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August 05, 2012

Wasserratten

Samstag sind wir wieder 'raus auf's Wasser. Diesmal haben wir die Gelegenheit, viele Robben zu beobachten oder besser, die uns, denn sie sind sehr neugierig. Hier stecken Mama und Baby den Kopf aus dem Wasser.
Mit der herein kommenden Flut geht es zunächst bis an das Ende des Inlets, und dann an der Nordseite entlang entgegen der Strömung, das ist schon ein bisschen anstrengender.
Die Zeit vergeht wie im Flug, und wieder einmal bekommen wir einen 1A Bilderbuchsonnenuntergang.
Dann wird es dunkel, und wir sind immer noch auf dem Wasser...
Die Paddler setzen ihre Stirnlampen auf, weniger, um etwas zu sehen, als gesehen zu werden.
Nachdem sich die Sonne verabschiedet hat, wird es schnell kühler, also wirft sich Sonja ein Sweatshirt über die Schwimmweste.
Wir warten ein vorbei fahrendes Boot ab, bevor wir das Inlet kreuzen. Es herrscht einiger Bootsverkehr, und in unseren kleinen, unmotorisierten Wasserfahrzeugen müssen wir doppelt aufpassen...
Man kommt sich ganz schön klein vor, wenn man an solch einem Tanker vorbei kommt. Es ist fast schon gruselig, and diesem Monster entlang zu gleiten.
Direkt vom Wasser sieht das Ungetüm noch gewaltiger aus. Die Bugwelle dieses Schiffes könnte uns und unsere Kayaks sicherlich in Schwierigkeiten bringen.
Nun verlässt uns auch das Restlicht, und so gleiten wir bei Mondschein auf dem seidig wirkenden Wasser zurück zum Steg.
Zur Belohnung gibt es (im Preis der Tour inbegriffen) einen Nachtisch im Boathouse Restaurant. Roland wählt die Creme Brulee, während Sonja sich ein Apfel/Preiselbeere Krokant aussucht.
Wieder einmal geht ein wunderschöner Tag an der pazifischen Westküste zu Ende, und leider auch schon das Wochenende, denn Roland muss bereits am Sonntag in das (langweilige und schwülheisse) Indiana reisen.
Das nächste Wochenende kommt bestimmt!

January 17, 2011

Japanese Fusion


Fernöstliche Köstlichkeiten kombiniert mit Westcoast Küche gibt es im japanischen Restaurant SANGO. Heute probieren wir mal Teriyaki Steak, Negitoro (roher Thunfisch auf Reis) und Victoria Rolls (Kombination aus Yam und Avocado in einer Reisrolle) aus.

Irgendwann werden wir hoffentlich mal eine Reise nach Asien machen können, um die echte lokale Küche kennen zu lernen. Bis dahin muss eben der gelegentliche Trip zum Restaurant ausreichen.

January 15, 2011

Döner mit alles


Heute haben wir uns fast wie zu Hause gefühlt. Kürzlich ist Roland auf der Jagd nach erträglichem Fast Food auf das Donair Town aufmerksam geworden. Neben Dönern werden auch echte türkische Spezialitäten angeboten. Auf den traditionellen Drehspiessen brutzelt Lamm, Rind oder Hühnchenfleisch vor sich hin, das klassisch stilvoll abgeschabt wird, und dann kommt die berühmte Frage: Donair with everything? Ja, natürlich... mit alles! Warum immer es immer noch Leute gibt, die zum Subway direkt neben an gehen, können wir einfach nicht nachvollziehen. Da gehen wir doch lieber zum 'Türken'. Einfach schmackhaft, preiswert und auch noch gleich umme Ecke.

November 29, 2010

Tapas und Weihnachtsmarkt

Freitag Abend hatten wir uns noch einmal mit Jürgen in downtown verabredet. Für ihn geht es nun nach zwei Monaten Urlaub wieder in die deutsche 'Tretmühle' zurück. Unsere Wahl fiel auf das BIN941.

