We only get one run at life so might as well have fun on the way. (Geoff James)
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February 04, 2019
Da wiehert er wieder: Der deutsche Amtsschimmel
Zur Erinnerung: Der kanadische Expat beantragt die Erneuerung des kanadischen Reisepasses online, druckt die Unterlagen aus, legt biometrische Passbilder und den alten Pass dazu und sendet das Ganze mit der Post zum zuständigen Konsulat. Nach (nicht einmal) drei Wochen kommt der neue Pass per Post ins Haus.
Zur Beantragung des deutschen Reisepasses begibt man sich zur Passbehörde des aktuellen Hauptwohnsitzes (in unserem Falle das örtliche Bürgerbüro). Dort wird der Antrag am PC ausgefüllt (hätten wir eigentlich auch selber machen können, s.o.). Dann werden (wieder mal?) biometrische Fingerabdrücke abgenommen (was ist aus den letzten geworden?). Danach wird festgestellt, dass der Antrag erst abgeschickt werden kann, wenn anhand der Beibehaltungsurkunde festgestellt wurde, dass man ein(e) legale(r) Doppel-Staatsbürger(in) ist. Häh? Diese Prüfung wurde doch bereits bei der Rückwanderung durchgeführt. Ja, aber: Nicht bei diesem Amt! Also gut, nochmal nach Hause und mit der Urkunde wieder zurück, damit eine Kopie (!?!) zu den Akten gelegt werden kann. Müsste der Doppelstaatsbürger-Status nicht bereits irgendwo in den Personaldaten vermerkt sein? Das muss man nicht verstehen. Die Lieferzeit soll etwa vier bis sechs Wochen betragen, und selbstverständlich muss der Ausweis dann persönlich (oder durch einen Bevollmächtigten) im Bürgerbüro abgeholt werden.
Und die Moral von der Geschicht': Niemals das Dokument zur Genehmigung der Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit wegwerfen. Der deutsche Amtsschimmel benötigt es noch.
May 30, 2017
Lang ist's her...
Zehn Jahre ist es nun her, dass dieser Artikel in der Kölnischen Rundschau erschien, damals waren wir gerade zwei Jahre in Kanada... seitdem ist viel Wasser den Bow River hinunter geflossen.
| yee-haw! |
October 23, 2016
Wir konnte es nur dazu kommen? Meilensteine von der Auswanderung bis zur Rückwanderung auf einen Blick
Manche (inklusive unserer Familienmitglieder und Freunde) fragen immer noch und immer wieder, wie es seinerzeit überhaupt zu der "Schnapsidee" Auswanderung kommen konnte und was danach so passierte. Also haben wir für alle, die es interessieren mag, noch einmal auf einen Blick die wichtigen Ereignisse unserer Kanada-Immigration bis zur Rückkehr nach Deutschland zusammen getragen.
1995_09 Roland erkundet den Westen mit dem Wohnmobil.
1996_09 Roland bereist den Osten, ebenfalls im Camper.
Irgendwann besorgt er sich eines der damals wenigen Auswanderer-Handbücher.
1998_06 Sonja erfährt mit Freundin Birgitt im Juni die Provinzen Ontario und Quebec.
1998_07 Roland besucht mit Freund Frank die Stadt Toronto.
1999_10 Unsere erste gemeinsame Kanada-Reise führt nach Montreal.
2002_06 Zusammen geht es im WoMo von Calgary nach Vancouver.
2003_09 Wieder sind wir in Alberta und British Columbia unterwegs.
Inzwischen wird die Passmarke für die Immigration auf 67 Punkte herab gesenkt.
2003_10 Der IELTS Sprachtest ist bestanden und die Bewerbung auf Permanent Residence abgeschickt.
2003_11 Wir erhalten eine File-Nr.
2004_06 Urlaubszeit: Bei dieser Camper-Reise stehen Yukon und Alaska auf dem Programm.
2004_07 Medizinische Untersuchung
2004_09 Weil es so schön ist, geht es noch einmal mit Freundin Birgitt in BC auf Tour.
2004_10 Wir senden die Pässe an die kanadische Botschaft und erhalten diese kurz darauf mit dem Einwanderungs-Visa zurück. Darauf hin kündigen wir unsere Jobs und beginnen mit der Haushaltsauflösung.
2005_01 Der One-Way Flug nach Calgary ist gebucht.
2005_02 Wir haben einen Mietvertrag für ein Haus unterschrieben.
2005_03 Unser Umzugsgut wird verladen.
2005_04 Unsere Webseite geht online.
Am 14. April 2005 ist unser letzter Arbeitstag.
+++ +++ +++
Am 18. April 2005 wandern wir als Permanent Residents (PR) nach Kanada ein.
Am 19. April erledigen wir die erforderlichen Behördengänge und beantragen unsere Sozialversicherungsnummern (SIN), melden uns bei der Krankenversicherung an, eröffnen ein Bankkonto, tauschen die Führerscheine um, bestellen Internetanschluss und besorgen uns Mobiltelefone. Und das alles an einem Tag. In Deutschland... unmöglich!!!
Am 14. Mai wird unser Umzugsgut angeliefert.
Am 18. Mai erhalten wir unsere PR-Cards und die kanadischen Führerscheine.
Am 20. Mai ist die SIN Karte inzwischen auch eingetroffen.
Seit 11. Juli arbeitet Sonja wieder.
Seit 2. August arbeitet auch Roland wieder.
Am 8. Oktober unterschreiben wir den Kaufvertrag für eine Eigentumswohnung (geplante Fertigstellung ist September 2006).
2006_07 Wir ziehen bereits in unser neues Heim.
2008_09 Urlaub im Osten Kanadas: Nova Scotia, Newfoundland, PEI, New Brunswick
2008_10 Ein neuer Job für Sonja
2008_12 Beantragung eines neuen deutschen Reisepasses bei der dt. Botschaft in Vancouver
2009_04 Von der Rezession erwischt: Sonja wird zum ersten Mal in ihrem Leben arbeitslos.
2009_06 Antrag auf Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft
2009_11 Erhalt der Beibehaltungsurkunden, Antrag auf Erneuerung der PR und Antrag auf kanadische Staatsbürgerschaft, Sonja hat eine neue Arbeitsstelle.
2009_12 Sonjas Job führt sie temporär nach Winnipeg, Manitoba.
2010_03 Wieder ein neuer Auftrag für Sonja, diesmal in Burnaby, BC. Die neuen PR Ausweise sind angekommen.
2010_05 Wir ziehen nach Port Moody, Roland bleibt aber bei seinem Arbeitgeber und pendelt regelmäßig zwischen Westküste und Prärie hin und her.
2011_01 Kauf einer Eigentumswohnung in Port Moody
Am 3. Februar 2011 werden wir Kanadier!
Am 22. Februar erhalten wir unsere kanadischen Reisepässe.
Am 2. Mai dürfen wir zum ersten Mal in Kanada wählen.
