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August 14, 2010

Kleiner Grenzverkehr


1846 wurde in der sog. Oregon Treaty die Grenze zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich auf den 49. Breitengrad festgelegt. Überbleibsel dieser Regelung ist heute noch Point Roberts, ein Landzipfel, rund 40km südlich von Vancouver gelegen, der nur über Kanada oder über das Wasser zu erreichen ist.

Es herrscht durchaus Grenzverkehr, und Grund dafür ist (neben billigem Tanken) nicht etwa die Kuriosität des Ortes oder touristische Attraktionen, sondern pure Logistik. Hierher lassen sich Kanadier schicken, was sie nicht im eigenen Lande, oder weitaus preiswerter bei den Nachbarn im Süden besorgen können. Wir waren für den Tipp der Einheimischen mehr als dankbar, haben wir doch beim Einkauf von Sonja's neuer Kamera (einer Panasonic Lumix DMC-ZS7) 140$ gespart, und nicht nur das, aufgrund des relativ geringen Einkaufswertes wurde uns beim Zoll sogar die GST erlassen.
Geliefert wurde das Paket an TSB Shipping. Man registriert sich online als Empfänger, und lässt die Ware hierhin schicken. Die Warenannahme und Lagerung bis zur Abholung hat gerade mal 3 US$ gekostet. Nun denkt Roland schon fleissig darüber nach, was er noch alles in den USA bestellen 'muss'.

Da wir schon einmal hier waren, drehten wir auch noch eine kleine Runde und machten im Lighthouse Marine Park halt, einen Leuchtturm haben wir jedoch nicht gefunden, sieht man mal von dem kleinen Ding auf dem Eingangsschild ab.

Die Brise, das Meer, ein leichter Geruch von Holzfeuer in der Luft, das Reetgras und die Architektur der Holzhäuser erinnerten uns stark an Dänemark.

Die Strände waren fast leer und wurden nur von den wenigen Einheimischen genutzt. Sicherlich ein Geheimtipp, sollte man gerade seinen Reisepass dabei haben. Im Hintergrund ist Mount Baker zu sehen.

Boundary Bay zeigt sich wieder von seiner besten Seite, "Watt" will man "Meer"...

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