Immer wieder erreichen uns Fragen zur Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft. Daher möchten wir hier mit ein paar schnellen Tipps dienen. Es handelt sich hier um unsere persönlichen Erfahrungen, und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
An sich hinreichende Informationen zur BBG gibt es auf der BVA Webseite. Man findet dort die Anträge und auch Hinweise auf die Argumentation. Die Aufforderung zur Zahlung der Gebühren erhält man nach der Prüfung des Antrages. Also bitte nichts vorher zahlen.
Folgende Gründe zur Beibehaltung haben wir angeführt:
- Feste familiäre Bindungen ersten Grades, belegt mit Adressliste und Kontaktdaten
- Regelmässige Besuche, Schriftverkehr und Telefonate, belegt durch Auszug aus der Telefonliste und durch Flugtickets nach Deutschland
- Eigentum in Deutschland, belegt durch Vertragskopie
- Mitgliedschaft in deutschen Fördervereinen, belegt anhand von Mitgliedsausweisen
- Aktive Pflege der Muttersprache und Kultur (dt. Fernsehen, Online Tagesschau, deutsche Bücher und DVDs, mit Deutschen zur WM treffen/Oktoberfest etc.)
- Möglichkeit der Rückkehr nach Europa und Wiedereingliederung besonders bei Krankheitsfall in der Familie
Letzteres war in unserem Falle dann ja auch tatsächlich eingetreten.
Die Gründe zur Beantragung der kanadischen Staatsbürgerschaft waren:
- Berufliche Chancen, belegt anhand von Stellenausschreibungen und Lebenslauf zum Beweis, dass man die erforderliche Qualifikation für den Job hat
- Vereinfachte Grenzgänge bei Entsendung in die USA, belegt durch Schreiben vom Arbeitgeber
- Wunsch nach Mitgestaltung des politischen und gesellschaftlichen Lebens (Ist zwar kein offiziell akzeptierter Grund, aber für uns war es ein wichtiger persönlicher.)
Allen, die dieses versuchen wollen, wünschen wir viel Erfolg bei ihrem Vorhaben.
Nachtrag im Juli 2015: Neues zum Thema Kanadische Staatsbürgerschaft gibt es hier: KLICK
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