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September 23, 2012

Mr. A-Z in BC

Jason Mraz hat mit seiner neunköpfigen Band in Vancouver Halt gemacht, und Roland war es gelungen, an Karten in der zweiten Reihe zu kommen.

Da wir höflicherweise pünktlich da waren, kamen wir zusätzlich noch in den Genuss, vorher Christina Perri's Auftritt sehen zu können (siehe oben am Klavier, daneben ihre Bassistin, von denen gibt es viel zu wenige!). Ihr Konzert war überraschend gut und kurzweilig, gute Stimme, und feine Band mit tollem Schlagzeuger!

Danach aber kam Jason Mraz auf die Bühne, und obwohl sein letztes Album allenfalls mittelmässig war, liess das Konzert keinerlei Wünsche offen. Der Sound war fantastisch, die Bläsersätze satt, und die Arrangements spürbar anders als die Albenversionen. Die Stimmung in der Halle war ohrenbetäubend, und zu unserer Überraschung waren wir längst nicht die ältesten Besucher. Tolles Konzert, jederzeit wieder!






September 04, 2012

Ein Wochenende am Lake Washington

Meer haben wir ja genug um uns herum, also hatten wir uns für das letzte lange Sommerwochenende im Woodmark Hotel in Kirkland am Lake Washington eingebucht. Hier waren wir letztes Jahr im August schon einmal, als wir das Konzert von Bruce Hornsby auf dem Weingut Chateau St. Michelle besucht haben.

Wir reisten gemütlich über Whidbey Island an und steuerten (wie im vergangenen Jahr) per Fähre wieder das Festland an.
Beim Einchecken bekamen wir aus unerfindlichen Gründen ein Upgrade, welches wir dankbar annahmen. Somit hatten wir plötzlich eine Luxussuite mit Seeblick 'gewonnen'.
Wer wollte dazu schon nein sagen. Das Zimmer war doppelt so gross und der Blick vom Balkon liess keine Wünsche offen.

Nach einem vorzüglichen Abendessen im Graces 5, einem der vielen 'Gesundheits'-Restaurants (Bio, vegetarisch/veganisch und glutenfrei) in Redmond, fanden wir uns im Weingut ein.
Diesmal spielte Diana Krall, eine fabelhafte kanadische Jazz-Pianistin. Anfang September war es nun doch schon merklich kühler, und so hatten wir uns für dieses Freiluftkonzert mit dicken Jacken und Decken gerüstet.
Natürlich durfte auch die obligatorische Weinprobe nicht fehlen. Der Wein haute uns zwar nicht vom Hocker, aber wir waren ja auch in erster Linie wegen des Konzertes und der Atmosphere hier.
Leider war die Künstlerin aufgrund einer Erkältung nicht ganz in Hochform, aber wir genossen die Veranstaltung trotzdem.

Der nächste Tag stand ganz im Fokus der Entspannung. Langes Ausschlafen, genussvolles Frühstücken auf der Hotel-Terasse, Spaziergänge im Dorf und am Wasser, und einfach relaxen und lesen, während man dem seichten Geplätscher des Wassers zuhört.
Für diese "historischen Piratenschiffe" (made 1987) konnte man Tickets für eine Kreuzfahrt erwerben, Seeschlacht inclusive. Unter Motor tuckerten die Kähne in die Seemitte, dann wurde eine Piratenshow geliefert und Kanonen abgefeuert, und dann ging es wieder an die Mole. Ziemlich albern, aber die Nordamerikaner lieben ja diesen Fake.
Wir haben uns derweil an der Seepromenade vergnügt und uns an den kleinen und grösseren Kunstwerken erfreut.
Auch dieser Tag ging viel zu schnell vorbei. Wir bereiteten uns ein kleines aber feines Abendessen im italienischen Stil zu, mit Brot, Salami, Olivenöl/Balsamico und einem Gläschen Rotwein, und schauten der Sonne bei ihrem spektakulären Untergang zu.
Ist das Leben nicht schön?