2012_12 Aus familiären Gründen entscheiden wir uns für eine Rückkehr nach Deutschland.
+++ +++ +++
2013_03 Unser Umzugsgut ist Richtung Deutschland unterwegs.
2013_06 Wir ziehen in den Schwarzwald.
2015_09 Sonjas Motorrad-Rundreise durch den Osten Kanadas
2016_03 Sonjas neuer kanadischer Reisepass hat nun eine Gültigkeit von 10 Jahren.
1995_09 Roland erkundet den Westen mit dem Wohnmobil.
1996_09 Roland bereist den Osten, ebenfalls im Camper.
Irgendwann besorgt er sich eines der damals wenigen Auswanderer-Handbücher.
1998_06 Sonja erfährt mit Freundin Birgitt im Juni die Provinzen Ontario und Quebec.
1998_07 Roland besucht mit Freund Frank die Stadt Toronto.
1999_10 Unsere erste gemeinsame Kanada-Reise führt nach Montreal.
2002_06 Zusammen geht es im WoMo von Calgary nach Vancouver.
2003_09 Wieder sind wir in Alberta und British Columbia unterwegs.
Inzwischen wird die Passmarke für die Immigration auf 67 Punkte herab gesenkt.
2003_10 Der IELTS Sprachtest ist bestanden und die Bewerbung auf Permanent Residence abgeschickt.
2003_11 Wir erhalten eine File-Nr.
2004_06 Urlaubszeit: Bei dieser Camper-Reise stehen Yukon und Alaska auf dem Programm.
2004_07 Medizinische Untersuchung
2004_09 Weil es so schön ist, geht es noch einmal mit Freundin Birgitt in BC auf Tour.
2004_10 Wir senden die Pässe an die kanadische Botschaft und erhalten diese kurz darauf mit dem Einwanderungs-Visa zurück. Darauf hin kündigen wir unsere Jobs und beginnen mit der Haushaltsauflösung.
2005_01 Der One-Way Flug nach Calgary ist gebucht.
2005_02 Wir haben einen Mietvertrag für ein Haus unterschrieben.
2005_03 Unser Umzugsgut wird verladen.
2005_04 Unsere Webseite geht online.
Am 14. April 2005 ist unser letzter Arbeitstag.
+++ +++ +++
Am 18. April 2005 wandern wir als Permanent Residents (PR) nach Kanada ein.
Am 19. April erledigen wir die erforderlichen Behördengänge und beantragen unsere Sozialversicherungsnummern (SIN), melden uns bei der Krankenversicherung an, eröffnen ein Bankkonto, tauschen die Führerscheine um, bestellen Internetanschluss und besorgen uns Mobiltelefone. Und das alles an einem Tag. In Deutschland... unmöglich!!!
Am 14. Mai wird unser Umzugsgut angeliefert.
Am 18. Mai erhalten wir unsere PR-Cards und die kanadischen Führerscheine.
Am 20. Mai ist die SIN Karte inzwischen auch eingetroffen.
Seit 11. Juli arbeitet Sonja wieder.
Seit 2. August arbeitet auch Roland wieder.
Am 8. Oktober unterschreiben wir den Kaufvertrag für eine Eigentumswohnung (geplante Fertigstellung ist September 2006).
2006_07 Wir ziehen bereits in unser neues Heim.
2008_09 Urlaub im Osten Kanadas: Nova Scotia, Newfoundland, PEI, New Brunswick
2008_10 Ein neuer Job für Sonja
2008_12 Beantragung eines neuen deutschen Reisepasses bei der dt. Botschaft in Vancouver
2009_04 Von der Rezession erwischt: Sonja wird zum ersten Mal in ihrem Leben arbeitslos.
2009_06 Antrag auf Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft
2009_11 Erhalt der Beibehaltungsurkunden, Antrag auf Erneuerung der PR und Antrag auf kanadische Staatsbürgerschaft, Sonja hat eine neue Arbeitsstelle.
2009_12 Sonjas Job führt sie temporär nach Winnipeg, Manitoba.
2010_03 Wieder ein neuer Auftrag für Sonja, diesmal in Burnaby, BC. Die neuen PR Ausweise sind angekommen.
2010_05 Wir ziehen nach Port Moody, Roland bleibt aber bei seinem Arbeitgeber und pendelt regelmäßig zwischen Westküste und Prärie hin und her.
2011_01 Kauf einer Eigentumswohnung in Port Moody
Am 3. Februar 2011 werden wir Kanadier!
Am 22. Februar erhalten wir unsere kanadischen Reisepässe.
Am 2. Mai dürfen wir zum ersten Mal in Kanada wählen.
2012_12 Aus familiären Gründen entscheiden wir uns für eine Rückkehr nach Deutschland.
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2013_03 Unser Umzugsgut ist Richtung Deutschland unterwegs.
2013_06 Wir ziehen in den Schwarzwald.
2015_09 Sonjas Motorrad-Rundreise durch den Osten Kanadas
2016_03 Sonjas neuer kanadischer Reisepass hat nun eine Gültigkeit von 10 Jahren.
April 02, 2016
Warum auswandern? Hier ist es doch schön...
... fragt uns so manche(r) eingeborene SchwarzwälderIn immer wieder. Und richtig, diese Ecke Deutschlands ist wirklich wunderschön, für viele andere sogar ein Grund, hier Urlaub zu machen.
Da wir das Land ein paar Mal bereits ein paar Mal besucht hatten, wussten wir ja größtenteils, auf was wir uns einließen. Auch sprachen wir ganz gut Englisch und fühlten uns dank Ausbildung und Berufserfahrung ausreichend für den kanadischen Arbeitsmarkt vorbereitet.
Dabei half uns das Internet nicht nur bei der ganzen Recherche rund um die Immigration, sondern auch beim Aufbau eines neuen sozialen Umfeldes. Letztendlich hatten wir eine ganze Menge Glück: Der Arbeitsmarkt boomte gerade und wir fanden großartige Arbeitgeber. Und so wurde das Projekt Auswanderung für uns ein voller Erfolg und unser neues Lebensmotto: Life is good!
Als wir uns 2003 entschlossen hatten, nach Kanada umzuziehen, und dieses 2005 in die Tat umsetzten, verließen wir das Land ja nicht, weil in Deutschland alles so schrecklich war, sondern weil uns die Neugier und die Liebe zu unserem Urlaubsland Kanada magnetisch angezogen hat, so wie auch der Schwarzwald immer wieder Menschen aus anderen Teilen Deutschlands (und der Welt) anlockt.
Aus dieser Motivation heraus hatten wir - für den Deutschen an sich fast undenkbar - im Oktober 2004 unsere unbefristeten (!) Arbeitsverhältnisse aufgekündigt, Wohnung und Hausstand verkauft und waren auf zu neuen Ufern (bzw. Bergen) gezogen.
