Ossies haben sowieso nur den Emissionshandel im Sinn.
Neufundland und Saskatchewan, die sich dank entdeckter Ressourcen nun auch am Boom erfreuen dürfen, scheinen sich neuerdings auf die Seite Albertas zu schlagen, während Ontario, Quebec und Manitoba eindeutig den umweltfreundlicheren Weg einzuschlagen bereit sind. Natürlich alles der Umwelt zuliebe, und nicht, um Profit aus dem Emissionshandel zu schlagen und eben bei den wohlhabenden Öl- und Gasprovinzen, welche die vorgelegten Ziele nicht erreichen werden oder können, abzukassieren. Das ist ja so unfair, vor allem, da Alberta doch so viel für das Wachstum in den anderen Provinzen tut (z.B. Arbeitskräfte abwerben…?)
Für seine Einstellung ist Alberta inzwischen wohl die am meissten gehasste Provinz, nebenbei auch wegen der katastrophalen Auswirkungen der Ölsandförderung auf die Natur. Aber vielleicht ist sie auch nur am meisten beneidet, denn Alberta macht nun mal aussergewöhnich guten Gewinn. Money makes the world go round!
Wir glauben ja immer noch, dass auch Umwelttechnologien eine Chance in Alberta hätten, wo viel Wind und Sonne herrschen. Allerdings wäre das eher für den Eigenbedarf und nicht für den Export in das energiehungrige Nachbarland geeignet. Ade, Profit! Die Technologie und das Know How dafür gibt’s auch nur begrenzt, also müsste sie importiert werden. Armes reiches Alberta!
Quelle:
Calgary Herald