What a contrast... From The Shire to Mordor
Was für ein Unterschied... Von Auenland nach Mordor
Heute werden besonders den MotorradfahrerInnen unter uns, die bereits die Schweiz bereist haben, die Namen Splügen Pass oder San Bernadino Pass bekannt vorkommen. Aber lange bevor es motorisierte Fahrzeuge oder befestigte Straßen gab, gab es nur enge Bergpfade und steinige Maultierwege. Eine der gefährlichsten Wege war die Via Mala (Latein: der schlechte Weg)! Die enge Schlucht, durch die sich hier der Hinterrhein gegraben hat, war berüchtigt für plötzlich auftretende Hochwasser nach Regenfällen oder bei Schneeschmelze, für Schlammlawinen und Steinschlag. Stoff zum Gruseln gibt es genug, und dementsprechend geheimnisvoll ist auch die Atmosphäre hier, auch bedingt durch die vielen Geschichten von Durchreisenden, die ihrem Schicksal begegnet sind und hier Hab und Gut, Hoffnung oder auch ihr Leben verloren haben.
These days all there's left is tales of mystery and imagination. A newly renovated visitor center welcomes you and a staircase of almost four hundred steps facilitates the descent into the canyon. You'll find tunnels and bridges, safety grids and handrails for your safety. Rather than a life threatening experience the walk-thru is strenuous yet relatively comfortable. The only chill down your spine you might get these days will be caused by the random drop of ice cold water falling from the ceiling and sneaking past your shirt collar.
Alles was davon blieb sind Sagen und Geschichten, die sich um diese Schlucht ranken. Heute empfängt den Besucher ein frisch renoviertes Besucherzentrum, und knapp vierhundert Stufen bringen einen sicher auf den Boden des Canyons. Es gibt Tunnel und Brücken, Sicherheitsgitter und Handläufe für den festen Halt. Im Gegensatz zu der lebensbedrohlichen Situation von damals gestaltet sich der Durchgang dieser Tage zwar immer noch anstrengend, aber vergleichsweise einfach und komfortabel. Eine Gänsehaut mag einen höchstens noch überkommen, wenn sich gelegentlich ein Tropfen eiskalten Wassers von der Decke in den Hemdkragen verirrt.
For the night we had set camp close to the Via Mala entrance, and we were allowed to park the RV anywhere we wanted (there was plenty of space left on the lawn). Behind the trees the gorge seemed bottomless, and we didn't want to get too close to the edge. Although we had exhausted ourselves on this hiking trip, we had a hard time getting a good night's sleep with the roaring noise of the river down below, with its thundering echo amplified a thousand times by the canyon walls.
Für die Nacht hatten wir uns auf einem Campingplatz nahe der Via Mala einquartiert. Wir konnten das Mobil parken wie und wo wir wollten, denn auf dem Areal für Durchreisende war riesig viel Platz. Hinter den Bäumen fiel eine steile Wand ab, zu nah wollten wir dem Abhang lieber nicht kommen. Obwohl uns die Wanderung ziemlich erschöpft hatte, konnten wir nur schwer Ruhe finden. Das Donnergrollen des reißenden Flusses, dessen Echo etliche Male verstärkt durch die steilen Felswände zurückgeworfen wurde, brachte uns einen unruhigen Schlaf.
Deine tollen Bilder der Via Mala erinnern mich gleich an das spannende Buch von John Knittel und den Film mit dem außergewöhnlichen Gert Fröbe. Man fühlt förmlich die Dramatik, die in solchen Schluchten entstehen kann.
ReplyDeleteDas ist ja eine super Sache, wenn die Wohnmobilplätze so nahe bei den besuchten Orte liegen. Wäre auch mal was für meine Frau und mich!
Den Roman hatte ich dabei, einer der Gründe, weswegen ich dahin wollte. Der WoMo Campingplatz war nur 3km entfernt, das machte die Sache einfacher, denn am Schluchteingang ist der Parkraum begrenzt.
DeleteGood writeup and nice pics! That place, with suitably grim weather and music, would make a good spot for sinister filming! What was that white square marker with the red stripe? A trail guide marker?
ReplyDeleteThanks, Dom. The red and white sign is indeed a trail marker. The natives are quite anal about these. No risk or chance of getting lost while on Swiss grounds.
DeleteWhat magnificent views. Sure sounded ominous by the history, but so beautiful.
ReplyDeleteAn ominous past, with a stunning present. Well presented.
ReplyDeleteBeautiful Sonja, reminds me a little of the South Island of New Zealand. I would love to go there one day. Living the dream through your blog photos for now!
ReplyDeleteCheers
The Road to Nowhere
wonderful pictures!
ReplyDeleteone questions: do you also carry a small camera with you? if so, what make/model? I always have the huge Canon 70D, but sometimes it is way to heavy especially for longer hikes or if hiking up a mountain. But can't find something smaller I would like to buy.
Yvonne, I am using the Sony Cybershot DSC HX90, and for panos mostly my iPhone.
Deleteah thanks, will check it out. Iphone I also use as a back up since depending on light the photos are better.
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