Dabei half uns das Internet nicht nur bei der ganzen Recherche rund um die Immigration, sondern auch beim Aufbau eines neuen sozialen Umfeldes. Letztendlich hatten wir eine ganze Menge Glück: Der Arbeitsmarkt boomte gerade und wir fanden großartige Arbeitgeber. Und so wurde das Projekt Auswanderung für uns ein voller Erfolg und unser neues Lebensmotto: Life is good!
March 17, 2016
Das war ja einfach!
Fünf Jahre sind wir nun schon kanadische Staatsbürger, wie die Zeit vergeht... und der alte Pass ist tatsächlich inzwischen abgelaufen. Für den Canadian Expat muss der Reisepass beim Konsulat in Berlin beantragt werden. Dazu findet man auf der Seite der Kanadischen Botschaft alle nötigen Informationen. Wir dachten schon, na prima, dann besuchen wir eben Berlin. Aber falsch gedacht.
Zunächst wird man Bediener freundlich durch das Menü geführt und kommt zum entsprechenden Formular: dann heißt es 'runter laden, ausfüllen, unterschreiben, die Gebühren überweisen und zusammen mit dem alten Pass und zwei neuen Fotos per Einschreiben (mit Rückschein) nach Berlin schicken. So weit, so einfach. Die Bearbeitung dauert in der Regel zwanzig Werktage, in unserem Falle waren es aber nur dreizehn.
Abholen mussten wir das Dokument jedoch nicht persönlich. Er wurde per Einschreiben zugestellt. Der neue Ausweis gilt nun für zehn Jahre und verfügt über dreißig Seiten für viele Visa-Stempel, jede Doppelseite hat ein anderes kanadisches Motiv. Schön!
Tja, und wie so oft bei Service Canada muss man dafür kaum einen Schritt vor die Tür machen (vom Gang zum Postamt mal abgesehen). Behördengang light, nennt man das wohl. Was für ein toller Service!
July 11, 2015
Neue Regeln bei der Bewerbung um die kanadische Staatsbürgerschaft
Seit dem 11. Juni 2015 gelten neue Voraussetzungen für die kanadische Staatsbürgerschaft. Unter anderem muss sich der Bewerber nun 4 von 6 Jahren im Land aufgehalten haben, vorher waren es 3 von 4 Jahren. Ab dem Zeitpunkt muss das neue Bewerbungsformular verwendet werden. Auch die Gebühren wurden erhöht: Nun sind es 630$ für Erwachsene und 200$ für Kinder.
Mit den neuen Vorgaben wird es aller Voraussicht nach schwieriger und teurer, Kanadier zu werden (und es auch zu bleiben). Auch wird zukünftig mehr Wert darauf gelegt, wie lange man sich in der neuen Wahlheimat aufgehalten hat.
Quellennachweis:
Key changes in force June 11, 2015 include the following:
- Applicants must now be physically present in Canada for at least 1,460 days (four years) during the six years before the date of their application, and they must be physically present in Canada for at least 183 days in each of four calendar years within the qualifying period. This is aimed at ensuring that citizenship applicants develop a strong attachment to Canada.
- Applicants between the ages of 14 and 64 must meet basic knowledge and language requirements. This is aimed at ensuring that more new citizens are better prepared for life in Canada.
- Citizenship will be automatically extended to additional "Lost Canadians" on June 11, who were born before 1947, and did not become citizens on January 1, 1947 when the first Canadian Citizenship Act came into effect. This will also apply to their children born in the first generation outside Canada.
- Adult applicants must declare their intent to reside in Canada once they become citizens and meet their personal income tax obligations in order to be eligible for citizenship.
- To help improve program integrity, there are now stronger penalties for fraud and misrepresentation (to a maximum fine of $100,000 and/or up to five years in prison). This is aimed at deterring unscrupulous applicants who are prepared to misrepresent themselves, or advise others to do so.
- The newly designated Immigration Consultants of Canada Regulatory Council (ICCRC) is the new regulatory body for citizenship consultants. Only members of the ICCRC, lawyers or notaries (including paralegals and students at law) can be paid to provide citizenship applicants with representation or advice.
- Requires 183 days minimum of physical presence in Canada during each of the four calendar years that are fully or partially within the six years immediately before the date of application (in effect June 11, 2015).
- Eliminates use of time spent in Canada as a non-permanent resident (non-PR) for most applicants (in effect June 11, 2015).
- Introduces "intent to reside" provision (in effect June 11, 2015).
- Legislation now requires applicants aged 14–64 to meet language requirements and pass knowledge test (in effect June 11, 2015).
- Extends citizenship to "Lost Canadians" born before 1947 as well as their first generation children born abroad (in effect June 11, 2015).
- Expansion of criminal prohibitions to bar applicants for crimes committed abroad. (In effect June 11, 2015).
- Newly designated Immigration Consultants of Canada Regulatory Council is the new regulatory body for citizenship consultants.
- Gives the Minister of Citizenship and Immigration Canada the authority to refuse an application for recognized status as a consultant if applicant commits fraud.
- Fines and penalties for fraud are up to a maximum $100,000 and/or up to five years in prison (in effect June 11, 2015).
- New offences and penalties will be implemented for a person who counsels known misrepresentation or represents or advises a citizenship applicant and are unauthorized to do so (in effect June 11, 2015).
- Gives Minister of Citizenship and Immigration authority to decide on most revocation cases.
- Complex revocation cases such as war crimes, crimes against humanity, security, other human or international rights violations, and organized criminality decided by the Federal Court (in effect May 28, 2015).
- Establishes authority to define what constitutes a complete application and what evidence applicants must provide (in effect since August 2014).
- Changes citizenship grant to a single-step process for most applications that reduces duplication and improves processing times (in effect since August 2014).
- Requires adult applicants to file Canadian income taxes, if required under the Income Tax Act, to be eligible for citizenship (in effect June 11, 2015).
- Authority to revoke Canadian citizenship from dual citizens who served as members of an armed force of a country or an organized armed group engaged in armed conflict with Canada (in effect May 28, 2015).
- Authority to revoke Canadian citizenship from dual citizens who are convicted of terrorism, high treason, treason, or spying offences, depending on the sentence received (in effect May 28, 2015).
- Authority to deny Canadian citizenship to permanent residents who served as members of an armed force of a country or an organized armed group engaged in armed conflict with Canada or who are convicted of terrorism, high treason, treason, or spying offences, depending on the sentence received (in effect June 11, 2015).
- Applicants can be refused for misrepresenting or withholding material facts on applications and are subsequently barred from being granted citizenship for five years (in effect May 28, 2015).
- Creates a fast-track mechanism for citizenship for individuals serving or on exchange with the Canadian Armed Forces to honour their service to Canada (in effect since June 2014).
July 05, 2015
Amateur-Vagabunden sind wir
Der Deutsche an sich scheint ja recht Heimat verbunden zu sein. Die meisten Umzüge finden innerhalb des eigenen Ortes statt, nur jeder zehnte verlässt seine Region, und nur vier Prozent sind schon mal ins Ausland gezogen, so jedenfalls sagt es eine FORSA Studie von 2011 (Quelle: Stern).