Es war urig gemütlich und die Kreationen aus der Küche waren erstklassig,

aber leider war die Musik etwas zu laut für unseren Geschmack. Vielleicht werden wir einfach zu alt für so etwas, denn wir konnten nicht wirklich nachvollziehen, was ohrenbetäubender Techno Beat mit Tapas gemeinsam haben könnte...

Mit einem Fehlstart begann in diesem Jahr der deutsche Weihnachtsmarkt in Vancouver

Quelle: Vancouver Sun
Bereits am Mittwoch sollte der Markt eröffnet werden, aber leider hatte eine defekte Propangasflasche kurz vor offizieller Eröffnung einen Brand verursacht, und einige der Buden und der darin befindlichen Waren zerstört.
Fieberhaft wurde am Wiederaufbau gearbeitet, und heute um 11 Uhr morgens ging es dann endlich los.

Wir trafen uns mit Cliff und Anna, um dort eine kulinarische Besonderheit zu geniessen.

Es gab Glühwein, Feuerzangenbowle und Paulaner Bier,

Einer schaut glücklich...

oder besser: zwei schauen bierseelig drein.


Aber das wichtigste war die wohl köstlichste Bratwurst, die wir seit langem gegessen hatten.

Yummy!

November 21, 2010

Erster Schnee in Vancouver


Wir waren mal wieder in Yaletown, diesmal, um Vijay's Geburtstag zu feiern. Zu diesem Anlass trafen wir uns im Simply Thai, und nomen es omen, es handelt sich um ein Thai Restaurant.

Da keiner von uns mit der Thai Küche wirklich auskannte, haben wir einfach zig verschiedene Gerichte bestellt, und diese dann herum gereicht. Unsere Favoriten: pa-nang und pad peaw wan gai. Es war köstlich.

Als wir uns dann um Mitternacht wieder auf den Nachhauseweg machten, wurden wir von einem Schneesturm überrascht. Innerhalb kurzer Zeit war alles weiss, und wir entschieden uns für einen Umweg, da wir uns nicht den steilen Berg nach Port Moody hinunter trauten.

Am nächsten Tag sieht es dann so aus... Blauer Himmel und keine Flocke zu sehen.

Nur die nun schneebedeckten Berge und die plötzlich kahl gewordenen Bäume weisen noch auf gestriges Wetterchaos hin.

Es weht ein starker und kalter Wind am Pitt Lake, so dass wir uns nicht lange an der frischen Luft aufhalten.

Wir haben ja schon ein paar mal davon berichtet, dass wir hier Adler beobachten konnten. Diesmal sind die Lichtverhältnisse so gut, dass wir auch mal mit eigenen Bildern aufwarten können.

Während sich der/die eine vom Winde zerzausen lässt, macht es sich der/die andere über das Mittagessen her.

Damit ist es offiziell, der Winter ist nun auch an der Westküste angekommen, auch wenn die Tagestemperaturen mit heute 8 Grad plus doch noch recht mild ausfallen.

November 07, 2010

Yaletown

Gestern waren wir in 'Ausgeh-Stimmung' und haben zusammen mit Kollege Vijay den Yaletown District unsicher gemacht. Hier ein Blick aus seinem Apartment auf die Restaurant/Bar Meile.

Doch zuerst besuchen wir die Vancouver Bücherei, nicht nur ein architektonisch gelungenes Gebäude, sondern auch eine Schatztruhe für den Bücherwurm. Ausser Standardwerken befinden sich hier (Lese- und Hör-) Bücher in verschiedensten Fremdsprachen und ein Zeitungsarchiv. Auch wird diese Location oft in Film und Fernsehen verwendet.

Nur wenige Minuten entfernt ist der False Creek, an dem wir trotz Nieselregen spazieren gehen.

