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July 15, 2017

On Top of Europe

Not as easy as it looks  ;-)

Jungfraujoch, otherwise marketed as Top of Europe due to its highest train station is a prime tourist destination for the so inclined visitor of Switzerland. The glacier covered mountain saddle has everything the typical ill-dressed five-countries-in-three-days traveler desires: the pristine (almost fake looking) Swiss mountain scenery, easy access by cog railway, and kitsch shops on almost 3.500m (11,500ft) above sea level. Arrived in sandals? No problem. You don't even have to leave the visitor center to get your million dollar shot of the Alps, and the famous mountain peaks of Jungfrau, Eiger and Mönch.

The Swiss tourism industry is a well oiled machinery, every train is on time and sparkles in cleanliness, staff is multilingual and friendly, and tending to their customers needs. We had bought our ticket the night before, which saved us waiting in line the next morning. The train station is a twenty minute walk away from the campground. We boarded the train, which (of course) left on time. Well seated and with surrounded by panoramic views the ride was far from boring.

Das Jungfraujoch, auch Top of Europe genannt, da sie den höchstgelegenen Bahnhof hat (irgend so ein Marketing Gedöns), ist einer der beliebtesten Touristenattraktionen in der Schweiz. Der Gletscher bedeckte Bergsattel hat alles zu bieten, was der typische für Witterung und Umgebung unpassend gekleidete Fünf-Länder-in-drei-Tagen Reisende von der Schweizer Alpengegend erwartet: eine großartige (fast künstlich wirkende, weil so schöne) Landschaft, eine bequeme Anreise mit der Zahnradbahn, Einkaufsmöglichkeiten auf fast dreieinhalbtausend Metern und, da man das Besucherzentrum nicht verlassen muss, stellen auch Sandalen kein Problem dar. Den Blick auf Jungfrau, Eiger oder Mönch kann man nämlich genauso bequem aus den Panoramafenstern bewundern.

Die Schweizer Touristenindustrie läuft wie geschmiert, jeder Zug ist pünktlich und alles blitzt vor Sauberkeit, die Mitarbeiter sind freundlich, zuvorkommend und sprechen mehrere Sprachen.
Wir hatten unsere Tickets bereits am Vorabend besorgt, so dass uns das Schlangenstehen am nächsten Morgen erspart blieb. Der Bahnhof ist lediglich einen Spaziergang von zwanzig Minuten vom Campingplatz entfernt und wir kamen rechtzeitig an, denn natürlich fuhr der Zug überpünktlich ab. Wir hatten inzwischen unsere reservierten Plätze eingenommen und ließen diese Bilderbuchlandschaft an uns vorbei ziehen. Langweilig wurde es dabei jedenfalls nicht.

At the Terminal "Top of Europe"

After switching trains we finally arrived at the terminal station about 1,5h later. There an elevator would take us up to the Sphinx Observation station (again, those ingenious Swiss!). Here we pose with the Eiger Northface as a backdrop, which is considered as one of the Alps most difficult and most dangerous mountain climbs.

Nach dem Umsteigen kamen wir endlich an der Endstation an. Dort nahm man dann noch den Fahrstuhl auf das Sphinx Observatorium (Genial, diese Schweizer!). Von hier oben konnten wir ganz bequem mit der Eiger Nordwand posen, die ja als einer der schwersten und gefährlichsten Aufstiege bekannt ist.


The opposite direction offers a fantastic view on the Aletsch glacier, with almost 23km (over 14 mi.) the largest glacier in the Alps. It was fairly cold and windy up here, no more than 5°C (40F).

Auf der gegenüber liegenden Seite hatten wir einen fantastischen Blick über den Aletsch Gletscher, der mit fast 23km Länge der größte Gletscher der Alpen ist. Es war ziemlich kalt und windig hier oben, bestimmt nicht mehr als 5°C.


Weather permitting you will have a chance to leave the mountain peak through a tunnel system and walk on the glacier. A view up to the observation station from below.

An sonnigen Tagen kann man durch ein Tunnelsystem in der Bergspitze die Station verlassen und auf den Gletscher hinaus. Hier ein Blick von unten hinauf die Sphinx Station.


Once leaving the main tourist area things were getting quiet again, and we had the stunning mountain views almost to ourselves. But in this hight moving around turned out to be quite the exhausting undertaking. We were glad we had not only brought along our sturdy boots and warm clothing, but also hot beverages and provisions in form of sandwiches, fruit, trail mix and chocolate. 

After strolling around for a while we thought a picnic would be in order. I should have been more careful handling the very sharp Swiss knife though, because half an hour later, while successfully cutting an apple I almost severed a limb in the process and I found myself in the station's emergency room to get my poor thumb stitched together again, because, perhaps due to the hight or the thin air, the darn bleeding didn't want to stop on its own.

Wenn man einmal den touristischen Hauptbereich verlassen hat, wird es wieder richtig ruhig, und so hatten wir diese großartigen Aussichten fast für uns allein. Aber die Bewegung in der dünnen Luft war schon eine ziemlich anstrengende Angelegenheit. Jedenfalls waren wir froh, dass wir nicht nur warme Kleidung und Wanderschuhe, sondern auch einen Rucksack voller Vorräte mitgebracht hatten. 