Durchschnittlich ziehen Wessies öfter um als Ossies, Norddeutsche (wie Sonja) öfter als der Rest der Bevölkerung. Die Damen ziehen eher der Liebe wegen um, die Herren wegen der Arbeit. Junge Leute ziehen von zuhause aus und danach in eine größere Wohnung oder in ein Haus, oft wegen zu erwartendem Nachwuchs. Doch im Durchschnitt zieht der Deutsche gerade viermal in seinem ganzen Leben um.
Wir entsprechen mit (bisher!) elf Umzügen so gar nicht dem Durchschnitt. Allein in der Region waren es locker fünf Mal, dazu vier Umzüge in Kanada und zwei weitere mit der Rückkehr nach DE. Die Motive waren dabei: Umzüge wegen Job und/oder Studium, oder immer wieder von einer Miet- in eine Eigentumswohnung.
Der Umzug nach Kanada fand völlig außer der Reihe statt. Da wartete kein neuer Job und keine neue Wohnung auf uns. Wir hatten unser Eigentum aufgegeben, alles verkauft, was nicht niet- und nagelfest war und unsere (unbefristeten!) Arbeitsverträge gekündigt. Auch für uns Amateur-Vagabunden ein großer Schritt, der mit viel Herzklopfen und noch mehr Fragezeichen verbunden war.
Wir fingen tatsächlich noch einmal ganz von vorne an. Und warum?
Durchschnittlich ziehen Wessies öfter um als Ossies, Norddeutsche (wie Sonja) öfter als der Rest der Bevölkerung. Die Damen ziehen eher der Liebe wegen um, die Herren wegen der Arbeit. Junge Leute ziehen von zuhause aus und danach in eine größere Wohnung oder in ein Haus, oft wegen zu erwartendem Nachwuchs. Doch im Durchschnitt zieht der Deutsche gerade viermal in seinem ganzen Leben um.
Wir entsprechen mit (bisher!) elf Umzügen so gar nicht dem Durchschnitt. Allein in der Region waren es locker fünf Mal, dazu vier Umzüge in Kanada und zwei weitere mit der Rückkehr nach DE. Die Motive waren dabei: Umzüge wegen Job und/oder Studium, oder immer wieder von einer Miet- in eine Eigentumswohnung.
Der Umzug nach Kanada fand völlig außer der Reihe statt. Da wartete kein neuer Job und keine neue Wohnung auf uns. Wir hatten unser Eigentum aufgegeben, alles verkauft, was nicht niet- und nagelfest war und unsere (unbefristeten!) Arbeitsverträge gekündigt. Auch für uns Amateur-Vagabunden ein großer Schritt, der mit viel Herzklopfen und noch mehr Fragezeichen verbunden war.
Wir fingen tatsächlich noch einmal ganz von vorne an. Und warum?
in unser'n Herzen brennt eine Sehnsucht,
die läßt uns nimmermehr in Ruh´.
(aus dem Lied: Bergvagabunden sind wir)
| 2005 Alberta Prairies & Rocky Mountains |
June 25, 2014
Doppelte Staatsbürgerschaft
Immer wieder erreichen uns Fragen zur Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft. Daher möchten wir hier mit ein paar schnellen Tipps dienen. Es handelt sich hier um unsere persönlichen Erfahrungen, und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
An sich hinreichende Informationen zur BBG gibt es auf der BVA Webseite. Man findet dort die Anträge und auch Hinweise auf die Argumentation. Die Aufforderung zur Zahlung der Gebühren erhält man nach der Prüfung des Antrages. Also bitte nichts vorher zahlen.
Folgende Gründe zur Beibehaltung haben wir angeführt:
- Feste familiäre Bindungen ersten Grades, belegt mit Adressliste und Kontaktdaten
- Regelmässige Besuche, Schriftverkehr und Telefonate, belegt durch Auszug aus der Telefonliste und durch Flugtickets nach Deutschland
- Eigentum in Deutschland, belegt durch Vertragskopie
- Mitgliedschaft in deutschen Fördervereinen, belegt anhand von Mitgliedsausweisen
- Aktive Pflege der Muttersprache und Kultur (dt. Fernsehen, Online Tagesschau, deutsche Bücher und DVDs, mit Deutschen zur WM treffen/Oktoberfest etc.)
- Möglichkeit der Rückkehr nach Europa und Wiedereingliederung besonders bei Krankheitsfall in der Familie
Letzteres war in unserem Falle dann ja auch tatsächlich eingetreten.
Die Gründe zur Beantragung der kanadischen Staatsbürgerschaft waren:
- Berufliche Chancen, belegt anhand von Stellenausschreibungen und Lebenslauf zum Beweis, dass man die erforderliche Qualifikation für den Job hat
- Vereinfachte Grenzgänge bei Entsendung in die USA, belegt durch Schreiben vom Arbeitgeber
- Wunsch nach Mitgestaltung des politischen und gesellschaftlichen Lebens (Ist zwar kein offiziell akzeptierter Grund, aber für uns war es ein wichtiger persönlicher.)
Allen, die dieses versuchen wollen, wünschen wir viel Erfolg bei ihrem Vorhaben.
Nachtrag im Juli 2015: Neues zum Thema Kanadische Staatsbürgerschaft gibt es hier: KLICK
April 20, 2013
Behördendreikampf - Redux
Eine gute Zusammenfassung an Tipps für die Rückkehr nach Deutschland gibt es bei der Bundesanstalt für Arbeit. Hier werden die Schritte von der Anmeldung im Land bis hin zu Leistungsansprüchen gegeben.
Natürlich kann man auch entsprechende Beratungsstellen in Anspruch nehmen: Das Raphaelswerk berät bei der Rückkehr und Eingliederung, während Eures-Berater bei der Arbeitssuche in Europa unterstützen können.
Nachdem man wieder eine Adresse in Deutschland hat, meldet man seinen Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt an, beantragt den Personalausweis und tauscht den Führerschein (innerhalb von sechs Monaten) um. Letzteres sollte genauso problemlos vonstatten gehen, wie seinerzeit bei der Einwanderung nach Kanada. Laut unserer Recherche wird Führerscheininhabern aus BC für das Führen von Autos und Motorrädern keine erneute Prüfung abverlangt.
Mehr Informationen zum Thema Führerschein gibt es auf dem Merkblatt des Bundesministeriums für Verkehr und hier.
Weiterhin sollte man sich zügig wieder bei der Krankenkasse anmelden, bei der man vor der Auswanderung versichert war. Dort kann man sich i.d.R. für einen Basistarif zunächst privat versichern, solange man noch keine Arbeit hat.
Natürlich kann man auch entsprechende Beratungsstellen in Anspruch nehmen: Das Raphaelswerk berät bei der Rückkehr und Eingliederung, während Eures-Berater bei der Arbeitssuche in Europa unterstützen können.
