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May 20, 2019

Solar Furnace - Sonnenofen


What to do with approximately three hundred days of sunshine in a year? In the sixties the French had an answer to that and started building the world's largest solar furnace in the Pyrenees at Odeillo. The location had been chosen due to the many hours of sun, the purity of the air and the low humidity. Its 'mirror' consists of 63 heliostats (solar tracking devices) and is 54 meters (177 ft) high and 48 meters (157 ft) wide. The site is used for research and development with regards to high temperatures and alternative energy and makes for a strange and otherworldly but fun motive for for the unsuspecting traveler.

Was soll man mit etwa dreihundert Sonnentagen im Jahr anfangen? In dern Sechzigern hatten die Franzosen eine passende Antwort darauf und entwickelten den größten Sonnenofen der Welt am Standort Odeillo in den Pyreneen, wo die Sonne reichlich scheint, die Luft klar und die Luftfeuchtigkeit niedrig ist. Der Spiegel besteht aus 63 Heliostaten und ist 54 Meter hoch und 48 Meter breit. Die Anlage wird heute zur Erforschung von Hochtemperaturexperimenten und Weiterentwicklung von Alternativenergien genutzt. Für den ahnungslosen Reisenden mag das Bauwerk in dieser Landschaft eher deplaziert und futuristisch wirken, spannend ist es allemal.


We meandered along single lane roads enjoying the scenery at a slow pace chasing free roaming lifestock and changing countries every so often without spotting any border signs and called it in early at a French campsite in Estavar. The site was o.k. but compared to the Spanish campground the day before rather average. Again there were almost no other guests around. The rest of the day was spent reading, relaxing and involved a bit of a BBQ action for Roland.

An diesem Tag jagen wir freilaufendes Viehzeug, kurven auf kleinsten Sträßchen immer wieder zwischen Spanien und Frankreich hin und her, ohne das wir je Grenzschilder zu sehen bekommen und quartieren uns früh nachmittags auf einem französischen Campingplatz in Estavar ein. Der Platz war ganz ok, aber nicht zu vergleichen mit der Qualität des spanischen Campingplatzes vom Vortag. Den Rest des Tages verbringen wir mit Entspannen, Lesen und der Gatte muss natürlich den Grill anwerfen.


Cliché no. 1 debunked: We have to apologize for our misconseption and negative mindset with regards to camping in Spain. Spanish campgrounds are pleasently neat, spacious and squeaky clean, so much more than the French ones. Also, in this country washrooms seem not to be shared with the other gender which in France this seems to be the normal.

Klischee Nr. 1 wurde bereits widerlegt, und wir müssen uns für unsere diesbezügliche negative Erwartungshaltung entschuldigen: Spanische Campingplätze sind erfreulich ordentlich, geräumig und supersauber, ganz anders als man das von vielen französischen Plätzen gewohnt ist. Auch muss man nicht - wie in Frankreich offensichtlich üblich - die Waschräume mit dem anderen Geschlecht teilen.

 

May 19, 2019

Sun and Siesta, Bullfight and Fiesta, Beach and Sangria - Sonne und Siesta, Stierkampf und Fiesta, Strand und Sangria

... or: How to get rid of Spanish stereotypes for Dummies in 14 Days (May 4th to May 18th)

... oder: eine Anleitung, spanische Vorurteile loszuwerden (Reise vom 4. bis 18. Mai)

Chateauneuf-du-Pape

With two weeks vacation at hand and a camper van at the ready we made a beeline to Spain, the Spanish Pyrenees and the Northern part of the country to be more precise. We could have driven all day but we decided to make a stopover halfway on a campground nearby Chateauneuf-du-Pape in France before heading further down South the next day.  

Vor uns liegen zwei Wochen Ferien und der Bulli ist reisefertig, also machen wir uns auf nach Süden mit dem Ziel, die spanischen Pyreneen und den nördlichen Teil Spaniens zu besuchen. Wir hätten zwar durchfahren können, aber entschieden uns, auf einem Campingplatz bei Chateauneuf-du-Pape einen Zwischenstopp einzulegen und den Rest des Tages gemütlich ausklingen zu lassen.

Pont Vell de Sant Joan de les Abadesses - 12th century / 12. Jh.

It was an easy drive along French toll roads and across the border. Finding an open campground in Spain turned out to become a bit of an odyssey, though. To our surprise we found quite a few spots still closed for the season. But a phone call later (due to a number Roland had called by accident...) we had found our next campground nearby Campdevanol. We were the only guests and it got friggin' cold at night. Maybe Spaniards don't like to camp around freezing temperatures hence the closed campgrounds... anyway, we managed to keep warm due to our auxiliary heating system. Finally our Spanish vacation could begin in earnest.

