Pages

July 15, 2009

Das Telefon-Interview

Sonja erwartet einen Anruf aus Michigan, USA. Um Punkt 9 Uhr sitzt sie mit Resume, Stellenanzeige und Laptop bewaffnet am Schreibtisch, als das Handy klingelt. Zugegebenermassen ist sie ein wenig nervös, denn als Nicht-Muttersprachler bleibt das Telefongespräch eine besondere Herausforderung, da man Mimik und Gestik des Gegenübers nicht zum Verständnis hinzu ziehen kann.

Zur mentalen Vorbereitung hatte sie sich ein paar Standard-Personalfragebogen aus dem Netz herunter geladen, die Firmen-Webseite besucht, um etwas über deren Geschäftsentwicklung, Management und Firmenphilosophie zu erfahren und versucht per Google etwas über den Interviewpartner heraus zu finden. So fühlt sich Sonja dem Gespäch einigermassen gewappnet.

Die Gesprächspartnerin ist freundlich und gibt ihr einen Überblick über die Firma und den Bewerbungsprozess. Es handelt sich um ein Erstgespräch zur Pre-Qualifizierung der Kandidaten, dabei wird lediglich der Lebenslauf noch einmal besprochen und ein paar Standardfragen beantwortet.

Mitten im Telefonat geht plötzlich der Feueralarm los. Das ist doch nicht zu glauben! Soll Sonja das Interview abbrechen? Sie entscheidet sich, den den Alarm abzustellen und führt das Gespräch einfach weiter. Es ist wahrscheinlich eh nur ein Test, da für heute eine Gebäude-Sicherheitsinspektion angesagt ist.

Sollte Sonja dem Anforderungsprofil entsprechen und nicht gleich mal wieder durch das Fragebogen-Raster gefallen sein, erhält sie eine Einladung zu einem zweiten, persönlichen Interview mit dem Fachabteilungsleiter. Mal sehen, wie das weiter geht.

No comments:

Post a Comment