Calgary Herald's Kolumnist Don Braid beschreibt den Warte-Horror in der Notaufnahme. Seine Frau hatte im Foothills Hospital neun Stunden ohne Betreuung (nicht mal ein Glas Wasser, eine Liege, ein Schmerzmittel) auf Stühlen liegend im Warteraum der Notaufnahme verbracht, bevor sie behandelt wurde und appelliert an die Politiker, endlich etwas gegen diese "Dritte-Welt"-Zustände zu tun. Tatsächlich diskutieren diese #@&*! nämlich gerade weitere Kürzungen im Gesundheitssystem. Vielleicht müssen die Verantwortlichen erst einmal selbst in solch eine Lage geraten, bevor diese endlich das Ruder der MS Medicare herumreissen. Aber wie man die Herren (und Damen) kennt, haben diese sicher - wie wir - einen persönlichen Plan B (wann geht der nächste Flug in die USA?) in der Tasche.
Wir haben einmal ähnliche Erfahrungen vor zweieinhalb Jahren im Rocky View Hospital machen müssen. Die Eindrücke decken sich mit den Beschreibungen Don's, allerdings hatte Sonja wenigstens nach "nur" sechs Stunden ein Bett und hing am Tropf. Hat man es erst einmal bis dahin geschafft und (weitere zwei Stunden später) einen Doktor "gekrallt", ging von da aus alles in einem doch recht beruhigenden professionellen Gang. Dennoch, die Wartezeit zermürbt, vor allem wenn man vor Schmerzen und Panik nicht mehr ein noch aus weiss, und in einigen Fällen können Wartezeiten eben auch mit Folgeschäden oder sogar tödlich enden.
No comments:
Post a Comment