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August 05, 2012

Wasserratten

Samstag sind wir wieder 'raus auf's Wasser. Diesmal haben wir die Gelegenheit, viele Robben zu beobachten oder besser, die uns, denn sie sind sehr neugierig. Hier stecken Mama und Baby den Kopf aus dem Wasser.
Mit der herein kommenden Flut geht es zunächst bis an das Ende des Inlets, und dann an der Nordseite entlang entgegen der Strömung, das ist schon ein bisschen anstrengender.
Die Zeit vergeht wie im Flug, und wieder einmal bekommen wir einen 1A Bilderbuchsonnenuntergang.
Dann wird es dunkel, und wir sind immer noch auf dem Wasser...
Die Paddler setzen ihre Stirnlampen auf, weniger, um etwas zu sehen, als gesehen zu werden.
Nachdem sich die Sonne verabschiedet hat, wird es schnell kühler, also wirft sich Sonja ein Sweatshirt über die Schwimmweste.
Wir warten ein vorbei fahrendes Boot ab, bevor wir das Inlet kreuzen. Es herrscht einiger Bootsverkehr, und in unseren kleinen, unmotorisierten Wasserfahrzeugen müssen wir doppelt aufpassen...
Man kommt sich ganz schön klein vor, wenn man an solch einem Tanker vorbei kommt. Es ist fast schon gruselig, and diesem Monster entlang zu gleiten.
Direkt vom Wasser sieht das Ungetüm noch gewaltiger aus. Die Bugwelle dieses Schiffes könnte uns und unsere Kayaks sicherlich in Schwierigkeiten bringen.
Nun verlässt uns auch das Restlicht, und so gleiten wir bei Mondschein auf dem seidig wirkenden Wasser zurück zum Steg.
Zur Belohnung gibt es (im Preis der Tour inbegriffen) einen Nachtisch im Boathouse Restaurant. Roland wählt die Creme Brulee, während Sonja sich ein Apfel/Preiselbeere Krokant aussucht.
Wieder einmal geht ein wunderschöner Tag an der pazifischen Westküste zu Ende, und leider auch schon das Wochenende, denn Roland muss bereits am Sonntag in das (langweilige und schwülheisse) Indiana reisen.
Das nächste Wochenende kommt bestimmt!

August 03, 2012

Wir paddeln in den Sonnenuntergang

Was sollen wir denn mal mit einem sonnigen Donnerstag Abend anfangen? Genau! Kayak fahren. Wir schlendern also 'rüber zu Rocky Point Kayak, nehmen an einem Einführungskurs teil, und dann geht es ab auf's Wasser.
Das Einsteigen hat offensichtlich schon mal geklappt, aber elegant haben wir uns dabei bestimmt nicht angestellt.
Erst einmal paddeln wir alle drauf los, denn Kayakfahren ist grundsätzlich eine sehr intuitive Sportart. Dann verrät unsere Kursleiterin uns, wie man es richtig macht.
Das geht schon viel besser, und man macht sich auch weniger nass dabei. Danach lernen wir das Manövrieren des Kayaks durch verschiedene Ruderschläge.
Nach der Pflicht kommt die Kür, und wir paddeln dem Sonnenuntergang entgegen.
An 'unserem' Strand lernen wir noch das Einsteigen und Aussteigen. Das geht hier viel einfacher als am Anlegesteg.
Roland wird gerade erklärt, wie er einen Seiteneinstieg machen soll. Sonja wäre dabei bestimmt neben, aber bestimmt nicht im Boot gelandet.
Nach drei Stunden kehren wir zum Ausgangspunkt zurück. Wir sind einmal um's Inlet gepaddelt und haben damit unsere tägliche Laufstrecke mal aus anderer Perspektive kennen gelernt.
Das machen wir jetzt öfters!

September 26, 2009

Gefühlter Tag: Freitag, der 13.