Zeit für ein Picknick! Es gab heißen Tee, Obst, Vesperbrote, Studentenfutter und Schokolade. 
Allerdings hätte ich etwas vorsichtiger mit dem Schweizer Messer umgehen sollen, denn beim Aufschneiden eines Apfel habe ich mir nebenbei auch noch fast ein Körperteil abgetrennt. Und so fand ich mich eine halbe Stunde später in der Krankenstation wieder, wo mein armer Daumen wieder zusammengeflickt werden musste, denn - keine Ahnung ob es an der Höhe oder der dünnen Luft lag - er wollte einfach nicht von alleine aufhören zu bluten.


After the medically induced intermission we went on exploring. The weather couldn't be more perfect that day and we took hundred of pictures. As you may have noticed we had a hard time to cut the number down for this blog posting, and hope you'll enjoy the vistas as much as we did.

Nach dieser kurzen notfallmedizinischen Unterbrechung machten wir uns wieder auf den Weg. Das Wetter hätte nicht besser sein können und so schossen wir hunderte von Bildern. Wie man sieht, konnten wir uns kaum entscheiden, welche wir für diesen Blog Eintrag auswählen sollten. Wir hoffen jedenfalls, dass Ihr die Ausblicke genauso genießt, wie wir es getan haben.


At one point the thin air took its toll on my better half, and he decided to stay put for a bit while I went on hiking. Every hundred meters or so I had to stop, and catch my breath, and this wasn't caused by the breathtaking views alone, but I managed and was rewarded with a more of the stunning scenery.

Irgendwann konnte meine bessere Hälfte nicht mehr, die Höhenluft machte ihn fertig, also blieb er zurück, während ich noch weiter den Berg hinauf wanderte. Alle paar hundert Meter musste ich anhalten, um nach Luft zu schnappen, und das lag gewiss nicht an den atemberaubenden Ausblicken, aber ich hielt durch und wurde für meine Mühen mit einem großartigen Panoramablick belohnt.


The bowl on top is again the observation station.
Die Kugel auf der Bergspitze ist die Beobachtungsstation.


Aletsch Glacier - der Aletsch Gletscher


Ice age anyone? Here comes the kitsch part of the trip, which for some reason seemed to cause quite the excitement around Asian tourists. A tunnel drilled into the glacier leads into a world of underground ice sculptures. For some visitors it was quite the slippery experience, especially wearing normal footwear. Oh well, the attraction was there, and included in the price, so we had a look at it but we had to admit that this wasn't our cup of tea.

Eis hier jemand? Und hier kommt dann auch der kitschige Teil unseres Ausflugs, welcher offensichtlich die asiatischen Besucher ganz besonders aus dem Häuschen brachte. Ein in den Gletscher getriebener Tunnel führt zu einer unterirdischen Eisskulpturenausstellung. Für manche, die nur in normalem Schuhwerk unterwegs waren, wurde das eine recht glatte Angelegenheit. Naja, die Attraktion wurde angeboten und war im Preis inbegriffen, also schauten wir uns das an, aber unser Geschmack war es nicht wirklich.

Sid the Sloth, from Ice Age was here, too.

We were fairly immune against the typical tourist trinkets offered as we were (quite cleverly) lead through several gift shops on our way back to the train station. But after having spent half a day in thin mountain air, overdosing on vistas and lacking oxygen we had to procure some sweet goodies from the world's highest chocolate shop. In the end five Lindt chocolate bars had found their way into my backpack.

Wir waren wir zwar immun gegen den ganzen Touristenkitsch in den Läden, durch welche man (clever gemacht) auf dem Weg zurück zum Bahnhof hindurch geschleust wurde, allerdings (wir schreiben das der Überdosis an Panorama und dem Sauerstoffmangel zu) wurden wir dann doch schwach, als wir am höchst gelegenen Schokoladengeschäft der Welt vorbei kamen. Und so fanden am Ende fünf Tafeln Lindt Schokolade den Weg in meinen Rucksack.


Life is good, eh?

7 comments:

  1. Fabulous photos Sonja!! What a great place to visit - and how clever of you to test Swiss medical services;)

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  2. Was ihr so alles treibt....Sensationell. Und das mit dem Blut ist eher umgekehrt. Große Höhe lässt das Blut dicker werden, extremst verklumpt es sogar. Aber gut, daß Du fachlich versorgt wurdest...

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    1. Da habe ich wieder was gelernt, Marcus. Kann auch sein das der Gerinnungsfaktor von den Medikamenten beeinflusst wurde, die ich im Moment noch nehme. Jedenfalls machte der kleine Schnitt eine ganz schöne "Sauerei".

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  3. That's a long way to go for a Lindt chocolate bar Sonja 😄 Absolutely stunning scenery, glad you could still click the shutter after your horrific injury.

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    1. Well, Karen, the chocolate was really good ;-)

      Thankfully I didn't need my left thumb to operate the camera. I was quite annoyed with myself over my inaptitude to handle a knife.

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  4. Wow. Hard to top those views. I can't imagine how hard it was to breathe, but so worth it for the scenery. Can you imagine having that at your backdoor on a daily basis?

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  5. hope your thumb is better? The views are breathtaking for sure, and to that "summer temperatures" we are used now since moving into Colorado's mountains *lol*. While camping we only have 5-10C at night. But the good part about living at 2800m: we are not having difficulties while hiking on 3000-3500m.

    Well, the Lindt chocolate I would have bought, too. Don't need a special reason for that. :-)

    Btw my to-go-souvenir is usually a magnet of the places we visit. and when being with the camper we also buy a sticker to put on the camper.

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