Nachdem man wieder eine Adresse in Deutschland hat, meldet man seinen Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt an, beantragt den Personalausweis und tauscht den Führerschein (innerhalb von sechs Monaten) um. Letzteres sollte genauso problemlos vonstatten gehen, wie seinerzeit bei der Einwanderung nach Kanada. Laut unserer Recherche wird Führerscheininhabern aus BC für das Führen von Autos und Motorrädern keine erneute Prüfung abverlangt.
Mehr Informationen zum Thema Führerschein gibt es auf dem Merkblatt des Bundesministeriums für Verkehr und hier.
Weiterhin sollte man sich zügig wieder bei der Krankenkasse anmelden, bei der man vor der Auswanderung versichert war. Dort kann man sich i.d.R. für einen Basistarif zunächst privat versichern, solange man noch keine Arbeit hat.
April 19, 2013
Wie bereitet man sich auf eine Rückwanderung vor?
Im Grunde genauso, wie man sich für eine Auswanderung vorbereitet...
Wir haben unsere Privatkontakte regelmäßig gepflegt und unsere Familie und Freunde auf unseren Heimaturlauben besucht.
Auch haben wir über die Jahre Kontakte zu Exkollegen aufrecht erhalten. Besonders hilft dabei das Berufsportal LinkedIn weiter.
Wir machen Gebrauch vom Online-Angebot der Tagesschau und wissen, welche gesellschaftliche und politische Situation uns in Europa erwarten wird.
Selbstverständlich haben uns über die Arbeitssituation informiert und Stellenportale (Stepstone, Monster, Jobpilot) gescreent. Somit wissen wir in etwa, in welchen Regionen wir voraussichtlich die besten Chancen für einen beruflichen Wiedereinstieg haben sollten.
Wir haben unser deutsches Konto behalten.
Wir haben uns ein finanzielles Polster angespart, um einige Zeit ohne Einkommen überbrücken zu können, da wir die Sozialversicherung nicht in Anspruch nehmen wollen.
Wir haben unsere Privatkontakte regelmäßig gepflegt und unsere Familie und Freunde auf unseren Heimaturlauben besucht.
Auch haben wir über die Jahre Kontakte zu Exkollegen aufrecht erhalten. Besonders hilft dabei das Berufsportal LinkedIn weiter.
Wir machen Gebrauch vom Online-Angebot der Tagesschau und wissen, welche gesellschaftliche und politische Situation uns in Europa erwarten wird.
Selbstverständlich haben uns über die Arbeitssituation informiert und Stellenportale (Stepstone, Monster, Jobpilot) gescreent. Somit wissen wir in etwa, in welchen Regionen wir voraussichtlich die besten Chancen für einen beruflichen Wiedereinstieg haben sollten.
Wir haben unser deutsches Konto behalten.
Wir haben uns ein finanzielles Polster angespart, um einige Zeit ohne Einkommen überbrücken zu können, da wir die Sozialversicherung nicht in Anspruch nehmen wollen.
April 18, 2013
Acht Jahre!
Es gibt Menschen, die sind voller verpasster Gelegenheiten. Wir wollten nicht zu jenen gehören, die später einmal sagen “Ach, hätten wir doch...”. Kanada ist für uns die Realisierung eines Traums, ein Abenteuer, etwas, dass wir machen wollten, bevor wir zu alt oder krank oder unflexibel für Veränderungen werden. Acht Jahre Kanada. Wo ist nur die Zeit geblieben?
Am 18. April 2005 wanderten wir nach Calgary in Alberta ein. Dort waren wir willkommen, fanden schnell Arbeit und neue Freunde. Es gab die Badlands, die Prairies und die Rocky Mountains, einen Haufen Schnee, aber auch viel Sonnenschein.
Vor drei Jahren zog es uns dann weiter nach Port Moody in British Columbia. Das Wetter an der pazifischen Westküste ist im Gegensatz zum rauhen Klima in den Prairies vergleichsweise mild, und so tauschten wir Schnee und Kälte gegen wochenlangen Regen ein. Aber kann es etwas Schöneres geben, als die Berge und den Ozean direkt vor der Tür zu haben?
In Kanada haben wir zu unserer Work-Life Balance gefunden und staunen immer wieder auf's Neue über das, was uns Mutter Natur zu bieten hat. Wir lieben dieses Land, es ist uns zu einer zweiten Heimat geworden.Aber nach acht Jahren vermissen wir die Nähe zur Familie und haben Heimweh nach europäischer Kultur und Landschaft. Ja, uns ist bewusst, dass wir ein Luxusproblem haben, oder besser: wir haben die Wahl, denn...
... wir ziehen einfach mal wieder um!
Bevor wir uns zu einer Rückkehr entschlossen, stand sogar Neuseeland mal zur Diskussion, wurde aber wegen der noch weiteren Entfernung zu Freunden und Familie dann doch wieder verworfen. Denn bei aller Liebe und Bewunderung für die fantastische Gegend, sie ersetzt doch auf Dauer Familie und Freunde nicht.
So machten wir eine Liste der Länder, die uns auch noch interessieren könnten. Dabei stellten wir fest, dass für uns der gesamte deutsche und englische Sprachraum, sowie Skandinavien oder Holland zum Leben und Arbeiten in Betracht kommen können.
Dem/der geneigten Leser/in wird vielleicht aufgefallen sein, dass wir im vergangenen Jahr verdächtig oft in Europa waren. Wir wollten ein Gefühl für eine Rückkehr entwickeln, und konnten sagen, es hat sich gut angefühlt.
Auswanderung - Rückwanderung. Das hört sich doch alles sowieso viel zu entgültig an. Wir nennen es daher Weiterwanderung.
Zum Zwecke einer Neuorientierung werden wir erst einmal wieder in unsere alte Heimat umziehen, uns nach geeigneten Arbeitstellen umsehen und überraschen lassen, wohin es uns als nächstes verschlagen wird.
Am meisten freuen wir uns schon auf die wieder gewonnene Nähe zur Familie und zu Freunden, auf Straßencafes und Biergärten und auf Ausfahrten mit unseren Vespa’s, auf Museen, historische Architektur und Konzerte und darauf, dass wir innerhalb weniger Flugstunden in eine völlig andere Kultur 'eintauchen' können.
Der erste Schritt ist getan: Wir haben unsere Jobs gekündigt!
Wir sind dann mal weg! Das Ende? Nein, ein neuer Anfang. Denn, so unglaublich es klingen mag, jetzt heißt es:
Goodbye, Canada - Hallo, Europa!
Wer an unserer Auswanderungsgeschichte interessiert ist, ist eingeladen, sich auf eine Zeitreise in das Jahr 2003 begeben, wo alles anfing.
Wer an unserer Auswanderungsgeschichte interessiert ist, ist eingeladen, sich auf eine Zeitreise in das Jahr 2003 begeben, wo alles anfing.
January 27, 2013
Wir sind NEXUS!