Am nächsten Tag geht es weiter auf französischen Maut-Autobahnen und über die Grenze. Leider gestaltet sich die Suche nach einem Campingplatz als gar nicht so einfach, denn viele spanische Plätze sind noch geschlossen. Mehr durch Zufall - Roland hatte die falsche Telefonnummer gewählt - finden wir dann doch noch einen offenen Campingplatz. Wir sind übrigens die einzigen Gäste und die Nacht wird eiskalt. Aber dank Standheizung ist das kein Problem für uns. Aber das mag eine mögliche Erklärung für die geschlossenen Campingplätze sein: Vielleicht mögen die Einheimischen das Campen um den Gefrierpunkt nicht. Für uns kann jedenfalls jetzt der Spanien-Urlaub beginnen!

May 01, 2019

The green Mile (Part 5) - Der grüne Tunnel (Teil 5)


Day Five: Reinsfeld to Nonnweiler Reservoir - 25 km
The last day of my journey shows me the high plains of the region near Gusenburg and Hermskeil. The trail is easy to follow and again I am making good progress. Some markers explain that there had been an ancient burial site but all I see are piles of dirt. I have to believe what the signs explain. One last hill to conquer, then it's all downhill until I reach the bottom of the Nonnweiler reservoir. I gather my last energy resources and run (ok stumble) up the dam where my hubby welcomes me with ice cold lemonade and snacks. What a wonderful finale.

Etappe 5: Reinsfeld bis Nonnweiler Stausee - 25 km
Die letzte Etappe führt bei strahlendem Sonnenschein auf die Höhen an Gusenburg und Hermeskeil vorbei. Es stehen keine besonderen Herausforderung bevor, nur ein sanftes Auf und Ab. Hinweisschilder am Wegesrand verweisen auf die Entdeckung ehemaliger Hügelgräber, ich kann allerdings außer unspektakulären Erdwällen im Gelände nichts erkennen und muss den Informationstafeln glauben. Noch einmal erklimme ich einen kleinen Hügel, dann geht es abwärts bis zum Fuß der Talsperre in Nonnweiler. Im Endspurt steige (ok: keuche) ich die Staumauer hinauf. Oben erwartet mich bereits mein Trailmanager (a.k.a. weltbester Ehemann) mit eiskalter Limo und leckerem Imbiss. Was für ein Finale.




Conclusion:
Long stretches of single trails are rare in Germany, the trail scouts did a great job connecting the dots to create this long distance trail. Signs and markers showed the way, there was no reason to get lost, no map or navigation system needed. For this I give kudos to the trail managers. Restocking on food and beverages at times can become an issue. For this a bit sensitive planning is needed or else you get to stay hungry and thirsty. 
Accommodation has been a bit of an issue on the first section but later there were all options given from cheap camping to high end hotel whatever your budget would allow. There aren't many geological or cultural features offered, instead you'll get fifty shades of green, woods and grassland, ponds and rivers, and wildlife sightings such as deer, hare, mice and boar. I haven't had a lot of contact with the natives. They seem a bit shy and taciturn. Also, not many other travelers seemed to hike this trail, I was on my own most of the time. 

Fazit:  
Naturbelassen, viele Single-Trails, außergewöhnlich gute Wegmarkierung, hier ein großes Lob an die Wege-Scouts des S-H-Steigs. Orte werden oft umgangen, daher sind Einkehrmöglichkeiten gering und Selbstversorger im Vorteil. Brunnen oder andere Wasserquellen sind eher selten, daher in der heißen Jahreszeit eher zu viel Wasser mitführen, als durstig bleiben. 
Übernachtungsmöglichkeiten sind im ersten Abschnitt dürftig, da entweder ausgesetzt oder extrem feucht, auch Schutzhütten fehlten, das bessert sich aber ab Etappe 2. Der Trail war so einsam, dass man direkt auf dem Weg hätte campen können. Auf der gesamten Wanderung sind mir nur zwei Pärchen entgegen gekommen. In meiner Richtung sind auch nur eine Handvoll Leute der Deuter-Fraktion unterwegs gewesen.
Besondere Höhepunkte für den kulturbewussten Wanderer gibt es eher wenige, dafür aber ganz viel Grün auf schmalen Pfaden, das Blätterrauschen, Vogelgezwitscher und Bachgeplätscher gibt es gratis dazu, sowie Sichtungen von Rehen, Hasen, Waldmäusen und Wildschweinen. Einheimischen begegnet man durch die naturnahe Wegführung fast gar nicht. Die wenigen, denen man über den Weg läuft sind eher wortkarg. Insgesamt ein recht gelungener Weitwanderweg mit kleinen Schwächen.