Seit einigen Jahren läuft in Kanada nun eine Posse ab, wie sie nur in einem komplett von Lobbyismus durchsetzten Land statt finden kann. Es ist in Kanada nämlich verboten, unpasteurisierte Milchprodukte zu verkaufen, da Rohmilch ja so dermassen ungesund und gefährlich ist - offensichtlich ganz im Gegensatz zu Hamburgern und Süssgetränken. Ein Farmer deutscher Herkunft aus Ontario hatte jedoch eine Lücke im Gesetz gefunden, denn der Verzehr von roher Milch ist erlaubt. Also verkaufte er Anteile an Milchkühen an seine Kundschaft, die dann das Produkt ihres Eigentums rechtmässig verbrauchen durften.
Das konnte die Milchindustrie natürlich nicht auf sich sitzen lassen, und so kam es zu einem jahrelangen Prozess, der nun endlich mit einem Freispruch für den Milchbauern zu Ende ging; "Cow-Sharing" ist erlaubt, der Verkauf jedoch bleibt verboten. Ein grosser Erfolg für den gesunden Menschenverstand, aber das kann nur ein erster Schritt sein.
Nach dem Sieg vor Gericht erweiterte der Milchbauer ein Zitat des ehemaligen kanadischen Premiers Trudeau, der einmal sagte, dass die Regierung nichts im Schlafzimmer zu suchen hat: "Die Regierung hat auch nichts im Magen der Leute verloren!"
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