Ob beruflich oder privat, wir reisen doch recht oft in die USA. Seit einigen Jahren gibt es nun schon für eine bestimmte Klientel von besonders vertrauenswürdigen Grenzgängern ein bevorzugtes Verfahren. Da unsere biometrischen Daten durch unsere vorherigen Reisen in die Staaten sowieso bereits oft genug gespeichert wurden, haben wir uns entschlossen, diesen letzten Schritt zu machen, und uns um die NEXUS-Karte zu bewerben.
Letzter Teil des Bewerbungsverfahrens ist das Interview bei US und Canada Customs. Also machten wir uns Samstag morgen auf zum Flughafen Vancouver, wo das Gespräch stattfinden sollte. Das Ganze ging kurz und schmerzlos von statten. Wir wurden noch einmal nach unseren persönlichen Daten gefragt, unsere Fingerabdrücke und Retina-Scans abgenommen, und dann waren wir entlassen mit den Worten, daß das Verfahren nun abgeschlossen und wir für NEXUS zugelassen sind. Das war ja einfach.
Wesentlicher Vorteil dieses Ausweises soll die beschleunigte Abwicklung beim Grenzübergang sein. Das werden wir wohl dann demnächst mal ausprobieren müssen.
Letzter Teil des Bewerbungsverfahrens ist das Interview bei US und Canada Customs. Also machten wir uns Samstag morgen auf zum Flughafen Vancouver, wo das Gespräch stattfinden sollte. Das Ganze ging kurz und schmerzlos von statten. Wir wurden noch einmal nach unseren persönlichen Daten gefragt, unsere Fingerabdrücke und Retina-Scans abgenommen, und dann waren wir entlassen mit den Worten, daß das Verfahren nun abgeschlossen und wir für NEXUS zugelassen sind. Das war ja einfach.
Wesentlicher Vorteil dieses Ausweises soll die beschleunigte Abwicklung beim Grenzübergang sein. Das werden wir wohl dann demnächst mal ausprobieren müssen.
December 11, 2012
Es geht wieder los!
Kanada ist weltweit ein beliebtes Einwanderungsziel für jedermann(-frau). Das passt gut, denn es boomt schon wieder kräftig und plötzlich fehlen mal wieder (billige) Arbeitskräfte. Und da das Abwerben von Arbeitskräften ja viel preiswerter ist und schneller geht, als die Ausbildung des ortansässigen "Human Capitals", wie es ja so schön in der Konzernsprache heißt, und es ja so einfach ist, diese Immigranten wieder nach Hause zu schicken, sobald der Aufschwung vorbei ist, gibt es jetzt für Handwerker und andere skilled worker ein ganz tolles, neues beschleunigtes Bewerbungsverfahren.
Der Bewerber darf also nun das allgemein gültige Punktesystem umgehen, wenn er ein Arbeitsangebot in der bevorzugten Berufsgruppe vorlegen kann. (Das ist im Bewerbungsverfahren für ein Workpermit auch zwingend.) Darüber hinaus reicht es aus, ein Minimum von zwei Jahren Berufserfahrung in der gewünschten Sparte gesammelt zu haben. (Im Normalverfahren gilt: je mehr Erfahrung desto besser.) Des weiteren braucht er/sie nur noch über Basiskenntnisse in einer der Landessprachen verfügen. (Bei der normalen Bewerbung gibt es extra Punkte für Sprachkenntnisse, wenn man diese zertifizieren lässt.)
Für den Unternehmer ist das natürlich besonders schön, denn er bekommt recht schnell, und oft zu viel niedrigeren Lohnkosten seine offenen Stellen mit Immigranten besetzt, für deren Ausbildung er selbst nicht einen Cent ausgeben musste.
Nur darf man sich jetzt wahrscheinlich schon darauf einstellen, dass die fehlende Berufserfahrung kombiniert mit mangelhaften Sprachkenntnissen unweigerlich zu Missverständnissen von Anweisungen, zu Qualitätsmängeln oder im schlimmsten Falle zu vermehrten Arbeitsunfällen führen wird. Ganz toll!
Der Bewerber darf also nun das allgemein gültige Punktesystem umgehen, wenn er ein Arbeitsangebot in der bevorzugten Berufsgruppe vorlegen kann. (Das ist im Bewerbungsverfahren für ein Workpermit auch zwingend.) Darüber hinaus reicht es aus, ein Minimum von zwei Jahren Berufserfahrung in der gewünschten Sparte gesammelt zu haben. (Im Normalverfahren gilt: je mehr Erfahrung desto besser.) Des weiteren braucht er/sie nur noch über Basiskenntnisse in einer der Landessprachen verfügen. (Bei der normalen Bewerbung gibt es extra Punkte für Sprachkenntnisse, wenn man diese zertifizieren lässt.)
Für den Unternehmer ist das natürlich besonders schön, denn er bekommt recht schnell, und oft zu viel niedrigeren Lohnkosten seine offenen Stellen mit Immigranten besetzt, für deren Ausbildung er selbst nicht einen Cent ausgeben musste.
Nur darf man sich jetzt wahrscheinlich schon darauf einstellen, dass die fehlende Berufserfahrung kombiniert mit mangelhaften Sprachkenntnissen unweigerlich zu Missverständnissen von Anweisungen, zu Qualitätsmängeln oder im schlimmsten Falle zu vermehrten Arbeitsunfällen führen wird. Ganz toll!
August 27, 2011
Wenn man seinen Pass verliert...
Nachdem Roland ja auf unserer letzten Tour seinen Pass verloren hatte, gab es nun einiges zu tun, um wieder an einen neuen heran zu kommen.
Wichtiger erster Schritt war, bei Passport Canada den Verlust des Passes zu melden und ihn sperren zu lassen. Das konnte Roland telefonisch erledigen, und er war wieder mal überrascht, wie freundlich der kanadische Beamte war. Wenn ein Pass erst einmal gesperrt ist, kann er nicht mehr entsperrt werden. Sollte man seinen Pass also wieder finden, bloss nicht mehr benutzen!
Danach ging es an die Beantragung des neuen Passes. Wie schon beim ersten Mal brauchte Roland wieder einen Bürgen, der die von Roland angeführten Daten bestätigt und eines der Passbilder unterschreibt. Freundlicherweise hat sich Rolands Kollege Ed wieder dazu bereit erklärt. Roland musste dafür allerdings nach Calgary...
Danach musste Roland eine eidesstattliche Erklärung vor einem Notar abgeben, unter welchen Umständen der Pass abhanden gekommen ist. Natürlich lässt sich ein Notar so etwas gut bezahlen.
Mit all den Unterlagen und frischen Passbildern ging Roland dann zum Amt, wo er nach amtsmässiger Wartezeit der wieder sehr freundlichen Beamtin noch einmal im Detail schildern musste, wie er den Pass verloren hat. Sie schrieb mit, und Roland musste die Aussage unterschreiben. Der Rest der Prozedur war Standard, und heute, zwei Wochen nach Beantragung konnte Roland seinen neuen Pass abholen.