Es verspricht an sich ein schöner Herbsttag mit milden Temperaturen zu werden. Also sattelt Sonja die Silverwing und macht sich auf nach Springbank Hills, um noch ein paar Herbstimpressionen einzufangen.

Der Scooter ist ein wenig seitenwindanfällig und die Strecke mit Schlaglöchern vermint, aber das hat frau im Griff. Nicht im Griff hatte sie allerdings einen (staubbedeckten) Ölfleck in der Tiefgarage, und so haben sowohl das Mopped, als auch Sonja eine unliebsame Begegnung mit dem Betonboden, und unser Scooter hat nach Roland's Umfaller vor ein paar Wochen nun seine zweite Narbe. Schon mal 250 kg wieder aufgehoben? Genau! Glücklicherweise kommt gerade ein älterer Herr vorbei, der beim Aufrichten des Zweirades behilftlich ist.

Am Nachmittag geht es noch ein letztes Mal für die Saison auf den Glenmore Stausee. Das Wasser ist unruhig, aber wir managen die Wellen und werden mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt.

Nicht gerechnet haben wir jedoch damit, dass Jane beim Verlassen des Bootes am Dock nicht nur das Kanu, sondern auch sich selbst versenken würde. Auch hier spielt wieder ein älterer Herr den Retter in der Not. Er sprintet sofort herbei und hilft beim Bergen von Frau und Boot, während am Ende des Docks ein paar junge Leute sich darauf beschränken, herumzustehen und zuzuschauen.

Was für ein seltsames Ende der Motorrad- und Paddelsaison. Wenigstens verlaufen dank korrekter Sicherheitskleidung beide Vorfälle glimpflich, verletzt ist nur unser Stolz. Aus Gründen der Diskretion existieren verständlicherweise weder von dem Umfall noch von dem Reinfall irgendwelche Beweisfotos.

August 22, 2009

Weaselhead Flats

Endlich mal ohne Gegenwind oder Wellen durchqueren wir zügig den Glenmore Stausee und haben dabei die Gelegenheit, diverse Vögel zu beobachten.


Crane
Herons
Common Goldeneyes
Aufgrund der Regenfälle der letzten Wochen lässt sich das Elbow River Delta derzeit hervorragend mit dem Kanu erkunden.


Friedhof der Bäume
Wieder einmal können wir uns glücklich schätzen, Bibern beim 'Hausbau' zuzuschauen.

July 19, 2009

Sonja braucht Urlaub

[Kanupause.jpg]
Das Leben einer Arbeitslosen ist verdammt stressig. Donnerstag und Freitag ist Sonja wieder Kanu-Fahren und Biber beobachten. Samstagmorgen ist Community Dienst, diesmal geht es darum, den Wald und die Grünanlagen vom Müll zu befreien und sich ein Dutzend Mückenstiche abzuholen. Dann geht es mal wieder Motorräder und Equipment shoppen.

Um 8 Uhr abends führt Sonja dann noch ein Telefon-Interview mit Anthony, einem Brain-Hunter aus Toronto (die haben wohl kein Wochenende). Nicht, dass sie plant, dorthin zu gehen, aber eine wertvolle Erfahrung ist es dennoch, und es schmeichelt ihrem Ego.

June 26, 2009

Unser Paddel-Revier

Elbow River Delta (Blick nach Westen, im Hintergrund die Rockies)

Glenmore Reservoir - Blick nach Südosten

Auf dem Reservoir - im Hintergrund ein Schaufelraddampfer und ein Drachenboot.

Heute sorgte ein kräftiger Westwind für eine kabbelige See. Und tatsächlich hätten wir fast unsere Wassertaufe gehabt, als ein fehlgeschlagenes Steuermanöver uns parallel in die Dünung manövrierte. Aber eine schnelle Gewichtsverlagerung und ein Sweep Paddelschlag brachte uns wieder ins Gleichgewicht, und ein paar schnelle Ruderschläge aus der brenzligen Situation, wahrscheinlich zur Enttäuschung für die bereits schadenfroh grinsenden Angler, die uns schon im Wasser sahen. Für unser Rettungsmanöver gab es dann aber auch Thumbs up vom Ufer.

