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May 16, 2010

Pleiten, Pech und Pannen, Teil 2

Und hier Teil zwei der Pannenwoche...

2. Der verfrühte R
ückflug
Roland's Training ging schneller als erwartet und war schon am Donnerstag beendet statt am Freitag. Roland hatte seine Reise über expedia gebucht, mit einem Rückflug via Denver für Samstag und einer Flughafenhotelübernachtung von Freitag auf Samstag in Dallas. Sollte ja möglich sein, das umzubuchen! Als Fluggesellschaft für den Rückflug war Air Canada angegeben, aber ein Anruf dort (mit 10 Minuten Wartezeit) ergab, dass American Airlines (mit denen Roland gekommen war) für alle Änderungen verantwortlich wäre, aber am besten würde er expedia anrufen. Gesagt, getan. Der Herr bei expedia benötigte gefühlte 30 Minuten an seinem Computersystem, um Roland dann mit zu teilen, dass er ihm wegen der unglücklichen Zusammensetzung der Flüge (neben Air Canada und American war auch noch United involviert) überhaupt nicht helfen könnte. Keine Änderung, keine Stornierung...

Roland rief also seinen Chef an und schilderte ihm die Situation. Chef zögerte keine Sekunde und wies Roland an, einen neuen Flug am Freitag zu buchen. Nach kurzer Recherche fand sich auch ein einigermassen bezahlbarer Flug von Dallas über Seattle nach Vancouver, Abflug 12.45, Ankunft 17.30.

Roland rief also beim Flughafenhotel an, um die Übernachtung vorzuziehen, bekam aber wieder einmal die mittlerweile schon bekannte Hilfsbereitschaft zu spüren: "Ich kann Ihnen nicht helfen, das müssen Sie mit expedia ausmachen". Toll, also auf der Reservierung nach der Reservierungsnummer geschaut, nur um folgende dick und fett gedruckte Zeilen zu sehen: "Diese Reservierung kann weder storniert noch geändert werden".

Roland entschloss sich also, im Trainingshotel zu bleiben und von dort aus am frühen Freitag Morgen zum Flughafen zu fahren (3 Stunden Strecke). Aus bislang unbekannten Gründen funktionierte die Fahrt reibungslos, sodass er um 9.30 am Flughafen und um 10.00 Uhr durch alle Sicherheitschecks durch war.

Boarding war um 12.15, da war also noch Zeit für ein Frühstück. Roland nahm sogar noch wahr, dass ein paar Regentropfen gegen die Scheiben rieselten, dachte sich aber nichts dabei. Er fand sich nach dem Frühstück also wieder am Gate ein, wo wir pünktlich um 12.15 Uhr erfuhren, dass unser Flug gecancelt wurde. Tatsächlich war der gesamte Flughafen für knapp eine Stunde von einem heftigen Gewitter komplett lahm gelegt. Dutzende hereinkommende und ausfliegende Flüge wurden gecancelt, tausende von Reisenden mussten sich neue Verbindungen suchen.

Roland gehörte nach ausgiebigem Schlangestehen zu den Glücklichen, die einen Direktflug nach Vancouver ergattern konnten (der eigentlich das doppelte von Rolands ursprünglichen Flug gekostet haette). Abflug 17.00 Uhr. Es galt also, fast 5 Stunden totzuschlagen, was vorzugsweise mit Hilfe von Rolands ipod geschah. Roland hatte seine Bordkarte schon und war darüber sehr glücklich, denn in den nächsten Stunden wuchs die Warteliste für den Flug auf 37 Passagiere an! Natürlich hatte der neue Flug ebenfalls Verspätung, und zwischendurch wurde unser Gate von D18 auf D28 geändert (Völkerwanderung), um 10 Minuten später wieder auf D20 geändert zu werden (Völkerwanderung zurück, zum Gate gleich neben D18).

Roland lernte ein freundliches älteres Ehepaar aus Whiterock kennen, das in der Warteliste irgendwo auf paarundzwanzig rangierte. Da er ja immer noch ein Hotelzimmer hatte, hat er dem Paar seine Informationen gegeben, damit sie statt seiner das Zimmer nutzen könnten. Ob das tatsächlich geklappt hat, steht allerdings in den Sternen...

Um 19.45 Uhr ging es dann endlich ans Boarding, um 20.15 Uhr war der Flieger auf der Rollbahn und um 22.00 Uhr Pacific Time landete er in Vancouver. Müssig zu sagen, dass Rolands Tasche
nicht an Bord war. Diese Schicksal teilte er mit einigen anderen Passagieren, also stand noch einmal Schlangestehen an, um die nötigen Informationen abzugeben. Dann endlich raus (23.00 Uhr) und mit Sonja nach hause (24.00 Uhr).

Die gesamte Reise hat also von der Abfahrt vom Hotel bis Ankunft zuhause 20 Stunden gedauert. So macht Reisen Spass! Immerhin kam die Tasche heute mittag an, und ausserdem erwiesen sich die Mitarbeiter von American Airlines als ausserordentlich freundlich und hilfsbereit. Trotzdem ist Roland froh, auf absehbare Zeit nicht mehr in die USA fliegen zu müssen...

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