Auf der Strasse werden wir von Jürgen angesprochen, einem Deutschen, der mal eben zwei Monate Urlaub in Kanada macht, und wir gehen spontan zusammen einen Kaffee trinken. Für uns 'arme', die wir hier mit 15 bis 20 Urlaubstagen im Jahr auskommen müssen, eine undenkbar lange Freizeit... Aber wozu auch so viel Urlaub, wenn wir an einem der besten Orte der Welt leben dürfen.

In der Yaletown Brewery lassen wir es uns dann bei Wings&Wedges, Pizza und Bier gut schmecken.
Wir genehmigen uns noch einen Drink in der Bar und spurten dann gerade noch rechtzeitig vor Ende des Hockey-Heimspiels zum Skytrain. Polizei und Sicherheitskräfte stehen schon bereit, denn nur wenige Minuten später wird sich die Bahn mit lauten, meist betrunkenen Fans füllen. Aber dann sind wir schon längst aus der 'Gefahrenzone'.

Wir stellen immer wieder fest, dass uns Vancouver Downtown mit seinen Unterhaltungsmöglichkeiten gefällt. Es gibt Kulturveranstaltungen, Theater, Bibliothek, Nachtleben und Einkaufsmöglichkeiten ohne Ende, und will man seine Ruhe haben, geht man halt an der Sea Wall oder im Stanley Park spazieren. Auch alle namhaften Arbeitgeber haben ihre Büros in der Innenstadt, und so ist es eine Überlegung wert, vielleicht doch mal näher an die Stadt zu ziehen.

October 31, 2010

Die höheren Weihen des Wanderns

Wenn im Wander-Ratgeber fuer 7 km, ca. 4 Stunden Zeit empfohlen werden, muss das wohl seinen Grund haben. Das erfahren, oder besser erlaufen wir heute auf dem Brothers Creek Loop. Mit 350m Höhenunterschied auf wechselndem Terrain wird dieser Wanderweg der mittelschweren Kategorie zugeordnet. Mit Sonja's Kollegen Vijay und Brent machen wir uns also an den Anstieg.

Das ist einer der besseren Teilabschnitte.

Oft liegen Hindernisse im Weg, die bewältigt werden wollen.

Den Baumriesen hat es erst kürzlich umgehauen.

Meist sieht der Trail wie ein ausgetrocknetes Bachbett aus. Hier posieren Vijay, Deuce(der Labrador), Brent und Sonja.

Das Allgemeinwissen lies die Herren beim Anblick dieses Pilzes zwar im Stich, allerdings wusste Vijay, dass es sich bei dieser Sorte um die Lieblingsspeise der SuperMario Brothers handelt, und Roland und Brent meinten einstimmig, dass dort die Schlümpfe wohnen würden. Gesehen haben wir aber weder die einen, noch die anderen.

Einer der wenigen Streckenabschnitte, die gerade verlaufen, ansonsten geht es entweder steil bergauf oder bergab.

Aber wir werden immer wieder mit phantastischen Ausblicken überrascht. Letztendlich brauchen wir weniger als zweieinhalb Stunden, und belohnen uns anschliessend für diese Leistung bei Bier und Bison Burgern im Village Tap House.

August 28, 2010

Lockruf für die Mütter

Heute möchten wir einmal die Gelegenheit ergreifen, unsere Mütter dazu zu bringen, uns noch einmal in Kanada besuchen zu kommen. Ein typisches Tagesprogramm in Port Moody könnte wie folgt aussehen:

Wir spazieren (noch bei Ebbe) am Burrard Inlet entlang und erfreuen uns an den Blumen und den Palmen im Rocky Point Park:

Danach müssen wir uns dann entscheiden, ob wir im Boathouse guten Fisch essen wollen oder ob uns eher nach Pizza in der Heritage House Pizza Company ist:

Entsprechend gestärkt können wir jetzt (bei Flut) die Schönheit des Inlets vom Steg aus geniessen, ehe wir auf dem Spaziergang nach Hause noch den ortsansässigen Reiher besuchen:

Klingt doch gut, oder? Also, wann kommt Ihr?