June 21, 2009

Kanu ahoi!

Heute waren Jane und Sonja auf dem Paddle-Fest im Carburn Park, um Kanus auszutesten.

Etliche Paddelschläge später und um einen deftigen Sonnenbrand reicher hatten wir unseren Favoriten gefunden: den Clipper Tripper S. Das Model gibt es selbstverständlich in verschiedenen Materialien, Farben und Preisklassen. Uns hat beim Tripper besonders die Stabilität, der tiefergelegte, äusserst bequeme Sitz und die Fussraste für den Hintermann gefallen. Und das Tollste überhaupt: Das Boot ist made in Canada!

June 18, 2009

Auf den Spuren der Pioniere

Wasser war ja von je her Sonja's Element. Inspiriert durch verschiedene Kanureiseführer, historische Berichte über die Erforschung Kanadas (durch First Nations, Trapper und Voyageurs) und Erlebnisberichte, aber auch, weil es schon seit Jahren auf ihrer Bucket List (Wunschliste, bevor man den Löffel abgibt) steht, hat sie zusammen mit Jane einen dreitägigen Paddelkurs auf dem Glenmore Reservoir gebucht. Nach dem etwas wackeligen Einstieg, geht es erstmal freestyle vom Dock weg.

Dann bilden wir mit den Kanus ein Floss, damit uns Trainerin Martha (rechts) in die Geheimnisse des Paddelns einführen kann. Wir lernen zunächst etwas über Sicherheit und Ausrüstung (niemals ohne Schwimmweste!!!), und dann, wie man Draw, Pry, Forward, Back, J-, C- and Cross Bow Strokes ausführt, um das Wasserfahrzeug zu bewegen. Die Steuerung des Kanus übernimmt der (die) Hintermann(-frau). Das ist einfacher gesagt, als getan, besonders in Gegenwind und -strömung. Ganz schnell wird dann schon mal aus einer Linie ein Zickzackkurs.

Aber Sonja hat den Bogen schnell 'raus. Jane ist offensichtlich auch begeistert, ihr Job ist es, vorwärts zu paddeln, nach Hindernissen Ausschau zu halten und den Rhythmus anzugeben.

Wir bilden ein prima Team und werden für unseren Erfolg beim "Synchron-Paddeln" sogar gelobt.


Nun sind wir beide angefixt und haben uns prompt für die Mitgliedschaft im Calgary Canoe Club eingeschrieben. Samstag ist Paddlefest. Da werden wir noch ein bisschen nach Equipment shoppen (Knieschoner und ein Sitzkissen wären nett...), und ab Montag werden wir dann regelmässig auf's Wasser gehen.

June 16, 2009

Locker bleiben

Seit einiger Zeit leidet Sonja nun nicht mehr unter Rücken- bzw. Ischiasbeschwerden. Denn neben regelmässigen Besuchen im Fitness-Studio hat sie nun mit Freundin Jane das Kanufahren angefangen. Auch gehen die beiden mindestens zwei mal pro Woche walken.

Gleich in der Nähe befinden sich ein paar schöne Naherholungsgebiete, nur Minuten zu Fuss oder mit dem Auto entfernt: z.B. der North Glenmore Park, die Weaselhead Flats oder der Fishcreek Park.

Dort gibt es unzählige Vogelarten, darunter um diese Zeit auch viele Enten und Kanadagänse mit ihren Küken. Wir haben auch Biber oder Wasserratten beim Eierklau, Rehe beim Äsen und tanzende Schmetterlinge beobachtet. Man hat dort wohl auch schon Cougars, Bären und Elche gesichtet. Das Handbook of the Canadian Rockies hilft dabei, eine Tier- oder Pflanzenart zu bestimmen. Man lernt eben nie aus.