Freitag morgen 8 Uhr. Die nächste Hürde für den Beraterjob ist das (erste) persönliche Gespräch. Anhand eines Fallbeispiels sollen einem weiteren Interviewer (Nummer Drei) die beruflichen Fähigkeiten vorgeführt werden. Hier sind Erfahrung, Fachwissen und strukturiertes Vorgehen gefragt, daher kann frau sich auf so ein Interview nicht wirklich vorbereiten.
Wieder zuhause, macht Sonja ihren fälligen Online-Arbeitslosenbericht, doch übewältigt und etwas erschöpft vom Interview checkt sie irgendwo die falsche Box. Das merkt sie natürlich erst, nach dem sie den Bericht abgeschickt hat. Es ist Freitag nachmittag, kann man da noch beim Amt anrufen? In Deutschland doch sicherlich nicht... aber frau ist ja in Kanada.
Sonja ruft bei der Canada Service Hotline an und ist für etwa 10 min in der Warteschlange, als sie einen freundlichen (jungen?) Mann an die Strippe bekommt, dem sie das Problem schildert und der darauf hin selbiges fixt. Danach fragt er: "Kann ich Ihnen sonst noch irgendwie behilflich sein oder haben Sie noch weitere Fragen, meine Dame?" Und als Sonja (noch verblüfft über die ausgesprochen freundiche Behandlung) verneint, wünscht er mir noch "...Have a nice day and a great weekend." Service Canada's Telefon-Hotline ist im Übrigen auch samstags zu erreichen. Das nennt man Dienst am Bürger!
Nachtrag zum Interview: Anthony berichtet, dass Sonja mit 'flying colors' bestanden hat!!! Einziger Kritikpunkt, und man sollte kaum glauben, dass das eine Rolle spielt: Sie war in ihrem Leinen-Anzug zu 'casual' angezogen. Na, dann wird sie jetzt wohl mal in einen edleren Hosenanzug investieren müssen... seufz.
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