Der Pass hat allerdings einen Vermerk, dass es sich um einen Ersatzpass handelt. Sollte Roland dieser auch per Verlust, Diebstahl oder Zerstörung abhanden kommen, wird es schwierig. der nächste Pass würde dann nur unter Vorlage von Reisedokumenten und für zwei Jahre ausgestellt...
Wichtiger erster Schritt war, bei Passport Canada den Verlust des Passes zu melden und ihn sperren zu lassen. Das konnte Roland telefonisch erledigen, und er war wieder mal überrascht, wie freundlich der kanadische Beamte war. Wenn ein Pass erst einmal gesperrt ist, kann er nicht mehr entsperrt werden. Sollte man seinen Pass also wieder finden, bloss nicht mehr benutzen!
Danach ging es an die Beantragung des neuen Passes. Wie schon beim ersten Mal brauchte Roland wieder einen Bürgen, der die von Roland angeführten Daten bestätigt und eines der Passbilder unterschreibt. Freundlicherweise hat sich Rolands Kollege Ed wieder dazu bereit erklärt. Roland musste dafür allerdings nach Calgary...
Danach musste Roland eine eidesstattliche Erklärung vor einem Notar abgeben, unter welchen Umständen der Pass abhanden gekommen ist. Natürlich lässt sich ein Notar so etwas gut bezahlen.
Mit all den Unterlagen und frischen Passbildern ging Roland dann zum Amt, wo er nach amtsmässiger Wartezeit der wieder sehr freundlichen Beamtin noch einmal im Detail schildern musste, wie er den Pass verloren hat. Sie schrieb mit, und Roland musste die Aussage unterschreiben. Der Rest der Prozedur war Standard, und heute, zwei Wochen nach Beantragung konnte Roland seinen neuen Pass abholen.
Der Pass hat allerdings einen Vermerk, dass es sich um einen Ersatzpass handelt. Sollte Roland dieser auch per Verlust, Diebstahl oder Zerstörung abhanden kommen, wird es schwierig. der nächste Pass würde dann nur unter Vorlage von Reisedokumenten und für zwei Jahre ausgestellt...
February 23, 2011
Nun ist es offiziell!
February 04, 2011
Wir sind Kanadier!
Vor fast sechs Jahren sind wir als Permanent Residents und German Expats nach Kanada eingewandert. Und seit heute dürfen wir uns kanadische Staatsbürger nennen.

Hier nahm alles seinen Anfang: Vor dem Service Canada Gebäude in Calgary.
Vor einer Woche (Roland weilte gerade mal wieder in Vancouver) bekamen wir Post vom Government, mit der Einladung, uns in Calgary zum Einbürgerungstest einzufinden.

Wir stimmen uns auf die Hymne ein.
Nur eine Woche Vorbereitung auf hunderte von möglichen Testfragen, und das inmitten einer stressigen Arbeitswoche! Also wurde tagsüber gearbeitet, und nachts gepaukt. Wir fühlten uns in unser Studentenleben zurück versetzt und haben mehrfach das Gefühl gehabt: wir werden einfach zu alt für diesen Mist...
Für Roland ging es Montag morgen bereits nach Calgary zurück, während Sonja einen 500$ Flug für Mittwoch buchen musste (ARGH!).
Ja, wir geben zu, wir waren ein wenig aufgeregt. Vor der Zulassung zur Prüfung wurden noch einmal sämtliche Papiere (von Immigrationsdokumenten bis zu abgelaufenen Reisepässen!) und die Identität überprüft.
Danach erhielten wir einen Zettel, auf dem später die Antworten auf 20 Multiple Choice Fragen zur kanadischen Politik, dem Wahlsystem, dem Rechtssystem, der Geschichte und der Kultur markiert werden mussten. Eine halbe Stunde hatten wir Zeit, nach zehn Minuten und doppelter Kontrolle der Antworten, wir konnten es selbst kaum glauben, waren wir fertig.

Alle warten auf den wichtigsten Moment des Tages.
Die erfolgreichen Kandidaten des heutigen Tages wurden bereits für den gleichen Nachmittag zur Einbürgerungszeremonie eingeladen, und dazu gehörten eben auch wir.
Nach der Mittagspause fanden wir uns also im Zeremoniensaal des Harry Hays Gebäudes ein. Neben den neuen Kanadiern waren auch etliche Familienmitglieder und Freunde eingeladen, diesem Ritual beizuwohnen.

Die Richterin, ihr Beisitz und die Mountie nehmen ihre Positionen ein.

Es geht los!
Insgesamt wurden 106 Personen aus 45 Ländern eingebürgert. Das ist Kanada!
Der Richter war eine asiatische Dame, der Beisitz eine Frau aus dem Nahen Osten, und der Mountie eine blonde Amazone. Auch das ist Kanada!
Die Rede der Richterin war ergreifend, besonders da sie heute selbst ein Familienmitglied vereidigen konnte. Es war sehr feierlich, viele Leute hatten sogar Tränen in den Augen.

Oh Canada!
Wir haben Königin Elisabeth II unsere Treue in französischer und englischer Sprache geschworen (das ist nun mal Teil dieser Angelegenheit), und dann wurden uns feierlich die Einbürgerungszertifikate überreicht. Am Schluss wurde dann die kanadische Nationalhymne eingespielt, bei der wir (sichtlich stolz auf unsere neue Staatsbürgerschaft) tatsächlich mit gesungen haben.

Hier posieren wir mit Richterin Joan May Way.
Sichtlich erschöpft und überwältigt von den Ereignissen der letzten Tage haben wir mit Thomas und Jane zu Hause erst einmal eine Flasche Schampus geköpft, und sind dann anschliessend noch ins Moxie's, um dort (ganz kanadisch) Meatballs und Spareribs zu vernichten.
Wir sind ein bisschen stolz auf uns, dass wir es bis hierhin geschafft haben. Danke, Kanada! Und ein besonderes Danke gilt auch unserem Heimatland, welches uns (wie dem Papst) das Privileg der doppelten Staatsbürgerschaft gewährt hat.
WE. ARE. CANADIAN! Life is good!
Für alle, die dieses noch vor sich haben: die Webseiten, die uns bei der Prüfungsvorbereitung geholfen haben:
http://www.v-soul.com/
und
http://www.apnatoronto.com/canadian-citizenship-quiz.html
Hier nahm alles seinen Anfang: Vor dem Service Canada Gebäude in Calgary.
Vor einer Woche (Roland weilte gerade mal wieder in Vancouver) bekamen wir Post vom Government, mit der Einladung, uns in Calgary zum Einbürgerungstest einzufinden.
Wir stimmen uns auf die Hymne ein.