April 12, 2012

In der Zeitmaschine

Thomas Dolby hat in Vancouver Station gemacht mit seiner 'Time Capsule'-Tour, der ersten seit 25 Jahren (da er in der Zwischenzeit eine Elektronikfirma in Kalifornien betrieben hat, die über Jahre sämtliche Handys der Welt mit Synthesizern für Klingeltöne ausgerüstet hat). Das Konzert im Rio Theatre (eigentlich ein Kino) fühlte sich dann tatsächlich an wie eine Zeitreise in die Achtziger Jahre, obwohl es Thomas Dolby glücklicherweise gelungen ist, der Musik deutlich mehr Wärme zu verpassen, als man es von damals gewohnt war. Einen grossen Einfluss darauf hatte der Gastmusiker Aaron Jonah Lewis, der mit Banjo und Geige der Elektronik einen akustischen Farbtupfer aufsetzte. Ein sehr schönes Konzert!


December 13, 2011

Und noch ein Weihnachtsgeschenk!

...und diesmal ein völlig unerwartetes! Bruce Hornsby erlaubt ab und an, dass eines seiner Konzerte kostenlos im Internet veröffentlicht wird, und diesmal hat er ausgerechnet das Konzert in Woodinville, Washington freigegeben, zu dem wir uns im letzten Sommer auf grosse Vespa-Tour begeben hatten!
Für uns ist das eine wunderbare Erinnerung an einen perfekten Tag mit Vespas, Sonne, einer schönen Fährfahrt, einem wunderbaren Hotel am Lake Washington, leckeren Bratwürsten mit Bier und einem grandiosen Konzert unter freiem Himmel. Wer interessiert ist, kann das Konzert hier kostenlos und völlig legal herunter laden. Wer ausserdem gerne ein Cover dazu hätte, kann gerne Roland's gephotoshoptes (ist das deutsch?!) Foto des Chateau Ste-Michelle nehmen...

September 06, 2011

Jazz auf dem Berg

Jazz on the Mountain, so heisst das Motto des neuen Open Air Jazz Festivals in Whistler, und als Fans dieses Genres wollten wir natürlich dabei sein, besonders, da Spyro Gyra, eine amerikanische Funk-Jazz Truppe, spielen sollte.Es ist das letzte lange Wochenende vor Schulbeginn und Ende des Sommers: Tag der Arbeit (an dem eben alles andere, nur nicht gearbeitet wird).So machten wir uns gestern morgen auf (Roland im Wagen, Sonja auf der Harley). Ein sauberes, preiswertes Zimmer hatten wir am Abend zuvor bereits im Hotel Aava gebucht, und konnten es - da bereits verfügbar - schon mittags beziehen.Nach dem 150km langen Ritt hatte Sonja Heisshunger... auf italienisches Essen, und Roland fand prompt ein Gourmet-Restaurant, das Il Caminetto, welches unsere Vorstellungen bei weitem übertreffen konnte. So genossen wir dann bei einer guten Flasche Weisswein den exzellenten Heilbutt und das butterzarte Kalbsfleisch a la parmigiana. Zum Nachtisch gab es dann unitalienisch Pistazien Creme Brulee. Es war köstlich!Etwas angeheitert ging danach es zurück zum Hotelzimmer... erstmal ein Mittagsschläfchen abhalten.Spyro Gyra war das Event des Abends, ein Ohrenschmaus der besonderen Kategorie. Die Band spielt seit 35 Jahren zusammen und hat in der Zeit über 30 Alben veröffentlicht! Bühne und Equipment waren erstklassig, die Akustik - trotz open air - fabelhaft. Ausserdem gab es endlich mal wieder keine bescheuerten Fotografierverbote, so dass sich Roland zeitweise direkt vor der Bühne aufhalten und die eine oder andere Nahaufnahme machen konnte. Wir waren begeistert.Am nächsten Morgen traten wir bereits gegen 8 Uhr morgens die Heimreise an, da mit hohem Rückreiseverkehrsaufkommen (manchmal vermissen wir diese zusammen gesetzten Substantiv-Ketten richtig!) gerechnet werden musste.Aber feiertags um diese Zeit waren die Strassen schön leer, und wir konnten die Fahrt entsprechend geniessen.

May 28, 2011

Prog Rock in Seattle

Roland brauchte eine Begleitung zum Besuch des Neil Morse Konzertes in Seattle, und schenkte daher Sonja eine Eintrittskarte zum Hochzeitstag, und um ihr das ganze einigermassen schmackhaft zu machen, war auch ein Abendessen (beim Inder) und eine Übernachtung im wunderschönen Mediterranean Inn im 'Paket' inbegriffen.


