Manchmal eignet sich die englische Sprache einfach besser für Wortspiele. (F)unemployment führt von einer einer negativen Erfahrung in eine positive Sichtweise der Dinge. Sinnbildlich: Arbeitslos und Spass dabei.
Das funktioniert natürlich nur, solange man unabhängig ist, und keine Kinder, Hunde, Katzen, Kegel oder sonstige Verpflichtungen hat, einen bescheidenen Lebenstil führt (dort besteht vielleicht noch etwas Nachbesserungsbedarf) und am besten noch einen Verdiener (den Gatten) im Team hat.
Der Gatte arbeitet und der Staat zahlt Arbeitslosenunterstützung, doch was tut Sonja dafür? Wie beruhigt frau das schlechte Gewissen und kompensiert die Schuldgefühle, keinen Beitrag mehr zum Unterhalt und zur Gesellschaft zu leisten?
Also wird zunächst die Wohnung von oben bis unten geputzt, der Boden gewienert, die Fliesen geschrubbt und die Fenster auf Hochglanz gebracht. Danach werden sämtliche Schränke ausgemistet und zur Verärgerung des Gatten komplett reorganisiert.
Die populärste Frage der nächsten Tage wird: 'Schatz, wo finde ich denn jetzt den/die/das @#&*! (…)?' Das Ausmisten hat natürlich wieder für weiteren Schmutz gesorgt, der selbstverständlich beseitigt werden muss... ein Teufelskreis.
Ein weiteres Projekt ist die Papierablage. Die Datenbank muss auch mal wieder organisiert, die Fotos gesichtet und die Musik-Playlisten neu erstellt werden. Es gibt so viel zu tun... so vergehen die Tage.
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