Nur eine Woche Vorbereitung auf hunderte von möglichen Testfragen, und das inmitten einer stressigen Arbeitswoche! Also wurde tagsüber gearbeitet, und nachts gepaukt. Wir fühlten uns in unser Studentenleben zurück versetzt und haben mehrfach das Gefühl gehabt: wir werden einfach zu alt für diesen Mist...
Für Roland ging es Montag morgen bereits nach Calgary zurück, während Sonja einen 500$ Flug für Mittwoch buchen musste (ARGH!).
Ja, wir geben zu, wir waren ein wenig aufgeregt. Vor der Zulassung zur Prüfung wurden noch einmal sämtliche Papiere (von Immigrationsdokumenten bis zu abgelaufenen Reisepässen!) und die Identität überprüft.
Danach erhielten wir einen Zettel, auf dem später die Antworten auf 20 Multiple Choice Fragen zur kanadischen Politik, dem Wahlsystem, dem Rechtssystem, der Geschichte und der Kultur markiert werden mussten. Eine halbe Stunde hatten wir Zeit, nach zehn Minuten und doppelter Kontrolle der Antworten, wir konnten es selbst kaum glauben, waren wir fertig.
Alle warten auf den wichtigsten Moment des Tages.
Die erfolgreichen Kandidaten des heutigen Tages wurden bereits für den gleichen Nachmittag zur Einbürgerungszeremonie eingeladen, und dazu gehörten eben auch wir.
Nach der Mittagspause fanden wir uns also im Zeremoniensaal des Harry Hays Gebäudes ein. Neben den neuen Kanadiern waren auch etliche Familienmitglieder und Freunde eingeladen, diesem Ritual beizuwohnen.
Die Richterin, ihr Beisitz und die Mountie nehmen ihre Positionen ein.
Es geht los!
Insgesamt wurden 106 Personen aus 45 Ländern eingebürgert. Das ist Kanada!
Der Richter war eine asiatische Dame, der Beisitz eine Frau aus dem Nahen Osten, und der Mountie eine blonde Amazone. Auch das ist Kanada!
Die Rede der Richterin war ergreifend, besonders da sie heute selbst ein Familienmitglied vereidigen konnte. Es war sehr feierlich, viele Leute hatten sogar Tränen in den Augen.
Oh Canada!
Wir haben Königin Elisabeth II unsere Treue in französischer und englischer Sprache geschworen (das ist nun mal Teil dieser Angelegenheit), und dann wurden uns feierlich die Einbürgerungszertifikate überreicht. Am Schluss wurde dann die kanadische Nationalhymne eingespielt, bei der wir (sichtlich stolz auf unsere neue Staatsbürgerschaft) tatsächlich mit gesungen haben.
Hier posieren wir mit Richterin Joan May Way.
Sichtlich erschöpft und überwältigt von den Ereignissen der letzten Tage haben wir mit Thomas und Jane zu Hause erst einmal eine Flasche Schampus geköpft, und sind dann anschliessend noch ins Moxie's, um dort (ganz kanadisch) Meatballs und Spareribs zu vernichten.
Wir sind ein bisschen stolz auf uns, dass wir es bis hierhin geschafft haben. Danke, Kanada! Und ein besonderes Danke gilt auch unserem Heimatland, welches uns (wie dem Papst) das Privileg der doppelten Staatsbürgerschaft gewährt hat.
WE. ARE. CANADIAN! Life is good!
Für alle, die dieses noch vor sich haben: die Webseiten, die uns bei der Prüfungsvorbereitung geholfen haben:
http://www.v-soul.com/
und
http://www.apnatoronto.com/canadian-citizenship-quiz.html
March 26, 2010
Post aus Sydney, NS
Im Test müssen wir beweisen, dass wir ein simples Gespräch in Englisch führen können (was bei weitem nicht so anspruchsvoll klingt wie der Sprachtest für die Immigration!) und grundlegende Kenntnisse unserer Rechte und Pflichten als Kanadier sowie Kenntnisse über kanadische Kultur und Geographie besitzen.
Der schwierigste Teil wird dann der Eid während der feierlichen Zeremonie sein, denn den legen wir auf QE2 ab: "Ich schwöre, dass ich ihrer Majestät Königin Elisabeth II, Königin von Kanada [...] treu und gehorsam sein werde, dass ich treu die Gesetze Kanadas befolgen werde und meine Pflichten als Kanadier erfüllen werde." Das wird wahrscheinlich ein grosses Gemurmel im Saal!
Wen es interessiert, den Study Guide für den Test kann man sich hier herunter laden!
March 19, 2010
Der Kreis schliesst sich
Am Mittwoch um 10 Uhr konnten wir (schon) nach vier Monaten endlich unsere neuen Permanent Resident Cards abholen, die nun weitere fünf Jahre gültig sind. Wir wurden in einem grossen Saal empfangen, in dem etwa 80 weitere Immigranten Platz genommen hatten und auf ihre neuen Dokumente warteten. Nach etwa 20 Minuten wurden wir aufgerufen und konnten unsere PR Ausweise in Empfang nehmen. Gerade rechtzeitig, da Sonja die nächsten Wochen dienstlich in Neuseeland sein wird.
Im April werden es fünf Jahre sein, die wir bereits hier in Kanada verbracht haben werden, fünf Jahre, in denen wir nicht bereut haben, den Schritt über den grossen Teich gewagt zu haben, auch wenn uns manchmal die Anpassung an lokale Gepflogenheiten irritiert, amüsiert oder heraus gefordert haben. Wir fühlen uns wohl in Kanada, doch es wird Zeit für eine Veränderung. Sonja's neuer Job in Vancouver soll den Beginn eines Umzuges nach British Columbia markieren. Wenn alles klappt, werden wir zum Sommer hin Port Moody unser neues Zuhause nennen können.
November 15, 2009
Nun ist es offiziell!
Unsere Urkunden zur Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit sind eingetroffen.
Des weiteren ist Sonja schon einmal zur Orientierungswoche bei ihrem (hoffentlich) zukünftigen Arbeitgeber eingeladen worden, obwohl noch längst nicht alle Background-Checks abgeschlossen sind. Wir nehmen das trotzdem mal als ein gutes Zeichen hin. Am Montag um 9:30 Uhr soll es los gehen. Solange der Arbeitsvertrag noch nicht 'in trockenen Tüchern' ist, wird sie von ihren Erlebnissen in der Arbeits(losen)welt auch weiterhin auf ihrem (F)unemployment-Blog berichten.
November 03, 2009
Behörden-Dreikampf Redux
Am vergangenen Sonntag waren wir sehr fleissig und haben sowohl unsere Anträge auf kanadische Staatsbürgerschaft, als auch die Papiere für die Ausstellung der neuen Permanent Resident Cards fertig gemacht. Gestern haben wir die Unterlagen dann per Einschreiben nach Sydney (Nova Scotia) geschickt. Dabei überraschten uns die niedrigen Kosten für den Transport: Die Postgebühren für die Strecke von über 5,000km betrugen lediglich $7,50 pro Umschlag.
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