Das Hotel

Zimmer mit Aussicht

Beim Inder

Space Needle

Kenner der Szene - anhand ihrer T-shirts mit Aufdrucken anderer Prog-Gruppen wie Spock's Beard, Transantlantic oder Dream Theater zu identifizieren (oder aber am Geruch...) - wissen, dass es sich bei Mr Morse um einen Mozart der Prog Rock Szene handelt. Nichtkenner haben wahrscheinlich noch nie von ihm gehört und lernen die ausgeteilten Ohrenstöpsel zu schätzen, denn es wird höllisch laut.

Acht Musiker auf der Bühne sorgen vier Stunden lang für einen Ohrenschmaus, der sich durchaus mit einem klassischen Konzert messen darf. Die Musik versteht es, gigantische Bilder und Phantasien in den Köpfen der Zuhörer zu zu wecken. Kein Wunder also, dass viele der Fans auch Anhänger der Sci-Fi Szene sind. Da stört es auch nur wenig, dass die Texte religiös 'gefärbt' sind, weil ihr Komponist ein wieder geborener Christ ist. Wenn's scheee macht... Jedenfalls war das Konzert ein echter Genuss auf der Kultur-Speisekarte.




July 19, 2009

Konzertkarten-Frust

Wir wissen natürlich nicht so genau, wie man heutzutage an Konzertkarten in Deutschland kommt, aber hier in Kanada geht das eigentlich nur noch über Ticketmaster. Das Problem ist allerdings, dass es fast unmöglich ist, tatsächlich mittels Ticketmaster an Tickets zu kommen, denn üblicherweise sind die Karten innerhalb von Stunden an Schwarzhändler verkauft, die sie dann wiederum für ein Vielfaches des Originalpreises über mehr oder weniger professionelle Webpages weiter verkaufen.

Das ganze ging übrigens so weit, dass Ticketmaster für eine Weile eine EIGENE Website eröffnet hatte, auf der man Karten "tauschen" konnte und auf die man verwiesen wurde, wenn man keine Originaltickets mehr bekommen konnte. Dies führte dann allerdings zu einer Millionenklage gegen das Unternehmen, da vermutet wurde, dass Ticketmaster selbst die Karten zu erhöhten Preise verkauft. Mal gespannt, wie das endet.

Im aktuellen Beispiel hatte sich Roland schon seit Monaten auf ein Jason Mraz-Konzert gefreut und regelmässig seine Website nach Konzertterminen gecheckt. Leider hat er dann (wahrscheinlich während unseres Kalifornien-Kurzurlaubs) mal ein paar Tage ausgesetzt, und prompt kamen die Karten in den Handel. Wenige Tage später ist Ticketmaster ausverkauft, aber man kann auf dutzenden Seiten Karten für ab dem doppelten Preis bekommen.

Wir verkneifen uns auf jeden Fall das Konzert, denn wir wollen uns nicht an diesen Praktiken beteiligen. Und im schlimmsten Fall kann es einem ja sogar passieren, dass so ein Konzert dann gar nicht statt findet und man die Karten gar nicht mehr zurück geben kann, siehe Michael Jackson. Muss nicht sein!

November 30, 2008

Ein Hauch von Broadway

... wehte über den Campus der Universität, als im Jubilee Auditorium das Musical Hairspray aufgeführt wurde. Sonja hatte die Tickets zu der (wahrscheinlich) ausverkauften Veranstaltung von einer Kollegin geschenkt bekommen.
Eigentlich machen wir uns nicht ja so viel aus Theaterstücken, in denen die Protagonisten unvermittelt in Gesang ausbrechen, aber die Aufführung war wirklich gelungen, das Bühnenbild geschickt gemacht, die Darsteller spritzig und das Publikum dementsprechend hingerissen. Jep, es hat sich gelohnt, das gelobte heimische Sofa am Samstagabend zu verlassen. Danke, Doina!
Calgary, minus 4 Grad, die Luft ist trocken, ein leichter Nordwestwind... und die Frisur sitzt.