Der kleine Mann ist nach diesem Ausflug fix und fertig und geht an diesem Abend sogar widerspruchslos ins Bett. Für Sonja's Schwester ist klar, in den Badlands ist sie bestimmt nicht zum letzten Mal gewesen.
We only get one run at life so might as well have fun on the way. (Geoff James)
September 13, 2009
Vom Winde verweht, in den Badlands
Immer wieder ein Höhepunkt für unsere Besucher, aber auch für uns selbst sind Alberta's Badlands. Also machen wir uns bei stahlblauem Himmel, 26 Grad (plus) und einem strammen Präriewind mittags auf nach Drumheller. Der kleine Mann macht derweil sein Mittagspäuschen im Auto.
Zuerst geht es zum Horseshoe Canyon und danach zwecks Stärkung zu Boston Pizza. Wir stellen fest, wenn man die Pizza vermeidet, und stattdessen Kartoffelecken, Chicken Fingers, Quesadillas und Lasagne bestellt, kann man dort sogar ganz gut essen.


Danach schwanken wir über die Hängebrücke über den Deer River, holpern über 11 Brücken nach Wayne zum Last Chance Saloon, erklimmen die Hoodoos und besuchen die Geisterstadt Dorothy.


September 12, 2009
Schilda liegt in Calgary
Die (angeblich tatsächlich existierende) Verkehrsplanungsabteilung Calgarys ist mal wieder auf eine geniale Idee gekommen, wie man möglichst viel Geld für völlig untaugliche Lösungen zum besseren Verkehrsfluss in der Stadt ausgeben kann (die letzte grossartige Aktion war, neben eine nicht ausgelastete Brücke des Glenmore Trails über den Bow River eine ZWEITE Brücke zu bauen, um die Auslastung weiter zu reduzieren, während zwei Kilometer weiter östlich der Verkehr an einem Bahnübergang völlig zum Erliegen kommt).Jeden Nachmittag auf dem Weg nach hause steht Roland in einem 10-15 minütigen Stau auf dem Glenmore Trail, weil es an der 37. Strasse immer noch eine Ampelkreuzung gibt, obwohl der Verkehr eine Autobahnabfahrt erfordert. Roland war immer der Meinung, man müsste a) eine solche Abfahrt bauen (teuer) oder b) die Ampel durch einen Kreisverkehr ersetzen (schwierig, da Calgarianer im Anblick eines Kreisverkehrs in Schockstarre fallen) oder c) ganz einfach zur Rush Hour die Ampel abstellen und gar keinen Querverkehr zulassen (zu pragmatisch). Als wir nun hörten, dass es zur Verbesserung des Verkehrsflusses nun tatsächlich einen Kreisverkehr geben soll, trauten wir unsere Ohren nicht! Leider zu Recht, wie sich herausstellte, denn die Ampel wird mitnichten ersetzt, sondern der Kreisverkehr wird wenige hundert Meter SÜDLICH der Kreuzung gebaut, mit der Absicht, dass Linksabbieger vom Westen nun rechts abbiegen, im Kreisverkehr eine 180 Grad-Wendung machen und dann geradeaus über die Kreuzung Richtung Norden fahren sollen (siehe Grafik oben).
Das Problem ist nur, dass dies keineswegs die Ampelphasen verändern wird, denn die von Osten kommenden Autos, die nach Süden wollen, müssen immer noch links abbiegen, und das sind viel mehr, da sich im Süden ein gut besuchtes Casino befindet! Ein Schildbürgerstreich oberster Güte, und die Volksseele in Calgary kocht in Anbetracht solcher unglaublicher planerischer Unfähigkeit. Ach, übrigens kostet dieser Geniestreich den Steuerzahler 250,000 Dollar...
Movin' on!
Während sich an der Arbeitsfront in Calgary derzeit nicht so viel tut (von dem Angebot der Schwangerschaftsvertretung mal abgesehen), hatte Sonja inzwischen zwei Telefon-Interviews mit einer Firma für Nahrungsmittel, Gesundheits- und Wellnessprodukte in British Columbia.
Obwohl wir noch gar nicht wissen, ob sich aus den Gespächen überhaupt etwas entwickelt, ist der Gatte hellauf begeistert und sucht bereits nach Wohnungen, denn schon kurz nach unser Einwanderung hatten wir uns zum Ziel gesetzt, nach der Olympiade 2010 weiter nach Westen zu ziehen. Um so besser, wenn wir dort bereits ein Einkommen hätten, denn das würde den Umzug wesentlich vereinfachen.
Es folgt die Einladung zum persönlichen Gespräch am kommenden Mittwoch auf Vancouver Island. Der Flug nach Victoria auf Firmenkosten ist bereits gebucht.
Obwohl wir noch gar nicht wissen, ob sich aus den Gespächen überhaupt etwas entwickelt, ist der Gatte hellauf begeistert und sucht bereits nach Wohnungen, denn schon kurz nach unser Einwanderung hatten wir uns zum Ziel gesetzt, nach der Olympiade 2010 weiter nach Westen zu ziehen. Um so besser, wenn wir dort bereits ein Einkommen hätten, denn das würde den Umzug wesentlich vereinfachen.
Es folgt die Einladung zum persönlichen Gespräch am kommenden Mittwoch auf Vancouver Island. Der Flug nach Victoria auf Firmenkosten ist bereits gebucht.
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